Hallo Api,
danke fürs Teilen. Ich drück dich.
LG, Linde
Hallo Api,
danke fürs Teilen. Ich drück dich.
LG, Linde
Ich werde nachher 29 Jahre Beziehung in die Tonne treten gegen den Willen des Mannes, mit dem ich alles teilen und mit dem ich alt werden wollte,
Warum schreibst Du das?! Nicht Du trittst die Beziehung in die Tonne! ER hat sich längst in die Tonne getreten!
Ich habe mich irgendwie, echt entkräftet und fertig, zu der Wohnung geschleppt, aber die Vermieter hatten keinen schriftlichen Vertrag dabei. Wollten nur erst iwelche Sachen klären und schicken mir den Vertrag kommende Woche. Hab gute Mine zum bösen Spiel gemacht (vllt hatte ICH das ja auch falsch verstanden, dass sie den Vertrag heute dabei haben)und durchgehalten.
Aber es zieht mich runter und ich werde mich sehr zusammenreißen müssen, um die nächsten Tage durchzustehen.
Boah, das ist ja nervig. ![]()
Hallo Api,
wie geht es dir heute? Ich lese deinen Faden immer, auch wenn ich nicht schreibe.
Es ist aber doch auch gut, wenn du den Mietvertrag erst noch per Mail geschickt bekommst und in Ruhe durchlesen kannst. Ich habe da in meinem inneren Ausnahmezustand damals nicht gut nachgedacht und unterschrieben ohne vorher manches noch genauer zu klären, mir war eh gerade "alles egal, Hauptsache weg". Also schau dir das gut an.
Ich weiß noch, dass ich danach erst mal fix und fertig war. Völlig überfordert. Fast panisch. Ich musste dann erst mal mit Freundinnen reden, mich stützen lassen.
Und ich konnte es auch nicht fassen, dass mein Mann ebenfalls überhaupt gar keinen Versuch gestartet hat das Ruder rum zu reißen.
Weißt du, mit meiner Entscheidung auszuziehen geht es mir ja auch schwankend. Aber ich sage mir für mich: ich kann eigentlich nur "gewinnen". Ent eder er wird trocken und dann war mein Auszug sehr wichtig, damit er das auch wirklich alleine hin bekommt und ich befreit bin von diesem Gefühl ich müsste ihn durch meine Anwesenheit irgndwie stabilisieren. Oder er stürzt ab. Und dann bin ich heilfroh, wenn ich weg bin.
Ich verstehe auch nicht weshalb du denkst DU wirfst die Beziehung in die Tonne. Du RE-agierst doch.
Ich habe mal einen unglaublich wichtigen Hinweis hier bekommen, nämlich dass wir Angehörigen oft zu sehr indentifiziert sind mit dem Partner. Es ist ja eine gute Eigenschaft sich in andere hinein versetzen zu können. Aber es kann auch die eigene Perspektive und Sichtweise verstellen.
Es ist ja auch diese Frage: ist es schlimm genug? Wie schlimm muss es denn sein, um zu gehen?
Ich hoffe du kommst innerlich etwas zur Ruhe, alles Liebe, Jump! 🏵️
Lieben Dank Euch! Es tat und tut wirklich gut zu wissen, dass Menschen die sich da hineinversetzen können an einen denken!
Lanananana und Jump! : sicher habt ihr recht, dass mein Auszug janeine Re-Aktion ist. Es ging mir auch gar nicht um eine*n Schuldige*n. Aber ich bin halt grade aktiv und habe für mich (und unseren Sohn) beschlossen, auszusteigen. Daher trete ich da schon was in die Tonne. Wie gut das noch war sei mal dahingestellt...
Und Jump! Danke für deine positive Sichtweise auf den Mietvertrag.. ja das stimmt, ich hätte ihn mir gestern sicherlich nicht in Ruhe durchgelesen oder gar etwas hinterfragt. Das kann wirklich nützlich sein!
Heute Nachmittag/ Abend geht es mir auch schon viel besser 😀 nachdem ich gestern Nacht und heute früh allen Ernstes überlegt habe die Wohnung wieder abzusagen!
