StepByStep - Mehrfach versucht aufzuhören – diesmal will ich es schaffen

  • Hallo zusammen,
    ich bin neu , weiblich, Mitte Fünfzig, hier und habe mich angemeldet, weil mein Alkoholkonsum zu viel geworden ist.

    In der Vergangenheit gab es schon mehrere Versuche aufzuhören – manchmal hat es ein paar Monate funktioniert, manchmal nur kurz. Aktuell fällt es schwer, dauerhaft dranzubleiben.

    Klar ist: So soll es nicht weitergehen, es muss sich etwas ändern. Ich weiss nicht wie ich es diesmal besser angehen kann, weil ich so oft gescheitert bin. Dieses nie wieder macht mir Angst weil es sich wie einen sehr hohen Berg anfühlt, aber es ist wohl die einzige Option.

    Deshalb freue ich mich auf Austausch und Unterstützung.

    Liebe Grüße

    StepByStep

  • Hallo stepbystep, du bist hier in einem Alkoholikerforum, hier tauschen sich nur bekennende Alkoholiker aus, wie sieht das bei dir aus? Alles andere wäre dann wie dein Name schon sagt Step by Step....

    Gruß R/no

  • Hallo Stepbystep,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Wie Du schreibst, hast Du mehrere Trinkpausen gehabt. Wie ist das, siehst Du Dich als Alkoholiker?

    Hier im Forum tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz wollen.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo stepbystep, du bist hier in einem Alkoholikerforum, hier tauschen sich nur bekennende Alkoholiker aus, wie sieht das bei dir aus? Alles andere wäre dann wie dein Name schon sagt Step by Step....

    Gruß R/no

    Hallo R/no, naja wenn man eine Flasche Wein am Tag trinkt, ist man doch Alkoholiker, ja ich bekenne mich dazu. Jedoch fängt ja jede Abstinenz mit dem ersten Schritt an, also Tag für Tag, step by step

  • Hallo Stepbystep,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Wie Du schreibst, hast Du mehrere Trinkpausen gehabt. Wie ist das, siehst Du Dich als Alkoholiker?

    Hier im Forum tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz wollen.

    Hallo Elly,

    ja ich hab mehrere Trinkpausen schon gehabt und dann immer wieder gedacht, ach ich könnt doch mal wieder. Und kann doch nicht mal wieder. Ich war starker Raucher und habe schon seit über 10 Jahren aufgehört. Ich weiss ganz genau, wenn ich nur eine Zigarette anzünden würde, wäre ich wieder drin. Warum geht mir das mit dem Alkohol nicht in den Schädel rein? Und dennoch gebe ich nicht auf. Und ja, ich trinke 1 Flasche Wein am Tag, manchmal auch mehr, also bin ich Alkoholiker.Ich will nicht mehr trinken. Ich strebe eine absolute lebenslange Abstinenz an.

  • Hallo Step,

    herzlich Willkommen auch von mir.

    Aktuell bist du noch im Vorstellungsbereich. Bitte schreibe bis zu deiner Freischaltung fürs Forum ausschließlich hier bei dir im Thema.

    Bevor wir dich freischalten können, ist noch die Frage zu klären, wann du zuletzt getrunken hast.

    Lieber Gruß, LInde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Linde,

    auch dir dankeschön. Ich habe gestern abend das letzte Mal getrunken und mache jetzt einen Neustart. Ich weiss, ich werde mich erst beweisen müssen und es ist verständlich, wenn ihr skeptisch sein sollten.

  • Neustart = kalter Entzug? oder warst du beim Arzt?

    Bitte lies mal hier.

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37

    Nimm deinen Mut zusammen und geh zum Hausarzt. In dem Artikel ist auch ein Link zum Thema 'kalter Entzug'. Wir nehmen das hier sehr ernst, weil Experimente im stillen Kämmerlein tödlich enden können, selbst wenn es wiederholt "gut" gegangen ist.

    Bitte melde dich nach dem Arztbesuch, oder wenn du eine Woche abstinent bist. Bis dahein schreibe wie gesagt nich in anderen Threads. Erst einmal geht es darum, deine ersten Schritte umzusetzen.

    Liebe Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Danke dir. Ich habe mal vor vielen Jahren das mit dem Alkoholkonsum einer Therapeutin erzählt, die ist nicht darauf eingegangen. Vor ein paar Jahren habe ich auch meinen Hausarzt unter Tränen gesagt, ich trinke zu viel. Er meinte ich soll versuchen zu reduzieren. Da meine Blutwerte top sind und ich sonst auch hochfunktional bin, wird das wohl nicht so ernst genommen. Ich hatte nie körperliche Entzugserscheinungen bei meinen Alkoholpausen, ausser dass ich die ersten Tagen nicht gut einschlafen kann. Ich werde jetzt jeden Tag hier reinschreiben.

  • Guten Abend StepByStep,

    wir möchten hier im Forum keinen kalten Entzug begleiten, d.h. melde Dich wieder, wenn Du 7 Tage abstinent bist oder doch beim Arzt warst für eine Entgiftung.

