Fra80 - Unterstützung / Motivation gesucht

  • Hallo Fra,

    Bin auch neu hier im Forum. Lese mich gerade hier so durch. Finde, Du machst das super, auch mit dem Thema „ Ausgehen“ und für Dich zu sorgen.
    Zu meinem Beginn der Abstinenz war die Fußball EM 2024, überall Public Viewing und so… Ich konnte mir nicht mal die Spiele zu Hause im TV ansehen. Hatte mich mit Alkohol in Verbindung gebracht. Wenn mein Mann und Stiefsohn geguckt haben, hab ich mich zurückgezogen, gelesen oder anders kreativ beschäftigt. Bleib weiter so am Ball mit der Abstinenz.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Tabsi Lieben Dank für Deine Worte <3

    Selbstfürsorge ist sehr wichtig und für uns hier umso mehr, weil wir doch die letzten Jahre, Monate oder Wochen nicht gut mit unserem Körper umgegangen sind und die Abstinenz ist für mich gar nicht negativ behaftet mit Verzicht oder "ich darf nicht trinken". Vielmehr ist es ein Geschenk an mich selbst, über dass ich mich täglich aufs neue freue und ich wünsche hier jedem dieses gute Gefühl, durch die Abstinez etwas Gutes und Schönes zu erleben und zu haben.

    Man muss nicht die ganze Treppe sehen, man muss nur die erste Stufe nehmen.

    (trocken seit 21. Januar 2026)

  • Hallo zusammen,

    heute Vormittag hatte ich ein Lungen-CT. Rauchen kann ich einfach nicht sein lassen und jetzt die Diagnose Lungenemphysem und chronische Bronchitis und der Arzt meinte, sofortiger Rauchstopp und in 8 Wochen bin ich dann wahrscheinlich den leidigen Husten wenigstens los...es ist einfach nicht mein Tag heute und eigentlich hätte ich früher bei sowas direkt was getrunken, aber zum Glück ist der Trinkdruck bei problematischen Situationen weg, dafür umso stärker das Fühlen von Gefühlen, in meinem Fall heute die Niedergeschlagenheit... Ich wäre auch gerne der glückliche freie Nichtraucher, aber für heute denke ich, morgen ist auch noch ein Tag. Ich denke an Euch und passt auf Euch auf <3

    Man muss nicht die ganze Treppe sehen, man muss nur die erste Stufe nehmen.

    (trocken seit 21. Januar 2026)

  • Ein sofortiger Rauchstopp ist ohne Zweifel sinnvoll und bei dem Beschwerdebild auch ohne ärztliche Warnung/Weisung angeraten.

    Es gilt jetzt für dich, sehr vorsichtig zu sein, da sich - je nachdem wie intensiv das Nikotinthema für dich war - der Entzug überlagert mit den noch vorhandenen Verlustgefühlen in puncto Alk.

    Also deinen > Notfallkoffer durchgucken und radikal alle Risiken meiden.

    Vielleicht schreibst du hier öfter …


    Wie sich das mit deinem noch vorhandenen Suchtdruck bzw. solchen indifferenten Zuständen verhält, wo irgendwas zu fehlen scheint, kannst du nur selbst einschätzen.

    Bei mir waren im Rückblick die ersten drei Monate am kritischsten/wackeligsten. Danach begann es, fühlbar stabiler zu werden. Mit dem Rauchstopp warte ich noch ab.

  • zum Glück ist der Trinkdruck bei problematischen Situationen weg, dafür umso stärker das Fühlen von Gefühlen, in meinem Fall heute die Niedergeschlagenheit...

    Nimm dieses Gefühl an, es darf sein. Als Raucherin kann ich das Nachempfinden. Das fällt mir unendlich schwerer als mit dem Alkohol aufzuhören.

    morgen ist auch noch ein Tag.

    Der Satz kommt mir sehr bekannt vor, sowohl beim Aufhören mit Trinken als auch bei Tabak.
    Ich bin Dir deshalb keine gute Tippgeberin, umärmel Dich aber mal und schicke Dir ein bisschen Frühlingssonne.
    Ich hab mal gelesen, dass der Nikotinentzug nach 14 Tagen durch ist…

    Ich hatte sogar schon mal überlegt, mit so einem kleinen Inhalator für Salzinhalationslösungen als Alternative aufzuhören… :S bis der Nikotinentzug vorbei ist.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Ich wäre auch gerne der glückliche freie Nichtraucher

    Ich habe es mit Nikotin Pflastern geschafft. Da war ich sogar ne Weile auch in einem Nichtraucherforum.

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    🦋 Heute trinke ich nicht, heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Hallo Fra,

    zum Beginn meiner Alkoholabstinenz waren meine Leberwerte erhöht und es wurde eine beginnende COPD diagnostiziert.

