Chapa - Hallo

  • Hi Chapa,

    ich erlebe das auch, dass sich die Beziehung verändert. Alkohol ist ein so entscheidender Faktor in Partnerschaften ... Wenn er wegfällt, steht man vor einer völlig neuen Situation. Bei uns ist es auch so, dass wir beide gleichzeitig abstinent geworden sind.

    Ich weiß, dass meine Partnerschaft es wert ist, sie bis an mein Lebensende zu leben, und deswegen warte ich nicht darauf, dass irgend etwas passiert, sondern ich bemühe mich aktiv darum, neue Gemeinsamkeiten zu finden. Das klappt mal mehr, mal weniger gut, manchmal sind wir beide auch zu müde oder zu träge für irgendwas, aber ich lasse da nicht locker. Ich mag das Wort eigentlich nicht, aber hier passt es für mich: Ohne 'Beziehungsarbeit', das Entwickeln von neuen Gewohnheiten zu zweit, laufen wir ins Leere, und das wäre jammerschade.

    Alles Liebe

    Mattie

  • Hallo Chapa, bei mir ist es auch noch ähnlich, zwar nicht so wie bei dir. Aber unsere Beziehung ist auch noch im Wartungsmodus.

    Das braucht natürlich Zeit, ihr habt wahrscheinlich jahrelang nebeneinander hergelebt und das stärkste Bindeglied war halt der Alkohol, das kann auch wieder anderst werden, du musst geduldig sein. Meine Frau und ich haben uns auch in unseren wilden Zeiten kennengelernt damit hat das glaube ich nichts zu tun.

    :) das wird sich ja wahrscheinlich ändern, aber es gibt ja offensichtlich eher redebedarf bei euch, ich meine das ihr wieder zusammen finden müsst oder herausfinden müsst ob ihr noch zusammen passt.

    LG R/no

    Hallo R/no,

    danke für deine Nachricht. Das mit dem Sex vergleiche ich mit Dingen die ich vorher auch nur mit Alkohol gemacht habe und jetzt völlig neu sind ohne Alkohol. Gerade im kreativen Bereich lerne ich langsam wieder mit all den Gefühlen umzugehen bzw. sie da sein zu lassen. Es ist ja nicht so, dass ich es nüchtern nicht kenne, jedoch in dieser Partnerschaft seit 17 Jahren nie ohne, auch wenn es zu anfangs noch nicht viel war. Mir fehlt auch völlig das Bedürfnis momentan dazu. So etwas braucht denke ich auch Zeit. Wie du schon sagst, es ist redebedarf da.

    Lg Chapa

  • Hi Chapa,

    ich erlebe das auch, dass sich die Beziehung verändert. Alkohol ist ein so entscheidender Faktor in Partnerschaften ... Wenn er wegfällt, steht man vor einer völlig neuen Situation. Bei uns ist es auch so, dass wir beide gleichzeitig abstinent geworden sind.

    Ich weiß, dass meine Partnerschaft es wert ist, sie bis an mein Lebensende zu leben, und deswegen warte ich nicht darauf, dass irgend etwas passiert, sondern ich bemühe mich aktiv darum, neue Gemeinsamkeiten zu finden. Das klappt mal mehr, mal weniger gut, manchmal sind wir beide auch zu müde oder zu träge für irgendwas, aber ich lasse da nicht locker. Ich mag das Wort eigentlich nicht, aber hier passt es für mich: Ohne 'Beziehungsarbeit', das Entwickeln von neuen Gewohnheiten zu zweit, laufen wir ins Leere, und das wäre jammerschade.

    Alles Liebe

    Mattie

    Hallo Mattie,

    danke für deine Nachricht. Das ist wohl wahr, es ist eine völlig neue Situation. Deine Einstellung finde ich gut. Neue Gewohnheiten haben wir auch schon integriert und das funktioniert wunderbar. Ich werde jedenfalls berichten :). Lg Chapa

  • Meine Frau hatte mich auch schon mal kurz nach der Entgiftung gefragt, was denn wäre, wenn sie den neuen, trockenen Stromer gar nicht mehr mag. Sie kannte mich nur trinkend. Ich sagte darauf: dann ist das eben so.

