Hallo ich bin neu hier

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Liebe Kia,


    von Deinen Schilderungen bin ich noch immer erschüttert...


    Wenn Du bei der Beratung warst, schreibe doch mal...


    Du allein musst die Entscheidung treffen, wie es für Dich weitergehen wird.


    So oder so, ich wünsche Dir viel Kraft!


    Elly

    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

  • Hallo Kia,

    Ich kann doch meinen Mann in der jetzigen Situation nicht einfach alleine sterben lassen, wir hatten auch gute Zeiten es war ja nicht immer nur alles schlecht.

    der Satz könnte von mir sein.

    Ich habe es nicht geschafft mich zu trennen, dann war mein XY irgendwann immer heiser. Manchmal verstand ich ihn kaum.

    Da ich aus dem med. Bereich komme, stand "meine" Diagnose sofort fest.

    In Verbindung mit Alkohol und rauchen konnte es nichts gutes bedeuten. Ich lag nächtelang wach, denn ich sah ihn schon als Pflegefall zuhause liegen.

    In dieser Situation habe ich mir die schlimmsten Vorwürfe gemacht, weil ich nicht gehen konnte.

    Ein operativer Eingriff und etliche Nachuntersuchungen später war klar, das nichts bösartiges entstanden war.

    Ab da konnte ich aber langsam abschließen, und begann mir vorzustellen, was ich gewinnen könnte, wenn ich gehe.

    Kannst du dich mit dem Gedanken an ein Hospiz anfreunden? Du brauchst das nicht alleine zu schultern, und wenn du noch nicht gehen kannst, such dir Hilfe, damit es dir besser geht.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Bei CO-Abhängigen, besonders bei Frauen, läuft es fast immer aufs Gleiche raus (so zumindest mein Eindruck):

    Man selbst will nichts an seinem eigenen Leben ändern müssen, will es partout nicht in die eigenen Hände nehmen.

    Der ANDERE SOLL DAS TUN, der ANDERE soll sein Leben ändern!

    So ist es einfach bequemer, und macht auch weniger Angst.

    Im Grunde tut ein CO nichts anderes als ein nasser Alkoholiker oder anderweitig Süchtiger.

    Die Verantwortlichkeit abwälzen für das eigene Tun.

    Das können ja nasse Alkoholiker auch immer ganz gut.


    So wird sich JAHRELANG die Verantwortung hin-und hergeschoben, die jeder für sich selbst tragen sollte.



    Auch das "Verstehen-Wollen" der Sucht läuft sehr oft in diese Richtung.

    Es soll in den meissten Fällen dazu dienen, den Süchtigen so lenken zu können, damit ER sein Leben ändert.

    Womit wir wieder beim zuschustern der eigenen Verantwortung auf den anderen wären...

    Ich lese das zwischen den Zeilen oft heraus, und in den Fällen, wo es angeblich anders ist, würde ich mal dazu raten,

    ganz ehrlich zu sich selbst zu sein, auch wenn es unangenehm ist und weh tut.


    Es mag tatsächlich Fälle geben, wo man das Verstehen der Sucht als Entscheidungshilfe benutzten möchte.

    Ich möchte aber eher dazu ermuntern, mal das eigene Verhalten sehr kritisch unter die Lupe zu nehmen.

    Denn daran kann man wirklich was ändern, an allem anderen nicht.

    Aber das ist ja auch wieder unbequem.


    Tja, ich sehe halt immer wieder diese starken Verhaltensähnlichkeiten bei CO-Abhängigen und süchtigen Menschen.

    Schon nervend nicht wahr...wo doch der Säufer immer der Schuldige zu sein hat bitteschön!

    Man selbst ist der reinste Engel und perfekt durch und durch und trägt rein gar nix zur verfahrenen Situation bei... schon klar.

    Und im Himmel ist Jahrmarkt...


    Noch n Tipp:

    Rauskommen aus der Opferrolle, aus dem eigenen Jammertal...erst dann kann man Schritte nach vorn machen.

    Und nicht immer nur den anderen zum "Täter" machen.

    In Beziehungen zwischen CO-Abhängigen und Süchtigen sind meiner Meinung nach nämlich immer BEIDE Opfer sowie auch Täter...insofern man überhaupt diese Worte benutzen möchte.

