Weihnachten, was tun

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • "Ich wünsche mir, dass sich sein Verhältnis zum anderen Teil der Familie entspannt."


    Klar wäre das toll. Aber dafür müßte er sich mal wieder etwas sozialkompatibler verhalten, und dazu scheint er ja nicht bereit oder fähig zu sein.


    Was nun Weihnachten angeht, da würde ich mal ganz egoistisch und pragmatisch denken: Alle Parteien, inklusive Deinem Sohn, scheinen sich ja einig zu sein, daß ein gemeinsames Fest nicht wünschenswert wäre. Dann mache es Dir mit Deiner Familie so schön es geht. Vielleicht kannst Du ja doch noch ein Familienmitglied überreden, mit Dir zusammen mal auf einen kurzen Besuch vorbeizukommen. Letztendlich bist Du da nicht einmal sicher, wenn Du allein zu ihm hingehst.


    Wer macht sich denn nun eigentlich die vielen Gedanken wegen Weihnachten? Du, er, die anderen? Wenn es Deinem Sohn nichts bedeutet, und Dir eigentlich auch nicht, was macht die Situation jetzt so besonders, daß Du Dir den Kopf darüber zermartern mußt? Siehst Du Deine Selbsthilfegruppe noch vor Weihnachten, werden die Dir vielleicht mit Rat zur Seite stehen?


    Wie ich schonmal irgendwo geschrieben habe, habe ich einen drogenabhängigen Bruder, der ebenfalls ein aufbrausender Tyrann ist. Ich lasse ihn schon seit Jahren links liegen. Ich weiß, daß das für Dich keine Option ist, aber ich kann Dir als Laie auch nur den Rat geben, mal hin und wieder nach Dir selbst zu gucken, daß es Dir gut geht. Es reicht, wenn er ein Leben zerstört, da sollten es nicht zwei werden.


    Grüße,

    H.

  • Moin Hanseat,


    danke für deine Nachricht.

    In meiner SHG habe ich das Thema Weihnachten gestern angesprochen, und siehe da, fast alle Gruppenmitglieder, deren Kinder nicht zu Hause wohnen haben das gleiche Problem. Sprich eine Kombination aus Schuldgefühlen, Ratlosigkeit und Ohnmacht. Mit einem Rat oder der Möglichkeit einer Schadensbegrenzung bin ich gestern nicht nach Hause gekommen.


    ich werde leider kein Familienmitglied überreden können, mitzukommen, um den Sohn zu besuchen. Geschwister habe ich nicht, Eltern sind verstorben, meine Familie besteht nur aus meinem Mann, meinen Kindern, unserem Hund:-) und mir.


    Um mich abzulenken, habe ich seit gestern bis Weihnachten einen Teilzeitjob angenommen in der Pflege, denn zu Hause sitzen macht mich noch trauriger.

    Ich weiss nicht, ob ich mal erwähnte, dass ich bei den Angehörigen der AA´s mitmache, um mal eine andere Sichtweise auf das Thema zu bekommen. Nun, dadurch dass ich jetzt nur noch nachmittags/abends Zeit habe, und mein Sponsor in diesen Zeiten sich nicht um mich kümmern kann/will, stehe ich von jetzt auf gleich ohne diese zusätzliche Hilfe da. Ist echt Mist! Die haben mich eiskalt fallen lassen, so ein Gefühl habe ich im Moment. Kein Sponsor, kein direkter Ansprechpartner.


    Was an der Situation so besonders ist, dass ich mir den Kopf zerbrechen muss? Es ist schlicht und einfach meine Angst!

    LG

    Loewenmama

  • Hallo nochmal,


    die Idee mit dem Brief finde ich sehr gut. Denn wenn man bedenkt, dass Du vermutlich von Deinem Sohn nur beleidigt werden wirst, bringt es Dich ja überhaupt nicht voran. Du wirst vermutlich hinterher noch trauriger sein, als vorher.


    Dass Du - um Dich abzulenken - einen Job angenommen hast, finde ich gut. Dass Du ohne Hilfe dastehst, ist natürlich gar nicht gut, umso besser, dass Du nun auch hier in unserer Selbsthilfegruppe unterwegs bist, um Dich auszutauschen.


    LG Cadda

  • Liebe löwenmama,


    Du wünschst dir, dass sich dein Sohn sich verändert, dass er eine bessere Beziehung zu deiner Familie aufbaut. Diesen Wunsch kann vermutlich jeder, vor allem jede Mama absolut nachvollziehen ( ich bin auch Mama eines erwachsenen Sohnes und er entwickelt sich auch in eine Richtung, die ich mit Anders wünschen würde).

    Irgendwie habe ich das Gefühl, das ich mittlerweile oft sehr harte oder vielleicht besser ehrliche Worte spreche (wo kommt das wohl her -überlegender Blick -, vielleicht ist das eine gewisse Entwicklung die ich die letzten Monate durchgemacht habe, und Fortschritte mache…?)

