Wo ist der Mensch hin, in den ich mich so verliebt habe…

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  • Hallo ihr Lieben,


    Ich stecke erneut im emotionalen Karussell… erleichtert, da der Entzug durch ist und die Anschlusstherapie läuft. Erleichtert für ihn, erleichtert für mich.


    Dennoch….er ist mir dermaßen fremd. Wo ist der Mann hin in den ich mich so verliebt habe?

    Da ist aktuell nur noch so wenig Emotion seinerseits. Der Umgang zwischen uns wie Bekannte. Wir sehen uns wenig bis gar nicht. Haben zwar täglich Kontakt…in der einen Woche nähern wir uns, in der nächsten sind wir meilenweit voneinander entfernt. Er fühlt sich leer, sagt selbst, er ist momentan nicht er.


    Ich weiß nicht was richtig und was falsch ist/wäre.

    Kennt das jemand von euch? Was passiert mit ihm gerade? Hat jemand Ähnliches erlebt und kann mir sagen, an der Hoffnung festzuhalten, dass er zu sich zurück findet und wir uns wieder finden (neu), macht Sinn?!


    Mein Kopf, meine Seele und mein Herz sprechen derzeit zwei unterschiedliche Sprachen. Er war mir noch nie so fremd. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, er verhält sich absichtlich „so“, damit ich gehe…

    Vllt hat ein Betroffener Ähnliches erlebt und kann mir mal einen kleinen Einblick geben, was aktuell in ihm vorgehen mag? Ich möchte verstehen, was gerade passiert.


    Dennoch bin ich unglaublich stolz, dass er seinen Weg geht und das bisher „trocken“.

    Medikamente wie AD verweigert er scheinbar strikt, obwohl er mitten in der Depression ist.


    Fragen über Fragen…es tut alles so unfassbar weh. Stelle mir selbst die Frage, ob ich mir selbst etwas vorgemacht habe…aber dann

    Lese ich alte Briefe und Nachrichten…es herrschte so viel Vertrauen, so viel Liebe…davon ist aktuell nichts mehr vorhanden. Zwischendrin mal wieder…und dann wieder futsch. Ich will es verstehen….

  • Hallo Sensual,

    Dennoch….er ist mir dermaßen fremd. Wo ist der Mann hin in den ich mich so verliebt habe?

    den gibt es nicht mehr, das ist definitiv so. Er muß ja erst einmal mit sich selbst und seinem neuen Leben klar kommen. Da bleibt nicht sehr Platz.

    Ich habe es sehr ähnlich erlebt, aber das wurde uns quasi schon in der Langzeit "versprochen"


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • hallo Sensual,

    Ja , ich kenne es

    Nicht nach dem Entzug, doch dieses Emotionslose ,leere Verhalten...ausgelöst durch eine Alkohol bedingte Depression...

    Wie ein Fremder...

    Wir sind seit fast 3 Monaten getrennt und es ändert sich nix.

    Er ist wie Erstarrt.

    Ich hatte das nicht länger aushalten können.

    Ich vermisse bis heute den Mann den ich so sehr geliebt habe.

  • Hallo Sensual,


    ich frage mich gerade.

    Warum soll denn nach dem lösen des Alkohol Problem alles in Ordnung sein? Was eventuell schon längerer Zeit nicht in Ordnung war? Die Flasche weg stellen, löst doch keine Partnerschaftsprobleme. Klammert sich da der CO nicht an etwas, was im Vorfeld schon im Argen lag?


    Nun bricht für ein Alkoholiker nach der Entgiftung und Therapie erstmal eine Welt zusammen . Da braucht es Zeit alles neu zu justieren . Angefangen mit einem ehrliche Umgang mit sich selbst und seinem Umfeld. Da kommt alles auf dem Prüfstand. Wo hat der Alkoholiker dem Partner was vorgemacht, um eventuell in Ruhe wieder saufen zu können, wo war es ernst gemeint.


    Wieso fragst du ihn nicht was in ihm vorgeht?

    Gruß Hartmut

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    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

  • Hallo Hartmut,


    Klassische Partnerschaftsprobleme gab es hier nicht. Problem war/ist das Krankheitsbild. Jedoch gab es in den abstinenten Phasen vor dem Klinikaufenthalt immer ein Wir, es gab diese Beziehung, es gab die Liebe.

    Diese ist auch noch immer da, jedoch versuche ich zu verstehen und zu verarbeiten, was er gerade durchlebt, ob das trotz der Sucht alles „echt“ war/ist.

    Aufgrund der Depressionen fällt es ihm schwer mir wirklich sagen zu können, was in ihm vorgeht.