    Ich mag sie eigentlich nicht... kann es aber nicht gut haben, wenn einer immer der Schuldige sein soll und der andere alle Verantwortung von sich schiebt.

    Aber so ist es halt am einfachsten....und man muss vor allem nicht selbst aktiv werden.


    LG Sunshine

  • Man kann übrigens auch sehr gut einen schwerkranken Menschen begleiten, ohne mit ihm zusammen leben zu müssen!

    Erwachsene Kinder, die ihre alten Eltern begleiten, wohnen schließlich üblicherweise auch nicht zwangsweise mit den Pflegebedürftigen zusammen.

    Oftmasl kann man sogar sehr viel besser begleiten, wenn man auch noch einen Rückzugsort hat, wo man die eigenen Akkus wieder aufladen kann.


    Einem Süchtigen in so einer Situation noch die Hand halten zu wollen, hilft übrigens dem Süchtigen kein Stück weiter, sondern hält ihn in der Sucht.

    Ich hatte auch eine echt schlechte Diagnose, als ich auf der Intensiv landete.

    Ein sofortiger Stopp der Sauferei konnte aber vieles auch wieder gut machen.

    Ich zähle hier nun nicht im einzelnen auf, was ich alles kaputt gesoffen hatte, aber ich hatte erhebliche körperliche Schäden von der Sauferei.

    Das einzige, was mir noch helfen konnte, waren die Ärzte auf der Intensiv, das Pflegepersonal und klare Ansagen, auch von meinem Mann.

    Entscheiden musste ich aber selbst, ob ich nu will oder nicht.

    Und diese Entscheidung kann einem auch niemand abnehmen.

    Sie wird aber unwahrscheinlicher gefällt, solange noch irgendwas einigermaßen läuft...und "einigermaßen läuft" ist bei Alkoholikern ein sehr weitreichender Begriff.


    LG Sunshine

  • zu

    ... gut einen schwerkranken Menschen begleiten, ohne mit ihm zusammen leben ...

    es stellt sich die Frage, geschieht die Begleitung aus

    1. Mitleid: Beide "wollen" LEIDEN und man kann dadurch auch keine Hilfe sein, - dies die Quintessenz - jegliche Distanz fehlt
    2. Mitgefühl: Mit dem Kranken "mit-fühlen", das Leiden nachvollziehen und Hilfe sein - weil einen emotionaler Abstand da

    >> beim 2. hilft räumlicher Abstand - wie von Sunshine bemerkt, ohne die Person komplett fallen lassen zu müssen.


    Gruss Ste

  • Sie wird aber unwahrscheinlicher gefällt, solange noch irgendwas einigermaßen läuft...und "einigermaßen läuft" ist bei Alkoholikern ein sehr weitreichender Begriff.


    LG Sunshine


    Das ist sehr gut!

    Die Mühen der Gebirge liegen hinter uns.
    Vor uns liegen die Mühen der Ebenen. (Bert Brecht) 8)

  • Aber das Forum ist vermutlich aktuell die beste Chance, deinem Leben mehr Stabilität zu geben. Wenn Du jetzt gehst, ohne dich weiter auszutauschen, Kraft / Energien zu tanken, dann wirst du im Suffsumpf sang- und klanglos untergehen.


    Dann wünsche ich Dir alles gute mit "deinem" Partner.

  • Ich weiß es nicht. Ich erachte das auch als unfreundlich den anderen Usern gegenüber. Die, die die Zeit für dich investiert haben, und die User, die nach uns kommen, Probleme haben, und die löchrige Threads finden. Ich klinke mich hier aus. Viel Erfolg weiterhin :thumbdown:

  • Dante

    Hat das Thema geschlossen
  • Dante

    Hat das Thema geschlossen
  • Hallo an Alle,

    das war mein Fehler. Ich entschuldige mich dafür aufrichtig. In Zukunft wird das anders gemacht.

    Wenn etwas möglich erscheint, mach ich das, wenn das nicht klappt gehts ans Unmögliche und ansonsten das undenkbare.

    Ich denke, also BING ich!

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