Fragen an einen Alkoholiker

  • Liebe orangeblau, ich glaube du musst unbedingt zurück in deinen Garten. 😉.

    Ich spreche aus gaanz langer geduldseseliger Erfahrung. Und dann gibts noch ne Erklärung und noch eine. Nur, wo ist meine Erklärung für mich, dass ich sooo lange in Variation um das Problem meines Gegenübers kreise u mich dabei komplett aus den Augen verliere/verlor, wieder finde u wieder verlier, weniger verlier u plötzlich an ganz anderer Stelle, anderes Problem ähnliches Muster wieder geduldseselig „mitspiele“. Ja, das Unkraut in meines Nachbars Garten (symbolisch gesprochen) geht immer schneller besser und leichter raus, als der hartnäckige Giersch“Befall“ in meinem eigenen Garten. Zu was der alles nützlich ist könnten Viola oder Dorothea was schreiben 😉

    Habe fertig. Bis näxte Ma(h)l, Simsalabim 🧙‍♀️🧹🚴🏿‍♀️

  • wieso ist es was anderes wenn du zu empfindlich bist? wenn es dir in der beziehung nicht gut geht, aus welchem grund auch immer dann taugt das ganze nichts. und dabei ist es doch vollkommen wurscht ob jemand anderes der meinung ist das du zu empfindlich wärst. es ist dein empfinden, ende aus. wieso ist dein empfinden denn weniger wert als das der anderen???

    wenn dein mann ständig zum fallschirmspringen rennen würde und es dir damit mies geht dann ist doch das auch zu akzeptieren wenn du mit der ständigen angst nicht mehr umgehen kannst. wieso wird da beim alk so eine gewese gemacht?

    ich kann das verhalten meines gegenübers vollkommen akzeptieren, aber das gegenüber hat kein recht zu erwarten das ich es mit trage. ich habe ebenso ein recht darauf das ganze blöd zu finden und mich da raus zu nehmen und ihn allein weiter machen zu lassen. das ist doch keine einbahnstraße.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • wieso ist es was anderes wenn du zu empfindlich bist? wenn es dir in der beziehung nicht gut geht, aus welchem grund auch immer dann taugt das ganze nichts. und dabei ist es doch vollkommen wurscht ob jemand anderes der meinung ist das du zu empfindlich wärst. es ist dein empfinden, ende aus. wieso ist dein empfinden denn weniger wert als das der anderen???

    wenn dein mann ständig zum fallschirmspringen rennen würde und es dir damit mies geht dann ist doch das auch zu akzeptieren wenn du mit der ständigen angst nicht mehr umgehen kannst. wieso wird da beim alk so eine gewese gemacht?

    ich kann das verhalten meines gegenübers vollkommen akzeptieren, aber das gegenüber hat kein recht zu erwarten das ich es mit trage. ich habe ebenso ein recht darauf das ganze blöd zu finden und mich da raus zu nehmen und ihn allein weiter machen zu lassen. das ist doch keine einbahnstraße.


    Das sagt dir der Alkoholiker gerne, vorallem wenn er sein Problem nicht offen zugeben oder verharmlosen will:


    “Du bist zu empfindlich, du bist zu unentspannt, du machst zu viel Drama, du bist zu emotional, du machst mir Druck, du spinnst, kontrollierst du mich etwa, du du du ….“

    Oder

    „mein Arbeitskollege trinkt so und so viel….seine Frau sagt gar nichts dazu….nur du bist so….wegen dir trinke ich sonst halte ich diesen Stress mit dir nicht aus….darf ich mir gar nix mehr gönnen….“


    Und dann zweifelt man an sich und hinterfragt sich. Mit einem nassen Alkoholiker ist ein Gespräch auf Augenhöhe nicht oder nur sehr schwer möglich.
    In einer gesunden Beziehung sollte man ansprechen dürfen, was einem belastet stört und Sorge macht und schließlich normal darüber sprechen können….das ist mit einem nassen Alkoholiker fast unmöglich

    Aber du hast natürlich recht. Deswegen ist dieses „BEI SICH BLEIBEN“ so wichtig. Dass man sich eben nicht durch diese Schuldumkehr verunsichern lässt.

  • Ich habe das hier als Co auch ein bisschen mitverfolgt und meine Trennung liegt ja schon eine Weile zurück. Hier wird sich ordentlich im Kreis gedreht, da ist allein das Mitlesen schon recht anstrengend. Und ich bin ein Mensch, der nur zu gut diese Grübeleien und Gedankenkarusselle kennt, seit der Kindheit, in meinem Kopf ist nie Ruhe.