    Ich wusste also, dass ich mich auch um meine Nikotinsucht kümmern muss. Allerdings stand für mich fest, dass ich mit der gleichzeitigen Alkohol- und Nikotinabstinenz überfordert gewesen wäre. Mit Hilfe der Therapeutin bei der Suchtberatung vor Ort habe ich mich also zunächst um meine Alkoholsucht gekümmert und schließlich den Rauchstopp gedanklich vorbereitet. Heute ist mein 20. rauchfreier Tag. Und mein Husten (nicht nur morgens, auch immer stärker abends und nachts) ist so gut wie weg.

    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, es war richtig, mich erst um meine Alkoholabstinenz zu kümmern und mich bei ausreichender Sicherheit mit dem Nikotin auseinanderzusetzen. Die Therapeutin, die auch ausdrücklich in Bezug auf Nikotinabhängigkeit geschult ist, selbst mal geraucht hat, war Gold wert für mich. Die gemeinsame Vorbereitung auf den Rauchstopp war die halbe Miete und sie half mir, den Zeitpunkt festzustellen, wann ich mich dem Nichtrauchen zuwenden konnte.

    LG Kyra

  • Lieben Dank für Eure Worte <3 hab schon mal 2024 fast zwei Wochen nicht geraucht, lagt auch dran, weil ich im Krankenhaus war, und ich war richtig stolz auf mich, nicht rauchen zu müssen, aber ich war zu dumm und hab wieder angefangen. KaDett Nichtraucherforum ist eine gute Idee :thumbup:

    Und ich versuche es jetzt noch mit der Allen Carr Methode, so nach dem Motto "Nicht rauchen ist kein Verzicht, sondern eine Befreiung". Diesen Gedanken will ich verinnerlichen.

    Tabsi zu Deinen Worten "Ich bin Dir deshalb keine gute Tippgeberin". Das kann ich so nicht stehen lassen, Du schreibst ehrlich und machst Hoffnung und der Satz darf wie folgt lauten: "ich bin eine Hoffnungsgeberin"

    Status quo: Alkohol fehlt mir gar nicht, ich bin stolz drauf, abstinent zu sein. Und dann gehe ich jetzt das nächste Projekt an: ich will frei sein vom Glimmstängel.

    Ab morgen Nachmittag mach ich einen Kurzurlaub in einem kleinen Hotel bei mir in der Nähe, da will ich die Auszeit vom Alltag nutzen und den Rauchausstieg ausprobieren. Leckeres Essen, Spaziergänge und frische Luft genießen.


    Kyra Du sprichts mir aus der Seele, ich lese so, als ob es meine eigene bisherige Geschichte ist <3

    Wünsche Euch alles Liebe und einen erholsamen und schönen Wochenausklang und lasst es Euch gut gehen und passt auf Euch auf <3

    Man muss nicht die ganze Treppe sehen, man muss nur die erste Stufe nehmen.

    (trocken seit 21. Januar 2026)

  • Liebe Fra,

    ich habe mit dem Rauchen nicht von heute auf morgen aufgehört. Vielmehr habe ich zunächst 1 Woche lang täglich aufgeschrieben, wann ich rauchte, in welcher Situation ich rauchte, welche Stimmung ich hatte. Daraus konnte ich für mich Rauchmuster erkennen (z.B. direkt nach Mahlzeiten, bei Werbepausen während TV schauen, sog. „Wegezigaretten“, beim Nachhausekommen etc.). Im zweiten Schritt überlegte ich mir alternative Vorgehensweisen (z.B. direkt nach den Mahlzeiten Zahnzwischenräume reinigen, nach dem Frühstück Nägel pflegen mit Creme, Atemübungen, Beschäftigung der Hände mit Handarbeiten, Sport). Ich schrieb auf, welche Nachteile das Rauchen und welche Vorteile das Nichtrauchen hat.
    Im Grunde habe ich mir also wie beim Alkohol einen individuellen Notfallkoffer gepackt.
    Erst dann entschied ich mich bewusst für einen Ausstiegstag. Ich teilte allen diesen Entschluss und den Tag mit, unterstützte mich die erste Zeit durch Nikotinpflaster, bin in einer Online SHG für Raucher, besuche regelmäßig die Suchtberatung und überlege zu Beginn jeder Woche, was ich mir mit dem ersparten Geld zum Ende der nikotinfreien Woche gönnen möchte, womit ich mich also kurzfristig belohnen kann.
    Und ich passe ganz gehörig auf, horche in mich hinein, wie es mir mit Nikotinstopp und Alkoholabstinenz geht.

    Du schreibst, dass du den Rauchausstieg ausprobieren möchtest. Das klingt ja zunächst positiv. Aber ausprobieren heißt doch nur, mal zu testen, und nicht aufzuhören. Das hört sich für mich an, wie wenn ein Alkoholiker sagt „Ich probiere dieses Wochenende mal den Alkoholausstieg aus.“ Das klingt danach, dass du während des Kurzurlaubes, wenn das Rauchverlangen zu groß wird, dir eine Zigarette erlauben möchtest.
    Wenn du jetzt am WE doch rauchst, mache dir kein schlechtes Gewissen. Und rede dir dann nicht ein, dass du es nicht schaffst, vom Nikotin loszukommen.

