Roser - Ich brauche Rat von anderen

  • Hallo zusammen, ich habe mich gerade neu registriert, weil ich Hilfe suche und Austausch.

    Ich bin 34 Jahre und Mutter einer Tochter.

    Mein Freund ist 35 Jahre und trinkt sehr gerne und vorallem oft. Er hat mich in der Vergangenheit oft wegen Alkohol angelogen. Zum Beispiel meinte er, er ist für uns lange arbeiten und am Ende war er mit Freunden feiern. Diesen Kumpel von ihm mag ich seit dem nicht mehr so, weil er mich immer wieder angelogen hat um mit ihm zu trinken.

    Wir wollten uns trennen. Mein ehemaliger Stiefvater der an Leberzirrhose verstorben ist vor 10 Jahren, war Alkoholiker. Ich habe wegen der gewalt nun eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung, weshalb ich alle 4 Wochen in therapeutischer Behandlung bin.


    Zurück zum eigentlichen Thema:

    Mein Freund wollte eine Therapie machen, die hat er 5 mal besucht, dann nahm der Konsum ab und er stellte sogar auf alkoholfreies 0,0 Bier um.

    Wegen einer beruflichen Weiterbildung und großer Renovierung im Haus, habe er keine Zeit mehr jede Woche zur Therapie zu gehen und seit dem trinkt er wieder täglich mindestens 2 Bier.


    Mich stört das, ich habe ihm schon getroht zu gehen und er kommt wieder mit ja hast recht, ich achte darauf, wird sich ändern….

  • Hups da hat es die Hälfte verschluckt; er wird sich nicht ändern, willst du wirklich Kraft und Zeit in jemanden investieren der dir mit gut tut?


    Du hast selbst mit dir zu tun, das ist wichtiger als jemand der typische Hinhalten Taktik fährt ohne wirkliche was Ändern zu wollen und lieber Besänftigung und Ausreden vorschiebt.


    Barthell

    Train to survive

    survive to train

  • Hallo Roser!

    Herzlich willkommen hier im Forum! Ich bin auch eine Angehörige, mein Mann hat getrunken.

    Was du über deinen Freund berichtest hört sich nicht gut an. Wenn du dich hier austauschen möchte sollte es hauptsächlich um dich gehen. Deinem Freund kannst du nicht helfen wenn er nicht aufhören möchte zu trinken.

    Wenn du dich hier mit anderen Betroffenen austauschen möchtest klicke bitte auf folgenden Link:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Ich werde dich dann für das Forum freischalten.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • hallo Roser,

    du bist hier noch im Vorstellungsbereich, der richtige Austausch beginnt dann im offenen Bereich.

    Klicke dazu auf den Link, den dir Marie gegben hat, und schreib einen kurzen Satz dazu, und wir schalten dich dann frei.


    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Hallo Roser!

    Du bist noch im Vorstellungsbereich, wenn du möchtest kann ich dich verschieben daß du mit allen anderen Mitgliedern austauschen kannst.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Marie04 29. Juli 2025 um 22:33

    Hat den Titel des Themas von „Ich brauche Rat von anderen“ zu „Roser - Ich brauche Rat von anderen“ geändert.
  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Roser .

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Wir waren „Kurzurlaub“ machen und er hat für paar Stunden nichts getrunken. Da hatte ich seit langem das Gefühl, den Menschen vor mir zu haben und nicht den ekligen Menschen der er nur von Bier wird.

    Ich schreibe bewusst eklig, weil der Geruch den er dann ausdünnstet, mich anekelt. So sehr, dass ich keine Nähe mehr ertragen kann. Ich glaube er weiß das auch aber es scheint ihm egal geworden zu sein.

    Manchmal wünsche ich mich wo anders hin. Soll das alles gewesen sein? Will ich den Rest meines Lebens mich mit Versprechungen, die er nicht halten kann und will, hinhalten lassen?

    Ich habe als Kind so für mich gekämpft und dafür eingestanden, so wenig Umgang wie möglich mit Alkoholikern (nassen) zu haben und das war jetzt alles umsonst, denn jetzt bin ich genau da, wo ich nie wieder sein wollte.

  • Hallo Roser,

    Ich schreibe bewusst eklig, weil der Geruch den er dann ausdünnstet, mich anekelt. So sehr, dass ich keine Nähe mehr ertragen kann. Ich glaube er weiß das auch aber es scheint ihm egal geworden zu sein.

    Das kenne ich auch, diesen Ekel. Vor den Ausdünstungen, später dann vor dem Menschen, der er war. Der mich erst beschimpft hat im Suff und anschließend sollte ich " lieb sein".

