Ja ich saß bei meinem Hausarzt und heulte aus Scham , seither keinen Alkohol mehr . Nun Versuch ich das von Tag zu Tag , es ist beängstigend wie stark dieses Thema mich den ganzen Tag beschäftigt , also nicht das ich jetzt was trinken muss sonder allgemein das Thema Alkoholiker
DTH77 - Hallo und Vorstellung
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un Versuch ich das von Tag zu Tag , es ist beängstigend wie stark dieses Thema mich den ganzen Tag beschäftigt , also nicht das ich jetzt was trinken muss sonder allgemein das Thema Alkoholiker
Nein, es ist nicht beängstigend – es ist ein Prozess. Ein Weg, den auch ich selbst durchlaufen durfte.
Lange Zeit drehte sich beim Trinken alles darum, wie ich an den nächsten Schluck komme: organisieren, besorgen, planen. Vieles im Leben wurde plötzlich von der Frage geprägt, wo und mit wem getrunken wird.
Und ganz ehrlich – ich behaupte mal: Jeder, der ein problematisches Trinkverhalten entwickelt hat, kennt genau diese Gedanken. Das ist nichts, was einfach so nebenbei passiert. Es nimmt Raum. Viel Raum.
Der Alkoholismus bleibt auch beim Trockenbleiben ein Thema, und man muss erst einmal für sich selbst klarstellen, dass es keine Schwäche war, die einen in die Sucht geführt hat, sondern eine Stärke, diese zu erkennen und sich davon zu befreien.
Es wird schon.
Weiter machen, 24 Stunden denken, und wenn du dir sukzessive ein alkoholfreies Umfeld schaffst und dich darin zurechtfindest, wird es auch zur Routine, die sich dann positiv auf die Gedanken im Kopf auswirkt.
Wenn jedoch Zweifel herrschen, ob man das Richtige getan hat, oder tief im Inneren etwas sagt: "Ich war eventuell nicht soweit," dann wird es immer schwierig bleiben.
Aus der Notwendigkeit heraus handeln und aus Überzeugung trocken bleiben.
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Also Geduld haben und warten das es mit derzeit besser wird , es ist auch definitiv schon besser geworden , ich stehe früh nun nicht mehr auf nur um ein Glas Wein zu trinken um den Alltag zu bewältigen sondern ich steh auf trink 2 Kaffee und mache mich dann ans Tagwerk , ok meist um die Zeit kommt dann das Grübeln , Vorallem wenn es draußen regnet und man keine Lust auf irgendwas hat
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es ist beängstigend wie stark dieses Thema mich den ganzen Tag beschäftigt , also nicht das ich jetzt was trinken muss sonder allgemein das Thema Alkoholiker
Das ist doch ganz normal. Ich sehe das als Aufarbeitung und Auseinandersetzung mit meinem Suchtverhalten. Ich war mal an so einem richtigen Schei...punkt. Da hat mir das Forum sehr geholfen. Einfach nur bis morgen denken. Größere Schritte kommen von ganz alleine und vor allem habe ich gelernt die Phasen zu genießen, in denen kein Gedanke an den Alkohol in mir rumgeistert. Und ein bisschen pieken darf und muss es, damit ich nicht nachlässig werde.
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Also Geduld haben und warten das es mit derzeit besser wird , es ist auch definitiv schon besser geworden , ich stehe früh nun nicht mehr auf nur um ein Glas Wein zu trinken um den Alltag zu bewältigen sondern ich steh auf trink 2 Kaffee und mache mich dann ans Tagwerk , ok meist um die Zeit kommt dann das Grübeln , Vorallem wenn es draußen regnet und man keine Lust auf irgendwas hat
hallo DTH77 ,
es wird besser werden, glaube mir
aller anfang ist schwer, dass wird dir auch jeder langzeitalki bestätigen. halte durch und den kopf oben... hangle dich durch schwere zeiten von tag zu tag und plane nicht was nächste woche oder nächsten monat ist. sei egoistisch und mach was dir gut tut. dein kopf braucht zeit um neues zu sortieren und einzuordnen, das verfliegt und du wirst sorgen, probleme etc. anders verarbeiten und merken das ein klarer kopf zu mehr fähig ist.glaub an dich

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Dankeschön etnernal , es motiviert das zu lese n
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es ist beängstigend wie stark dieses Thema mich den ganzen Tag beschäftigt
Ich wage mal zu behaupten, dass du gerade vieles richtig machst.
Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich verstanden hatte, was es bedeutet mit der psychische Abhängigkeit leben zu lernen,
wie die Mechanismen der "Umprogrammierung" wirken. Die Entgiftung ist relativ schnell durch, aber im Gehirn sind Synapsen noch gegenwärtig,
die da nicht hingehören, das Gehirn kann diese umgehen, indem es neue Wege bildet und das braucht Zeit und Geduld.
Meine ersten 9 Monate habe ich mich intensiv damit auseinandergesetzt, in Büchern, in Videos, in Podcast und viel Zeit hier im Forum verbracht.
Und dann kommen die Momente, bei denen ich spüre, dass es bei wieder etwas Klick macht.. Es ist verstanden und wird Teil meiner Haltung.
Ergebnisse dieses Prozesses sind eine "stabile" und später eine "zufriedene" Abstinenz. -
ein ersten 9 Monate habe ich mich intensiv damit auseinandergesetzt
Also du meinst es ist ok sich stark damit auseinander zu setzen und drüber zu lesen , macht mich das nicht noch verrückter und grüblerisch ?
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Also du meinst es ist ok sich stark damit auseinander zu setzen und drüber zu lesen , macht mich das nicht noch verrückter und grüblerisch ?
es ist normal sich damit auseinander zu setzen. diese thematik hat in deinem leben einen grossen raum eingenommen. also ist es für mich folgerichtig, dass eine aufarbeitung stattfindet. gerade am anfang ist es sehr wichtig. wie Nayouk24 schon schrieb dein kopf wird neu kalibriert und das geht nicht von heut auf morgen. wir reden hier auch nicht von einem knochenbruch, der nach 6 wochen als geheilt gilt. mach dich aber nicht verrückt deswegen, alles zu seiner zeit...
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Also du meinst es ist ok sich stark damit auseinander zu setzen und drüber zu lesen , macht mich das nicht noch verrückter und grüblerisch ?
Du wirst dein Quantum finden, welches dir gut tut ohne dich zuüberfordern. Probier es aus.
Es ging am Anfang auch darum, abstrakte Begriffe wie Achtsamkeit, Selbstfürsorge, Trockenarbeit mit inhaltlichem Leben zu füllen. Sie stehen nun mal nicht als Päckchen im Supermarktregal. Ich muss sie mir eröffnen, sie mir erarbeiten und mich immer wieder selbst reflektieren, auch mit Hilfe dieses Forums.
Das Ergebnis ist eine "stabile" Abstinenz, die sich entwickelt hat und irgendwann konnte ich erahnen, wie sich der nächste Schritt, eine "zufriedene" Abstinenz, anfühlen könnte.
Wie gesagt, das ist ein längerer Prozess, begleitet von biochemischen Veränderungen im Gehirn, den ich damit in Gang gesetzt habe und weiterhin unterstütze, auch durch dieses Forum. Manche nennen es Trockenarbeit.mach dich aber nicht verrückt deswegen, alles zu seiner zeit...
Jup

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Heute hatte ich einen Tag bisher der einfach Mist war , ich wollte mit meinem freund den Bodenbelag reparieren und es ging einfach so schwer da ich einen Wasserschaden hsbrvubd mein Freund durch seine Bandscheiben op kaum was machen kann und dann wurde er so nervig und motzig und genervt das ich so einen Drang nach einem Glas Wein bekam , das ist mein Problem das wenn ich angemotzt wird , was nicht funktioniert zur Flasche greife . Ich hasse es wenn er so rum kritisiert . Aber ich blieb stark und trank nichts
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Hallo DTH,
gut, dass du nichts getrunken hast. Was kannst du dir denn gutes tun? Hast du die Möglichkeit, kurz durchzuatmen, spazieren zu gehen, viel Wasser zu trinken oder vielleicht laut Musik zu hören?
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Heute hatte ich einen Tag bisher der einfach Mist war , ich wollte mit meinem freund den Bodenbelag reparieren und es ging einfach so schwer da ich einen Wasserschaden hsbrvubd mein Freund durch seine Bandscheiben op kaum was machen kann und dann wurde er so nervig und motzig und genervt das ich so einen Drang nach einem Glas Wein bekam , das ist mein Problem das wenn ich angemotzt wird , was nicht funktioniert zur Flasche greife . Ich hasse es wenn er so rum kritisiert . Aber ich blieb stark und trank nichts
Hallo DTH77 ,
Beantworte in zukunft solche ausbrüche wir nervig,motzig etc. einfach mit dem passenden gesichtsausdruck
es ist die energie nicht wert wegen sowas zur flasche zu greifen
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DTH77 Erstmal tief durchatmen.