    Vor allem bitte ich dich aber darum, nichts zu überstürzen. Deine Alkoholabstinenz steht an erster Stelle. Gefährde sie nicht durch den frühen gleichzeitigen Entzug von zwei Suchtmilleln.

    LG Kyra

  • Mein Mann macht mir Vorwürfe und dass ihn das verletzt wenn ich jetzt noch eine rauche... Die Meilensteine zählen gar nichts... Aber er trinkt fröhlich weiter sein Bier...

    Ihr Lieben, dem werde ich es zeigen, und ich bin froh Euch hier alle zu lesen ❤️

    Man muss nicht die ganze Treppe sehen, man muss nur die erste Stufe nehmen.

    (trocken seit 21. Januar 2026)

  • Rauchen, ja das leidige Thema. Ich dachte mir versuchst es mit der E-Zigarette, viele die ich kenne haben damit endgültig das Rauchen aufgehört, ich nicht.. Ich nuckel jetzt schon seit Jahren an der E-Zigarette und komm jetzt davon nicht mehr los, trotz Senkung des Nikotins (teilweise schon auf 0,0) usw, ist eben eine schlechte Angewohnheit, noch. Da ich aber erst seit etwas mehr als zwei Monaten nix mehr trinke ist das Thema derzeit nicht ganz so groß in meiner ToDoListe, eines nach dem anderen, aber auch das werde ich in Angriff nehmen.

    Drücke Dir die Daumen :thumbup:

    Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

  • Freue mich heute auf die kleine Auszeit am Wochenende, mein Mann ist keine Hilfe, er guckt mich an, als ob ich eine Strafgefangene bin... Eine wohlmeinende Umgebung wäre jetzt so wichtig für mich, aber die hab ich zu Hause nicht. Kontrollblicke von meinem Mann wegen dem Rauchen bzw. Nichtrauchen, weil ich es jetzt erstmal sein gelassen habe seit heute früh nach dem Aufstehen. War vorhin kurz auf der Terrasse zum Durchatmen, aber der Blick von ihm so bohrend, ich fühl mich wie ein Objekt, was dauernd beobachtet wird "Na warst eine Rauchen?" ... Und ich denke mir: "Nein, war ich nicht und wie wär es mal mit wohlmeinenden Worten und dass Du stolz auf mich bist, weil ich den Alk nicht brauche und dass ich den Rest auch noch schaffe". Gedanken sind frei ...

    Man muss nicht die ganze Treppe sehen, man muss nur die erste Stufe nehmen.

    (trocken seit 21. Januar 2026)

  • Oh Mann, da würde ich ja die Decke hochgehen. Ich bin ein erwachsener Mensch und trage für mich selbst die Verantwortung. Das würde ich meinem Mann in dem Fall auch klipp und klar so sagen. Ich brauche keinen Aufpasser. Das finde ich echt übergriffig und erniedrigend.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Tabsi Ja so empfinde ich das Verhalten und die Aussagen von meinem Mann auch... übergriffig und erniedrigend. Und nach dem Arztbesuch gestern Abend meinte er zu mir, dass es ihm schlecht gehe, weil ich krank bin und dass ich nicht verstehen würde, dass er sich Sorgen um mich macht... Das ist doch schräg oder? Also ich kann mich noch gut an meine Eltern erinnern, beide leider schon vor Jahren verstorben, die hätten meinem Mann jetzt was anderes gesagt und die waren auch immer so wohlmeinend, so nach dem Motto "eins nach dem anderen". Und ich hab zurzeit keine Kraft mich zu wehren gegen solche Aussagen und solche Verhaltensweisen, die mein Mann an den Tag legt...er versteht nicht, dass er es durch seine Aussagen nur schwerer für mich macht. Und Tabsi Recht hast Du, ich bin auch ein erwachsener Mensch, 45 Jahre alt und hab schon viel erreicht und gemacht im Leben, aber mein Mann schafft es innerhalb kurzer Zeit, dass ich mich wie ein unmündiges, dummes Kinde fühle

    Man muss nicht die ganze Treppe sehen, man muss nur die erste Stufe nehmen.

    (trocken seit 21. Januar 2026)

  • Pass auf Dich auf, ich kenne das von meinem Ex. Ich hab das jahrelang mitgemacht, ausgehalten, nix gesagt. Irgendwann bin ich daran zerbrochen.
    Es gibt immer einen, der macht und einen, der es mit sich machen lässt.
    Den anderen die Schuld geben und zu erwarten, das der andere sich ändert, das funktioniert nicht. Und damit meine ich beide Seiten.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

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