Dass du langsam immer weniger häufig getrunken hast?
Ja, es wurde immer weniger was ich getrunken habe. Jahr für Jahr. Es ging mir auch immer schlechter
Dass du langsam immer weniger häufig getrunken hast?
Ja, es wurde immer weniger was ich getrunken habe. Jahr für Jahr. Es ging mir auch immer schlechter
Es impliziert, dass Angehörige den Alkoholiker trocken legen können. War das bei dir so? Den Eindruck hatte ich in deinem Faden nicht.
Und was meinst du mit "und co"
Ihre Unterstützung war eine riesen Hilfe beim Trockenwerden. So wie ich sie auch bei 1000 Sachen unterstütze. Mit co. das ich immer für sie da bin und ihr eine Riesen hilfe bin
Hallo Abstinenzler,
es freut mich für dich/euch, dass es so gut läuft.
Es ist aber ein bisschen schräg, wenn du das hier bei den Angehörigen schreibst, finde ich. Also es gehört gerne in deinen eigenen Faden und den lese ich auch mit Interesse.
Aber wenn du bei Cos schreibst, dann klingt das appellativ, nach dem Motto: halte durch, gibt die Hoffnung nicht auf, irgendwann wird alles gut.
Das ist aber genau DAS was hier viele Angehörige bis an die Grenze des Aushaltbaren geführt hat. Was zum Burn-out, vielleicht sogar zur Selbstaufgabe führt.
Und hier geht es darum sich von dieser Verantwortung und unrealistischen Hoffnung zu lösen.
Vor allem fehlt der Hinweis, dass er selber erst ganz frisch nicht mehr trinkt.
Hallo,
danke liebe Jump! , für deinen letzten Beitrag.
Abstinenzler , du bist erst seit kurzem trocken, ich hatte dich schonmal gebeten, erstmal bei dir zu bleiben, im Alkoholikerbereich. Wichtig ist doch, dass du deine eigene Abstinenz stabilisierst.
Lieber Gruß Aurora
Erstmal stimme ich zu, dass es für Alkoholiker, die gerade am Anfang stehen, besser ist, hier nicht zu schreiben. Das ist auch nicht so vorgesehen. Passiert es aber, sollte ein Hinweis gegeben werden wie es vo Aurora getan wurde dann solte dieser auch eingehalten werden.
Aber wenn du bei Cos schreibst, dann klingt das appellativ, nach dem Motto: halte durch, gibt die Hoffnung nicht auf, irgendwann wird alles gut.
Das ist aber genau DAS was hier viele Angehörige bis an die Grenze des Aushaltbaren geführt hat. Was zum Burn-out, vielleicht sogar zur Selbstaufgabe führt.
Ich verstehe deine Fürsorge, und vieles mag stimmen. Aber kann man das wirklich so pauschalisieren und dem einzelnen Co absprechen, selbst nicht unterscheiden zu können? Oder spannt man vorsorglich den großen Rettungsschirm über alle so wie zu Hause beim Alkoholiker die Flasche kontrolliert, weggeräumt und verzweifelt versucht wird, ihn trocken zu legen? Ist das nicht genau das gleiche Co‑Verhalten? Nur mal provokativ in den Raum gestellt.
Wenn der Co hier nach Wegen sucht, wie er seinen „Alkoholiker“ trotz verzweifelter Versuche doch noch trockenlegen kann, nur weil es irgendwo auf der Welt funktioniert hat, zeigt das, dass er sein Co-Verhalten noch nicht abgelegt hat.
Selbsthilfe ist doch das, was hier im Vordergrund stehen sollte.
zeigt das, dass er sein Co-Verhalten noch nicht abgelegt hat
Lässt sich ein Co-Verhalten einfach so ablegen? Das ist eine ernst gemeinte Frage.