Lg Api
3 Uhr Nachts, Perspektivwechsel...
Kennt das wer, dass man nachts komplett anders über Dinge denkt als tagsüber? Vorhin - am Tag - war ich wieder felsenfest überzeugt, dass ein Auszug das Richtige ist und jetzt, genau wie vorige Nacht auch schon, denke ich "was für ein Quatsch".
Auch meine Therapeutin hatte mir ja eher dazu geraten, zu bleiben und meinen Lebensgefährten vor die Tür zu setzen. Weil ich es für meinen Sohn und mich besser finde, hier in seiner gewohnte Umgebung zu bleiben. Und mein Lebensgefährte wird das Haus, den Garten, die Tiere...all das sowieso nicht alleine stemmen können. Aber ich bin doch die nette, ich kann doch niemanden rausschmeißen, ich nehme mir doch immer das kleinere Stück Kuchen, damit ich bloß nicht egoistisch bin...?!
Gestern hat unser Sohn wieder spontan mit dem Nachbarsohn - seinem langjährigsten Freund - gespielt. Beide sind sehr speziell, haben im Dorf sonst keine anderen Freunde. Der Freund hat leider sehr sehr wenig Unterstützung von seinem Elternhaus und wird vermutlich keine Möglichkeit haben, uns in der neuen Wohnung öfters zu besuchen. Das wäre ein herber Verlust!
Außerdem sind unser Sohn und ich so viel draußen, immer auf den gleichen Wegen unterwegs, immer das gleiche Spiel spielend. Er braucht aufgrund seines Handicaps solche Routinen, sie geben ihm Sicherheit und Orientierung.
Und WIR versorgen die Tiere, harken das Laub, mähen den Rasen, verarbeiten das Obst...
Es ist doch verrückt, dass WIR jetzt hier weg ziehen! Nur weil mein Lebensgefährte die Trennung nicht akzeptiert und nur weil ich so erzogen bin, dass ich mir bitte das kleinere Stück Kuchen nehmen soll, ziehen wir wieder mal den Kürzeren!
Bei anderen hier lese ich, dass sie ihre alkoholisierten Partner aus dem gemeinsamen Schlafzimmer geworfen haben. Richtig so! Ich hingegen bin seinerzeit selber aus dem Schlafzimmer gezogen. War ja der leichtere Weg. Als es mir dann zuwider wurde, dass er jeden Abend im Wohnzimmer seinen Alkohol trank und als ich es selber sein ließ, habe ich auch das Wohnzimmer nicht als genauso mein Refugium verteidigt, sondern mich jeden Abend in mein Gästebett verkrümelt, sobald unser Sohn im Bett war. Hab meinem Lebensgefährten das Wohnzimmer, die Musikanlage, den Kachelofen überlassen. War ja einfacher als meinen Lebensgefährten dazu zu kriegen, seinen Alk auch mal wo anders zu trinken.
Ok es war für mich trotzdem gut, dass ich mich immer mehr distanziert habe, um überhaupt mal zu merken, wo meine Grenzen sind. Aber mache ich jetzt mit der Wohnung nicht wieder das gleiche und sollte ich nicht mal aufhören, immer einen Rückzieher zu machen?
Mal sehen wie ich in ein paar Stunden drüber denke, aber je genauer ich das grade schreibe, umso mehr denke ich, ich sollte die Gelegenheit nutzen, den Mietverteag nicht unterschreiben und endlich mal anfangen, für meinen Sohn und mich das beste rauszuholen und nicht nur auf der Flucht zu sein. Die "böse" Api,die verlangt, dass ihr Lebensgefährte auszieht!
Entschuldigt den langen Text und: freue mich auf Eure Einschätzung!
Gute Nacht
Api
Wie realistisch ist es, dass Du es zeitnah schaffst, dass er auszieht? Stehst nur Du 8m Mietvertrag? Ich denk, er sieht es nicht ein? Mach Dich unabhängig von seinen Entscheidungen und Handlungen. Sonst geht das ewig so weiter und wird nur schlimmer …
Liebe API
Ich habe mich in deinem Beitrag von heute Nacht wiedergefunden.
Ich bin überzeugt, dass die Gedanken in der Nacht nicht die Gleichen sind wie die Gedanken während dem Tag oder sogar am Abend. Ich glaube Jump hat letztens geschrieben, dass sie sich Abends konsequent ablenkt weil sie am Abend einfach müde wird und auch ihr Denken nicht gleich positiv ist wie tagsüber. Ich finde das ein sehr interessanter Punkt und auch sehr hilfreich.
