Hope022 - Hallo

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • Mir wurde auch irgendwann bewusst, dass ich mich in einer missbräuchlichen Beziehung "sicher" fühle, weil ich so geprägt wurde und es nicht anders kenne.

    Hallo Kintsugi,


    Lieben Dank für deine Nachricht. Dieser Satz trifft es so gut… nur wie soll man es schaffen davon weg zu kommen? Die Gefahr ist so groß dass man wieder an solch einen Charakter gerät.


    Wie lange warst du mit deinem Partner zusammen? Wie hat er auf die Trennung reagiert?


    Diese Wut die du beschreibst erlebe ich auch gerade… ich bin einfach nur sehr enttäuscht und wütend das er mich mit seinem Verhalten zu solch einem Schritt zwingt… .


    Lieben Dank für dein Mut zusprechen.


    Alles liebe für dich


    Hope

  • Guten Morgen Hope,

    Die Gefahr ist so groß dass man wieder an solch einen Charakter gerät.

    Genau das ist der Punkt. Solange Du so "tickst", dass Du Dich klein machst und denkst, Du könntest helfen und eventuell sogar Schuld sein, besteht ein hohes Risiko, dass Du wieder an solch einen Charakter gerätst. Deshalb ist es auch wichtig, an DIR zu arbeiten, nicht an ihm.


    Ich glaube, dass viele Co-Abhängige, die hier ankommen denken, wenn der Alkoholiker aufhören würde zu trinken, dann wäre die Welt wieder in Ordnung. Nein, wäre sie nicht. Weil der Co-Abhängige immer in Lauerstellung sitzen würde und an seinem Verhalten vermutlich wenig ändern würde. Der co-abhängige Teil wäre immer noch co-abhängig, bloß vielleicht etwas ruhiger, falls der Alkoholiker wirklich aufhören will zu trinken.


    Es ist daher wichtig, dass Du erkennst, dass Du auch an Deinen Mustern etwas verändern solltest. Zwei Kranke können nicht miteinander gesund werden. So ähnlich habe ich das hier mal gelesen und ich denke, das ist wahr.


    Diese Züge, die als Co-Abhängigkeit vorhanden sind, die hat man ja in sich drin. Also wenn ich mal von mir spreche:

    Ich habe selbst gesoffen, aber ich war auch co-abhängig. Am Ende der Beziehung mit meinem (immer noch saufenden) Ex-Partner sehr stark. Was ich alles durchgehen lassen habe, nur weil ich dem Alkohol die Schuld in die Schuhe geschoben habe. Wahnsinn...


    Aber letzendlich war MEIN Verhalten schon immer so, ich hatte schon immer diese Anteile in mir. Denn in meiner Ehe damals habe ich mich exakt genau so verhalten, obwohl mein Ex-Mann nicht gesoffen hatte. Dennoch habe ich mir da endlos viel gefallen lassen, denn er hatte ja schließlich so eine schlechte Kindheit und so viele Sorgen. Es würde ja sicherlich bald besser werden, wenn alles ruhiger läuft im Alltag. Immer hatte ich eine Ausrede für ihn. Er wäre doch ansonsten so ein toller Mensch. Dieses schlechte Verhalten... ach, da kann er doch gar nichts für, ICH war ja schließlich auch irgendwie mit Schuld.


    Wenn man dazu neigt, so ein Verhalten an den Tag zu legen, dann läuft doch etwas falsch. Jemand, der nicht so tickt würde doch bei so einem Alkoholiker, der sich so aufführt überhaupt nicht bleiben. Das würde sein Selbstwertgefühl doch gar nicht zulassen.


    Deshalb ist es so wichtig, bei einem selbst zu gucken, was da falsch läuft.


    LG Cadda

  • Hallo Cadda,


    Danke für deine Nachricht. Ich lese mich in deinen Erzählungen wieder. Mein Ex Mann war auch sehr schwierig… er trank nicht, grenzte mich jedoch extrem ein… kontrollierte mich… denn ich gehörte aus seiner Sicht ihm. Am Ende traute ich mir nicht einmal mehr das Haus zu verlassen… . Ich ging zur Verhaltenstherapie was mir enorm half. Noch heute schimpft er über die Therapeutin ;) sie hätte alles zerstört… schmunzel.


    Sein Verhalten begründete ich (bis heute… was ich jedoch ändern muss) mit seiner schweren Kindheit.


    Lösen konnte ich mich von ihm erst mit meinem neuen Partner… .


    Im Grunde bedeutet demnach Co zu sein, eine Störung der Persönlichkeit… geprägt durch kindheitliche erfahrungen… oder? Das zu durchbrechen stelle ich mir sehr schwer vor. Ist das überhaupt möglich… man sehnt sich ja nach einem ungesunden gegenüber… das er einen schadet, wird erst später erkannt.


    Mir ist es wichtig, dass ich es nicht an meine Kinder weiter gebe. Einen emotionalen „Schaden“ werden sie durch die Trennung oder durch das bleiben bekommen… dessen bin ich mir durchaus bewusst… sie lieben ihren Papa sehr. Ich wünsche mir durch den Schritt der Trennung… der leider an die neue (noch nicht sichere) Wohnung gebunden ist, dass sie später eine gesunde Beziehung führen können und nicht in die Sucht verfallen… .


    Aktuell prüft das Jobcenter ob die Wohnung geeignet ist… die Vermieter hingegen werden bereits ungeduldig… :( .


    Mein Partner trinkt noch immer… und das obwohl ich ihm am Montag sagte, dass ich eine Pause brauche und ich diese ab 1,1. durchsetzen werde. Er weiß nicht das ich umziehen möchte, vor seiner Reaktion hätte ich Angst. Er hat ja schließlich auch Angst seine Kinder zu verlieren… Sein Wunsch war es immer, dass er einen wichtigen Part in ihren Leben darstellt. Aus seiner Sicht nehme ich ihm dann die Kinder weg… auch wenn ich hier bei euch lernen durfte, dass er es durch sein Verhalten selbst hervorruft.


    Gut finde ich, dass er eines geändert hat… seit Montag geht er jeden Morgen pünktlich zur Arbeit.


    Schlaft gut ihr lieben

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