Meinen Alkoholismus kann ich nicht einfach so ablegen, auch wenn ich wollte. Co ist doch auch eine Art Sucht, wenn ich das richtig verstanden habe. Wenn ich hier so quer lese, ist das sogar eine sehr schlimme, selbstzerstöreriche Sucht bei die / der Süchtige auch erst einmal den eigenen, induvellen Tiefpunkt erreichen muss um bereit zu werden, sich selber zu schützen.
Lässt sich ein Co-Verhalten einfach so ablegen? Das ist eine ernst gemeinte Frage.
Stimmt, das war missverständlich formuliert. Ihnen ist noch nicht bewusst, dass ihr Verhalten krankhaft ist, und daher haben sie es nicht erkannt. In diesem Fall wurde es also bislang nicht in Betracht gezogen.
aber nun sollten wir den Thread wieder Alexa lassen
Lässt sich ein Co-Verhalten einfach so ablegen? Das ist eine ernst gemeinte Frage.
Meinen Alkoholismus kann ich nicht einfach so ablegen, auch wenn ich wollte. Co ist doch auch eine Art Sucht, wenn ich das richtig verstanden habe. Wenn ich hier so quer lese, ist das sogar eine sehr schlimme, selbstzerstöreriche Sucht bei die / der Süchtige auch erst einmal den eigenen, induvellen Tiefpunkt erreichen muss um bereit zu werden, sich selber zu schützen.
ich hatte es mal so formuliert. der alki ist süchtig nach einer substanz, der co ist süchtig nach einem menschen. beides ist selbstzerstörerisch...
gruss eternal
Hallo Zusammen,
Co ist doch auch eine Art Sucht, wenn ich das richtig verstanden habe. Wenn ich hier so quer lese, ist das sogar eine sehr schlimme, selbstzerstöreriche Sucht bei die / der Süchtige auch erst einmal den eigenen, induvellen Tiefpunkt erreichen muss um bereit zu werden, sich selber zu schützen.
Der Meinung bin ich auch. Was für den Alkoholiker der Alkohol ist, ist für den/die Co der Partner/die Partnerin.
Zumindest empfinde ich das für mich so.
Durch die Alkoholsucht ist er/sie nicht mehr fähig die Liebe, die Aufmerksamkeit, die Zuneigung, die Nähe, die Wertschätzung und den Respekt zu geben, wie es vor der Sucht war.
Und um das wieder zu bekommen wird alles dafür getan um ihm zu helfen.
So war/ist es bei mir. Ich wollte/ will von ihm wieder gesehen werden, das Gefühl haben ihm wichtig zu sein, ihm mehr zu bedeuten, von ihm gebraucht zu werden. Ich habe gefleht, gebettelt, geheult, versucht ihm alles Recht zu machen, gehofft das er es sieht, gekämpft bis zu Selbstaufgabe.
Ich kann nur von mir reden, aber als ich an diesem Tiefpunkt war und erkannt habe, das Alkohol wichtiger als die Liebe ist und ich keine Chance mehr habe, hatte ich regelrechte Entzugserscheinungen und die habe ich teilweise auch noch heute.
Bei dem kleinsten lieben Wort, der kleinsten Versprechung flammt der Funke Hoffnung wieder auf, es könnte ja doch nochmal so wie früher werden und man steckt wieder in der Co Spirale fest.
Nein - Co-Verhalten ist keine Sucht. Jedenfalls nicht in meinem Fall. Auch keine nach einem Menschen. Das wäre ja auch schwierig - Menschen komplett zu meiden.
Es ist ein sehr krankes Verhaltensmuster. Basierend auf geringem Selbstwert, mangelnder Selbstfürsorge, manipulativen erpresserischen Glaubenssätzen … etc.
Co- Verhalten ist sehr hartnäckig und oft selbstzerstörerisch. Es braucht ungeheuer viel Energie, sich seiner selbst bewusster zu werden und dem Suchtsystem zu entrinnen. In meinem Fall auch viel professioneller Hilfe. Aber es ist keine „Sucht“.