    Und dann zweifelt man an sich und hinterfragt sich. Mit einem nassen Alkoholiker ist ein Gespräch auf Augenhöhe nicht oder nur sehr schwer möglich.
    In einer gesunden Beziehung sollte man ansprechen dürfen, was einem belastet stört und Sorge macht und schließlich normal darüber sprechen können….das ist mit einem nassen Alkoholiker fast unmöglich

    Eine Beziehung zwischen nassem Alkoholiker und Co ist ja auch nicht gesund, natürlich funktioniert dann das Thema Alkohol und das, was damit sonst noch verbunden ist, nicht auf Augenhöhe.

    Aber versucht euch doch gerade mal ein bisschen runterzufahren. Ich habe das Gefühl, dass sich hier gerade ein paar Cos gegenseitig ein bisschen verrückt machen. (Seit Tagen bekommt ihr die gleichen Antworten von unterschiedlichen Personen in ähnlicher Form.)

  • In einer gesunden Beziehung sollte man ansprechen dürfen, was einem belastet stört und Sorge macht und schließlich normal darüber sprechen können….das ist mit einem nassen Alkoholiker fast unmöglich

    In einer gesunden Beziehung ist ein Nein aber auch ein Nein. Da wird nicht lange rummanipuliert, ob man den anderen doch noch dazu bringt, zu tun was er nicht, sondern nur der Partner - in dem Fall Co - will.
    Und umgekehrt auch.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

    Einmal editiert, zuletzt von Lebenskuenstler (30. August 2026 um 20:40)

  • In einer gesunden Beziehung ist ein Nein aber auch ein Nein. Da wird nicht lange rummanipuliert, ob man den anderen doch noch dazu bringt, zu tun was er nicht, sondern nur Co will.
    Und umgekehrt auch.


    Irgendein Co hier dessen alkoholkranker Partner Klipp und klar gesagt hat: „dein Verdacht ist richtig. Ich bin süchtig. i will saufen und werde niemals aufhören. Wenn’s dir nicht passt, trennen wir uns“???


    oder „hey bevor wir uns weiter Daten, ich hab 2 Mal die Woche nen Vollrausch, aber die restliche Woche kipp ich mir täglich nur 6 Bier rein. Montags mach ich immer Pause. Kommst du klar damit?“

    Wenn sie so ehrlich wären, wäre das „Nein“ sehr einfach zu akzeptieren. Sind sie aber (in der Regel) nicht.


    Schönen Abend

    Einmal editiert, zuletzt von orangeblau (30. August 2026 um 20:47)

  • Ich war so ehrlich.
    Steht bei mir mehrmals.
    Zwar nicht süchtig bezeichnet, aber einfach entschlossen, dass ich trinken will. Das muss ich auch nicht rechtfertigen.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Ich denke, es wird mal wieder Zeit, den Sinn dieses Threads klarzumachen. Das hier ist kein Diskussionschat über Beziehungen, Hypothesen oder persönliche Lebensgeschichten.

    Hauptbestandteil ist die Mechanik der Sucht. ;) Nicht das Innenleben einzelner Partnerschaften.

    Wenn ein neuer User hier aufschlägt, soll er nicht erst seitenlang wühlen müssen, um die Grundgedanken zu finden.

    Was Persönliches angeht: Bitte tauscht euch dafür im eigenen Thread aus. Hier geht es um Sucht, nicht um Beziehungsdramen.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ein Satz noch.

    Ist mir hier schon oft aufgefallen, dass Cos schreiben, das ihre Trinker klar zum Ausdruck bringen, dass sie trinken wollen.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Ein Satz noch.

    Leute, jeder hat jetzt noch „einen Satz“ ;) Genau deshalb habe ich gerade darum gebeten, diese Diskussion hier zu beenden.

    Bitte respektiert das jetzt und führt den persönlichen Austausch in euren eigenen Threads weiter.

    Hier bleiben wir bei der Suchtmechanik.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Mom_of_two,

    Warum ist man als Alkoholiker so egoistisch und stellt seine Sucht komplett über alles?

    Das Merkmal von Sucht ist, dass ich sie nicht mit rationalem Willen über etwas oder unter etwas stellen kann.
    Nicht ich bestimme als Süchtiger die Regeln, sondern die Sucht bestimmt die Regeln nach denen ich handele und handeln muss, sonst wäre es keine Sucht, sonst wäre es keine Krankheit.
    Die Sucht macht mich zum Egoisten, damit das Ziel, Alkohol zu trinken, erreicht wird. Dabei wird fortschreitend alles aus dem Weg geräumt, was dem im Wege steht.

    Wird da quasi das Hirn ausgeschalten?