    Aber ich gebe trotzdem mal einen Satz weiter, den meine Ärztin grade vor wenigen Wochen in unserer Sitzung gesagt hat. „Frau xy, man bekommt im Leben nicht immer das, was man sich wünscht „

    Bam, das hat natürlich erstmal gesessen. Aber sie hat natürlich recht… da gibt es halt auch immer noch die Grenzen der anderen, die Lebensentwürfe der anderen, sprich jeder einzelne entscheidet für sich, was er möchte. Mir fällt das in Bezug auf meine Sohn auch mega schwer, aber wenn ich das nicht lerne, dann müsste ich mich damit abfinden, dass ich den Rest meines Lebens traurig oder enttäuscht oder wütend usw bin. Weil es immer passiert, das andere nicht das tun, was ich mir wünsche.

    Ich bin der Meinung, das wirklich einzige was du tun kannst, ist zu lernen, die Situation anzunehmen. Loszulassen. Ich schreibe das so explizit, weil das nämlich auch grade mein Thema ist. Etwas womit ich sehr zu tun habe und ich für mich persönlich jeden Abend bete, Gott möge mir die Geduld, Kraft und Einsicht geben, die Situation anzunehmen und, in meinem fall, meinen tiefsten Wunsch nach einer großen Familie (ich hätte gerne Eltern, und Großeltern für meinen kleinen, oder Verwandte wie Schwester, Bruder, Tante etc) loszulassen. Ich habe außer meinem Mann und meinem Baby niemanden an Familie, auf die ich mich verlassen kann, die interesse an mir oder dem Kind haben, mit denen man Feste zusammen feiern könnte (Weihnachten zum Beispiel, da sind wir auch alleine, mein erwachsener Sohn kommt mich auch nicht besuchen). Ich wünsche es mir auch anders und beweine das fast jeden Tag. Aber ich bin nun auch dabei, diesen Traum loszulassen, weil es diese Familie nun mal nicht gibt. Meine Eltern wollen keinen Kontakt und da könnte ich jetzt weitere 20 Jahre drüber weinen, aber es ändert nichts. Es würde mir nur weitere 20 traurige Jahre meines Lebens kosten!

    Du kannst deinen Sohn nicht zwingen, nicht überreden sich zu ändern. Du kannst eigentlich nichts dazu tun, was sein Verhalten betrifft,. Du kannst nur DEINES ändern. Feiere Weihnachten mit deinem Mann und deiner Tochter. Es ist, wie es ist!

    Ich meine das alles nicht böse, im Gegenteil, aber ich lese deine Beiträge und habe das Gefühl, es kommt nichts bei dir an. Du willst unbedingt etwas, was nicht geht und kannst nichts anderes mehr zulassen.

    Fühl dich bitte umarmt und sei nicht verletzt durch meine Worte!

    Lieben Gruß,

    Blume


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    You can´t connect the dots looking forward. You can only connect them looking backwards.

    Steve Jobs

    Einmal editiert, zuletzt von Blume52 ()

  • Ich weis nicht, wie ich etwas in einem geschrieben Text ändern kann…

    An der einen Stelle sollte es heißen

    Man bekommt im Leben nicht immer das, was man sich wünscht (die satzstellung war falsch und so hörte sich das komisch an)

    Lieben Gruß,

    Blume


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    Steve Jobs

  • Oh man, noch einen Fehler entdeckt… blöd

    „Ich wünsche es mir auch anders und beweine es jeden Tag „

    Soll es im Text weiter unten heißen

    Lieben Gruß,

    Blume


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    Steve Jobs

  • Unterm Text findest du ein graues Kästchen mit einem Bleistift und "bearbeiten". So kannst du deinen Text nach dem Absenden noch nachträglich verändern.

    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hm, kann das sein dass das nur am ok zu sehen ist? Schreibe grad auf dem Handy, daher auch die vielen Fehler, aber ich sehe keinen Bleistift. Oder ich sehe grad wieder den Wald vor lauter Bäumen nicht

    Lieben Gruß,

    Blume


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    Steve Jobs

  • Ok sollte pc sein :?

    Lieben Gruß,

    Blume


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    Steve Jobs

  • Aaahh beim Handy sind da drei Punkte. Sorry!

    Lieben Gruß,

    Blume


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    Steve Jobs

  • Hallo Blume,

    auf dem PC ist das das graue Feld "Bearbeiten". Mobile, also mit dem Handy, sind das bei dem Beitrag rechts die 3 Punkte. Da draufklicken und dann "Bearbeiten" auswählen.


    Gruss

    Alex

    Wenn etwas möglich erscheint, mach ich das, wenn das nicht klappt gehts ans Unmögliche und ansonsten das undenkbare.

    Ich denke, also BING ich!

  • Es tut mir so leid, jetzt hatte ich es endlich gecheckt. Bin bei sowas manchmal echt deppert 🙈

    Lieben Gruß,

    Blume


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    Steve Jobs

  • Das mit den Al-Anon hattest Du schon erzählt, die Sache mit dem Sponsor war mir jetzt neu. Was hat dieser Sponsor denn so alles für Dich getan?

