Du wendest Dich ja stets gegen das "Psychologisieren",
Nein, das mache ich nicht. Jedenfalls nicht in einem Schwarz-Weiß-Denken. So einfach ist das nicht, es ist deutlich differenzierter. Psychologie war schon immer ein Bestandteil, das stelle ich gar nicht infrage.
Was ich kritisiere, ist das inflationäre Psychologisieren von allem und jedem. Damit werden eigene Gedankengänge entwertet, Selbstständigkeit untergraben und Alkoholiker schnell in eine Schublade geschoben. Nach dem Motto: Ohne psychologische Betreuung geht es angeblich nicht. Das ist etwas völlig anderes als pauschal „gegen Psychologie“ zu sein.
Es fängt ja oft schon beim Arzt an. Da wird ein jahrhundertealter Katalog hervorgeholt und im Anschluss fast automatisch eine Langzeittherapie übergestülpt, ohne zu schauen, wer da eigentlich sitzt und was wirklich gebraucht wird.
Also bitte nicht so hoch hängen
Nein, mache ich nicht, aber ich lasse so etwas auch nicht stehen, schon gar nicht, wenn es nichts zum Thema beiträgt, und das weißt du ja auch. Dafür kennen wir uns schließlich schon eine Ewigkeit.![]()