ein Kollege hatte heute mehrmals angerufen und gefragt ob wir uns treffen wie gemeinsam was trinken könnten
So etwas war für mich ein absolutes NoGo.
ich konnte ohne Probleme „Nein“ sagen
Sehr gut.
Hast du dein "Nein" begründet und wenn ja, wie?
ein Kollege hatte heute mehrmals angerufen und gefragt ob wir uns treffen wie gemeinsam was trinken könnten
So etwas war für mich ein absolutes NoGo.
ich konnte ohne Probleme „Nein“ sagen
Sehr gut.
Hast du dein "Nein" begründet und wenn ja, wie?
Hallo Nadine
Beim nächsten Telefonat bzgl Einladung oder Treffen könntest du ja zusagen, mit der Bedingung zum Kaffee ☕️ gerne, da du keinen Alkohol mehr trinkst und auch in Zukunft nicht.
Für aussenstehende oder nicht Betroffene braucht es sonst keine weitere Erklärung.
Das Wort Alkoholiker oder alkoholkrank oder alkoholproblem würde ich garnicht erwähnen, sondern nur die Tatsache das nicht mehr wie früher gebechert wird,sondern das du dich für ein Leben ohne Alkohol entschieden hast,ohne Aussnahme.
Du wirst merken wie gut dir das tut und das es akzeptiert wird.
Wer es nicht akzeptiert, wird aussortiert.
So mach ich das schon jahrelang und es sind wirklich ganz wenige die es einfach nicht verstehen(wollen oder können). Meist stecken sie selbst tief drin.
LG Bolle
Guten Abend, ich bin einfach nur beim Nein geblieben und sagte ich habe keine Zeit. Ich muss anderen nicht alles erklären, im Augenblick muss ich ganz bei mir bleiben und mich sortieren. In Laufe der Zeit wird sich schon zeigen wer eine Freundschaft auf Recht erhalten möchte und wer nicht.
Es ist mein Leben, meine Gesundheit und meine Zukunft.
Ich muss anderen nicht alles erklären,
Das ist wohl war. Aber wenn er öfters anruft, hat er es wohl nicht verstanden.
Da wäre es gut ihm mitzuteilen, dass er nicht mehr anzurufen braucht. Ansonsten kann er gerne dir erklären, was er an dem Wort "nein" nicht versteht.
im Augenblick muss ich ganz bei mir bleiben
Das geht nämlich ohne solche Anrufe definitiv besser. ![]()
Guten Morgen, meine Gefühle sind immer noch am springen, ich hoffe das es mit der Zeit alles leichter und besser wird. Aktuell bin ich viel zu Hause und versuche mich mit lesen, Filme schauen und Handarbeiten abzulenken.
Am Donnerstag besuche ich eine SHG vor Ort, Nervös bin ich aber deshalb jetzt schon.
ich hoffe das es mit der Zeit alles leichter und besser wird
Das wird es! Und heute schaust du nur auf heute und heute wird das erste Glas stehen gelassen.
Aktuell bin ich viel zu Hause
Um Triggern aus dem Weg zu gehen?
Am Donnerstag besuche ich eine SHG vor Ort
Da wirst du sicher einige Erfahrungen für dich mitnehmen können 👍
Da ich noch am Anfang stehe, gehe tatsächlich soweit wie möglich Triggern aus dem Weg. Ich muss noch viel lernen und mich selbst verstehen.
Ich war auch sehr nervös vor meinem ersten SHG-Besuch, aber alle die da sitzen, sind aus dem gleichen Grund da. Gut, dass du jede Form der Unterstützung annimmst. Bin gespannt, was du erzählst.
Das wird mit der Zeit auf jeden Fall besser, gib Dir etwas Zeit!
Und nach dem ersten Besuch in der realen SHG wird es sich bestimmt befreiend anfühlen, so war es damals jedenfalls bei mir.
Erzähl dann mal, wie es war.
Nervös bin ich aber deshalb jetzt schon.
Phu, ich hatte ordentlich Bammel. Dann saß ich davor und ein anderer Mann saß auf einer anderen Bank. Habe mich gefragt, ob der auch Alkoholiker ist. Er sah aber ganz "normal" aus. ![]()
Und ja, er ist es auch. Er war bald 30 Jahre trocken. D.h. inzwischen ist er es dann auch.
Ich wusste man muss es gar nicht sagen. Aber es war mir sehr wichtig mich gleich richtig vorzustellen. Mit Namen und "ich bin Alkloholiker".
War ein ganz großes Ding für mich. So etwas vor anderen Menschen (und dann noch so vielen) zu sagen.
Für die anderen war das gar nichts großes und mich hat auch nicht der Blitz getroffen.
Die ersten Male kamen mir öfters die Tränen. Hatte sich doch recht viel angehäuft. So als EKA und Alkoholiker.
