JEB - Vorstellung

  • Hallo!

    Mein Name ist Julia, 36 Jahre. ich bin Alkoholikerin und will ein für alle Mal mit dem Trinken aufhören.

    Ich bezeichne mich selbst als EKS, auch wenn meine Eltern sich nur als moderate Trinker bezeichnen. Momentan habe ich viel Stress und bin täglich bei ca. 2 Litern Bier. Das muss aufhören.

    Ich will mich hier austauschen, Hoffnung und Halt finden und am Liebsten nie wieder ein Bier anfassen.

    Viele Grüße!

  • Hallo Julia,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Es ist gut, dass Du Dir über Deinen Alkoholkonsum Gedanken machst. Alkohol ist ein Nervengift und wirkt auf Körper und Seele.

    Was ist ein EKS?

    Wir raten wir jedem, der mit dem Alkohol aufhören will, mit s/einem Arzt zu reden und die Entgiftung zu besprechen. Das kann ambulant oder auch stationär stattfinden.

    Auf keinen Fall solltest Du einen kalten Entzug, d.h. das Weglassen des Alkohols von heute auf morgen alleine, starten. Das kann u.U. lebensgefährlich werden.

    Ich lasse Dir zum Lesen und Anklicken unseren Artikel vom Arztbesuch da, darin enthalten ist auch der Artikel über den kalten Entzug.

    Das Forenteam
    4. Dezember 2021 um 21:37

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Elly, vielen Dank für die Antwort! EKS steht für erwachsenes Kind suchtkranker Eltern. Meine Eltern haben Bier im Haus, seit ich denken kann. Es wird für alles genommen: Abendliche Entspannung, Versöhnung nach einem Streit, Stressbewältigung. So wurde ich sozialisiert.

    Ich wünsche mir, gesunde Copingstrategien zu finden und dauerhaft anzuwenden.

    Am Donnerstag habe ich einen Termin beim Psychiater, wegen der Sucht und evtl. einer ADHS Diagnose. Davor habe ich wirklich Angst. Gibt es hier einen Thread, in dem man sich gegenseitig vorm Arzttermin Mut machen kann?

  • Es ist gut, dass Du weitergehst und einen Termin bei einem Psychiater hast.

    Hier schreibt jeder Teilnehmer für sich im eigenen Thread. D.h. wenn er bereits entgiftet ist.

    Du verbleibst für den kurzen Austausch, vor der Entgiftung, hier im Vorstellungsbereich. Der Austausch geht für Dich erst nach dem Start mit der Entgiftung bei einem Arzt los oder nach 7 Tagen Abstinenz.

    Hier kannst Du Dich bei den bereits abstinenten Alkoholikern einlesen:

    Erste Schritte für Alkoholiker - Alkoholiker Forum

    Es ist ein weiterer Schritt sich bei einem Arzt zu outen. Aber wenn Du es wirklich willst, wirst Du das auch schaffen. Du bist nicht die Einzigste, die diesen Weg vor sich hat. Nur Mut!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Soll ich mich dann am Donnerstag mit meiner Diagnose zurückmelden?

    Genau, melde Dich am Donnerstag, vor allem, wenn Du dann gleich mit der Abstinenz starten willst, Julia!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Gibt es auch jemanden bei euch, der eine Psychotherapie gemacht hat? Meine Therapeutin kenne ich z.B. schon länger und es fällt mir leichter, sich ihr anzuvertrauen.

    Zum Psychiater gehe ich natürlich trotzdem

  • Hallo zusammen! War beim Erstgespräch beim Psychiater. Die F 10.1 bekomme ich erstmal nicht, weil z.B. die Blutwerte okay sind. Potenziell schädlicher Gebrauch steht aber im Raum. Der nächste Termin ist im August.

    Heute Abend bin ich auf einer Veranstaltung, bei der es keinen Alkohol gibt, ein guter Zeitpunkt also, um mit der Abstinenz anzufangen.

    Liebe Grüße!

  • Hallo Julia,

    hat Dir Dein Psychiater Medikamente für die Entgiftung verschrieben?

    Ansonsten machst Du einen kalten Entzug durch, der für Dich lebensgefährlich werden kann:

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    Überdenke das nochmal und gehe zu D/einem Arzt, eventuell auch Hausarzt, und lasse Dich medizinisch bei der Entgiftung unterstützen.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Wann hast Du zuletzt Alkohol getrunken?

    Wenn ich es richtig verstanden habe, willst Du erst heute starten, nicht wahr?

    Dann melde Dich, wenn Du tatsächlich mit dem Alkohol aufgehört hast.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Wichtig ist erstmal, dass Du den Anfang findest.

    Vorher sind es alles Versprechungen, die ich von mir selbst kenne.

    Melde Dich, wenn Du bereits 2-3 Tage abstinent bist.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Seit Donnerstag abstinent. Nur positive Rückmeldungen:) Gestern allerdings eine schlimme Diagnose erhalten... Hab Probleme mit Zysten in der Nase, und es kommt wahrscheinlich aus der Kieferhöhle. Kann gut sein, dass eine Zahnwurzel vereitert ist. Ich habe aufgrund vergangenen Missbrauchs in diesem Bereich große Angst vor meiner Zahnuntersuchung und evtl. Behandlung am Montag.

    Wie übersteht ihr sowas, also bei mir ruft das Suchtdruck hervor

  • Oh das kenn ich. War vor 2 Wochen nach 6 Jahren das erste Mal wieder beim Zahnarzt. Habe eine Phobie aus der Kindheit.

    Gestern ein Termin wo das erste mal wieder gebohrt wurde. Ich hatte dort gleich platziert, dass ich Alkoholikerin bin und jetzt soviel geschafft habe, dann wird das mit der Behandlung auch klappen. Und so war es dann auch, große Sorge vorher und halb so wild danach. Gedanken an Alkohol können besonders bei Belastungssituationen immer mal wieder ei Thema sein. Da heißt es gut vorsorgen. Mach dir einen Plan. Nimm dir aus dem Notfallkoffer was für dich passt. Du schaffst das. Ich belohn mich nach einem für mich großen Erfolg indem ich mir was gutes tu.

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