Mein Ex-Partner und ich hatten vor einigen Jahren eine Wohnung gekauft. Als ich im Sommer die Trennung aussprach dachte ich natürlich, er würde sich eine Wohnung suchen, sodass unsere Tochter, die im Sommer erst eingeschult wurde, nicht aus ihrem gewohnten Umfeld rausgerissen wird. Leider weit gefehlt, er meinte ich würde die Beziehung beenden, also solle ich gehen. Mein Ex-Partner meinte auch, dass ich im gleichen Dorf bleiben könnte. Ich wollte aber mit seinen Eskapaden nichts mehr zu tun haben und bin mit meiner Tochter ins nächste Dorf gezogen.
Sie hat noch Mühe in der Schule Anschluss zu finden und vermisst ihr Freunde. Ich versuche sie so gut wie möglich zu unterstützen. Das wird schon werden.
Rund um mich herum hat es geheissen "du musst nicht gehen, er soll gehen. Du musst das anfechten". Ich wusste aber, dass mein Ex-Partner sich bei der Wohnungssuche viel Zeit gelassen hätte. Oder sich sonst angestellt hätte und am Schluss gar nicht gegangen wäre. Auch fehlte mir die Energie zu streiten. Und ich wollte möglichst schnell weg. Mit einem nassen Alkoholiker finde ich persönlich, ist nicht zu spaßen. Man weiss nie wie er reagiert. Vielleich war das feige von mir, aber auf jeden Fall der sicherste Weg. Auch ich habe ihm jeweils das Schlafzimmer, ja sogar das Wohnzimmer überlassen wo er schon ab dem frühen Abend laut vor sich hingeschnarcht hat. Ich habe immer wieder versucht, ihn in sein Schlafzimmer zu verbannen, ohne Erfolg. Ich kann ihn ja schlecht tragen.
Manchmal hat man keine Wahl wenn das Gegenüber sich so sperrt und egoistisch handelt. Auch ein Charakterzug der für mich für eine künftige (eventuelle
Beziehung nicht mehr akzeptiert wird.
Wie schätzt du das ein? Lässt der Vater deines Sohnes ev. nochmals mit sich reden?
Es ist wirklich traurig zu hören, dass sich die Freundschaft deines Sohnes mit dem Nachbarsjungen ev. nicht fortführen lässt. Da der Junge wenig Unterstützung kriegt, könnt ihr vielleicht IHN besuchen gehen?
Bitte hadere nicht zu fest mit dir, es ist eine sehr kräftezerrende Zeit die du da durchmachst. Du kannst nicht alles für alle stemmen. Ich drücke dir und deinem Sohn beide Daumen.
Oh Api, ich verstehe so gut was du meinst. Im Moment pendele ich ja noch zwischen unserem Haus und meiner Wohnung hin und her (eine Woche dort, eine Woche hier), weil mein Mann in der Reha ist... Heute fahre ich wieder in meine Wohnung und es fällt mir so unglaublich schwer mein Zuhause zu verlassen. Bin direkt mit Migräne aufgewacht.
Gibt es denn eine reale Chance, dass er ausziehen würde? Wenn ja, dann würde ich sicher an deiner Stelle im Haus bleiben.
Bei mir war es so, dass mein Mann gesagt hat er würde ausziehen. Aber mehr als mal die Anzeigen anschauen war da nicht. Ich wusste, dass es unrealistisch ist darauf zu warten. Außerdem würde er dann wahrscheinlich immer kommen, um nach dem Rechten zu sehen. So bin ich dann wirklich für mich in meinem eigenen abgegrenzten Reich.
Aber: gerade auch im Sinne deines Kindes wäre es natürlich ebenfalls besser er geht. Dass er das nicht selbst anbietet verstehe ich nicht. Du schilderst ihn doch immer als so sozialen Mensch und er weiß doch um die Handycaps seines eigenen Sohnes...aber okay, das kann ich ja gar nicht beurteilen. Da merke ich nur einen extremen Ärger.
Ich finde du bist zu streng mit dir, wenn du dir vorwirfst, dass du immer den Rückzug angetreten hast. Was hättest du den machen sollen? Mit einem Alkoholiker zu diskutieren ist sinnlos. Es war nicht "leichter". Es war vermutlich eine pragmatische Vorgehensweise.