Immer wenn ich dort raus bin habe ich viel Energie und Zuversicht gespürt.
Inzwischen ist mein neues Leben nicht mehr neu und ich gehe nur noch selten hin. Hier bin ich jeden Tag.
Hallo Nadine,
ich war auch super nervös vor meiner ersten realen SHG-Stunde... hab mich sogar von einer Freundin bis zu dem Haus begleiten lassen... und was soll ich sagen: ich bin so selbstverständlich und herzlich aufgenommen worden in die Runde, das tat sehr gut...
Seit Ende August gehe ich wöchentlich hin und freue mich jedes Mal, dort zu sein und offen sprechen zu können. ...
Liebe Grüße
Morgaine
Ich bin schon gerade etwas stolz auf mich, zwischen durch hatte ich Saufdruck , konnte mich aber mit malen ablenken und habe wenigstens etwas erschaffen anstatt zum Glas zu greifen. Ich hoffe wirklich sehr, dass es mit der Zeit leichter wird, es ist nun einmal Lernprozess.
Hallo Nadine,
und mich selbst verstehen.
Das hast du gestern geschrieben. Für mich lag darin der Schlüssel zu einer stabilen Abstinenz.
Wie fühlt sich Suchtdruck bei mir an, wie kündigt er sich an, was hilft aus meinem Notfallkoffer und was hilft nicht.
Suchtdruck kommt und geht auch wieder. Ich bin ihm nicht hilflos ausgeliefert, wenn ich weiss, wie ich effektiv reagieren kann.
Ich habe Atemübungen geübt, damit ich sie parat habe, wenn ich sie brauchen sollte. Ob sie wirken werden, wusste ich nicht, ich hab es ausprobiert. Ein Baustein unter vielen, um mich kennen zu lernen und zu verstehen.
anstatt zum Glas zu greifen.
Wie einfach ist es für dich um "zum Glas zu greifen"? Ist dein Zuhause alkoholfrei?
Mein Haushalt ist Alkohol frei. Eine stabile Abstinenz habe ich für mich erst erricht ,wenn ich meine Gefühle ohne einen Gedanken an Alkohol wahrnehme und spüren kann.
Ich versuche meinen Notfallkoffer immer weiter aufzubauen, nur hält meine Konzentration aktuell für viele Hobbys wie Handarbeiten noch nicht aus, zudem habe ich noch keine richtige innere Ruhe gefunden.
Wenn ich Saufdruck bekomme, war ich meistens vorher immer sehr emotional beansprucht, es beginnt mit kreisenden Gedanken und steigender Nervosität und starken Herzrasen. Und da ich sehr lange Zeit meine Gefühle weggesoffen hatte, muss ich erst lernen diese wieder richtig zu spüren wie einzuordnen. Die Dauer des Saufdrucks ist bei mir sehr unterschiedlich von 20 Minuten bis über eine Stunde, kommt darauf an wie gut ich mich ablenke währenddessen.
Auch wenn es für die meisten Menschen meine Schritte nur als winzig wirken, bin ich stolz auf mich einen weiteren Tag geschafft zu haben.
zwischen durch hatte ich Saufdruck
Einfach so. Aus dem Nichts heraus?
Ich muss noch viel lernen und mich selbst verstehen.
Wie fing denn das mit dem Saufdruck an? Kannst Du den Auslöser ausmachen?
Ich hatte mir versucht zu überlegen, wie ich meinen Alltag neu und sinnvoll planen kann und habe versucht mich an meiner To-do Liste entlang zu angeln. Aber ich hatte meine Liste zu voll gepackt und war schrecklich frustriert und enttäuscht als ich immer wieder versagte. Was mich wieder in das Gefühl der Überforderung gebracht hatte, aber als ich den Gedanken an Alkohol hatte, habe ich mich hingesetzt und gezeichnet bzw. Gemalt.
Was eine sehr dumme Idee von mir war Kaffee statt Tee zu trinken, was meine Innere Unruhe nur noch mehr förderte.
das Gefühl der Überforderung
Das ist doch schon sehr gut, dass Du den Auslöser kennst. Denn nur so kann er in Zukunft vermieden werden. Das am Anfang ganz besonders wichtig.
Aus dem Grund ist ja Geduld so wichtig. Vor allem mit sich selbst.
Einen Cut zu machen und einfach los zu malen, war dann genau das Richtige. ![]()
Die Idee mit der Liste finde ich dennoch gut. Mach einen Punkt und dann schau wie es mit dem Nächsten aussieht. Ohne Dir vorher eine Zeitvorgabe zu machen. Dann kannst du ggf. auch flexibler sein und Dir die "Rosinen"-Punkte raus picken. ![]()
Und sei nicht so streng und abwertend Dir selbst gegenüber, von wegen 'versagen" und "dumme Idee".
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