Auf_Dem_weg_2.0 - Vorstellung

  • Hallo ich bin Jennifer,

    Ich bin 42, aus Baden-Württemberg und ich bin hier wegen disfunktionalem Verhalten mit Alkohol.

    Ich habe vom 1.9.25 bis 13.9.25 meine Entgiftung mit qualifiziertem entzug gemacht .

    War dann bis 12.2.26 Trocken, hatte an dem tag leider einen schweren rückfall an dem ich fast gestorben wäre.

    Ab dem 13.2.26 habe ich woeder keinen Alkohol getrunken, hab aber einen Antrag auf eine langzeitreha gestellt, da ich wusste das ich das brauche.

    Seit dem 17.6.26 bin ich wieder zurück aus der langzeitreha und immernoch trocken.

    Ich geh in die nachsorge und in meine cleangruppe und in die physio .

    Leider hab ich immernoch keinen Psychotherapeuten gefunden.

    Bei Fragen fragt einfach ;)

    Eure Jennifer

  • Ach herrje und warum ich hier bin?

    Weil ich gerne andere unterstützen möchte mit dem was ich gelernt habe und auch gern neue Tipps und Tricks lerne von anderen, zudem erhoffe ich mir auch probleme ,wenn sie kommen,auch hier besprechen zu können.

    Lg Jennifer

  • Hallo Jennifer, erst mal herzlich willkommen.

    Gut, dass Du nach Deiner Reha dranbleiben möchtest. Es meldet sich bestimmt bald jemand vom Moderatorenteam bei Dir.

    Deine Vorstellung macht mich neugierig: was ist denn "disfunktionales Verhalten mit Alkohol" ? Ist das eine ärztliche Diagnose, die eine Langzeitreha begründet?

  • Hallo Rennschnecke,

    Danke erst mal für die liebe Begrüßung

    Die Diagnose ist Alkoholsucht ;)

    Aber in den Therapien in den 12 wochen bei der vorstellung hieß es statt "ich bin wegen alkoholsucht hier" entweder "ich bin gegen Alkohol hier" und ich kam dann auf "disfunktionales Verhalten von alkohol" da das ein mitpatient sagte und ich fand es besser als alkoholsucht.

    Aber alkoholsucht ist nur eine Diagnose die ich habe, nur weiss ich nicht ob ich das hier auch erwähnen darf.

    Lg Jennifer

  • Hallo Jennifer,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Meinen Glückwunsch zu Deinem Entschluss keinen Alkohol mehr zu trinken.

    Hier im Forum tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die eine lebenslange Abstinenz wollen.

    Siehst Du Dich selbst als Alkoholikerin und willst eine lebenslange Abstinenz?

    Hierbei ist es unerheblich, wie andere das sehen, wie Du zu dem Alkoholkonsum und Deiner Sucht stehst, das ist entscheidend.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Elli,

    Vielen Dank für die herzliche begrüssung,ich freue mich hier sein zu dürfen

    Ja ich bin Alkoholkrank und diese Krankheit wird nie weggehen das weiss ich, aber ich will abstinent leben , für mich, für meine kinder und für meinen partner.

    Aber in aller erster Linie für mich

    Lg jenny

  • Hier in der Selbsthilfegruppe und auch beim Arzt ist es wichtig dazu zu stehen, dass man Alkoholiker ist.

    Hier für den Austausch und die Bekenntnis zu dem Status Alkoholiker, und beim Arzt wegen der Behandlung. Bei einem Alkoholiker wirken Tabletten, Spritzen, etc. nicht so wie bei einem Nichtsüchtigen.

    Deswegen muss der behandelnde Arzt Bescheid wissen.

    Du bist alkoholkrank, schreibst Du. Bezeichnest Du Dich selbst auch als Alkoholikerin, Jenny?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Mein Arzt weiss das ich Alkoholikerin bin, ihm habe ich es als erstes anvertraut zudem wissen es alle meine Bekannten, mein Freund und meine kinder sowie meine eltern.

    Aber ich weiss nicht genau auf was du raus willst?

    Es war nicht einfach allein von 8 Flaschen Wein am tag und 5-8 Dosen Bier zu begreifen das man ein Problem hat .

    Ich bin Alkoholikerin und das werde ich mein Leben lang sein, auch wenn ich 20 Jahre trocken bin.

    Lg jenny

  • Du hast vorher das Wort Alkoholiker gemieden. Darauf wollte ich hinaus. Alles gut!

    Hast Du Dich schon ein wenig bei uns im Forum eingelesen? Unter dem Reiter oben findest Du unter Artikel z.B. "Der Notfallkoffer" und auch die "Grundbausteine für ein nüchternes Leben".

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Wichtig ist, dass man den Haushalt alkoholfrei hat, am Anfang Feierlichkeiten, auf denen Alkohol konsumiert wird, meidet und sich regelmäßig mit anderen trockenen Alkoholikern austauscht. Und dafür bist Du ja hier richtig!

    Für den Austausch im offenen Bereich klicke folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Jenny.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Mein Arzt weiss das ich Alkoholikerin bin, ihm habe ich es als erstes anvertraut zudem wissen es alle meine Bekannten, mein Freund und meine kinder sowie meine eltern.

    Herzlich Willkommen ADw2.0,

    wenn ich Deinen Namen ausschreibe denke ich noch ich schreibe mir selbst. Nur eben 2.0.

    Als ich mich hier angemeldet habe, war der Name meine erste Idee. Und auch heute, 4 1/2 Jahre später, sehe ich das genauso. Es ist ein Weg.