    Zur der Zeit, als ich gelernt habe, meine Sucht zu verstehen, ist mir ein sehr einfaches Bild untergekommen, welches aber einiges veranschaulichen kann.
    Es gibt im Gehirn einen Kontrollschalter, der mich vor unkontrolliertem, übermäßigen und selbst schädigendem Alkoholkonsum (Saufen) schützt. Irgendwann geht dieser Schalter kaputt und ab da habe ich über meinen Konsum keine Kontrolle mehr. Ich bin süchtig geworden, ich muss trinken.
    Durch Saufen über einen langen Zeitraum, durch Ignoranz und Verantwortungslosigkeit mir selbst gegenüber konnte es soweit kommen, dass der Schalter kaputt gegangen ist und deshalb ist und bleibt es meine Verantwortung.
    Als Süchtiger kann ich diese Verantwortung nicht mehr wahrnehmen.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Das ist kein Egoismus, das ist Sucht. Ich konnte mich auch erst, wenn ich was intus hatte, auf andere Dinge oder Personen konzentrieren.

    LG

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Warum ist man als Alkoholiker so egoistisch und stellt seine Sucht komplett über alles?

    Ich hatte auch ein schlechtes Gewissen, sogar mir selbst gegenüber, aber da war die Sucht auch direkt wieder zur Stelle, um ein schlechtes Gewissen schnell mit Alkohol zu betäuben und auszublenden. Tag für Tag.

    Durch die Sucht wird das Trinken zum „Muss“. Das ist schon ne Nummer, aus der einfach wieder auszukommen, sehr schwer ist.

    Ich habe mir ständig vorgenommen aufzuhören. Das hat mich massiv in Panik versetzt. Ich konnte stellenweise an nichts anderes mehr denken, als an Alk. Dann endlich das ersehnte erste Glas Wein, mit oder ohne schlechtem Gewissen, runter geschüttet als wäre es Limo. Dann hat erstmal das Zittern aufgehört. Das 2., 3. Glas usw. Das mussten auch keine Weingläser sein. Ein Limoglas, Tasse ganz egal.

    Nicht umsonst kommt es zu Trennungen, Streit. Egoismus wird durch die Sucht herbeigeführt , Bedenken oder schlechtes Gewissen wird durch die Sucht einfach beiseite geschoben. Die Sucht ist stärker als alles andere. So war das jedenfalls bei mir.

    Bei mir gab es Gott sei Dank einen persönlichen, auf die Gesundheit bezogenen „Klick“. Ab da habe ich es geschafft aufzuhören. Aber nicht jeder hat so einen „Klick“Punkt.

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    🦋 Heute trinke ich nicht 🦋 Heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Hallo, das glaube ich euch alles aber was ich nicht einsehe, es ist eine Krankheit aber man kann was dagegen tun.

    Andere sterben unschuldig an Krankheiten ohne was tun zu können.

    Ich finde das Verhalten der Alkoholiker in meinem Umkreis einfach nur mehr egoistisch und ich kann dieses ganze „es ist ja alles halb so wild“ nicht mehr hören…

    In Wirklichkeit ist es langsames Sterben. Zumindest bei denen, die exzessiv trinken.

  • Alkohol ist schädlich für Körper und Seele. Das weiss bestimmt jeder.

    Aber in der Sucht werden solche Gedanken geblockt, und es wird weiter gesoffen. Es ist die Sucht.

    Ein Suizid auf Raten.

    Und jeder darf sich totsaufen in Deutschland. Und das sind jährlich ca. 44.000 Tote.

    Alkohol ist eine Droge, fast überall erhältlich und gesellschaftlich leider akzeptiert.

    Du schreibst von egoistisch, ist das nicht jeder auf seine Weise?

    Hier tauschen sich trockene Alkoholiker aus, die es geschafft haben, aus der Suchtspirale herauszufinden. Aber wir sind nur wenige unter vielen nassen Alkoholikern.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • sucht kann man nicht erklären die muß man erleben um sie zu verstehen. das ist einfach fakt. und wenn es so einfach wäre wie du es anscheinend glaubst gäbe es nicht die horenden zahlen der toten. 75000 jedes jahr allein in deutschland. ja es gibt hilfsangebote, und der ein oder andere kommt auch da raus, aber die masse verreckt an ihrer sucht. still und leise ohne tamtam wie bei corona. da waren es übrigens nicht annähernd so viel wie beim alk.

    du suchst nach erklärungen die es schlicht nicht gibt. sucht hat weder was mit verstand noch mit willen zu tun. sucht ist sucht, sie hat ihre eigene schublade. sie übernimmt das leben und vernichtet es. da hat willen oder verstand keine chance. ab und an öffnet sich für einen winzigen zeitraum ein portal das man erwischen muß um den ausgang zu finden. aber von 100 schaffen es gerade mal 10-max. 30. der große rest geht vor die hunde.

    glaubst du wirklich das das jemand wirklich so möchte wenn er es mit klarem verstand bewerten könnte. ich kann deine wut nachvollziehen, aber damit schadest du dir am ende nur selbst. das wollten schon schlauere als wir erforschen und haben den stein der weisen noch nicht entdeckt. sucht ist was sie ist, und das ändert man weder mit ergebener liebe noch mit hasserfüllter wut. der süchtige muß zur richtigen zeit an der richtigen stelle stehen wenn das portal vorbei kommt. besser kann ich es nicht erklären.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • es ist eine Krankheit aber man kann was dagegen tun.