    Er wird mir immer fremder. Selbst Redensarten und gewisse Verhaltensweisen kenne ich so rücksichtslos von ihm nicht. Er war nicht mal in der nassen Zeit so. Ich möchte nur verstehen, ob es wirklich so ist, wie man liest, dass von dem Menschen „nichts“ mehr überbleibt, bzw. er zu sich zurückfindet…

  • Hallo Manu,


    Lieben Dank für deine Erfahrung…. Ich kann das sehr gut nachempfinden…mir geht es nicht anders. Mich macht das aktuell völlig fertig. Natürlich habe ich nicht geglaubt, er geht erneut in die Klinik, dann in Therapie und dann ist alles tutti! Ich hab so oder so nicht gewusst oder geahnt, was da auf mich zu rollt.

    Aber ich liebe diesen Menschen…sofern es diesen noch irgendwo gibt..

  • Hallo Sensual


    du schreibst von einem verloren gegangenen "WIR" Gefühl.


    Ist er von sich aus in die Entgiftung oder war es ein gemeinsamer Entschluss? Sah er sich selbst schon als Alkoholiker?


    Und wie lange warst du/bist du mit ihm zusammen?


    Aufgrund der Depressionen fällt es ihm schwer mir wirklich sagen zu können, was in ihm vorgeht.

    du schreibst in der Eingangspost.

    Er fühlt sich leer, sagt selbst, er ist momentan nicht er.

    Er hat es doch beantwortet.


    Eventuell auch mal aus einer anderer Sicht betrachten. Vielleicht ist die Liebe gar nicht das Problem, vielleicht braucht er nur die Zeit um mit sich selbst wieder klar zu werden?



    Deine Post liest sich jedoch für mich, das du mehr oder weniger schon für Dich mit ihm abgeschlossen hast. Diese Interpretation beruht sich auf meine eigene Erfahrungen aus der nassen Zeit.

    Gruß Hartmut

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    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

  • Guten Morgen


    Wenn ich das richtig verstanden habe, missbrauchen ja viele betroffene den Alkohol als "Medikament". Also sie werden ja nicht Alkoholiker, weil es cool ist, oder das Leben so Spaß macht. Es muss ja als Medikation etwas "lindern". Kennst Du den ( vagen ) Grund, warum er zum Alkoholiker geworden ist? Jetzt wo er nüchtern ist, muss er sich im inneren seinen Emotionen / Problemen stellen, vor denen er mit Alkohol geflüchtet ist. Nur weil er einen Entzug gemacht hat, heißt das ja nicht automatisch, das diese Probleme auch aufgelöst sind. Vermutlich steht er jetzt selbst an seinem innerlichen Abgrund, und muss da irgendwie raus. Und wie vorher in der nassen Zeit, Du kannst ihm da nicht helfen / retten. Er muss sich jetzt dem allem stellen, und den Weg weitergehen. Einfach schon, um eines Tages nicht wieder den "einfachen" Weg des Trinkens zu wählen. Also schau wieder / weiter auf Dich, tue Dinge die DIR gut tun. Die DEIN Leben bereichern. Alles andere hast Du leider nicht in der Hand.


    XLausi

  • Hallo Xlausi

    Wenn ich das richtig verstanden habe, missbrauchen ja viele betroffene den Alkohol als "Medikament

    Natürlich begünstigen gewisse Umstände, das jemand zum Alkoholiker wird aber es ist nicht ein einzelner Umstand dafür verantwortlich.

    Alkoholiker wird man eben weil man den Absprung nicht schafft . So wie du untern geschrieben hast.

    Also sie werden ja nicht Alkoholiker, weil es cool ist

    Es wird auch keiner von heute auf morgen Alkoholiker. Es weiß auch keiner, wann der Übergang von Missbrauch zum Alkoholiker ist.


    Wie will man dann bei einem jahrelanges Saufen den Umstand herausfiltern? Es ist ist genauso schleichend wie die die Wesens Veränderung, was ein Hauptmerkmal eines Alkoholiker ist. . Nass in die Eine, trocken in die andere Richtung, ist dabei nichts ungewöhnliches.

    Gruß Hartmut

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    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

  • Hallo Sensual,


    noch mal für mich zur Klarstellung. Kommt er aus dem Entzug oder aus der Langzeittherapie?

    Sowie ich es verstanden habe, macht er ambulante Nachbehandlung vom Entzug, oder? Macht er die in einer Suchtberatungsstelle oder ist es eine Psychotherapie.

    Sollte es ersteres sein, braucht er viel, viel Zeit. und gerade dann ist es auch für dich wichtig, dir Zeit für dich zu nehmen. Schau wirklich nur mal auf dich: Wo stehst du, wo willst du hin.

    Bei einer Psychotherapie ist nicht immer sicher, ob sich der Therapeut mit Sucht auskennt. Er kann ja nur mit dem arbeiten, was ihm der Klient erzählt.

    Es ist sein Weg, und nur du kannst jetzt auf deinen Weg schauen.

