Hallo zusammen, ich bin Lilly, geschieden. Seit 7,5 Jahren bin ich mit meinem neuen Partner zusammen. Eigentlich wollen wir heiraten. Wir sind ein Herz und eine Seele - wenn er tagsüber nüchtern ist. Abends - ab 18 Uhr ca. - fängt er an zu trinken. Ich hasse es und er weiß es. Er bekommt glasige Augen und wird super nervig romantisch. Er hat schon - weil ich 7 Jahre geredet habe - eine Alkoholtherapie dieses Jahr für einige Monate gemacht. Ambulant 1x wöchentlich. Es hat gar nichts gebracht. Er hat während der Therapie weiter getrunken und dem Therapeuten einfach Abstinenz vorgegaukelt. Ich schäme mich, wenn er sich vor meiner Familie - wie heute Abend - betrinkt. Klar könnte ich mich trennen, aber wenn er nüchtern ist, sind wir ein Dream-Team. Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben. Nun bin ich hier und erhoffe mir Impulse.
Lilly1969 Zukünftiger ist alkoholabhängig - und ich verzweifelt
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Guten Abend Lilly,
willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!
Sieben Jahre schaust Du schon zu, wie er sich abends betrinkt. Offensichtlich will er nichts ändern.
Bald wird sich eine zuständige Moderatorin bei Dir melden.
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Hallo Lilly,
Herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.
Er will doch trinken, denn eine mehr oder weniger "erzwungene Therapie" von deiner Seite hat nicht gebracht.
Du kannst nichts tun, du kannst nur dafür sorgen, dass es dir besser geht. Du musst dich nicht schämen, denn du benimmst dich nicht daneben.
Wie lange willst du hoffen? Ich habe es viel zu lange getan
Wenn du dich hier austauschen willst klicke unten auf den Link, schreib noch einen Satz dazu, dann schalten wir dich für den Austausch frei.https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
LG Morgenrot
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Hallo zusammen und vielen Dank für eure Antworten. Ja, er will trinken, das stimmt. Trotzdem klammere ich meine Hoffnung immer noch daran, dass er zur Vernunft kommt. Er sagt mir eben auch häufig, dass er an sich arbeitet. Manchmal merke ich es auch. Gestern Abend hat er sich aber im Restaurant vor meiner Mutter und meiner Schwester abgeschossen. Es war unsagbar unangenehm für mich. Dann hat er beide auch noch nach dem Restaurant zu uns nach Hause eingeladen und ist dann dort auf dem Stuhl schnarchend eingeschlafen. Einfach nur gruselig. Ich schäme mich sehr, habe mich für heute Nacht ins Gästezimmer zurückgezogen. Wie gesagt, es ist irgendwie never Ending Story. Dabei ist er nüchtern der Mann meines Lebens. Er tut alles für mich ist niemals verletzend oder übergriffig, aber er trinkt eben regelmäßig abends. Liebe Grüße, Lilly
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Wenn er regelmäßig abends trinkt, ist er quasi nie! Nüchtern.
Der Konsum wird nur schlimmer werden, nie mehr besser. Wenn du Konsequezen androhst, legt er vielleicht mal ne Trinkpause ein oder reduziert etwas, und danach wird es erst recht schlimmer werden, weil er dann nachholen muss.
So wie du das beschreibst, würde eh nur absolute Abstinenz funktionieren. Und davon scheint er meilenweit entfernt zu sein und wird er wohl auch nicht wollen. Und so lange das nicht von ihm ausgeht, kannst du eh absolut nichts machen. Alles reden, bitten und betteln kannst du dir komplett sparen.
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Hallo Lilly, es ist schwer einen Menschen aufzugeben, den man liebt. Aber bei dem, was du berichtest, halte ich das für die einzig mögliche Lösung.
Ich kenne diese „Verwandlung“ des Partners nur zu gut. Jeden Morgen war ich froh, dass mein Partner wieder da war, der mich am Vorabend alkoholisiert noch so beschämt und angewidert hatte. Und ich kann dir nur sagen, dass es nicht besser wird.
Ich musste miterleben, wie die Persönlichkeitsveränderung durch Alkohol ihn auch tagsüber zum Ekel machte. Im Nachhinein wünschte ich mir, ich wäre früher konsequent gewesen. Wobei ich immer noch traurig bin, diesen für mich besonderen Menschen verloren zu haben. Nur kam eine Dreiecksbeziehung mit dem Alkohol nicht infrage.
Mir hat die Beratung bei der Suchtberatung sehr geholfen, die ja auch für Angehörige da ist. Das Wesen der Sucht zu erkennen und unsere Möglichkeiten und Grenzen zu helfen.Hast du eine Idee, was dir in deiner Situation helfen würde? Welche Impulse wünscht du dir?