    Natürlich verändert sich ganz viel im Laufe des Trocknungsprozess. Das muss nicht nur sympathischer machen.

    Egal was ich mache, eins gilt immer: meine Trockenheit steht an allererster Stelle. Immer. Komme was wolle. Denn fange ich wieder an zu trinken, verliere ich alles, vielleicht auch mein Leben.

    Meine Frau mag mich aber weiterhin :) Ich stelle weiterhin Veränderungen an mir fest. Die Basis stimmt aber weiterhin in unserer Beziehung die bei uns nie aus Alkohol bestand.

  • An manchen Tagen fühle ich morgens verkatert, als wenn ich getrunken hätte. Nach dem Kaffee geht es dann wieder.

    Kaffee macht abhängig, genauso wie Zucker. Gibt es interessante Reportagen. Deswegen fühlt man sich morgens so schlecht als Kaffeetrinker. Ist echt verrückt. Wenn man aufhört hat man erstmal einen Entzug der bis zu 2 Wochen dauern kann. Spreche aus Erfahrung.

    Heute trinke ich nicht

  • Kaffee macht abhängig, genauso wie Zucker. Gibt es interessante Reportagen. Deswegen fühlt man sich morgens so schlecht als Kaffeetrinker. Ist echt verrückt. Wenn man aufhört hat man erstmal einen Entzug der bis zu 2 Wochen dauern kann. Spreche aus Erfahrung.

    Oh oh. Ohne Kaffee läuft bei mir morgens auch nichts. Zu Beginn meiner Abstinenz habe ich auf jeden Fall viel zu viel Kaffee getrunken. Da konnten es bis zu 7 Tassen über den Tag verteilt werden. Inzwischen sind es noch ca. 4 Tassen über den Tag. Aber den Kaffee komplett streichen geht nicht. Morgens muss der aus der Maschine und muss getrunken werden. Sucht?!

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

  • Oh oh. Ohne Kaffee läuft bei mir morgens auch nichts. Zu Beginn meiner Abstinenz habe ich auf jeden Fall viel zu viel Kaffee getrunken. Da konnten es bis zu 7 Tassen über den Tag verteilt werden. Inzwischen sind es noch ca. 4 Tassen über den Tag. Aber den Kaffee komplett streichen geht nicht. Morgens muss der aus der Maschine und muss getrunken werden. Sucht?!

    Hallo Bibitor,

    also meinen Kaffee brauche ich morgens und ja, seit meiner Abstinenz ist mein Konsum auch gestiegen. Wird aber auch schon wieder weniger. Ich glaube auch an die Kaffesucht, als ich in der Toskana war, gab es morgens nur Cappuccino und den trinke ich nicht. Ich war so mies gelaunt und siehe da, nach einer Woche habe ich damals den Konsum nicht mehr benötigt. Dafür jetzt um so mehr^^. Ich sehe Kaffee jedoch nicht als schädigend. Da sehe ich bei zuviel Zucker anders.

    Einen schönen Tag und liebe Grüße Chapa

  • Zu meiner Trinkzeit hatte ich auch jede Menge Kaffee getrunken. Auf der Arbeit haben wir eine richtig gute Kaffeemaschine die ganz leckeren Kaffee produziert. Den habe ich literweise getrunken.

    Seit ich trocken bin, habe ich auch keinen Kaffee mehr getrunken. Ich habe mir bewußt gar keine Gedanken darüber gemacht. Ich hatte so viel in meinem Leben verändert, ich habe angefangen Tee zu trinken und zwar so richtig leckeren Tee den man lose kauft, im Sieb aufgebrüht und dann braunen Kandis dazu oder Honig. So etwas zelebrieren ich richtig. :)

    :/ Irgendwie ist da der Kaffee aus meinem neuen Leben rausgeflogen.

  • War Zuckerabhängig. Auch eine Droge. Langsam runterdosiert. Jetzt alle 2 Wochen 1 mal naschen. 3Kg abgenommen ohne Sport. Hatte erste Tage Entzugserscheinungen. Erschöpft, gereizt, schlechte Laune.