    Als mein xy zur Entgiftung war, hat er zum Abschluß darum gebeten, ob ich bei dem Gespräch mit der Sozialarbeiterin dabei sein kann. Hier sollte das weitere Vorgehen besprochen werden. Letztlich hat er sich für eine 12 wöchige stat. Maßnahme entschieden.

    Das ist jetzt schon einige Jahre her, aber ich habe nicht den gleichen Menschen zurückbekommen. Er hat sich sehr verändert.



    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Sensual!

    Er wird mir immer fremder. Selbst Redensarten und gewisse Verhaltensweisen kenne ich so rücksichtslos von ihm nicht. Er war nicht mal in der nassen Zeit so. Ich möchte nur verstehen, ob es wirklich so ist, wie man liest, dass von dem Menschen „nichts“ mehr überbleibt, bzw. er zu sich zurückfindet…

    Er macht gerade eine starke Wandlung durch. Wie es sich entwickeln wird steht in den Sternen. Vielleicht bist sogar auch du ihm fremd da er dich ja in seinen nassen Zeiten kennengelernt hat. Wenn er seine Arbeit an sich selbst fortsetzt wird er sich noch mehr verändern, wie und inwieweit weiß keiner, nichtmal er selbst.


    Aber es wird an der Zeit daß du etwas für dich tust, du hast doch bestimmt auch noch ein eigenes Leben. Du befasst dich ja nach wie vor nur mit ihm. Lasse ihm doch etwas mehr Raum in seiner neuen Entwicklung. Wie es mit eurer Partnerschaft weitergeht kannst du zu diesem Zeitpunkt weder wissen noch beeinflussen. So manche Partnerschaft geht kaputt wenn der Partner trocken wird eben aufgrund dieser Veränderung.


    Richte den Fokus jetzt so weit wie möglich auf dich, beobachte einfach nur mit Abstand ohne ihn ständig zu bewerten.


    LG Marie

  • Er wird mir immer fremder. Selbst Redensarten und gewisse Verhaltensweisen kenne ich so rücksichtslos von ihm nicht. Er war nicht mal in der nassen Zeit so. Ich möchte nur verstehen, ob es wirklich so ist, wie man liest, dass von dem Menschen „nichts“ mehr überbleibt, bzw. er zu sich zurückfindet…

    Hallo Sensual


    Speranza schrieb dir gerade eben "Er macht gerade eine starke Wandlung durch" - ich glaube, auch du machst gerade eine starke Wandlung durch.


    Auch wenn, wie du hoffst, er zu sich zurückfindet… wärst du dann bereits an einem anderen Ort und wärst nicht mehr dieselbe, denn es gibt für euch beide kein Zurück, nur ein Vorwärts. Es würde an ein Wunder grenzen, wenn sich eure zwei Seelen, in solch starkem Wandel, nochmals finden würden.


    Bewege dich weiter auf deinem ureigenen Pfad - für dich und deine Zukunft - und du wirst spüren, was dich zurückhält und finden, was dir gut tut - davon bin ich überzeugt.


    Gruss Ste

  • Hallo Sensual,


    Die Andern haben es ja schon geschrieben... Den Menschen in den du dich in seiner Gesamtheit verliebt hast... Den gibt's nicht mehr.


    Diese Leere die er nun füllen kann die füllt sich neu, nicht aus Altem...


    Ihr beide verändert euch, du kannst das Beste für dich draus machen.


    Bei mir war es eher "Glück" da haben sich dann zwei neue Menschen gefunden und es hat gepasst, irgendwie....


    Aber eben irgendwie, ich war nicht mehr der Gleiche, ich war neu nach der Therapie, etwas ist geblieben, vieles Neu.


    Bei meiner Frau ähnlich sie ist nicht mehr die Gleiche die ich kennen gelernt habe, und unsere Vergangenheit steht oft noch zwischen uns, besser wäre die Trennung gewesen im Nachgang....


    Und erst neu versuchen wenn beide komplett losgelassen hatten...


    Grüße


    Barthell

  • Hallo Morgenrot und alle lieben anderen,


    Vielen lieben Dank für Eure Antworten, Erfahrungen und Sichtweisen.


    Wir sind knapp 1 Jahr zusammen. Er war in den letzten Jahren mehrmals im Entzug und hat eine LZT hinter sich.

    Er hat in unserer Zeit immer wieder Rückfälle gehabt, dazwischen abstinente Phasen. Und in denen war er auch voll da.


    Er hat die Entscheidung getroffen in die Klinik zu gehen. Ich bin stolz auf ihn, dass er das alles aus eigener Kraft angegangen ist. Er geht nun

    wieder in die Psychotherapie, ambulant.