In meinen Notfallkoffer habe ich gleich am Anfang ein paar Atemübungen gepackt. Sie können Wunder bewirken.
Es gibt viele Übungen, ein paar habe ich geübt, damit ich sie im Fall der Fälle auch anwenden kann.
Allein dein Anblick beim Atmen kann deinen Freund schon zum Nachdenken bringen
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Atemübungen sind gut.
Ich habe gelernt meine Reaktion anzupassen und ebenfalls so zu antworten. D.h. ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube, wie man so schön sagt. Immer heraus mit den überlaufenden Emotionen.
Und zusätzlich hilft es, wenn man kurz mal die Situation, den Raum, etc. verlässt und richtig tief durchatmet und sich ablenkt.
Im Notfallkoffer findest Du bestimmt noch einige andere, gute Tipps.
ArtikelDer Notfallkoffer
Craving, starkes Verlangen Alkohol trinken zu müssen, kann jeden Alkoholiker ereilen und da ist es ganz wichtig, für diesen nicht zu unterschätzenden Notfall vorzusorgen. Wie der Apothekenschrank im Haus, so sollte auch ein Hilfsmittel für den aufkommenden Suchtdruck schnell greifbar sein:
Der „Notfallkoffer“ für Alkoholiker.
Dazu gehört eine Liste mit Notfallnummer von Menschen, die im Vorfeld informiert wurden, Adresse und Ansprechpartner der realen Selbsthilfegruppe bzw. eure Login-Daten für…Das Forenteam27. August 2021 um 21:40 -
Ich glaube jeder von uns kennt Situationen in denen der Partner, Familie oder andere liebe Menschen einem den letzten Nerv rauben.
Ich sage mir bei solchen Situationen immer: "Das, wäre früher ein guter Grund gewesen um zu trinken". Dabei liegt die Betonung auf "früher". Ich nutze diese Gelegenheiten um mich besser zu fühlen. Nach dem Motto: "Challenge gemeistert, ich bin jetzt stärker und brauche keinen Alk". Ausserdem diskutiert es sich nüchtern besser, besoffen kriegt man seine Argumente ja kaum zusammen und ist am Ende noch Schuld dass es eskaliert.
Also immer die Ruhe bewahren und die Gegenseite sich auslabern lassen.
Wenn aber meine bessere Hälfte auf Krawall gebürstet ist, geb ich auch gerne sehr hart Contra. Ich bin schliesslich nicht schlechter als Andere, das soll auch ruhig jeder wissen. Ich bin es wert und verdiene Respekt, schläge unter die Gürtellinie haben immer Konsequenzen.
Das ist einer der besten Aspekte des nüchternen Lebens: Ich habe meinen Wert wiedererkannt, Respektlosigkeit wird nicht toleriert.
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Paul das ist sehr gut geschrieben und muss ich auch so umsetzen
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Hallo , schreibt man eigentlich immer unter seiner Vorstellung weiter oder muss man neuen Beitrag erstellen.?
Bei mir ist es gerade so , dass nach anfänglicher Euphorie , endlich keinen alk zu brauchen die langweile und Frust kommt, nun war ich schon spazieren, hab Holz gestapelt und bin immer noch innerlich so unzufrieden. Es fehlt auch der Antrieb , da ich ja zuvor getrunken habe um angeblich besser in Gang zu kommen um mehr zu schaffen , fehlt nun völlig der Elan. Wetter ist auch nicht toll , Forum hab ich nun auch fürs erste viel gelesen und nun steh ich da ……
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Hallo , schreibt man eigentlich immer unter seiner Vorstellung weiter oder muss man neuen Beitrag erstellen.?
Immer hier weiter schreiben. Wenn du deine Überschrift geändert haben möchtest, sag Bescheid.
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Kann mir wer sagen wie das mit einer langzeittherapie ist? Ist da ein unterschied zu shg, oder hat man einen Therapeuten den man regelmäßig besucht ?Oder ist das in einer Klinik ?
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