Hallo zusammen,
vor über einem Jahr war ich schon mal hier im EKA Bereich.
Mittlerweile sehe ich mich auch als Co-Abhängig. Also ob mein Mann Alkoholiker ist oder nicht, weiß ich nicht, aber für mich ist es zu viel wieviel er trinkt und es triggert mich leider.
Ich habe Flaschen gezählt und fotografiert, scanne ihn, mach auch blöde Bemerkungen manchmal.
Er : hat auf mein Nachfragen zugegeben, dass er alle 2-3 Tage 1 (?) Bier abends in der Werkstatt getrunken hätte, um runter zu kommen. In der Vergangenheit hat er auch schon vereinzelt „heimlich“ Bier getrunken. Seine Begründung ist, ich würde es ja nicht mögen, deshalb „muss“ er es ja heimlich machen. Es ist eine Endlosschleife in meinen Augen. Ab und zu gibt es Feiern in Gesellschaft, wo es dann meistens zum Absturz kommt (unregelmäßig, mal 1-2 mal pro Monat, mal alle paar Monate, aber dann mit kontrollverlust).
Hinzu kamen abendliche Treffen mit Kumpels oder Verein, wir wohnen aufm Dorf - Gründe gibt es also immer, an denen ein paar Bier oder auch mal Schnaps getrunken wurde (zum Teil war es mehrmals in der Woche).
Seid unserem letzten (nicht ersten 🙂🙃) Gespräch meint er, er möchte erstmal nicht mehr so viel trinken, weil er selbst bemerkt, dass es wieder zu viel geworden ist. An dem gleichen Punkt waren wir letzten Sommer im Prinzip schon mal. Er hat sich dann vorgenommen, mindestens 10 Tage nichts zu trinken. Innerlich fand ich es ehrlicherweise lächerlich…. Sorry. Ich hab ihm dann gesagt, dass ich das gut finde, ihm aber leider nicht glauben kann… und ich es ja sehe.
Unter Alkohol ist es leider vor ein paar Jahren auch schon zu verbalen Wutausbrüchen mir gegenüber gekommen, weshalb ich den Konsum einfach kritisch sehe und auch Angst habe.
Er meint, ganz aufhören möchte er definitiv nicht.
Mir tut das ganze Thema nicht gut, immer wieder haben wir Drama deswegen….
Nun weiß ich allerdings auch nicht, ob ich „übertreibe“, denn so viel wie manch anderer trinkt er ja auch nicht. Bei diesem heimlichen klingeln bei mir aber innerlich die Alarmglocken. Er meinte auch, ich sei ja nur so empfindlich aufgrund meiner Kindheit (Mutter Alkoholikerin). Als ich dann gesagt habe, es liegt auch daran, dass er so aggressiv geworden ist unter Alkohol, meinte er nur, dass ist aber hart, dass ich jetzt die alten Kamellen wieder hochholen würde, wir hätten beide Fehler gemacht und man muss das nicht immer wieder sagen.
Irgendwie drehe ich mich im Kreis, deshalb hab ich diesmal hier ein Thema eröffnet und erhoffe mir vielleicht ein wenig Tipps von euch …
Habe auch über die Zeit immer viel hier gelesen, was mir sehr geholfen hat.
Liebe Grüße, Schmetterling