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Wenn ich ganz ehrlich bin, wünsche ich mir, dass ich einen Impuls finde, wie wir dieses Alkoholproblem überwinden können. Wir leben in meinem Haus, in investiert hat. Es ist aber mein Haus. Wir planen eine gemeinsame Zukunft, die Verlobungsringe sind auch schon ausgesucht. Er ist der Mann meiner Träume, wenn er nüchtern ist, er kümmert sich sehr um mich, liebt mich. Im Haushalt und Garten engagiert er sich sehr.
Gegen Abend fängt er an, im Keller heimlich Schnaps zu trinken. Sein Bier bringt er mit ins Wohnzimmer. Vor meinen Augen trinkt er meist so drei Bier, in seinen Augen sehe ich aber natürlich den Schnaps. Vor Jahren habe ich den Schnaps im Keller auch gesucht und ihn zur Rede gestellt, das mache ich schon lange nicht mehr. Er schläft dann meistens direkt im Wohnzimmer ein, wenn wir anfangen, einen Film zu schauen.Das ist ätzend. Richtig schlimm wird es aber für mich, wenn meine erwachsenen Kinder zu Besuch sind und ich mit aller Macht versuchen muss, seine Alkoholabhängigkeit zu vertuschen. Ich schäme mich so. Vor circa zwei Jahren hat meine Tochter erlebt wie mein Mann mit einem kompletten Totalausfall nach Hause gebracht wurde von seinem Sohn. Er konnte sich gar nicht mehr auf den Beinen halten, kein Wort mehr sprechen.
Lange Rede kurzer Sinn: ich liebe ihn und iohne ihn wäre mein Leben sehr farblos. Wir unternehmen sehr viel an den Wochenenden, fahren häufig in den Urlaub. Es ist wunderschön das Problem beginnt, wenn der Abend kommt.
Wenn er betrunken ist, ist er niemals frech oder übergriffig. Er wird romantisch nervend und schläft dann ein.
Mein einziger Wunsch ist eigentlich, ihn zur Vernunft zu bringen. Er sagt immer, es sei ja nur eine Kopfsache und er verspricht mir, sich anzustrengen, weniger zu trinken. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er eine komplette Abstinenz für sich ausschließt. Das hatte er mir auch direkt gesagt, als er die ambulante Therapie gemacht hat. Er meinte, dass er in der Lage sei, seinen Konsum vernünftig einzuschränken. Das klappt aber nicht.
Sorry für die vielen wirren Gedanken. Ich freue mich über jeden Impuls. Liebe Grüße -
Was du beschreibst klingt furchtbar. Wenn du ihn heiratest, bindest du dich eben einfach noch stärker an jemanden, der dir jeden Abend das Leben zur Hölle macht. Für dich wohl gemerkt, denn für ihn wird es wahrscheinlich passen. Er hat ja dann beides, dich und den Alkohol.
Ich hab keinen Impuls, eher einen Rat. Lauf so schnell du kannst. Bevor du irgendwann seine Pflegekraft wirst. Du hast nur dieses eine Leben und willst es so verbringen, dass du dir Abend für Abend verzweifelt den Morgen herbei wünschst?
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Mein einziger Wunsch ist eigentlich, ihn zur Vernunft zu bringen.
Da hast du Recht, es ist ein Wunsch. Ich kann mir auch Weltfrieden wünschen oder einen Lottogewinn, beides sehr unrealistisch. Genauso ist es mit dem Wunsch, dass der Partner trocken wird. Du selbst hast keinerlei Einfluss darauf. Du kannst aber dafür sorgen, dass es dir gut geht.
Ein anderer Gedanke: Dein Partner ist ja quasi nie nüchtern. Was kennst du tatsächlich von der nüchternen Person?
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Das ist eine interessante Frage, was ich von der nüchternen Person kenne. Diese Frage habe ich mir tatsächlich noch nie gestellt, weil er in meiner Wahrnehmung von morgens bis circa 18:00 Uhr nüchtern ist. Restalkohol habe ich jetzt noch nicht gedacht. Seine Augen sind tagsüber eben ganz normal und er verhält sich für mich auch ganz normal.
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Hallo Lilly, willkommen auch von mir.
- Du bist noch gar nicht für den Austausch freigeschaltet. Bitte noch den Link anklicken, den Morgenrot dir gestern geschickt hat, und einen kurzen Satz dazu schreiben.
Du glaubst gar nicht, wie viele COs hier ankommen und überzeugt sind: Ohne Alk ist ihr Partner der beste, den sie sich vorstellen können.
Aber: Ohne Alk gibt es den Menschen nicht mehr - und die Sucht wird immer mehr von ihm in Beschlag nehmen und Dich immer mehr beeinträchtigen.