Ich habe es zwar "geschafft" durchzusetzen, dass mein Mann im Gästezimmer war, aber wer weiß. Vielleicht habe ich es dadurch auch länger ignorieren können. Mich quasi arrangiert. Egal wie herum, es bleibt ja eine unmögliche Situation.
Ich glaube ja, dass es für den Alkoholiker "besser" ist, wenn er gehen muss. Aber ich weigere mich hier quasi für seinen Tiefpunkt sorgen zu sollen. Auch wenn es manchen wohl in der Abgrenzung hilft sich zu vergegenwärtigen, dass es alles andere als "böse" ist, die eigenen Interessen und sowieso die Interessen des Kindes durchzusetzen.
Hast du ihn denn schon mal aufgefordert zu gehen? Ist es euer eigenes Haus? Hast du dich rechtlich beraten lassen?
Für mich ist es so einfach praktischer, weil meine Arbeit und mein Freundeskreis in der Nähe meiner neuen Wohnung sind. Für dich hört es sich aber anders an. Da musst du echt gut überlegen. Ist es die Angst vor dem Neubeginn, die jetzt alle möglichen Gegenargumente findet? Oder ist das ein wichtiger innerer Widerstand, den du ernst nehmen musst? Es ist doch auch völliger Quatsch, dass immer die Person gehen muss, die sich trennt. Er sollte gehen, nicht du und euer Kind. Ich würde da vermutlich zuerst alle Mittel ausschöpfen. Aber ob das realistisch ist und wie euer rechtlicher Hintergrund ist, das weiß ich natürlich nicht.
Liebe Api, sicher können die Gedanken - gerade zu so wichtigen Themen - in verschiedenen Momenten sehr unterschiedlich sein. Die eigene Überzeugung, das Richtige zu tun, hängt vermutlich stark damit zusammen, wie man sich gerade fühlt. Mir ging es gestern Abend ähnlich. Da war ich sehr überzeugt, dass ich handeln muss. Und dann war ich heute früh wach, war am grübeln und schwanke.
Bezogen auf die Frage, welche Wohnumgebung für dich und deinen Sohn am besten wäre, gibt es sicher auch nicht die einzig wahre Antwort. Solltest du ihn überzeugen können auszuziehen, dann wäre das sicher für euch unter den gegebenen Umständen gut. Ich sehe allerdings auch den Punkt, dass du das nicht unter Kontrolle hast. Versuchen würde ich es an deiner Stelle.
Wenn er sich darauf nicht einläßt bzw. es an der (zeitnahen) Umsetzung scheitert, dann gehst du den anderen Weg. LG
Hallo Api,
Ich kann das so gut verstehen. Auch bei uns ist es so, dass es wirklich wirklich sinnvoller wäre, mein Mann wäre ausgezogen und ich könnte im Haus bleiben mit den zwei Kindern. Aber er geht absolut nicht. Ich habe es oft genug erbeten, gefordert, verlangt, an seinen gesunden Menschenverstand appelliert - auf keinen Fall. Entweder sitzt er aus, verdrängt die Trennung oder er wird wütend und sagt, ich würde niemals das Haus bekommen, nur über seine Leiche…
Also bin ich eben gegangen, weil es einfach keine andere Lösung mehr gab. Und ich finde es auch sehr bezeichnend und egoistisch, wenn die Väter lieber ihre Kinder ausziehen lassen als selber mal den Hintern hoch zu kriegen.
Aber: es nützt nix. Wenn ich eine Veränderung will, muss ich was ändern. Wenn man Glück hat, ist der andere kooperativ. Wenn nicht…
Ich würde dir gerne einen guten Rat geben, aber ich habe leider keinen 😞
Danke ihr Lieben!
