NiLiHaMi - Ich weiß nicht was ich machen soll

  • Hey ihr Lieben,


    ich war eben mal ne Stunde bei meiner Frau. Sie hat ganz schön abgebaut und halt wieder gesagt, dass sie mich und die Kinder vermisst und sie nach Hause will. Ich habe dann aber wieder meine Bedingungen gesagt.

    So war es ganz okay.

    Was ich sagen muss, dass der Abstand für mich gut tut und genau das richtige ist.


    Ic wünsche euch ein schönes Pfingstfest.

    Einmal editiert, zuletzt von NiLiHaMi (18. Mai 2024 um 14:53)

  • Super das du standfest bist!

    Nur den Abbau mit anzusehen ist nicht gut, mir fiel dadurch das Loslassen schwerer, emotional. Ich kam damals gar nicht klar, meinem Ex in furchtbaren Zuständen zu sehen, das hat mich sehr mitgenommen und mir Kraft geraubt. Vielleicht hilft es dir ja auch, zu sehen was mit ihr passiert - für mich war es aber furchtbar, weil er zwar schrecklich aussah, aber immer noch felsenfest nichts ändern wollte und sich nie als soooo krank betrachtete. Als ich sah, wie tief er drinne steckt und wie die Krankheit ihm zusetzt, hat mir das das Herz gebrochen, ganz ehrlich. Ich empfinde das bis heute auch als sehr großen Schmerz, jemanden den man liebt oder geliebt hat, so zu sehen. Mich hat das zusammen mit seiner Ignoranz und seinem manipulativen Verhalten total verletzt und lange verfolgt, weil man keinem Menschen so eine Erkrankung wünscht und es einfach nicht begreift, warum jemand den man so liebt, für den man gekämpft, mitgelitten und selbst so viel von sich selbst gegeben hat, einen so großen Teil vom eigenen Leben so abrutschen kann, ohne Besserung, ohne Einsicht, ohne Hoffnung.

    Schau da bitte das du damit zurecht kommst, wenn du Kontakt zu ihr hast. Ich konnte das nicht lange mit ansehen und mir ging es schrecklich mit der Hilflosigkeit. Ich empfinde es, als würde man auf ein "Ende" warten, was nicht kommt oder noch nicht kommt, obwohl man doch ganz genau weiß, das der Mensch entweder gesund wird oder es furchtbar für ihn enden wird. Das kann einen ziemlich kaputt machen, vorallem wenn man den Verfall sieht.

    Wünsche dir und deiner Familie auch ruhige, schöne Pfingsten!

    2 Mal editiert, zuletzt von Lila77 (19. Mai 2024 um 01:12)

  • Hallo ihr Lieben,

    nun steht das erste Weihnachten vor der Tür, ohne dass meine Frau zu Hause ist.

    Würdet ihr eine nasse Alkoholikerin trotzdem mit den Kindern besuchen oder eher nicht.

    Ich habe darauf im Moment keine Antwort und hoffe auf ein paar erleuchteten Sätze von euch.

    Lieben Dank

  • Sie war in einem miserablen zustand als ihr euch gesehen habt (stand mai). Kann also sein, daß es noch viel schlimmer geworden ist. Das kann böse enden. Aus EKA sicht, erspare das deinen kindern lieber. Hattet ihr denn kontakt seitdem? Was denkst du denn selbst darüber?

  • Also Kontakt hatten wir. Die letzten 2 Monate war sie auf einem guten Weg Aber nun wieder Rückfällig seit 2 Wochen ohne feste Nahrung.

    Schwiegermutter meinte heute, dass sie stürzt, ein mega Tremor hat und nicht mal das Handy bedienen kann und sich wünscht sie würde ins "Krankenhaus" gehen

    Meine Kinder sind so eigentlich im Moment froh, dass hier Ruhe eingekehrt ist, ohne Angst vor Mama haben zu müssen usw

    Ich bin halt eher der Meinung, wenn sie so ist lieber nicht mit den Kids hingehen auch wenn es das Fest der Familie ist. Es ist ja genau das im Moment, was uns alle so zerstört hat.

  • Um Himmels Willen mute deinen Kindern diesen Anblick nicht zu.

    Familie findet bei dir in Sicherheit statt und nicht dort im Alkoholsumpf.

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo NiLiHaMi,

    du hattest ja hier ein halbes Jahr Pause. Was ist denn seitdem passiert?

    Weihnachten. Ein von Menschen gemachtes Datum um Liebe und Frieden zu praktizieren. Das Fest der Familie, egal wie es um sie steht. Für Kinder bis zu einem gewissen Alter eine feine Sache.

    Aber eigentlich wäre da ja das ganze Jahr für Zeit und trotzdem steht da dieser Druck ins Haus. Sylvester ist da ja ähnlich. Was für bahnbrechende Veränderungen im Leben und im Laufe der Geschichte haben wir zwischen 23.59 Uhr und 00.01 Uhr unserer momentanen Zeitrechnung erlebt? Tatsächlich aber gäbe es auch noch mehr Kalender in der Geschichte der Menschheit.

    Wir haben nunmal diesen Kalender jetzt und offensichtlich braucht unsere so "fortschrittliche" Gesellschaft immernoch diese ehemals christlichen oder datumsfixierten Ankerpunkte. Der Staat und die Kirchen brauchen diese Tage als Konsumhöhepunkt um Steuern und Kollekte zu kassieren. Die einzig wahren Gründe warum es überhaupt noch propagiert wird und warum es auch so in dem zur Zeit wahren Gott, unserem Smartphone, noch steht.