3. Eine Eheschließung ist mit rechtlichen Konsequenzen verbunden. Bei anderen Cos kannst Du lesen, was eine Ehe mit einem Säufer - noch mehr als eine bloße Partnerschaft - mit sich bringt. Wach auf!
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Liebe Lilly,
ich war, als ich hier ins Forum kam, Tür an Tür (Mitbewohner) mit einem Alkoholiker. Er war zudem auch noch ein guter Freund, sodaß ich es mir auch in den Kopf gesetzt hatte, ihm zu helfen.
Er war recht offen, was seinen Konsum anging und ich habe durch die Gespräche mit ihm irgendwann begriffen, daß er NIE nüchtern war. Bevor er kollabierte und mit über 4 Promille auf der Intensiv landete, bekam ich dann direkt vor meinen Augen mit, wieviel er konsumierte, um klarzukommen.
Abends betrank er sich dann so, daß er teilweise nicht mehr gehen konnte, aber auch nicht immer. Das er sehr betrunken war, merkte ich nur, wenn er irre hohe Promille hatte. Tagsüber, wenn er mir nüchtern vorkam, hatte er immer gerade soviel getrunken, daß kein Entzug auftrat.
In der Notaufnahme, wo wir mehr als einmal waren, wirkte er auch nüchtern, hatte aber auch da um die 1.5 Promille. Das war die Realität. Tagsüber nichts essen, nur den Alkoholspiegel halten. Abends dann trinken bis zur Bewusstlosigkeit.
Bei deinem Freund mag das noch weniger dramatisch sein, aber es kann genauso gut sein, daß es längst ebenfalls diese Ausmaße angenommen hat. Du versuchst seit 7 Jahren ihn davon wegzureden, wegzuflehen, oder wegzulieben.
Hier im Forum gibt es unzählige Geschichten von Angehörigen, die genau das gleiche versucht haben wie du. Wenn du das nicht glaubst, lies dich ein in der Angehörigen-Abteilung. Die Liebe hält dich bei ihm, das ja, aber sie hält ihn nicht davon ab, genauso weiter zu machen wie bisher. Und du gehst kaputt neben ihm.
Zumal: auch diese Gefahr ist real, deine Liebe irgendwann in Hass umschlagen könnte. Merkst du vielleicht jetzt schon, das es schwerer wird, ihm voller Verständnis und Zuneigung entgegen zu treten. Weil einfach schon so viel passiert ist und sich einfach nichts ändert. Du weißt wie die Abende werden, und er weiss es auch. Also bleibt alles wie es ist, oder wird schlimmer.
Er ist derjenige, um den sich alle deine Bemühungen drehen, Tag für Tag. Anstrengend, zermürbend, krankmachend. Sei es dir wert, das zu überdenken. -
Ich weiß leider nicht, wie ich die Freischaltung hinbekommen kann. Ich habe auf geklickt, dann ging es aber nicht weiter.
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Da drauf drücken, dann wirst du weitergeleitet und wir können dich freischalten. Einfach im Text schreiben: „Ich bitte um Freischaltung“. Wir machen den Rest.
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Moment, ich kümmere mich darum. Anscheinend wurde der Link bereits gedrückt.
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Hallo Lilly,
ich habe dich nun freigeschaltet, an die richtige Stelle im Forum verschoben und du kannst dich überall austauschen, jedoch in den ersten 4 Wochen bitte den Vorstellungsbereich meiden.
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Wie gesagt, eine never Ending Story. Dabei ist er nüchtern der Mann meines Lebens. Er tut alles für mich ist niemals verletzend oder übergriffig, aber er trinkt eben regelmäßig abends. Liebe Grüße, Lilly
Hallo Lilly,
das wird auch weiterhin eine never Ending Story bleiben.Du kannst dich hier im Forum bei den Co's durchlesen und feststellen, das die Geschichten sich ähneln. Es gibt 3 Möglichkeiten mit dem "Problem" umzugehen.
- Dein Partner zieht ernsthaft die Reißleine und macht was. Im Endeffekt strikte Alkoholabstinenz! ...die Hoffnung stirbt zuletzt.
- Es bleibt eine never Ending Story, weil du hoffst, das sich was ändert.
Du änderst was, mit ernsthaften Konsequwenzen für deinen Partner.z.B. räumliche Trennung.
Das hört sich von außen betrachtet einfach an. Ist es aber natürlich nicht.
Du hast gute Vorraussetzungen, wenn ich dich richtig gelesen habe. Das Haus gehört dir und ihr habt keine kleinen Kinder mehr.
Damit müssen andere Co's sich auch noch rumschlagen.
Ich maße mir an, dir das zu schreiben, weil ich beide Seiten kenne, Co und später selbst abhängig.
Für die emotionale Seite holst du dir am besten Hife von außen, z.B. Angehörigenselbsthilfegruppe. wenn du das nicht schon gemacht hast?