Ich versuche es schon länger, dass er auszieht. Habe das, auch wenn es lächerlich klingt, sogar vor dem Spiegel geübt und konnte es dann mehrfach sehr deutlich fordern. Er war dann ja auch ganz entsetzt. Ja, er hat wohl öfters mal in die Anzeigen geschaut, aber sehr sehr halbherzig. Zwischendrin war ich nochmal eingeknickt, weil ich der Überzeugun war, dass es für den Sohn auch gut sein kann, zu merken, ich gehe aktiv aus der ungesunden Situation. Als Vorbild, dass man solchen Situationen nicht ausgeliefert ist. Und dazu glaubte ich, es könnte für ihn schön sein, wenn er den Papa in seiner alten Umgebung besuchen kann, anstelle in einer fremden. So hat mein Lebensgefährte dann noch halbherziger geschaut, denn das letztere sah er genauso. Aber jetzt merke ich grade, dass es ja nicht um "vorübergehend" sondern evtl um "für immer" geht. Und ich fühle mich nicht mehr aktiv, sondern passiv: trete den Rückzug an, lass mich ohne Vertrag wieder nach Hause schicken, bin abhängig von dem unsympathischen Vermieter (bis dahin nur mit der ganz netten Frau kommuniziert und der Typ jetzt war zwar auch freundlich und so, aber halt "der harte, der auch mal durchgreift, wenn es zwischen den Mietern nicht klappt" (puh...so einen "Papa" brauch ich echt nicht)
Aber es ist unrealistisch, dass mein Lebensgefährte aus Einsicht geht. Ich müsste ihn wirklich regelrecht rausschmeißen, rausklagen...die Kraft werde ich wohl nicht haben.Wir wohnen in einem eigenen Haus, das uns beiden zu 50 % gehört. Veränderungen geht er sowieso kaum mal an. Auch als seine Eltern mit Mitte 70 in eine kleinere Wohnung gezogen sind fand er es "ürbereilt", "kurzschlussreaktion" etc. Statt ihnen Mut zu machen. Dabei war es die beste Entscheidung für die beiden und genau die richtige Zeit. Kurz danach hätten sie das Haus gesundheitlich gar nicht mehr halten können
Ja, er ist in vielen Bereichen sehr sozial. Aber ich sage mal unfähig in beziehungstechnischen und ganz eigenen Belangen. Da läuft er weg, schiebt "wichtigeres" vor etc.
Also dann hört es sich bei euch nicht realistisch an, dass er in absehbarer Zeit auszieht. Den Stress und Aufwand mit Rausschmiss, Klagen etc., das willst du doch nicht wirklich? Klar solltest du für dich und deinen Sohn das Beste rausholen, aber das kannst du auch mit einem Neuanfang. So kannst du nämlich viel schneller durchstartet und dich auf euch beide konzentrieren, statt einen womöglich monatelange Kampf auf deine Kosten zu kämpfen.
Dann solltest du den Schritt gehen, auch wenn das mit Kind deutlich schwieriger ist, noch dazu, wo dein Sohn besondere Bedürfnisse hat. Ich finde es auch immer richtig fies von den Vätern, wenn sie lieber selbst in der Bude hocken bleiben und die Kinder dazu zwingen, auszuziehen. Wahrscheinlich machen es auch einige, weil sie tatsächlich nicht glauben, dass die (Ex/) Partnerin wirklich auszieht.
Andererseits ist es für dich auch ein Neuanfang, wenn du selbst ausziehst. Dann bist du aktiv und du entscheidest. Ohne den Ballast, ohne die alten Erinnerungen. Es hört sich auch so an, als wäre das Haus mit sehr viel Arbeit verbunden. Wenn du jetzt in eine neue Wohnung ziehst, hast du da bestimmt auch weniger Arbeit ohne Garten und alles sonst ums Haus rum. Dann hast du mehr Zeit für dich und deine Bedürfnisse.
Ich hielt meinen Lebensgefährten bis gestern vom allen nur bekannten Menschen immer für den denjenigen, der sich am wenigsten abhängig von der Meinung anderer macht. Nun ist mir klar, dass das überhaupt nicht stimmt. Ich habe gestern noch einmal die Gelegenheit genutzt, ihn mit aller Deutlichkeit klar zu machen wie unfassbar ungerecht und selbstgerecht ich es finde, dass er im Haus bleibt und wir gehen. Grade mit Focus auf die Besonderheiten unseres Kindes.
Abgesehen davon dass er die Trennung an sich wieder in Frage stellen wollte bzw ich uns ja nicht genügend Zeit gelassen habe etc kam dann mit aller Wucht heraus, dass er sich bloßgestellt fühlen würde, wenn Kollegen mitbekäme, dass er eine single-Wohnung suche.
