Anneliese: Neu hier als Angehörige

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Hallo Andrea,

    noch sitzt Du nicht im Zug! Bitte schütze Dich vor dem Ex, Menschen in dem Zustand , evtl.auch noch alkoholisiert, sind brandgefährlich!

    Kann vielleicht jemand diese letzten Stunden zu Dir kommen und Dir etwas beistehen, das Du vor allem nicht allein bist?

    Bitte nehme die Sache mit einem verlassenen Trinker nicht auf die leichte Schulter!

    Und melde Dich bitte, wenn Du sicher im Zug sitzt, versprochen ?

    Ich denke an Dich!


    LG Sunshine

  • Hallo Andrea,


    auch ich bin in Sorge!


    Ich schließe mich Sunshine ihren Worten an und füge noch hinzu:


    Pass auf, dass er nicht mit in den Zug steigt!


    Vielleicht gleich einen Zugbegleiter ansprechen, wäre eine zusätzliche Sicherheit.


    Wir möchten, dass Du aufmerksam bist und auf Dich aufpasst!

    LG Elly


    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Ich lese gerade quer hier im Forum und bin unheimlich DANKBAR dafür!


    …dafür, dass Alkoholiker (nasse wie trockene) hier offen mitteilen, wie es ihnen geht, was sich in ihnen abspielt, wie irrational sie handeln. Denn es führt mir vor Augen, welche unterschiedlichen Ausprägungen der Alkohol hat, wie hart es ist sich zu entscheiden trocken zu werden, was dafür häufig alles erst passieren muß und was für eine große Aufgabe es ist konsequent trocken zu bleiben.

    ->

    Ich denke nicht, dass mein Ex das schaffen könnte (sofern er überhaupt will). Schade um ihn, denn er ist ein toller Mensch!

    Aber das ist seit Montag komplett seine Verantwortung - nicht mehr meine.


    Ich habe selbst eine Suchterkrankung (Bulimie) und kann mich daher in einige Suchtthemen & -gefühle inkl. Suchtdruck durchaus reinfühlen. Ich weiß, wie hart es ist an sich zu arbeiten und Therapie zu machen. Ich war letztes Jahr 8 Wochen stationär in einer Klinik. Verdammt hart war das - und verdammt hilfreich!


    Also Ihr Lieben: Jedem einzelnen, der sich aktiv auf seinen Weg macht, dem gebührt mein Respekt!


    Ich werde mich jetzt wieder alleine auf meinen eigenen Weg machen und zusehen, dass ich aus der Co-Abhängkeit rauskomme und ich um mich selbst kümmere.

  • Liebe Saphira,

    danke, dass Du an mich denkst! Ich bin noch unterwegs, aber in 4 Stunden bin ich bei meinen Eltern.

    Ich wollte gerade schreiben, dass ich dann durchatmen kann. Vielleicht weine ich aber auch nur…

    Keine Ahnung - es kommt wie es kommt!

    Ich in wirklich sehr (!) froh über den räumlichen Abstand. Das war schwer zu ertragen die letzten beiden Tage. Ich werde selten laut oder wütend. Aber das liegt ja jetzt hinter mir!

    GLG

  • Ich verbringe derzeit wirklich viel viel Zeit hier in diesem Portal.

    Das zeigt, wie sehr mich das alles beschäftigt… Co halt. Leider.


    Es ist ja nicht nur, dass ich eine Beziehung beendet habe. Ich habe damit auch meinen Lebenstraum in seinem ziemlich einzigartigen Betrieb auf dem Dorf in Österreich aufgegeben

    Und: Es liegt halt „nur“ am Alkohol - so viel anderes passt.


    ABER: So ist es. Und ich bleibe dabei!

    UND: Es hilft mir so sehr, mir hier andere Geschichten durchzulesen, um den Teufel Alkohol in allen Facetten vor Augen zu haben.


    Mein Weg geht weiter - alleine!

    Heute wahrscheinlich viel hier im Forum und mit einem neuen Roman im Garten meiner Eltern.


    …und :!:

    mein neuer Lebenstraum darf sich langsam entfalten. Der bekommt Zeit dafür.

  • Wenn es möglich ist, lass dir Zeit liebe Andrea. Du bist gerade gewaltige Schritte gegangen - wahrscheinlich mehr dem Kopf als dem Herzen gefolgt und daher müssen die Gefühle auch hinterher kommen.