Abstinenzler , du bist erst seit kurzem trocken, ich hatte dich schonmal gebeten, erstmal bei dir zu bleiben
Oh wusste nicht das ich nur im Alkoholikerbereich schreiben darf. Alles klar sorry
Hallo Abstinenzler ,
du bist ja noch am Anfang und da sehen wir es hier so dass es erstmal wichtig ist, bei sich selbst zu bleiben. Um eine gewisse Stabilität zu bekommen. Das soll kein Maulkorb sein.
Ich danke dir für dein Verständnis.
Liebe Grüße Aurora
Ich bin völlig ratlos..
Es ist Vollmond im Krebs
(ein Erklärungsversuch..)
Ich denk an uns Cos.. hoffe ihr könnt dem Tag etwas schönes abgewinnen!
Alles Liebe
Alexa
Liebe alexa. Warum bist du ratlos? Wollte dir nur sagen, daß ich deinen letzten Post als sehr positiv empfunden habe. Wenn auch viel Traurigkeit mit schwang.
Sei von Herzen gegrüßt
Hey liebe Koda,
hatte nichts mit meinem Faden zu tun sondern mit den Disussionen rund um Jumps Faden.
Dir alles Liebe!
Liebe Alexa,
Wie geht's dir denn? Mach mal Piep. Einen lieben Gruss zu dir.
Koda
Liebe Koda, danke der Nachfrage ![]()
Hier ein Piep von mir: mein Partner ist nun seit über 4 Monaten aus der Therapie heraussen und nüchtern. Inkl. Der Stationszeit ist er nun seit 1 Jahr nüchtern.. wow, wie schnell die Zeit vergeht!
Ich wollte hier nicht mehr schreiben, weil was sollte ich sagen? Ich bin glücklich, ich glaube wir erleben gerade die schönste Zeit in unserer Partnerschaft. Ich versuche manchmal für mich einzuordnen ob ich nur so glücklich bin weil es vorher so schlimm war, vielleicht ist diese schöne Art die Beziehung zu führen für andere ganz normal. Aber eigentlich ist es mir dann auch egal und ich genieße es.
Manchmal kommen Ängste in mir hoch, was mache ich bei einem Rückfall? Und so wie es immer schon war, beginnt es immer "harmlos". Mit "ich habe ein! Bier getrunken", dann Wochen später der nächste Rückfall usw.. Ich würde natürlich nicht beim ersten Rückfall sofort die Beziehung beenden, aber das Ende wäre eingeläutet.
Wenn ich solchen Gedanken nachhänge wird mir das Herz schwer und ich versuche das nicht aufkommen zu lassen.
Es ist schon komisch, bei früheren Versuchen von ihm habe ich versucht seine Therapeutin zu sein, weil ich dachte ich kenne mich in der Suchtdynamik aus, ich kenne ihn so gut. Ich habe sooft gefragt, hast du Suchtdruck, warum, was können wir! tun damit du besser damit umgehen kannst, welche Dynamiken wirken in dir, was brauchst du? Bliblablub..
Dieses mal ist es ganz anders. Ich hatte keine große Hoffnung dass er es dieses Mal schafft, ich war erschöpft und des Themas überdrüssig. Und jetzt auf einmal schafft er es!? Komisch nicht? Wir reden natürlich über diese Dinge, aber ich halte mich mit Belehrungen oder Anregungen zurück. Meistens.
Vor kurzem hat mein Partner mit einem früheren Arbeitskollegen telefoniert mit dem er sehr viel konsumiert hat. Dieser konsumiert noch immer. Ich denke mein Partner hat an meinem Blick gesehen was ich davon halte. Er hatte ein schlechtes Gewissen und sich sofort zu erklären versucht. Früher hätte ich erklärt und geredet warum das nicht gut ist. Jetzt sage ich nichts mehr. Er weiß es selber, es ist seine Entscheidung.
