• Ausnahme ist Weißwein den meine Frau hin und wieder trinkt, den ich nicht mag.
    Für die Entsorgung dessen wäre Vorraussetzung das sie selbst zu Hause keinen Alkohol mehr trinkt. Das kann, will und sollte ich nicht erzwingen. Ein Thema ist es natürlich.
    Ob sie an diesen Punkt kommt oder nicht, wird die Zeit zeigen.

    Genau so ist es bei mir auch...

  • Genau so ist es bei mir auch.

    Du bist schon ähnlich lange vom Alkohol weg, daher sind deine Gedanken ebenso trübe. Das ist nicht überraschend.

    Ein Langzeit-Trockener hat mir damals gesagt:

    Zwei Ertrinkende können sich nicht gegenseitig retten, sie gehen gemeinsam unter. Da ist was wares dran.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Du bist schon ähnlich lange vom Alkohol weg, daher sind deine Gedanken ebenso trübe. Das ist nicht überraschend.

    Ein Langzeit-Trockener hat mir damals gesagt:

    Zwei Ertrinkende können sich nicht gegenseitig retten, sie gehen gemeinsam unter. Da ist was wares dran.

    Ich möchte momentan keinen Streit provozieren, der wenn ich meine Frau bitten würde nicht mehr zuhause zu trinken hochkommen würde. Aber auch wenn alles gut wird kann ich es ja nicht verbieten, sie hat aber seit meinem Start ins neue Leben auch keinen mehr gekauft, heute muss ich nur die Vodkaflaschen entsorgen dann ist der Haushalt sauber.

  • Hallo undee,

    ich schreib dir mal was von der anderen Seite, als Angehörige.

    Als ich mit meinem Mann zusammenkam, war er 2 Jahre trocken. Und seine Bedingung, dass wir zusammenziehen, war, dass ich meine Sektflaschen, die noch von meinem Geburtstag übrig waren, weggebe. Und unser Haushalt alkoholfrei ist.

    Weil ich selbst nicht abhängig war, weil ich seine Suchterkrankung anerkannte, tolerierte und ihn achtete und das noch immer tu, ist unser Haushalt alkoholfrei. Mittlerweile seit Ende 2008. Er ist seit 18 Jahren und 6 Monaten trocken. Mir hat nie was gefehlt.

    Das ist meine Erfahrung zu diesem Thema.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Guten Morgen,

    Tag 23 - es geht mir gut - auch wenn ich letzen Samstag wieder eine Schwindesekunde hatte.
    Meine Hausäztin sagt das Sie es für Wahrscheinlich hält das auch das durch meinen Alkoholkonsum verursacht wurde.
    Blutbild - Abnahme heute.
    Kommende Woche 24hEKG und dann Herzsono.
    Schauen wir was dabei herauskommt - ich bin optimistisch.
    Meine Suppe - löffle ich jetzt aus.

    Ich könnte/würde hier viel mehr schreiben. Mal sehen.

    Meine Lebensumstände sind glücklicherweise so das diese mich auch gerade unterstützen.
    z.B. haben wir 2 Hunde - ich gehe jeden Morgen eine knappe Stunden in den Wald - und das ist eine gute zeit mir Gedanken zu machen.
    Da können die Gedanken einfach fließen, ich muss mich nicht auf irgendwas konzentrieren (ausser natürlich die Hunde, aber wir kennen uns jetzt auch lang genug ;) )
    Früher habe ich da sehr viel über Themen nachgedacht die mich beruflich beschäftigen - mich sozusagen auf den Tag vorbereitet.
    Jetzt denke ich dabei nicht über berufliches nach.

    Achtung - gleichzeitig is mir bewußt das meine Lebensumstände, die Tatsachen das ich keine körperliche Abhängigkeit habe und ich (bisher und hoffentlich weiterhin) keinen Trigger empfinde das Risiko bergen das ich das Thema auf die leichte Schulter nehme und Risiken eingehe oder Fehler in dem Zusammenhang mache. Mindestens diesen Gedanken hat Hartmut in meinem Kopf verursacht.

