aennie - Es ist wie es ist

  • Saufträume habe ich auch. Die Sucht vergessen und im Supermarkt nach dem Preis für meinen Wein geschaut habe ich aber nie. Ich hab auch nicht täglich getrunken, aber schon 3-4 mal pro Woche. Mindestens ein Mal davon bis zum Filmriss.

    Mein Suchtdruck ist eher wie das Krokodil von Rennschnecke . Taucht auf- auch in eigentlich vorhersehbaren Situationen die ich sonst mit Trinken verbunden habe (Feierabend, eine geschaffte Aufgabe, kochen, bestimmte Musik, Filmszenen in denen ‚entspannt‘ gesoffen wird).

    In Situationen die völlig offensichtlich Druck erzeugen müssten (Weihnachten- die Familie trinkt Alkohol, 12 Uhr Silvester- es wird mit Sekt angestoßen), war kein Suchtdruck. Da war ich aber auch wirklich lange mental vorbereitet.

    Subtil ist meine Suchtstimme selten- dafür ist sie vielleicht zu doof.

  • ich hatte in dieser Zeit 2× das Erlebniss, das ich kurzfristig vergessen hatte, das ich abstinent bin

    Oh das hört sich aber gefährlich an. Hatte ich zum Glück noch nicht.

    Was Du da beschreibst, kenne ich nur aus Suchttraumberichten

    Ich hatte mal einen Traum, den ich schrecklich fand. War in den ersten Wochen meiner Abstinenz. Habe geträumt, dass ich aus Versehen ein Glas G.n-Orange leer getrunken hatte. Auf Ex. Und als ich das Getränk im Mund hatte und es unterschluckte, fiel mir meine Abstinenz erst wieder ein, habe noch versucht auszuspucken. Ging nicht mehr. Das war ein fürchterliches Gefühl und ich war froh als ich aufwachte und es nur ein Traum war. Ich weiß noch genau wie schlimm das für mich war und kann mir den Traum wieder komplett abrufen.

    Was hat wohl so ein Traum zu bedeuten? 😔

    ————

    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Was hat wohl so ein Traum zu bedeuten?

    Ich bin kein Psychologe aber ich nehme an, das im Traum das Unterbewusstsein ungelöste

    Konflikte und Erlebnisse bearbeitet.Ich spreche zum Beispiel gut auf 🧘‍♂️ Meditation und Hypnose an.Da wird ja auch das Unterbewusstsein bearbeitet! Bei Hypnose habe ich schon interessante Sachen erlebt.

  • Was hat wohl so ein Traum zu bedeuten?

    Naja da würde ich vermuten das ganz offensichtliche- die Angst vor dem Rückfall.

    Alles tun wir, damit genau das nicht passiert und nachts wenn wir nicht aufpassen, schlägt das Unterbewusstsein zu.
    Ich habe diese Träume auch hin und wieder.
    Ich nehme sie einfach als Warnzng wachsam zu bleiben, aber lade das jetzt nicht mit zusätzlicher Bedeutung auf.

  • Oh das hört sich aber gefährlich an. Hatte ich zum Glück noch nicht.

    Garnicht,ich war dann nicht getriggert.Ich war eher beruhigt, weil ich sofort wusste, das ich keinen Alkohol mehr trinke.Naja, ich werde das weiter beobachten. Ich bin sensibilisiert und bereite mich auf eventuelle Situationen vor.Das Forum hat zu dieser Sensibilisierung beigetragen.lch denke, ich bin ganz gut vorbereitet.

  • Naja da würde ich vermuten das ganz offensichtliche- die Angst vor dem Rückfall.

    Die Träume hatte ich, als ich getrunken habe,jetzt in der Abstinenz nicht mehr! Als wenn mich mein Unterbewusstsein warnen wollte. Das hat mich dann auch zum Nachdenken über meinen Alkoholmissbrauch gebracht.

  • Saufträume habe ich auch. Die Sucht vergessen und im Supermarkt nach dem Preis für meinen Wein geschaut habe ich aber nie. Ich hab auch nicht täglich getrunken, aber schon 3-4 mal pro Woche. Mindestens ein Mal davon bis zum Filmriss.