    Viel Kraft und ne Menge Geduld wünsche ich Dir.


    sonnige Grüße

    Lütte

    "Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten" (Albert Einstein)

  • Es ist ja nicht nur, dass ich eine Beziehung beendet habe. Ich habe damit auch meinen Lebenstraum in seinem ziemlich einzigartigen Betrieb auf dem Dorf in Österreich aufgegeben

    Und: Es liegt halt „nur“ am Alkohol - so viel anderes passt.

    Oh, wie gut ich Dich verstehe. Wir müssen stark bleiben für uns. Für uns selbst. Du machst das Richtige. 🍀🍄

  • Übrigens:

    Seit der Trennung am Montag lauter Telefonate mit ihm in Richtung

    „Komm bitte zurück“

    „Ich lieb Dich doch“

    „Es geht nicht ohne Dich“

    „Ich vermisse Dich so“

    „Es ist nie zu spät“

    „Es muß einen Weg geben“

    „Du kannst bei einem Problem doch nicht einfach gehen“

    „Wir finden einen Weg“

    ….

    Es geht ihm echt nicht gut und er meint das alles Ernst und dreht sich gleichzeitig im Kreis.


    UND:

    Keine einzige Aussage dazu, was er konkret anders machen will, wie der Weg aussehen soll :!:


    Schon schlimm.

    Ich bin weg und trotzdem kein „Klick“

    Aber da wäre ich nicht die Erste, der das passiert.

    Leider.

    Gut, dass ich gegangen bin.


    Jetzt muß ich schauen, wie ich mit seinen Anrufen umgehe. Zur Not blockieren, aber das wäre die letzte Option. Hoffe, dass er es schafft meinen Wunsch nach Abstand & Ruhe zu respektieren!

  • Liebe Andrea,


    das kenne ich. Auf die Nachfrage wie denn der Weg aussehen soll, kam meist Schweigen oder "wir müssen uns einfach nur mehr lieb haben". Sei froh, dass er dir nichts vormacht und mal eben verspricht mit dem Trinken aufzuhören. Das hat bei mir immer ein Dilemma erzeugt. Aber ich hatte immer das Gefühl, er trinkt nur meinetwegen nicht mehr, damit ich wieder in die Spur komme. So war es auch. Zum Glück habe ich jetzt endlich emotional den Absprung geschafft. Ich lasse auch meinen Lebenstraum zurück, kann dich gut verstehen. Wir finden schon noch unser Glück!


    LG,

    Anni

    Alles was man über das Leben lernen kann, ist in 3 Worte zu fassen: es geht weiter.

  • …und :!:

    mein neuer Lebenstraum darf sich langsam entfalten. Der bekommt Zeit dafür.

    Andrea, diese Ungeduld ist auch in mir. Ich wäre gerne schon viele Schritte weiter und würde mich so gern innerlich leichter fühlen. Es braucht Zeit, wahrscheinlich viel Zeit, aber irgendwann wird sich ein neuer Weg auftun.

    UND:

    Keine einzige Aussage dazu, was er konkret anders machen will, wie der Weg aussehen soll :!:

    Seine "Rückholversuche" sind bestimmt nicht einfach für dich. Gut, dass gerade viele Kilometer zwischen euch liegen.

    Er versucht es halt, wohl in der Hoffnung, dass seine Worte reichen und er nichts verändern muss.

    Mein Mann jammert auch, dass er uns so vermisst und er so leidet. Wir auch - die Kinder und ich - leiden auch sehr, sind so verletzt und stehen Dank ihm vor einem riesigen Berg Problemen.

    Ja selber Schuld - wir hätten ihn so gerne behalten - ihn begleitet beim Gesundwerden - er hat den ersten Schritt zum Anwalt gemacht, nicht ich! Aber Einsicht? Entzug? Eine Therapie? Auf keinen Fall!


    Ich wünsche dir Kraft und vor allem richtig liebe Menschen um dich herum, mit denen diese Zeit etwas leichter wird.

    Du schaffst das bestimmt!

  • Saphira :

    Ja, genau. IHM geht es schlecht und er denkt Null an mich, dass es mir auch schlecht geht. Er meint, dass ich doch einfach zurückkommen könnte… Nee, das geht eben nicht. Will und kann ich nicht (mehr).

    :!:


    Nasse Alkoholiker scheinen es echt nicht zu begreifen bzw. sehr erfolgreich zu verdrängen, was es für Auswirkungen hat für Partner bzw. Familie. Nicht unbedingt absichtlich - das ändert aber nichts an den Fakten.


    Wirklich jeder CO muß an sich selbst denken und handeln. Ob mit Trennung oder ohne.

    Besser früher als später.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!