    Ich erkenne viele Gedanken anderer wieder bei mir - z.B. R/no .
    Aber ich muss zugeben nach meinen ersten Tagen hier konnte ich meine Emotionen beim Versuch zu verstehen was mir da ganz genau gesagt wurde recht gut zurückstellen und die Dinge von der Seite betrachten und einordnen.
    Ja, wie alles andere im Leben ist auch das nur ein Anfang.

    Ich kann auch verstehen das Andere hier das weniger gut können und sich angegriffen fühlen.
    Nur - was hilft und hier Fürsprechen und Verständnis zeigen - wir brauchen Gegenwind um erkennen zu können welche unserer Gedanken und Handlungen besser von uns in Frage gestellt werden sollten.
    Ja, Gegenwinde sind unbequem und können weh tun - schaffe ich das von der Seite zu betrachten fange ich an mich zu hinterfragen.
    Ich selbst meine für mich das ich genau aus diesem Grund hier bin, habs ja Jahrzehnte anders gemacht - muss also jetzt einiges ändern.

    Das heißt für mich nicht blind dem Gedankengut anderer zu folgen und die Dinge 1:1 gleich zu sehen und so zu handeln.

    So, Roman genug - hoffentlich verständlich - gehen jetzt in den Wald ;)

  • Es verändert sich sehr viel bei mir - physisch und psychisch.

    Sehr spannend, schön aber auch anstrengend.

    Die letzen 10-15 Jahr habe ich z.B. kein Interesse an Obst und Süßem gehabt - nur salzig.
    Jetzt hab ich (wieder) Lust auf Obst / Kekse usw.

    Mein Ruhepuls war im Dezember noch bei 65-70 jetzt bin ich bei 50-55.

    Leider ist aktuell meine Motivation im Berufsleben nicht so hoch. Ich schlepp mich zum teil über den Tag.
    Das kann ich mir nicht im Zusammenhang mit meiner Abstinenz erklären. Muss ja nichts damit zu tun haben, aber ich kann das grad nicht einordnen.

    Ansonsten fühle ich mich auch psychisch viel besser und aufgeräumter.

    Nur Beispiele …

    Mal sehen wann sich weniger Veränderungen zeigen.

  • Die letzen 10-15 Jahr habe ich z.B. kein Interesse an Obst und Süßem gehabt - nur salzig.

    Alkohol wirkt als Diuretikum, das heißt, er entzieht dem Körper Wasser. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht der Elektrolyte, was das Verlangen nach salzigen Lebensmitteln verstärkt, um den Natriumspiegel wieder auszugleichen. Das hat mir einmal eine schlaue Person so erklärt. :mrgreen:

    Deshalb verspürt man auch Heißhunger auf salzige Snacks nach einem alkoholreichen Abend. Es ist ein natürlicher Mechanismus des Körpers, der versucht, das Gleichgewicht wiederherzustellen.

    Jetzt hab ich (wieder) Lust auf Obst / Kekse usw.

    Ja, das Verlangen danach ist auch nicht unüblich. Aber immer ein Auge auf die Suchtverlagerung halten.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut,

    Suchtverlagerung

    Ja, darüber mache ich mir auch Gedanken - auch in anderem Zusammenhang.
    Ich bin ja viel am Gärtnern. Da habe ich letztes Jahr auch Cannabis angebaut einfach um die Pflanze kennenzulernen aus Gärtnersicht.
    Ich hab noch nie irgendwas mit Cannabis oder anderen Drogen ausser Alkohol gehabt.

    Jetzt hab ich darüber nachgedacht das mal zu probieren - mich aber dagegen entschieden. Einfach weil ich mit Substitution/Suchtverlagerung kein Risiko eingehen will.

  • Jetzt hab ich darüber nachgedacht das mal zu probieren - mich aber dagegen entschieden.

    Gibt da ein Buch. Trocken Bleiben - Nüchtern leben. Da steht ab Seite 97, dass bewusstseinsverändernde Drogen grundsätzlich schlecht für Alkoholiker sind. Von daher, gute Entscheidung.