    Denn das Ziel ist ja die lebenslange Abstinenz. Das möchte ich tatsächlich nicht so schnell erreichen. Denn dann bin ich ja tot. ;)

    Aber ich will einen guten Weg gehen. Und dieser hat sich sehr verändert seit ich trocken wurde. Es ist ein guter Weg geworden. Vom glitschigen Schlammpfad in einen guten, festen Weg. Es gab viele Steine und auch jetzt passe ich natürlich weiter auf, damit ich nicht stolpere.

    So. Nun zur Dir. Ich finde es super, dass Du reinen Tisch mit allen in Deinem Privatleben gemacht hast. Bei mir ist das auch so und es erleichtert mir mein Leben ungemein. Keine Lügen oder Ausreden mehr nötig und ich kann offen dazu stehen Alkoholiker zu sein. Es ist gut, dass das bei dir möglich war/ist.

    Eine gute SHG ist auch wichtig. Ich war im ersten Jahr auch in der realen. Hier bin ich aber täglich am Thema und das reicht mir vollkommen. Das Leben ohne Alkohol wird zur Normalität.

    Du möchtest noch in Therapie habe ich gelesen?

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Willkommen

    Schön das du dich auf den Weg gemacht hast.

    Hier sind viele, die den Weg auch gehen. Gemeinsam ist es wesentlich leichter und im Austausch kann vieles klarer werden.

    LG Bolle

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Vielen Dank für eure Worte,

    Ja gemeinsam ist es leichter das stimmt.

    An meinen Namensvetter..Um deine Frage zu beantworten,

    Ich war vom 30.3.2026 Bis zum 17.6.2026

    In der Langzeittherapie ,dies allerdings nicht allein weil ich als Alkoholikerin in disfunktionales Verhalten mit Alkohol hatte, sonder auch noch 3 andere diagnosen habe.

    Ich habe mich in der reha dazu entschieden in die nachsorge zu gehen, diese fängt sogar morgen schon an.

    Ich goffe och konnte deine Frage beantworten

    Lg Jenny

  • Hallo Jenny, willkommen im Forum.
    Mir ist aufgefallen, dass Du Dich bei Deiner Vorstellung schwer getan hast, Dich als Alkoholikerin zu bezeichnen.

    Ich komme mit der Bezeichnung dysfunktionales Verhalten zum Alkohol nicht klar. Das bedeutet ja ein gestörtes oder nicht funktionierendes Verhalten zum Alkohol. Was ist denn ein funktionierendes Verhalten?

    Für mich hört es sich nach „ Schöngerede“ an. Ich habe eine tödliche Krankheit namens Alkoholsucht und deshalb bin ich auch Alkoholikerin.

    Dabei spielt es keine Rolle, wieviel und wie oft ich getrunken habe. Ich konnte es nicht kontrollieren, ich brauchte den Rausch.

    Mittlerweile sehe ich den Alkohol als eine Flüssigkeit, die das Nervengift Ethanol enthält und da brauche ich auch kein funktionierendes Verhältnis zum Alkohol.
    Ein Alkoholiker wird auch nie ein funktionierendes Verhalten zum Alkohol haben.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Hallo Tapsi,

    Das disfunktionale Verhalten zu Alkohol ist das selbe wie ein Alkoholiker.

    Da ein Alkoholiker kein funktionales Verhalten zu alkohol hat, so wie ich.

    Es gibt aber tatsächlich Personen die ab und zu mal ein Bier trinken oder einen Wein, deswegen aber keine Alkoholiker sind.

    Wenn dich der Begriff irritiert, dann werde ich es so nicht mehr erwähnen und es tut mir leid.

    In meiner therapie habe ich sehr viel mitgenommen und wende es halt so im leben auch an.

    Liebe grüsse Jennifer

  • Wenn dich der Begriff irritiert, dann werde ich es so nicht mehr erwähnen und es tut mir leid.

    Das muss Dir nicht leid tun und Du kannst damit umgehen, wie Du möchtest.
    Entscheidend ist dabei, dass Du abstinent bleibst.
    Solange ich mir nicht zugestehe, dass ich Alkoholikerin bin, lasse ich mir auch ein Hintertürchen offen.
    So ungefähr „naja, vielleicht klappt es ja mal wieder“ mit einem Glas.
    Deshalb werden hier im Forum nur Leute aufgenommen, die dazu stehen und nicht rumeiern von wegen „kontrolliertes Trinken“ funktioniert eventuell…

    Wenn ich zum Bsp. zu einem Arzt/ Zahnarzt gehe und eine OP steht an, dann ist das deutlicher zu sagen, ich bin trockene Alkoholikerin anstatt: ich habe ein dysfunktionales Verhalten gegenüber Alkohol.

    Ich habe ja auch kein dysfunktionales Verhalten zu Zigaretten. Ich bin Raucher.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Ja, es mag fanatisch klingen. Aber Ethanol ist ein Lösungsmittel, das Zellwände auflöst. Und zwar von jeder Zelle, die lebt. Darum eignet es sich auch so hervorragend als Reinigungsmittel. Weil es sämtliche Bakterien abtötet.

    Und da ist es eigentlich egal, in was der Alkohol hinein gemischt wird. Ob das jetzt Bier oder Wein heißt. Das Ethanol ist das gleiche.
    Trinke ich weniger davon, kann mein Körper das besser ertragen. Also etwa so, als würde ich mir nur ganz leicht mit dem Hammer auf den Zeh schlagen. Hau ich etwas fester zu nutze ich den Hammer dysfunktional?

    Worauf ich hinaus will, ein Hammer ist nicht zum auf den Zeh schlagen und Alkohol gehört nicht in den Körper.

    Um auf diese Weisheit zu kommen, musste ich leider auch erst 30 Jahre saufen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

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