• Hallo,


    Mein Name ist Christan und ich bin 33 Jahre alt. Mir ist in letzter Zeit aufgefallen das ich die letzten Jahre vorallem am Wochenende viel getrunken habe. In letzter Zeit kam noch der Donnerstag dazu. Ich habe also mindestens von Donnerstag bis Sonntag getrunken. Meistens so 10-14 Bier. Ich kann mich auch an die Abende nicht wirklich erinnern. Dann kam der Drang dazu noch an anderen Tagen in der Woche zu trinken. Ich war letzte Woche Dienstag bei meinem Hausarzt und habe mit ihm über das Thema gesprochen. Ich sollte die Hände hoch halten und er hat geguckt ob ich zittere. Das habe ich nicht und er meinte das ich zu den AA gehen soll. Ich habe nun seit letzte Woche Sonntag also seit jetzt 8 Tagen nichts mehr getrunken. Allerdings nur mit der Hilfe meines Mannes. Ich merke aber selbe wie mir im kopf immer Ideen umher schwirren wie ich wieder trinken kann und dabei komme ich auf die verrücktesten Ideen. Noch habe ich keine davon umgesetzt aber ich weiß nicht wie lange ich das schaffe. In meinem Kopf dreht sich gerade alles um Alkohol. Immer wieder kommt mir das Thema in den Kopf…


    Liebe Grüße

    Christian

  • Guten Abend Chris,

    es ist gut, dass Du Dir Gedanken über Dein Trinkverhalten gemacht hast. Dein Hausarzt scheint sich ebenso wenig mit dem Thema auszukennen, wie es meiner damals hat. Mit mal eben "die Hände hoch halten" ist es nicht getan.

    Gründlich durchchecken und ein begleiteter Entzug wäre angesagt gewesen.

    Hier tauschen sich Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben.

    Siehst Du Dich als Alkoholiker und findest Dich da wieder?

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hallo Christian

    willkommen in unserer Online-SHG. Sein Trinkverhalten zu überprüfen, um dagegen etwas zu tun, ist schon mal eine gute Sache Wunderlich, die Untersuchung beim Arzt wenn das so war zeigt jetzt nicht gerade, dass der gute Mann viel mit der Sucht zu tun hat

    Aber gut, wie du lesen kannst, hast du dich in einem Alkoholiker-Forum angemeldet, da möchte ich erstmal wissen: siehst du dich als Alkoholiker und was dein Wunsch ist?

    Hier tauschen sich nur bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz anstreben.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo


    Danke für die schnelle Antwort. Ja ich sehe mich da wieder auch wenn es mir noch schwer fällt mich als Alkoholiker zu bezeichnen. Das habe ich eben nicht geschrieben es ist ja auch so das ich alleine trinke oder wenn wir mal Besuch haben heimlich in der Küche oder im Keller das eine oder andere Zwischenbier getrunken habe. Klar man muss dazu sagen ich bin nicht körperlich abhängig aber schon seelisch

  • Da Du bei Tag acht bist, bist Du körperlich aus dem Gröbsten raus. Empfehlen würde ich Dir dennoch mal einen Check zu machen. Damit Du Dein neues Leben mit der Sicherheit starten kannst, dass auch alles bei Dir in Ordnung ist.

    Vor allem ein großer Blutcheck sagt einiges aus.

    Das trinken im Keller, kenne ich auch noch gut. Oder sich irgendwo mal "abseilen". :rolleyes:

    Ich merke aber selbe wie mir im kopf immer Ideen umher schwirren wie ich wieder trinken kann

    Ja, das ist die Suchtstimme. Die habe ich auch erst wahrgenommen, als ich aufgehört habe. Vorher hat sie mich einfach machen lassen.

    Hier gibt es einige Tips, wie Du sie, mit der Zeit, zur Ruhe bringen kannst.

    Hier ist der Link zur Freischaltung für den offenen Bereich:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und ganz kurz etwas dazu schreiben.

    Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hallo Chris,

    du bist jetzt freigeschaltet und kannst dich hier überall austauschen. Schreibe aber bitte die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich. Du erkennst diesen Bereich daran, dass die Namen der User noch in rot erscheinen.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.

    Lieber Gruß Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Herzlich Willkommen auch von mir Chris,

    Ich hab auch nie gezittert und bin trotzdem Alkoholikerin. Sich so zu bezeichnen ist erst mal schwer aber ein wichtiger Schritt.

    Dein Mann scheint dich in der Abstinenz zu unterstützen- das ist schon mal sehr hilfreich. Aber letztendlich machen wir das für uns und tragen die Verantwortung für unsere Nüchternheit selbst. Ein guter Schritt hier her zu kommen!

  • Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe, Christian.