    Hallo Abstinenzler, seit ich aufgehört habe zu trinken, giere ich manchmal regelrecht nach süßem Zeugs. Bewusst stopfe ich es mir nicht mehr rein. Diese Woche konnte ich allerdings dem Duplo Riegel nicht widerstehen und es war lecker :). Am Gewicht merke ich deutlich die Verbesserung. Der Wein hatte auch genug Zucker. Ich habe mal gelesen, eine Flasche Wein entspricht einer Tafel Schokolade...ne gute Alternative sind momentan Clementinen für mich.

    Lg Chapa

  • Zu meiner Trinkzeit hatte ich auch jede Menge Kaffee getrunken. Auf der Arbeit haben wir eine richtig gute Kaffeemaschine die ganz leckeren Kaffee produziert. Den habe ich literweise getrunken.

    Seit ich trocken bin, habe ich auch keinen Kaffee mehr getrunken. Ich habe mir bewußt gar keine Gedanken darüber gemacht. Ich hatte so viel in meinem Leben verändert, ich habe angefangen Tee zu trinken und zwar so richtig leckeren Tee den man lose kauft, im Sieb aufgebrüht und dann braunen Kandis dazu oder Honig. So etwas zelebrieren ich richtig. :)

    :/ Irgendwie ist da der Kaffee aus meinem neuen Leben rausgeflogen.

    Hallo Stromer,

    das mit dem Tee finde ich richtig klasse. Für Abends habe ich mir auch richtig guten Tee gekauft, den ich genießen kann. Ein schönes Ritual :)

  • So paar Gedanken....

    wie die Zeit vergeht, einige Wochen schon ohne Alkohol. Die Wochenenden sind ganz anders und entspannt. Nicht desto trotz schleichen sich heimlich Gedanken ein. Die letzten Tagen wurde mir das bewusst. Bei uns ist momentan kaum Sonne und es ist früh dunkel, dementsprechend bin ich lustlos und müde (liegt bestimmt nicht nur am Wetter). Vorher hätte ich mir etwas eingeflößt um mich zu puschen, damit ich funktioniere und ich diese Müdigkeit nicht spüre. Ich darf wieder lernen, es so zu akzeptieren wie es ist, mich zu akzeptieren.

    Ich denke auch gerade an meine Hobbys und ich habe Einige. Leider hat der Tag nur 24 Stunden und ich kann nicht alles angehen, obwohl ich es gerne würde. Wenn ich meinen Dingen nachgehe, fühle ich mich schlecht weil zu Hause dann wieder viel liegen bleibt. Kümmere ich mich um zu Hause, dann fühle ich mich schlecht, weil ich meinen Hobbys nicht nachgehe. Darin habe ich noch kein gesundes Maß für mich gefunden. Dadurch bin ich jetzt Dauermüde, vom Denken was ich jetzt machen soll^^. Muss jetzt gerade über mich selbst lachen. Am liebsten würde ich alles auf einmal machen, rund um die Uhr. Ich habe die Befürchtung, das ich bei allem was ich tue, total die Zeit im Auge habe und ja, das stresst. Selbst am Wochenende wenn wir wandern gehen. Ich genieße das wirklich, gleichzeitig denke ich an Dinge, die ich noch machen will und rechne schon die Zeit aus ob es noch passt.

    Kurios ist, als ich getrunken habe, hat nichts von all dem funktioniert und da war es mir ja auch egal, hauptsache die Flasche ist da.

    Da ich heute um 19 Uhr schon geschlafen habe, bin ich natürlich jetzt wieder fit. Nicht desto trotz versuche ich jetzt wieder zu schlafen.