    Ich bin trockener Alkoholiker und ich habe meine Krankheit gestoppt, denn geheilt werden kann sie nicht.
    Ich war körperlich und seelisch am Ende und zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um endlich etwas dagegen tun zu können.

    Wenn du mich fragen würdest, was ich hätte tun müssen, um diesen Punkt viel früher zu erreichen, ich könnte dir keine Antwort geben.
    So sehr habe ich mir gewünscht, dass ich aus diesem Teufelskreis heraus finde, aber es hat noch lange gedauert, bis ich meinen Tiefpunkt erreicht hatte. Ich hatte das Glück ihn zu erreichen, andere erreichen ihn nie und sterben dabei.


    Ich kann deine Wut auf die nassen Alkoholiker in deinem Umfeld verstehen, aber diese Wut hilft dir nicht weiter.
    Der Alkoholiker muss sein Ding machen und dir wünsche ich, dass du deinen Weg findest und dein Ding machen kannst.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Warum ist man als Alkoholiker so egoistisch und stellt seine Sucht komplett über alles?

    Uiiiiiii … 😉 „Alkoholiker sind egoistisch.“ Kann man so sehen, wenn man Alkoholismus nicht wirklich als Krankheit einordnet, sondern eher als Willensschwäche nach dem Motto. Der müsste doch nur mal richtig wollen.

    So einfach ist es aber nicht. Sonst könnte ich bei anderen Krankheiten genauso anfangen: Selber schuld, falsch gelebt, nicht genug auf sich aufgepasst. Und das Schlimmste. Jetzt ist der auch noch krank und ich muss mir das mit ansehen. Passt mir gerade überhaupt nicht. 😉

    Da frage ich mich schon . Wer ist hier eigentlich egoistisch? Der Kranke, weil er krank ist? Oder derjenige, der erwartet, dass die Krankheit gefälligst in seinen eigenen Tagesablauf passt?

    Dass eine Sucht für Partner, Kinder und Angehörige eine massive Belastung sein kann, steht für mich dabei überhaupt nicht zur Debatte. Mir geht es hier nur um die Einordnung.

    Hallo, das glaube ich euch alles aber was ich nicht einsehe, es ist eine Krankheit aber man kann was dagegen tun.

    Andere sterben unschuldig an Krankheiten ohne was tun zu können.

    Ich finde das Verhalten der Alkoholiker in meinem Umkreis einfach nur mehr egoistisch und ich kann dieses ganze „es ist ja alles halb so wild“ nicht mehr hören…

    In Wirklichkeit ist es langsames Sterben. Zumindest bei denen, die exzessiv trinken.

    Nach deiner Logik würde ein Alkoholiker also „schuldig“ an seiner Krankheit sterben.;) Glaub mir mal Keiner steht morgens auf und sagt sich beim Kaffee: „Heute ruiniere ich mal mein Leben und das meiner Familie gleich mit.“

    Klar kann man etwas tun. Nur nicht „man“. Der einzelne Alkoholiker muss an seinem eigenen Punkt etwas tun. Und wie bei anderen Krankheiten hilft eben auch nicht jedem das Gleiche, nur weil irgendeine Lösung darübergestülpt wird.

    Hilfe, Arzt, Therapie und Angehörige können unterstützen. Trocken leben kann ihm aber keiner abnehmen. Sucht erklärt vieles. Sie entschuldigt aber auch nicht alles. Aber aus einer Krankheit Schuld zu basteln, nur weil andere darunter leiden, ist mir zu einfach.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Guten Morgen, ich habe es auch nicht böse gemeint!

    Gestern war da einfach wieder Wut und Hilflosigkeit über meine Situation, da ich das jetzt schon seit über 26 Jahren „miterleben“ darf als Co Abhängige. Zuerst bei meiner Mama und jetzt bei meinem Mann. Das lässt mich hin und wieder etwas verzweifelt sein.

    Ihr macht das alle ganz ganz toll und könnt wirklich stolz auf euch sein! ❤️

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