    Ich glaube an ihn. Vllt ist es bekloppt, aber ich glaube auch weiterhin an diese Beziehung. Ich möchte einen Weg finden an dieser Stelle noch nicht aufgeben zu müssen. Ich möchte an die Hoffnung und das Gute glauben. Auch das hat er verdient, ebenso wie ich.

    Ich setze ihn weder unter Druck, noch belagere ich ihn mit meinen Emotionen. Er soll die Zeit haben, die er braucht. Unabhängig davon trennt er sich auch nicht. Nur irgendwo muss und möchte ich mit meinen Gefühlen, mit meinen Wahrnehmungen hin. Und hier fühlt es sich richtig an.

    Mein Fokus liegt auf mich, denn egal wie, es muss weitergehen. Dennoch überkommen mich Gefühle und Schmerz, da es einfach so unglaublich traurig ist für alle und jeden. Ich bin immer wieder fassungslos, was dieses Gift anrichtet, zerstört, nimmt…

    • Er war in den letzten Jahren mehrmals im Entzug und hat eine LZT hinter sich. Er hat in unserer Zeit immer wieder Rückfälle gehabt …
    • Vllt ist es bekloppt, aber ich glaube auch weiterhin an diese Beziehung. Ich möchte einen Weg finden …

    Wenn bei Frau Herz und Verstand uneinig sind, wird Frau letztlich ihrem Herz folgen - ein Naturgesetz :)

    Erst wenn dein Herz ihn nicht mehr mag, mag es nicht mehr deinen Verstand ignorieren …

  • Wenn bei Frau Herz und Verstand uneinig sind, wird Frau letztlich ihrem Herz folgen - ein Naturgesetz :)

    Erst wenn dein Herz ihn nicht mehr mag, mag es nicht mehr deinen Verstand ignorieren …

    Ste…da ist so viel Wahres dran…

    Kann es denn richtig sein, eine Verbindung, eine Beziehung aufzugeben, weil der andere derzeit irgendwo anders herum schwebt, sich nicht fühlt, sich nicht findet? Weil er sich einem Gift hingeben musste, keinen anderen Ausweg fand?!

    Ein jeder von uns trägt sein Päckchen, der eine mehr, der andere weniger…wer mag das schon bewerten und beurteilen.

    Wäre keine Einsicht da, würde er sich keine Hilfe suchen…hätte ich aufgeben müssen. Aber genau in der jetzigen Lage würde ich mir wünschen, einen Partner zu haben, der mich nicht aufgibt. Vielleicht ist es Irrsinn, vielleicht erwecke ich den Eindruck mich selbst aufzugeben…aber ich glaube an diesen Menschen, ich glaube an die Liebe und die Loyalität. Für mich wünsche ich mir, nicht eines Besseren belehrt zu werden. Ich möchte glauben können, dass alles eines Tages gut wird und ein Bemühen und Kämpfen um einen Menschen sich lohnt…was ist denn das Leben sonst?!…

    • … vielleicht erwecke ich den Eindruck mich selbst aufzugeben…aber ich glaube an diesen Menschen,
    • ich glaube an die Liebe und die Loyalität
    • Ich möchte glauben können, dass alles eines Tages gut wird und ein Bemühen und Kämpfen um einen Menschen sich lohnt …

    Liebe Sensual …der Glaube an einen Menschen wird getragen von Mitgefühl und Liebe - aus ganzem Herzen. Er wird am meisten gebraucht, wenn Derjenige ihn am wenigsten verdient. Dazu brauchst du viel Herz - achte darauf, dass du es nicht komplett für ihn weggibst, es muss auch für dich da sein. Setze bei deinen Bemühungen eher auf Liebe den Loyalität. Loyalität ist grausam, sie erstickt jedes Aufbegehren des Verstandes im Keime; Liebe hingegen ist langmütig und geduldig, auch mit dem eigenen Verstand - und dein Körper wird es dir danken.


    Ob es sich lohnt, für ihn so zu kämpfen? - Liebe fragt nicht, der Verstand schon …

  • Hallo ,


    bei aller Liebe und deren philosophischen Bedeutung. Der Süchtige kennt im nassen Zustand nur eine Liebe. Das ist die Sucht und die hat er sich mit dem Trocken werden erstmal selbst genommen.

    Wir sind knapp 1 Jahr zusammen. Er war in den letzten Jahren mehrmals im Entzug und hat eine LZT hinter sich


    Sowas nennt man einen Drehtürpatient. Warum sollte es bei dir nun anders sein? Bist erst relativ kurz in sein Leben eingetaucht. Es gibt auch nicht viele Alkoholiker, die ein Leben trocken bleiben. Die Rückfallquote liegt schätzungsweise um die 90%. Das sollte man schon, zwischen seiner Loyalität und Liebesempfinden mit einrechnen.


    Entschuldige mal die klaren Worte. Jedoch ist Alkoholismus eine knallharte Krankheit.

    Gruß Hartmut

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    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

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