    Wir möchten verhindern, dass es Nachahmer beim kalten Entzug gibt, der lebensgefährlich werden kann.

    Derweil kannst Du Dich bei den trockenen Alkoholikern einlesen:

    Erste Schritte für Alkoholiker - Alkoholiker Forum

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo StepByStep, ich habe es auch so gemacht, 7 Tage abgewartet und bin dann hier im Forum aktiv geworden. Möchte dich ermuntern am Ball zu bleiben. Hier bist du gut aufgehoben und der ehrliche Austauch ist enorm hilfreich! Also, alles Gute für dich :)

  • hallo step

    leider haben einige ärzte noch immer nicht kapiert das alkoholismus auch außerhalb der leberzirrhose lebensgefährlich sein kann, nämlich beim kalten entzug. vielleicht fasst du mal einen termin bei der suchtberatung in deiner stadt ins auge. die tun nichts einfach so ab, die nehmen dich und deine sorgen ernst, können dir einen kompetenten arzt nennen und auch wo du evtl entgiften kannst, die können dich über therapiemöglichkeiten aufklären und den ganzen rattenschwanz der da noch so dran hängt. mir haben die damals sehr geholfen und nach dem gespräch ging es mir schon deutlich besser.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hallo Dorothea,

    Auch dir Danke für deinen Tipp. Hab gestern geschaut, wo die nächste Beratungstelle ist. Irgendwie traue ich mich aber nicht oder noch nicht. Ich muss darüber nochmal nachdenken. Warum ich mich nicht traue? Eine Mischung aus: hoffentlich sieht mich niemand/ hoffentlich treffe ich niemand bekanntes/ was denken die von mir / brauche ich das jetzt wirklich / kann ich es auch ohne Beratung / keine Ahnung....

  • moin step

    logisch, das braucht ne weile. ist ja nu auch nichts mit dem man hausieren geht. mich hat die angst und scham aber viele jahre gekostet. ich bin krankenschwester und auf "meiner" station wurde entgiftet. ich habe weiter gesoffen bis so viel den bach runter ist das mir die scham egal war. der job war längst aufgegeben denn ich hatte mittlerweile kinder. es hätte alles soooo viel besser laufen können wenn ich nicht über meine verdammte scham gestolpert wäre. was wäre mir alles erspart geblieben. denk mal drüber nach.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Das mit der Scham ist so eine Sache.... ich hab mich auch nicht getraut weil ich angst hatte vor bekannten und ich habe mich vor mir selbst geschämt vielleicht. Dann bin ich zur Beratung und woe ich vor dem Großen Gebäude gestanden bin , dachte ich boah sch.... Es ist der gleiche Träger ... mein Arbeitgeber Hauptsitz und Verein sind eins . Sofort Panik und eigentlich wollte ich raus gehn ,aber da ich die Chefs nie persönlich kennen gelernt hatte und die Beratung schon gar nicht und es um mich gegangen ist ,bin ich dann rein . Es war nich schlimm ! Alle Sorgen werfe ab ! Ich hab mir dass schlimmste vorgestellt in dem Flur und dass gleich Kollegen kommen um was zu bringen. Ich arbeite mit Psychiatern aufgrund meiner Arbeit hin und wieder zusammen .Es geht mir wie Dorothea .Ich arbeitete in ähnlicher Situation auch mit ehemaligen Alkoholkranken . Ich hab mich so geschämt weil ich überall hin musste ,die folgen sah und es trotzdem tat . Aber jetzt zum eigentlichen, es geht rein nur um dich persönlich. Schäm dich nicht !Du bist schon zumindest soweit die Einsicht zu haben und suchst aktiv von deiner Seite aus hilfe. Hab nicht soviel Angst. Was kann passieren? Eigentlich ist dass Stärke und nicht Schwäche.

  • Danke euch beiden. Ich weiss nicht, ob ich euch ausführlicher antworten kann. Noch darf ich nicht wirklich hier mitmachen. Aber ich denke sehr viel nach, lese mich sehr ein, und...ich melde mich wenn die ersten 7 Tage Abstinenz vorbei sind

  • Hallo zusammen,

    ich wollte mich nach 7 Tage melden, dann hatte ich so viel zu tun und war so "im Teig", dass die Zeit so schnell vorbei ging.

    Heute ist mein 12. Tag nüchtern 😊 und mir geht es gut dabei. Diese Woche ist wieder voll mit Terminen, meine "Trigger" kommen Abends, wenn ich nach einem stressigen Tag in den Feierabend-Modus wechsele. Mal mehr, mal weniger. Aber ich merke, dass es mir ohne Alkohol besser geht, und das Gefühl morgens, zu wissen meine Mattigkeit und Müdigkeit kommen nicht vom Alkohol ist wirklich erleichternd. Aber da muss ich immer zwei mal überlegen, warum ich so müde bin 🤣

    LG

    StepByStep

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