    LG Chapa

  • Guten Morgen Chapa,

    über Deinen Spruch "Dauermüde vom Denken" musste ich gerade auch lachen. :)

    Zu Beginn meiner Abstinenz ging es mir auch so. Und ich wusste auch nicht gleich, mit meiner neu gewonnenen Zeit etwas anzufangen. Mir fiel aber mit der Zeit auf, dass ich trinkend immer alles auf einmal erledigen wollte. Das hat ja überhaupt nicht funktioniert. Nun habe ich so viel Zeit dazu gewonnen, dass ich alles nach und nach erledigen kann. Der Haushalt rennt auf jeden Fall nicht weg. Es werden auch keine Heinzelmännchen kommen und sich darum kümmern. Deshalb lass Dir einfach Zeit.

    Kümmere Dich um Dich und pick Dir Sachen raus, die Dir Spaß machen. Ich kann inzwischen beim Stricken oder bei Kreuzworträtseln die komplette Ruhe finden. Da ist um mich rum alles andere ausgeblendet. Trinkend war mir das überhaupt nicht möglich. Da war ich durch alles abgelenkt. Stellenweise fühle ich mich wie in Trance wenn ich etwas in Angriff nehme.

    Ich hoffe das dieser Zustand die Normalität widerspiegelt. Denn wie sich Normalität anfühlt, hatte ich total vergessen.

    Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute.

    LG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

  • Hallo Bibi,

    oh ja, ich war während des Trinkens auch immer Superwoman. Alles auf einmal erledigt, naja jedenfalls dachte ich das zumindest :D. Überall gleichzeitig und doch nirgends.

    Lg Chapa

  • Guten Morgen, wenn man es so nennen kann. Ich bin spät aufgestanden.

    Mir geht es soweit gut. Hatte vor einer Woche eine ziemlich brenzlige Situation. Wir waren wandern, weit und breit kein Mensch und keine Gastro, nichts. Aber was begnetet uns, ein Holzhäuschen mit Selbstbedienung und ratet mal mit was das gefüllt war? Mit etlichen Flaschen Bier vom Feinsten. Auf einem Berg mit himmlischer Aussicht und Sitzgelegenheit, idyllisch. Für mich war klar, nein. Erst später habe ich realisiert was ich sonst früher gemacht hätte. Mit Sicherheit paar Flaschen getrunken, gleich noch Nachschub eingepackt und heim gefahren. Am Abend war ich natürlich froh und dankbar es nicht getan zu haben. Es hat mich auch nicht wirklich angelacht, meine Entscheidung ist felsenfest.

    Nur dann gestern, ein Post von einer Bekannten. Im Urlaub und schreibt, saufen mit den Dorfbewohnern. Ein recht harmloser Satz, vermeintlich. In meinem Kopf dann Bilder, wie gut die es jetzt haben und schön ausgemalt und bla bla bla. Das ging schleichend den ganzen Tag gestern so bei mir. Und gestern Abend kam so ein Saufdruck auf und ich war sauer nicht trinken zu dürfen. Ich habe mich dann unter Kontrolle bekommen bzw. mein Suchthirn. Ich bin natürlich heute Morgen froh, das ich nüchtern schlafen gegangen bin. Also das ist schon Wahnsinn mit der Sucht. Da ist echt Vorsicht geboten. Vor allem postet sie ja öfter Bilder mit Getränken auf dem Tisch, die hatten mich auch nicht angesprochen, jedoch dieser Post von gestern.

    Obwohl der klare Verstand weiß, ich trinke nichts und sich dessen Folgen bewusst ist, brennt die Sicherung manchmal durch. Hätte ich nicht gedacht.

    Bis dann, lg Chapa

  • Du hast erkannt, wer dich da manipulieren will, die Sucht in Form deines Suchthirns, und selbst danach hat es nicht locker gelassen und wollte dich weich kochen.
    Du hast eine wertvolle Erfahrung gemacht und diese kann dich weiter stabilisieren.
    Gerade am Anfang ist die Gefahr gross. Mit der Zeit habe ich gelernt, den Unterschied zu erkennen. Das war ein wichtiger Schritt für mich.
    Das Suchthirn hat viele Gesichter, eines kennst du jetzt. Sei auf der Hut, denn das Suchthirn sammelt auch Erfahrungen, Erfahrungen mit dir.

    -------------------------------------------------------
          - abstinent seit 6.01.2024 -

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!