    Mein Suchtdruck ist eher wie das Krokodil von Rennschnecke . Taucht auf- auch in eigentlich vorhersehbaren Situationen die ich sonst mit Trinken verbunden habe (Feierabend, eine geschaffte Aufgabe, kochen, bestimmte Musik, Filmszenen in denen ‚entspannt‘ gesoffen wird).

    In Situationen die völlig offensichtlich Druck erzeugen müssten (Weihnachten- die Familie trinkt Alkohol, 12 Uhr Silvester- es wird mit Sekt angestoßen), war kein Suchtdruck. Da war ich aber auch wirklich lange mental vorbereitet.

    Subtil ist meine Suchtstimme selten- dafür ist sie vielleicht zu doof.

    Sei froh

  • Saufträume hatte ich auch nie. In der ersten Zeit meiner Abstinenz hatte ich ganz wunderbare Träume. Alles war hell, freundlich. Es war blauer Himmel, So eine Farbenfrohheit hatte ich noch nie geträumt. Ich war mit meiner Familie zusammen, mein Schwarm war mit dabei.

    Ein Hobbytraumdeuter deute dieses als: Ja, schau, du trinkst nicht mehr, nun scheint die Sonne wieder für dich, du kommst wieder mit der Familie zusammen und auch dem Schwarm. Melde Dich doch nun bei denen. Nee, habe ich nicht. Ich bin doch nicht BLÖDE, weiss doch wo das endet. Diese Friedefreudeeierkuchenfamilie gab es nie und wird es auch nie geben. Suchthirntraum?

  • Die Träume hatte ich, als ich getrunken habe,jetzt in der Abstinenz nicht mehr! Als wenn mich mein Unterbewusstsein warnen wollte. Das hat mich dann auch zum Nachdenken über meinen Alkoholmissbrauch gebracht.

    Das hast Du sehr gut gemacht, Bono.👍

    Das war dann wohl Dein Schlüsselerlebnis.

  • Ein Erlebnis war,das ich beim Supermarkt am Alkoholhotspot vorbeiging um zu schauen was mein Lieblingswhisky kostet?

    Hallo Bono,

    mir ging es so beim Bier, da habe ich geschaut, was im Angebot ist. Ich war immer „Angebotskäufer“ und dann wurde das Auto bis oben hin vollgeladen.

    Mir ist dann auch vor den Kästen wieder bewusst geworden, dass ich das Zeug doch gar nicht mehr trinken muss und war erleichtert.

    Ich habe das unter Gewohnheit/Automatismus verbucht. So wie auch Elly das geschrieben hat.

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Und das nächste Mal schaut er sich die Flasche aus Automatismus nicht nur an sondern nimmt sie auch mit?

    Also ich wäre da jetzt vorsichtig und würde mir ganz bewusst vor dem Betreten des Ladens noch mal einbläuen dass ich mir das Zeugs nicht anschaue und möglichst umgehe. Gerade jetzt zu Anfang. Und Bono nähert sich nun ja auch seinem Quartalsende. Obacht Bono!

  • Und das nächste Mal schaut er sich die Flasche aus Automatismus nicht nur an sondern nimmt sie auch mit?

    Das war bei mir einmalig, sonst mache ich da einen riesen Bogen drum herum. So habe ich das bei Bono59 auch verstanden.

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Bei uns gibt es das Sprichwort "du glaubst doch im Traum nicht daran", wenn man etwas nicht glaubt.

    Aber wer träumt da, ich oder meine Suchtstimme? Welche Bedeutungen kann es haben?

    "Du glaubst im Traum nicht daran, Alkoholiker zu sein."

    Da braucht es eben immer wieder eine Auseinandersetzung, solange ich es so einordne, wie es ist. Es ist nur ein Traum. Wenn es mich beunruhigt, dann ist eventuell noch ein Stück Wahrheit dran?

    Also am Ball bleiben und sich immer wiederkehrenden Auseinandersetzungen stellen.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Ihr Lieben.

    Möchte Euch etwas von gestern schreiben über dass ich gerade schmunzeln musste.

    Ich habe so dies und das gemacht, von jedem etwas. Immer mal meldete sich kurz die Stimme, habe sie ignoriert. Abends woĺlte sie lauter werden. Ich hatte mein Wohnzimmer umgestaltet, war rundum zufrieden mit mir. "Oh" sagte die Stimme, " da hast Du uns das ja gemütlich gemacht. Können wir beiden nun schön zusammen sitzen und es uns gemütlich machen."