    Kiffen anstatt Saufen ist nicht die Lösung. Und ich denke, dass in diesem Zustand der Griff zur Flasche schnell passiert ist.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Guten Morgen,
    Tag 27.

    Mir geht es gut.
    Gesten habe ich die Blutwerte geholt - nicht Perfect, aber fast ok.
    Ein 20% erhöhter Wert (das ist ja noch nicht so viel) macht mir Gedanken, da muss ich mit meinem Arzt sprechen was der in welcher Kombination bedeuten könnte.
    Ich denke in ca. 4 Wochen werde ich das Blutbild wiederholen.

    Kommende Woche 24h EKG. Ergebnis leider erst in der Folgewoche. Mein Arzt meinte das mein Rhythmus nicht so gleichmäßig wäre. Eventuell kam das auch davon das ich bei dem Termin ein klein wenig aufgeregt war - da habe sich schließlich das erste mal ausgesprochen was Sache ist.

    Ich habe das Gefühl mein Stoffwechsel macht gerade Laola.
    Ich habe sein einigen Tagen rund um die Uhr Hunger. Da muss ich wohl aufpassen ;)
    Aber das ist trotzdem meine Prio2. In wenigen Wochen beginnt die Gartensaison, da werde ich bei der Bodenbearbeitung viel Training haben.

    Ich habe festgestellt das es mir unangenehm ist wenn meine Frau Wein trinkt.
    Es triggert mich nicht - null (- aktuell, bis jetzt).
    Mein Ziel ist weiter unser Zuhause alkoholfrei zu bekommen - ob das für mich notwendig ist oder nicht.
    Meine Frau ist wie ich - bei „ich soll“ oder „ich muss“ entsteht Widerstand.
    Sie beschäftigt sich nicht wie ich intensiv mit dem Thema, hat die sinnhaftigkeit dessen noch nicht erkannt - es triggert mich ja aktuell schließlich nicht.
    Wenn ich nachdrücklich darauf bestehen würde ginge das sicher auch - ich versuche das vorerst auf meine Art.

    In der Arbeit kämpfe ich mit meiner wenig vorhandenen Motivation.
    Da ist nicht schlimm, aber ich mache mir Gedanken woran das liegen könnte.
    Ein fach so / hormonelle Umstellung / andere Themen sind mir wichtiger ? - ich kann es aktuell nicht zuordnen, hoffe aber auf Besserung.

    Ich brauche soooo viel weniger Schlaf. Das ist verrückt.
    Ich bin gestern (heute) 0:45 ins Bett und war 7:15 ohne Wecker wacht und fit.
    So im Schnitt reichen mir grad knapp 7h locker.

  • Du bist schon ähnlich lange vom Alkohol weg, daher sind deine Gedanken ebenso trübe. Das ist nicht überraschend.

    Ein Langzeit-Trockener hat mir damals gesagt:

    Zwei Ertrinkende können sich nicht gegenseitig retten, sie gehen gemeinsam unter. Da ist was wares dran


    Ich nehme an das Du meinst *meine* Gedanken sind zu dem Punkt trübe.

    Zugegebener maßen liegt die Interpretation nahe.
    Meine Gedanken sind aber klar. Ich ziehe jedoch weniger konsequente / rigerose Schlüsse daraus (diese Detail) als z.B. du es zu tun scheinst.
    Das kann ein Fehler sein, ich arbeite daran und passe darauf auf.

    Klar ist mir auch, das hier einer für den anderen keine Blaupause sein kann - uffbasse und reflektieren ist das Gebot meiner Zeit.

  • Ich denke in ca. 4 Wochen werde ich das Blutbild wiederholen.

    Guten Morgen undee, ich würde ca.3-6 Monate warten, ich hab auch vor ein paar Tagen ein großes Blutbild gemacht. Welcher Wert ist um 20% erhöht? Wahrscheinlich der lebenswert oder? Die Leber ist erst nach ca. 4 Monaten entgiften oder regeneriert hab ich hier im forum gelesen

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