Ich hoffe du triffst die " richtigen" Entscheidungen für dich.
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Hallo Lilly,
du schreibst er trinkt auch heimlich.
Ich denke mir, dass die 3 Biere vor deinen Augen, nur die kleine Spitze des Eisberges sind. Nasse Alkoholiker beherrsche das täuschen, tarnen, tricksen sehr gut. Ihnen geht es darum in Ruhe saufen zu können. Das wiederum geht nur, wenn er dich immer wieder beruhigt. Dann keimt bei dir Hoffnung auf. Ich habe dies oft genug selbst erlebt.
Ich war auch irgendwann meiner Familie und meinen Freunden gegenüber offen, und erst als ich mit ihnen darüber sprach, und nichts mehr verstecken musste wurde es für mich leichter.lg Morgenrot
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Hallo Lilly!
Herzlich willkommen hier im Forum!
Er sagt immer, es sei ja nur eine Kopfsache und er verspricht mir, sich anzustrengen, weniger zu trinken. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er eine komplette Abstinenz für sich ausschließt. Das hatte er mir auch direkt gesagt, als er die ambulante Therapie gemacht hat. Er meinte, dass er in der Lage sei, seinen Konsum vernünftig einzuschränken. Das klappt aber nicht.
Das klappt wenn jemand süchtig ist nicht mehr, es hat auch nichts mit Anstrengung zu tun. Es ist eine Suchtkrankheit und hat nichts mit Willensschwäche zu tun. Wie bei allen Süchten hilft nur die totale Abstinenz. Da er das nicht möchte sieht es schlecht aus daß sich an seinem Konsum etwas ändert, im Gegenteil, es wird immer schlimmer.
Du brauchst dich nicht zu schämen, du bist ja nicht schuld daran daß er trinkt. Was mich wundert daß du schreibst du liebst ihn so sehr. Auch wenn du (noch) schöne Dinge mit ihm unternimmst folgt ja immer der schreckliche Abend den du tagtäglich verarbeiten musst. In mir hat sich mit der Zeit ein regelrechter Ekel aufgebaut wenn er abends betrunken war. Irgendwann konnte ich ihn auch morgens nicht mehr ertragen wenn er verkatert vor mir stand.
Es wurde dann immer schlimmer, er hat irgendwann schon morgens getrunken. Bei vielen Alkoholikern ist das wohl so. Am Anfang unserer Ehe hat er sich nur ab und zu "abgeschossen", im Laufe der Jahre wurde es immer schlimmer. Was ich bedaure nicht schon viel früher einen Schlußstrich gezogen zu haben, ich hätte mir viel Kummer ersparen können.
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Danke für eure Rückmeldungen. Ich weiß das sehr zu schätzen
Die Geschichte geht leider noch etwas weiter. Die 25 Jahre zuvor war ich mit einem Narzisten verheiratet, der sich sehr schnell zum richtig heftigen Alkoholiker mit allem Drum und Dran entwickelt hat. D.h. ich kenne also auch die richtig schlimmen Zeiten, habe jahrelang gelitten und die Kinder geschützt dann, als die Kinder einigermaßen groß waren, bin ich mit ganz viel Überlebenslangst, ich hatte Angst, dass er mir oder sich selbst etwas antut, im Gepäck zusammen mit den Kindern geflohen. Das ist nun alles zwölf Jahre her. Ich kenne also auch die ganz heftige Seite des Alkoholismus. Die Kinder leider auch.
Natürlich frage ich mich, warum mein neuer Partner nun auch wieder trinkt. Ich kann überhaupt kein Muster zwischen beiden Partnern feststellen, außer eben dem Alkohol. Mein jetziger Partner ist sehr liebevoll, kümmert sich eigentlich immer um mich und selbst wenn er getrunken hat, das ist natürlich total traurig, hat er nur liebe Worte für mich.
Gibt es vielleicht eine eins zu eins Psychotherapie für Alkoholabhängige? Ich habe natürlich gegoogelt, aber die Psychotherapeuten, die ich gefunden habe, haben ein großes Leistungsspektrum, sind nicht auf Alkohol spezialisiert.
Ich frage, weil die Gruppentherapie ihn irgendwie gar nicht abholen konnte. Zum einen hat es glaube ich mit dem Therapeuten nicht gepasst und zum anderen waren in der Gruppe Teilnehmer mit ganz unterschiedlichen Süchten, er hatte das einzige Alkoholproblem. Das hatte ihn gar nicht abgeholt. Er hatte dann einmal erwähnt, dass eine eins zu eins Therapie sicherlich besser gewesen sei. Er wollte das Problem dann aber selbst in den Griff kriegen. Wie gesagt: aufhören wollte er nie, er wollte kontrolliert trinken, was natürlich nicht funktioniert. -
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