    Nee, habe ich gesagt, wir beide machen es uns da ganz gewiss nicht gemütlich und nun hau ab. War dann auch Ruhe.

    Wollte hier dann noch schreiben wie mein Tag war, die Stimme wieder mit mir sprach, usw, da meldet die sich wieder und sagt : "Ach, willst wieder petzen?!"

    Ja, hab ich gesagt, genau das werde ich machen. Dann war Ruhe.

    Zum Schreiben bin ich dann doch nicht mehr gekommen, aber mir fiel das eben nochmal ein und musste schmunzeln. Über das " Ach, willst wieder petzen.

    Liebe Grüße Blendi

  • da meldet die sich wieder und sagt : "Ach, willst wieder petzen?!"

    Ein Beispiel dafür, dass die Sichtstimme mehr drauf hat, als nur zum nächsten Glas aufzufordern.
    Danke für das Beispiel.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Guten Morgen ihr Lieben,

    Habe sehr hüt geschlafen, aber kaum aufgestanden ging mein Kopfkino wieder los.

    Ich verstehe immer noch nicht was da vorletzte Woche los war, dass ich so kurz vor einem Rückfall war. Ich suche nach dem Auslöser.

    Ich hatte den Donnerstag 2 Termine, einen vormittags, einen nach nachmittags. Bei beiden ging ich unbefriedigt raus, wie ich nun feststelle.

    Dann der Sport, wo ich eigentlich nicht so gerne hingehe, aber hin muss, weil es verordneter Rehasport ist. Davor und danach hatte ich dann ja diese "Klatsche". Freitag habe ich schnell schnell ein paar Dinge erledigt um sie erledigt, abgehakt zu haben. Das kenne ich noch aus meiner Saufzeit. Schnell das unangenhme hinter mich bringen, um dann "gemütlich " mit ner Flasche zu entspannen. Bin dann Nachhause, gegessen, ausgeruht. Und nachmittags wieder die "Klatsche". Wo war der Auslöser für die "Klatschen"?

    Termine aus denen ich unbefriedigt rausgehe werde ich ja immer wieder haben. Aber das weiss ich ja vorher nicht, dass sie so ausgehen können. Ich bin gerade Ratlos. Sollte ich da nun vorsichtshalber immer von ausgehen, dass ein Gespräch eher negativ ausfallen kann und vorsorglich gleich schon mit vollgepacktem Notfallkoffer zu Terminen gehen?

    Bitte um Hilfe.

  • Guten Morgen Blendi,

    da ich nicht weiß, worum es bei den Terminen ging, bei denen Du eine "Klatsche" bekommen hast, kann ich nur vermuten.

    Du bist erst/schon seit Mitte November abstinent, das sind fast 4 Monate.

    Es dauert seine Zeit, bis sich der Körper und die Seele auf die Nüchternheit umstellt.

    Und es gibt Menschen, die mit Misserfolgen gut umgehen können und andere weniger.

    Wie war das früher bei Dir, bevor Du zur Flasche gegriffen hast?

    Hilfreich kann auch sein, nicht zu viel Erwartungen zu haben, dann wird man nicht so enttäuscht.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich verstehe immer noch nicht was da vorletzte Woche los war, dass ich so kurz vor einem Rückfall war. Ich suche nach dem Auslöser.

    Ich habe heute in den Kalender geschaut und gesehen, dass die letzte Woche vorbei ist. Ich weiß auch, dass es beim Suchtdruck nicht den einen Auslöser gibt, sondern mehrere Auslöser sein können, die sich im Nachhinein nicht immer feststellen lassen.

    Wenn ich keine direkten besonderen "Berührungspunkte" mit Alkohol hatte, dann war das eben so. Eine Erinnerung, dass ich Alkoholiker bin, mit dem Wissen, dass die Sucht einiges einfallen lassen kann, um mich wieder zum Trinken zu bringen.

    Abhaken und weiter geht's, denn heute ist auch ein wertvoller Tag, um nüchtern zu bleiben.

    Gruß Hartmut

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    Trocken seit 2007

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