Und ich halte derzeit Abstand vom Forum. Früher habe ich alles gelesen, das tue ich nicht mehr. Bei den Alkoholikern lese ich gar nicht, denn ich weiß genug, und im Grunde hat jeder Alkoholiker seinen Weg den er beschreitet. Hier finden Sie Hilfe und Unterstützung aber ich für mich begleite nun so lange meinen Partner, es reicht für mich.
Und bei den Cos, muss ich ehrlich sagen, es ist jedes mal bedrückend. Ich habe das Elend auch gelebt, war verzweifelt, erschöpft. Das ist nicht sehr lange her. Lese ich bei den Cos werde ich jedes mal zurückgeworfen. Aber ich will jetzt glücklich sein, und wenn der Hammer kommt, dann kommt er und dann werde und muss ich eh handeln.
Und ich weiß das ist jetzt sehr konfrontativ, aber es wimmelt mir hier zu sehr von Männern die uns (Co)Frauen die Welt erklären möchten.
Ach ja, und ich sehe mich oft nicht dazu in der Lage Rat zu geben.
Doch eines vielleicht: es war die beste Entscheidung auszuziehen. Ich habe meinen Raum, hier wird nach meinen Regeln gespielt (was mitunter sehr schön sein kann
)
Und ich finde es schade dass soviele im grünen Bereich versinken. Ich fand es schön wieder was von Rennschnecke zu lesen auch wenn es ihr nicht so gut ging. Aber nüchtern, wie schön! Also bei ihr habe ich eine Ausnahme gemacht und doch bei den Alkoholikern gelesen.
So, ich denke das wars jetzt von mir, ich wünsche allen von Herzen nur das Beste,
LG Alexa
Liebe Alexa,
ich schreib dir gleich mal zurück, weil ich gerade ein bisschen Luft habe an diesem Morgen. Ich hab mich so gefreut, daß du geschrieben hast. Und dann auch noch, daß es dir so gut geht. Wirklich, das freut mich ungemein. Keiner weiß, wie lange es andauert, vielleicht geht es gut vielleicht nicht. Aber 1 Jahr ist nicht wenig und man lebt nur einmal. Also ja, geniess es. Du liest dich stabil, und auch abgegrenzt (daß du ihm nichts mehr erklärst, wie früher, das hilft ja in erster Linie dir, und er, ja eben, er ist eben für sich verantwortlich).
Ich habe anfangs auch alles hier gelesen, aber da wollte ich auch noch so sehr verstehen, was die Sucht überhaupt bedeutet. Bei den Alkoholikern zu lesen war für mich stellvertretend für den Alkoholiker, den ich nicht fragen konnte, weil er ja noch drin steckte. Ich lese mittlerweile viel weniger, bei manchen Alkoholikern schon, weil ich sie mittlerweile auch mal treffen durfte, und irgendwann spielt es weniger eine Rolle, ob Alkoholiker oder Co, weil die Menschen mehr in den Vordergrund treten.
Und ich finde es schade dass soviele im grünen Bereich versinken.
Das verstehe ich gut. Mir hat der geschützte Rahmen jedoch sehr gut getan, weil ich mehr schreiben kann, wie mir der Schnabel gewachsen ist, und nicht so sehr auf Wiedererkennbarkeit bedacht sein muss. Aber wenn man eine Weile hier ist, liest und schreibt, wächst und rückt man eben doch ein Stückweit zusammen, und da mache ich dann zwischen blau und grün keinen Unterschied.
Und das hier:
es war die beste Entscheidung auszuziehen. Ich habe meinen Raum, hier wird nach meinen Regeln gespielt (was mitunter sehr schön sein kann
Das ist so wertvoll, da hast du was weitergegeben, wovon dieses Forum ja am meisten profitiert. Du hast es erlebt und gibst weiter, was dir guttut. Das ist so viel!
Eine Umarmung!
Koda
Und ich weiß das ist jetzt sehr konfrontativ, aber es wimmelt mir hier zu sehr von Männern die uns (Co)Frauen die Welt erklären möchten.
Meinest du männliche Alkoholiker, die Co-Frauen die Welt erklären? Ungefragt?
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