    Ob es deinem Partner egal ist, weiß ich nicht. Aber er ist süchtig und hat keine Kontrolle, die Sucht bestimmt ihn.

    Manchmal wünsche ich mich wo anders hin. Soll das alles gewesen sein? Will ich den Rest meines Lebens mich mit Versprechungen, die er nicht halten kann und will, hinhalten lassen?

    Tja, das ist eben die Frage aller Fragen. Du bist noch jung. Und er wird immer mehr vom Alkohol zerstört werden. Solange er das nicht stoppen kann. Der Alkohol wird alles verändern und zwar nicht zum Positiven. Und du wirst auch davon betroffen sein und vor allem dein Kind.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Manchmal wünsche ich mich wo anders hin.

    Hallo Roser,

    und ich wünsche dir, daß du hier hier in der Gruppe das Handwerkszeug erarbeiten kannst, um dir Schritt für Schritt diesen Wunsch zu erfüllen.

    Viele liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Roser,

    all das was du schreibst, könnte fast eins zu eins von mir stammen.

    Wir waren „Kurzurlaub“ machen und er hat für paar Stunden nichts getrunken. Da hatte ich seit langem das Gefühl, den Menschen vor mir zu haben und nicht den ekligen Menschen der er nur von Bier wird.

    Du hast es vielleicht als tolle Geste aufgenommen und siehst ein "Auf", also kommt man ins wanken und verharrt länger so. Nur eigentlich sollte das die Normalität sein. Ein paar Stunden nichts trinken gibt uns ein "auf", verrückt oder?

    Ich schreibe bewusst eklig, weil der Geruch den er dann ausdünnstet, mich anekelt. So sehr, dass ich keine Nähe mehr ertragen kann.

    Ich glaube er weiß das auch aber es scheint ihm egal geworden zu sein.

    Auch das kenne ich und manchmal konnte ich sogar Gespräche späte darüber führen. Meinem Partner ist es bewusst, aber die Sucht ist stärker.

    Wegen einer beruflichen Weiterbildung und großer Renovierung im Haus, habe er keine Zeit mehr jede Woche zur Therapie zu gehen und seit dem trinkt er wieder täglich mindestens 2 Bier.

    Mich stört das, ich habe ihm schon getroht zu gehen und er kommt wieder mit ja hast recht, ich achte darauf, wird sich ändern….

    Also macht er das gleiche wie immer und du auch. Heißt: Ihr dreht euch im Kreis und nichts ändert sich. Man arrangiert sich mit den Gegebenheiten. So war es bisher jedenfalls.

    ABER: Dadurch, dass du hier bist, versuchst du ja gerade das zu ändern und zu hinterfragen. Also machst du schon was anders und neu. Das ist super :) Jemand hier hat mal geschrieben, dass man vom Denken irgendwann ins Handeln kommt. Also bist du einen wichtigen Schritt weiter als vorher.

    Ich habe als Kind so für mich gekämpft und dafür eingestanden, so wenig Umgang wie möglich mit Alkoholikern (nassen) zu haben und das war jetzt alles umsonst, denn jetzt bin ich genau da, wo ich nie wieder sein wollte.

    Auch das kommt mir bekannt vor. Ich denke auch gerne mal negativ, aber dann kommt meine rationale Seite durch. Nichts ist umsonst. Du bist hier und versuchst für dich und dein Kind da raus zu kommen.

    Daher: Was tut ihr zwei euch gutes? Wie kommt ihr aus dem schlimmen Alltag mal raus? Denn das ist auch wichtig auf dich und dein Kind zu schauen und was ihr benötigt. Er hat gerade auch nur sich und die Sucht im Vordergrund.

    Ich hoffe nichts hiervon klang zu hart. Ich bin an einem ähnlichen Punkt und versuche mich und meinen Umgang dazu zu ändern.

    Eine Therapeutin hatte mir mal was spannendes gesagt. Die meisten Familien sind wie ein Kronleuchter der schief hängt. Fängt einer an sich wieder in eine andere Richtung zu bewegen und gerade zu werden, muss das Gegenstück reagieren.

    Liebe Grüße Pingu :)

  • Also macht er das gleiche wie immer und du auch. Heißt: Ihr dreht euch im Kreis und nichts ändert sich. Man arrangiert sich mit den Gegebenheiten. So war es bisher jedenfalls.


    Ja genau so habe ich ihm das vor paar Tagen gesagt.
    „Es ist immer das selbe“ es wiederholt sich alles“

    Er meinte, er trinkt unter der Woche nicht mehr. Nur noch am Wochenende.