Das wiegt scheinbar schwerer als den Sohn und mich umziehen zu lassen.
Für alle anderen da sein (ist er ja andauernd für alle möglichen Killeg*innen etc), aber selber keine Probleme im Leben haben scheint sein Motto zu sein. Also werden die eigenen Probleme verdrängt/ weggesoffen/... ja das passt natürlich irgendwie.
Dagegen werde ich dann aber auch wirklich nicht ankommen. Da muss ich dann tatsächlich kapitulieren wieder mal.
Kann es heute aber etwas besser annehmen.
kam dann mit aller Wucht heraus, dass er sich bloßgestellt fühlen würde, wenn Kollegen mitbekäme, dass er eine single-Wohnung suche.
Ach, aber dass er seine Ex samt Sohn ne neue Wohnung suchen lässt, stellt ihn nicht bloß?! Das zeigt doch vollkommen, wie mies er sich euch gegenüber benimmt. Vielleicht solltest du das seinen Kollegen mal stecken...
Vielleicht solltest du das seinen Kollegen mal stecken...
Um in einem Rosenkrieg zu landen?
Wir raten in Trennungssituationen den Ball flach zu halten, denn nasse Alkoholiker können unberechenbar werden und Frauen attackieren. Lieber nicht provozieren, denn es bringt ja eh nichts.
Lieber Gruß, Linde
Ach , die Gerüchteküche wird’s regeln.
Ich bin ja ausgezogen und ich glaube , ich war noch nicht ganz weg , da wurde an allen Ecken und Kanten getratscht. Ich wurde da sehr wenig mit konfrontiert, mein Noch-Partner ständig .
Natürlich ist es eurem Kind gegenüber nicht fair , dass ihr gehen müsst , aber ich glaube, das Bewusstsein dafür fehlt. Ein nasser Alkoholiker braucht ja seine ganze Energie für die Sucht. Da ist kein Platz für einen Umzug oder Wohnungssuche.
LG
Zabou
Ein nasser Alkoholiker braucht ja seine ganze Energie für die Sucht. Da ist kein Platz für einen Umzug oder Wohnungssuche.
Das ist so und nach Außen hin,
“the show must go on“.
Hallo liebes Forum
Fast eine Woche nichts geschrieben...
Der Mietvertrag kam immer noch nicht und diese ganze Situation hat bei mir so eine unfassbare Wut aber auch Entschlossenheit ausgelöst, dass ich das Blatt nach einigen wirklich fast schlaflosen Nächten gewendet habe:
IXH WERDE MIT UNSEREM SOHN HIER IN UNSEREM VERTRAUTEN ZUHAUSE BLEIBEN! Mein Lebensgefährte wird ausziehen! Er hat jetzt mehrere Optionen und Besichtigungstermine in Aussicht. Er sieht es ja genauso, dass es verkehrt herum ist, wenn er alleine in Haus und Garten / bei den Tieren und in der Nachbarschaf bleibt und wir in eine kleine Wohnung ziehen und neu anfangen. Er hat sich nicht wirklich beeilt weil er die Trennung einfach wirklich komplett nicht will, aber es ist jetzt angekommen dass es von meiner Seite da kein zurück gibt. Er hat jetzt genauso kapitulier wie ich vor einiger Zeit vor unseren Problemen und seinem Alkoholkonsu. Das sehe und merke ich ihm an. Er fühlt sich jetzt schon hier nicht mehr Zuhause und erwünscht und so hart es ist, es ist richtig so.
Heute habe ich mit 2 Freundinnen gesprochen und sie werden mich unterstützen, wenn er bis zu einem noch festzulegenden Datum (Ende Nov?) Nichts gefunden hat. Dann muss er in eine Ferienwohnung /ein Monteurszimmer gehen für den Übergang. Sie werden dann bei mir sein, eine andere Person wird unseren Sohn nehmen und dann muss er gehen. Ich habe zwar das Gefühl, dass das nicht nötig sein wird, aber dieser "Team- Plan" gibt mir richtig viel Kraft. Sie mochten/ mögen meinen Nicht- mehr- Lebensgefährten immer sehr gerne, haben aber nun wirklich eine riesige Wut und Power!
Lg und einen schönen sonnigen Sonntag
Api
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