    Setz Dich da also nicht so unter Druck mit der Besucherei. Wenn es passt , dann passt es. Das muss ja nicht Weihnachten sein. Momentan scheint es keine gute Idee wenn es gesundheitlich so schlecht steht. Dabei geht es wohl niemandem gut vermute ich mal. Es ist keine Spontanheilung unter dem Stern von Bethlehem zu erwarten. Der Druck, nun ausgerechnet zu Weihnachten zu besuchen, ist ja hausgemacht.

    Es wäre für die Kinder das erste Weihnachten ohne Mutter?

    Ruf Dir die vergangenen ins Gedächtnis, sieh auf das was die Kinder sagen und empfinden und entscheide Dich für das Weihnachten welches Du haben willst. Wie soll Euer Weihnachten sein? Wäre das mit ihr möglich?

    Versuch Dir und den Kindern die Tage zu schaffen, welche Eurer Vorstellung von Weihnachten am ehesten entspricht, und wenn Fragen auftauchen dann sprecht eben darüber. Ich denke niemand wird Dir nach allem was passiert ist einen mangelnden Familiensinn vorwerfen. Auch Deine Kinder nicht.

    wünscht sie würde ins "Krankenhaus" gehen

    War das als eine Art Hilferuf an Dich gedacht? Sollst Du da evtl. intervenieren? Eigentlich braucht sie ja bei diesem dargestellten Zustand nur die 112 zu wählen, oder?

    Ich könnte mir übrigens gut vorstellen, das es bei ihr zum nachdenken anregt falls ihr dieses Datum noch wichtig sein sollte.

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hey Whitewolf,


    also die letzten 2 Weihnachten und Silvester waren nicht so toll. Entweder sie hatte geschlafen oder versucht teilzunehmen.


    Ja was ist in der Zwischenzeit passiert.

    Also ich wurde wieder weich und hatte sie zurückgeholt. Hatten zu Hause ne Entgiftung gemacht. Es war ein auf und ab. Zwischen tollen Leben und Rückfällen mit Wesensveränderungen.

    2-3 Monate hatte sie einen guten Weg. Hatte zwar immer mal wieder für 2-3 Tage einen Ausrutscher und dann hatte sie auch wieder aufgehört.

    Irgendwann kam ne anonyme Meldung ans Jugendamt. Die kamen dann nach Hause, danach haben sie die Kinder befragt und dann mit mir einzeln im Amt gesprochen.

    Lösung war dann, dass sie aus dem Haus gehen soll, da denen das alles zu instabil war, meine kleine Tochter Angst hatte, wenn sie getrunken hatte und es als Kindeswohlgefährung gesehen wurde. Wenn sie nicht gegangen wäre, dann hätte ich vorübergehend zu meinen Eltern gehen sollen und ich hätte sie dann heraus klagen sollen. Sie ist dann aber freiwillig zu ihrer Mutter gegangen.

    Also alles turbulent in dem halben Jahr.

    Nun bin ich mit den Kids alleine im Haus und ich bin irgendwie erleichtert, auch wenn es den Anstoß vom Jugendamt brauchte.

    Den Kindern geht's gut. Sie fragen immer mal nach ihrer Mutter, dann reden wir halt darüber, dass es ihr nicht so gut geht zur Zeit und das akzeptieren sie soweit auch. Sie sind froh, dass endlich Ruhe eingekehrt ist und dass sie mich als Stabilität und Konstante haben im Leben.


    Kontakt haben wir nur noch selten. Sie ruft mich mal an und denkt, dass ich ihr zeige würde, dass sie mir egal sei und legt dann oft einfach auf.

    Einmal editiert, zuletzt von NiLiHaMi (14. Dezember 2024 um 16:26)

  • Nun bin ich mit den Kids alleine im Haus und ich bin irgendwie erleichtert, auch wenn es den Anstoß vom Jugendamt brauchte.

    Zum Glück hat jemand Zivilcourage gezeigt...

    Ich rate Dir dringend, die neugewonnene Ruhe zu nutzen, um Dich mit Deiner Co-Abhängigkeit (z. B. hier) auseinanderzusetzen , damit Du nicht früher oder später wieder "schwach" wirst. Denn es geht euch ja zurzeit nur besser, weil das Jugendamt eingegriffen hat... Wie kannst Du Dich stârken?

    Bitte nicht falsch verstehen: Meine Direktheit soll Dir die Augen öffnen; es geht mir nicht darum, dich anzugreifen oder dir Vorwürfe zu machen...

  • Das ist doch schon mal gut, dass Du das ohne Wenn und Aber annehmen und so sehen kannst.

    Du hast hier Deine Selbsthilfegruppe, nutze sie, praktisch wie ein Fitnessstudio für die Seele: lerne von den Erfahrungen der unzähligen anderen Cos und schreibe hier nieder, was Dich beschäftigt, z. B. auch im Alltag mit Deinen Kindern. Du bist nicht allein!

  • Ok die Antworten hier sind eindeutig. Von einem Besuch an Weihnachten würde auch ich ganz dringend abraten! Du hast es sogar von hochoffizieller Stelle- ihr Verhalten ist Kindeswohl gefährdend. Ich gehe sogar noch weiter. Ist sie weit genug weg, dass du ausschließen kannst, dass sie plötzlich bei euren Feierlichkeiten auftaucht und das Weihnachtsfest für die Kinder in einen Albtraum verwandelt? Oder übers Telefon versucht doch noch dabei zu sein?

    Weihnachten ist emotional sehr aufgeladen. Für sie, die sich wahrscheinlich ausgeschlossen fühlt, wird das ein Anlass zur Eskalation sein. Seid weit weg. Türen abschließen, Klingel und Handy aus.

    Ich muss es an Weihnachten ähnlich machen. Nicht schön aber notwendig.

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