    Jetzt sieht ein Samstagabend zum Beispiel so aus, das Freunde von ihm kommen und alle bis 2 Uhr draußen sitzen und Bier trinken.
    Für mich ist dann der Abend gelaufen. Ich würde lieber gemütlich auf dem Sofa sitzen wollen, vielleicht ein Brettspiel und sich ohne Bier unterhalten.
    Wie…“normale Menschen“

    Heute zum Beispiel, wollten wir nur für uns grillen. Wurde nichts draus, kamen unerwartet seine Freunde.

  • Was tut ihr zwei euch gutes? Wie kommt ihr aus dem schlimmen Alltag mal raus? Denn das ist auch wichtig auf dich und dein Kind zu schauen und was ihr benötigt. Er hat gerade auch nur sich und die Sucht im Vordergrund.

    Ich habe mir schon lange nichts mehr gutes getan. Bin oft mental zu erschöpft, weil ich an alles denken muss.An seine Sachen mit…

    Und körperlich erschöpft, weil ich nur noch am aufräumen und putzen bin.
    Was langsam glaube auch nicht mehr so gesund ist. Ich merke wie ich unruhig werde, wenn das Chaos ausbricht. Vielleicht wegen dem Chaos und der fehlenden Struktur in der Beziehung…?:/

  • Hallo Roser,

    willkommen. Es tut mir leid, dass du so leben musst. Aber „musst“ du das wirklich?

    Was hindert dich dran zu gehen wenn es dich stört und er nix ändern will?

    Das Kind und das ich finanziell abhängig bin und Wohnung

    Wegen deinem Kind solltest du gehen und nicht bleiben.

    Ich habe als Kind so für mich gekämpft und dafür eingestanden, so wenig Umgang wie möglich mit Alkoholikern (nassen) zu haben

    Und jetzt machst du das noch einmal, aber nicht nur für dich, sondern auch für dein Kind.

    Bitte verharre nicht in deiner Situation. Wir leben in einem Sozialstaat, da darfst du die Hilfe annehmen, die bereit gestellt wird. Niemand muss hier finanziell abhängig sein von seinem Partner. Mach dich bitte schlau. Vielleicht kannst du etwas arbeiten. Ansonsten bekommst du Kindergeld, Bürgergeld und Unterhalt. Keiner sagt, dass es einfach werden wird, aber fang an!

    Ich habe z.B. wieder mehr gearbeitet, die Krankenkassen der Kinder auf mich umgeschrieben, Geld beiseite getan, damit ich im Notfall etwas habe, ein Gespräch mit meinem Vermieter geführt und mich anwaltlich beraten lassen. Du wirst erstaunt sein, wie dein Leben anders aussehen kann.

    Bäum dich auf! Kämpfe! Bereite dich vor! Du hast nur dieses eine Leben. Und jeder Tag vergeht aufs neue und kommt nicht wieder.

    Und ganz wichtig. Reibe dich nicht auf für ihn. Du wirst dich daran zugrunde richten. Lass ihn seine Dinge selbst regeln. Fang an nur für dich und dein Kind zu leben. Treff dich mit Freundinnen und habe Spaß, wenn er meint saufend im Garten sitzen zu müssen. Leb nicht mehr sein Leben, sondern deins.

    Ich schicke dir viel Kraft!

  • Niemand muss hier finanziell abhängig sein von seinem Partner.

    Ich weiß, was du meinst. Es ist trotzdem kompliziert.
    Er ist bei mir in der Bedarfsgemeintschaft und ich habe dadurch nur die Kindergeld und so.
    Wenn sein Konto leer ist, geht er an meins und wir müssen damit zurecht kommen, wir müssen ja auch etwas essen und so.

    Er sagt immer, er zahlt ja alles andere von seinem Konto. Rechnungen, monatliche Fixkosten zum Beispiel

  • Er ist bei mir in der Bedarfsgemeintschaft und ich habe dadurch nur die Kindergeld und so.

    Roser geh bitte zum Amt und schildere deine Situation.
    Im Falle einer Trennung löst sich die Bedarfsgemeinschaft auf und jeder muss für sich neue Anträge stellen. Du hast am Ende wahrscheinlich mehr Geld für euch, als jetzt mit seiner Sauferei.
    Der Weg zum Amt kann unangenehm sein, aber es ist es wert. Ich wohne in einem kleinen Ort und musste dem Bankmitarbeiter erklären, dass ich einen Teil unseres Geldes und das unserer Kinder vor meinem Mann in Sicherheit bringen muss. Das war höchst unangenehm. Begegnet wurde mir jedoch mit ganz viel Hilfe, Verständnis und Mitgefühl.

    Trau dich!

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