    Moin,


    Du fragst, was der Sponsor alles für mich getan hat? Einmal in der Woche hatten wir telefoniert und am 12 Schritte Programm gearbeitet. Dann habe ich in der Literatur gelesen und an meine Höhere Macht um Unterstützung beim Loslassen gebeten. Bei Al Anon gibt es keine Ratschläge und es wird auch nichts bewertet.

    LG

    Loewenmama

  • Hallo Blume,


    vielen Dank für deine lieben Worte. Du hast ja eine traurige Geschichte aufgeschrieben.

    Ich weiss, dass, solange mein Sohn mich als "Geldquelle" hat, er nie und nimmer sich ändern wird und dass dieser Teufelskreis immer weiter geht und ich nicht loslasse, es immer so weitergehen wird.

    Ich habe gerade eben ein längeres Telefonat mit einer Institution in HH gehabt, das tat gut, Die haben auch Selbsthilfegruppen in HH verteilt, auch für Angehörige. Der Mann am Telefon war sehr empathisch, ich habe die ganze Zeit schrecklich geweint.

    Ja, es ist wie es ist, Sauferei macht alles kaputt.


    ich habe alle Beiträge hier aufmerksam gelesen, und fühle mich nicht durch Worte verletzt.

    Das Gelassenheitsgebet habe ich schon bei den AL ANONS gelernt und auch das Bitte an die Höhere Macht, mir zu helfen und die Sorgen abzugeben.


    Man bekommt im Leben nicht immer, was man sich wünscht, schreibts du! Wie wahr das ist.

    Herzliche Grüße

    Loewenmama

  • Moin Löwenmama, ich habe öfter mal an dich gedacht und frage mich, wie es dir wohl so geht.


    Ich weiss, dass, solange mein Sohn mich als "Geldquelle" hat, er nie und nimmer sich ändern wird und dass dieser Teufelskreis immer weiter geht und ich nicht loslasse, es immer so weitergehen wird.

    Hat sich in diesem Bereich schon irgendwas in dir bewegt oder verändert? Oder was stellst du sonst so an, damit die kalte Jahreszeit nicht auch dein Herz erreicht?


    Ganz liebe Grüße in den Norden, Lea

  • Liebe Löwenmama, deine Geschichte kommt mir immer wieder in den Sinn und wie Blume schon schrieb, auch ich habe das Gefühl so richtig erreicht haben dich bisher nur sehr wenige Worte hier. Du suchst verzweifelt nach Lösungen oder nach jemandem der die Lösungen anbieten kann, aber leider viel weniger für dich sondern nach wie vor für deinen Sohn. Einerseits kann ich dich so gut verstehen, es geht um dein Kind, da ist es vermutlich unmöglich komplett los zu lassen. Andererseits sind da aber auch noch deine Tochter, dein Mann und nicht zu vergessen DU. Es kommt mir so vor, als wärst du regelrecht selbst süchtig, süchtig nach der Lösungssuche, süchtig nach Selbsthilfegruppen oder nach immer neuen Möglichkeiten die Situation zu schildern und trotzdem nicht tun zu müssen, was du eigentlich selber weißt. Könnte da etwas dran sein?


    Was hält dich davon ab dich endgültig als Geldquelle zu verabschieden? Inzwischen ist dir doch klar, dass du auf diese Weise seine Sucht unterstützt und es so keine Veränderung zwischen euch geben kann.


    Deine Familie hat dir sehr heftig mitgeteilt, dass sie mindestens an Weihnachten nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Vermutlich sind sie teilweise bereits ganz durch mit dem Thema und das ist leider oft die einzige Möglichkeit sich nicht selbst völlig in so einer Situation zu verlieren.


    Ich fürchte meine Worte tun dir weh und ich will dich auf keinen Fall verletzen, deshalb habe ich schon mehrere Entwürfe geschrieben und dann doch wieder gelöscht. Du gehst mir aber nicht aus dem Kopf und ich hege Mitgefühl für deine Tochter und deinen Mann.


    Wenn ich von heute zurück blicke auf meine Kindheit und Jugend, dann bin ich sicher, meine Oma hat sich in der Sorge um ihren Sohn selbst verloren. Auf diese Weise hat mein süchtiger abwesender Vater dem Rest der Familie zusätzlich etwas „weg genommen“. Es war schon schlimm genug ihn zu verlieren, aber zusätzlich zugucken zu müssen, wie sich die eigene Oma/Mutter mehr und mehr verliert war fürchterlich.


    Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du rechtzeitig den Absprung schaffst und deinen Blick und dein Herz wieder mehr auf die Menschen richten kannst, die diese Aufmerksamkeit ganz genauso verdient haben wie dein Sohn. Lass nicht deinen Mann, deine Tochter und dich selbst auch noch an diesem Schicksal zerbrechen.


    Herzliche Grüße, Lea

  • Hallo Lea,

    Ich habe dich erst heute gelesen. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, mir zu schreiben .

    Meiner Tochter habe ich zu Weihnachten abgesagt. Sie hat mir ein Zeitfenster vorgegeben, so als Parkplatz, bevor sie zu ihrem Vater fährt. Das möchte ich nicht .

    Die werden eh alle bei ihrem Vater saufen und hier gibt es keinen Alk.

    Lieben Gruß

    Loewenmama

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