    Im Grunde ist es egal, ob Du körperlich und seelisch oder auch nur seelisch abhängig bist, abhängig ist abhängig.

    Wobei die körperliche Abhängigkeit nach 7-10 Tagen vorüber ist, bleibt die seelische Abhängigkeit den Rest des Lebens erhalten.

    Und aus diesem Grund ist es gut, dass Du in den Austausch mit anderen, trockenen Alkoholikern gehst.

    Hast Du schon unsere Grundbausteine und unseren Notfallkoffer entdeckt? Darin sind viele Informationen und Tipps, die Dich die Anfangszeit, und auch darüber hinaus unterstützen können.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Die Artikel kannst Du anklicken und lesen.

    Für das erste bis zweite Jahr ist es wichtig, dass Du Veranstaltungen meidest, auf denen der Alkohol im Vordergrund steht. Ebenso sollte Dein Haushalt alkoholfrei sein.

    Sehr gut ist, dass Dich Dein Partner unterstützt! Aber die Verantwortung für Deine Abstinenz liegt allein bei Dir.

    Daher ist es gut, dass Du Dich hier austauschen willst. Hier findest Du viel Unterstützung und Fachwissen, jeden Tag und rund um die Uhr. Hier kannst Du immer schreiben und meist ist jemand online, der Dir zeitnah antwortet.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Chris,

    Ich habe nun seit letzte Woche Sonntag also seit jetzt 8 Tagen nichts mehr getrunken.

    Schreib doch mal auf warum Du diesen Entschluß gefasst hat. Das war ja ein Prozess der auch mit innerem Leidensdruck zu tun hat. Du brauchst Dich da nicht zurückhalten, wir haben hier alles schonmal gelesen.

    Wenn Du an das Weitertrinken denkst, sagt Dir die Stimme evtl. auch etwas über kontrolliertes Weniger trinken? Falls ja : Vergiss es. Lass die Erfahrung einfach aus, es funktioniert nicht in der Alkoholkrankheit. Du landest innerhalb kürzester Zeit wieder bei der alten Menge und mehr. Der einzige Weg ist tatsächlich die absolute Abstinenz.

    Glückwunsch zu Deinem Entschluß dem Gift Adieu zu sagen.

    Gruß WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo zusammen,


    Danke das ich mich an euch wenden kann. Ich werde die Beiträge gleich mal lesen.

    Schreib doch mal auf warum Du diesen Entschluß gefasst hat. Das war ja ein Prozess der auch mit innerem Leidensdruck zu tun hat. Du brauchst Dich da nicht zurückhalten, wir haben hier alles schonmal gelesen.

    Wenn Du an das Weitertrinken denkst, sagt Dir die Stimme evtl. auch etwas über kontrolliertes Weniger trinken? Falls ja : Vergiss es. Lass die Erfahrung einfach aus, es funktioniert nicht in der Alkoholkrankheit. Du landest innerhalb kürzester Zeit wieder bei der alten Menge und mehr. Der einzige Weg ist tatsächlich die absolute Abstinenz.

    Es gibt eigentlich mehrere Entschlüsse warum ich aufhören will. Zum einen leide ich seit 12 Jahren an Depressionen. Die habe ich nicht dauerhaft aber Sientauchen immer wieder auf. Vorallek habe ich negative Gedanken an den Tagen nachdem ich getrunken habe. Deswegen habe ich auch wahrscheinlich am nächsten Tag wieder getrunken. Es wurde mir erst besser mit Alkohol aber im laufe des Abends wieder schlimmer und ich habe seltsame emails an Bekannte geschickt oder mich irgendwo angemeldet. Desweiteren ist natürlich auch der Punkt das Sachen die ich gerne gemacht habe wie kochen oder spazieren gehen oder basteln nicht mehr gerne gemacht habe weil die Tage immer kaputt waren. Ich habe gemerkt wie ich nach der Arbeit nur noch auf der Couch lag und mich auf die nächsten Tage mit Alkohol gefreut habe.


    Ich denke nicht an das weiter trinken. Ich kenne meinen Körper und weis auch das es nichts bringt weniger zu trinken. Ich würde immer mehr trinken da ich die Kontrolle sehr schnell wieder verlieren würde


    Liebe Grüße

  • Hallo Chris,

    der Kontrollverlust und das heimliche Trinken sind schon deutliche Anzeichen einer Alkoholsucht. Die Einsicht und der Wille zur Veränderung sind wichtig für dein nüchternes Leben.

    Der nächste Schritt ist ein alkoholfreies Zuhause. Hier kannst du dich zurückziehen und es ist deine sichere Umgebung.

    Nutze die neu gewonnene Zeit für deine Hobbys. Du hast ja schon geschrieben, dass du diese vernachlässigt hast.

    Viele Grüße
    Seeblick

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