Ehefrau 91 - Ehemann ist Alkoholiker

  • Ich habe nächste Woche ein Termin bei der Diakonie . Und informiere mich, wie ich was machen kann ...das ich Hilfe habe .

    Das ist doch schon mal super. Informieren über die eigenen Möglichkeiten ist ein erster Schritt aus der Lähmung. Ich bin selbst Tochter eines Alkoholikers. Jede Familiengeschichte verläuft anders, aber ich kann dir nur Mut machen, dich aus den Verstrickungen des Wieder- Schon-Wieders-Und-Nochmals zu lösen und dir und deinen Kindern einen sicheren Rückzugsort zu schaffen. Wie eine Trennung aussieht, ob erst mal nur räumlich, oder auch komplett, kannst du doch entscheiden. Auch wie der Kontakt nach einer Trennung aussehen könnte. Erst mal ins Handeln kommen, Sonst bleibt einfach alles gleich, siehst du ja selbst.
    Bleibt gleich, bzw. wird eher schlimmer. Jenachdem wie rasant er auf seiner Bergfahrt unterwegs ist.
    Für die Kinder wird es ruhig werden, weniger unberechenbar. Damit machst du ihnen das Geschenk überhaupt, das werden sie mitbekommen.
    - Wenn es eines gab, was mich - neben vielen anderen Erlebnissen in meiner Kindheit und Jugend fertig gemacht hat, dann war es die Ohnmacht und das Verharren meiner Eltern. Ich bin immer mit einem Kloss im Hals nach Hause gegangen, bis ich selbst in der Lage war auszuziehen.
    Da war dann aber schon sehr viel vorgefallen, was sich wie ein Schatten an mich dranklebte.
    Ich weiß natürlich nicht, wie es für mich verlaufen wäre, wenn meine Mutter sich zur Trennung durchgerungen hätte, angedroht hat sie es oft, auch das hat mir Angst gemacht. Aber das Nichtstun fand ich dann wirklich entsetzlich. Es hat sehr viel Verantwortung zu mir geschoben, und das kann ich dir sagen, war wirklich Gift für mich. Ich habe mich sehr lange für das Wohl meiner Eltern verantwortlich gefühlt.
    Ich wünsch dir alles gute. Schreib hier ruhig mehr, und komm nicht erst 2026 wieder :)

  • Momentan schau ich ,das die Kids und ich einen ruhigen Alltag haben .das heißt ich streite nicht mit meinen Mann . Sondernach was für mich zb. Lese ich seit langem wider ein Buch .puzzel usw. Das hatte ich alles nicht mehr gemacht.

    Ich muss ehrlich sagen das es schon Mal vorkam das er sich was antun wollte zumindest sagte er daa...als wir davon geredet haben das es besser wäre sich zu trennen ..deswegen sage ich ihm jetzt nichts was in die Richtung geht. Und warte ab bis ich meinen Termin nächste Woche habe. Er sagt immer es ist eine Krankheit er kann nicht dafür und er gibt sein bestes.

    In meinen Augen seh ich es anders.

    Verlange ich zuviel ? Soll ich ihn mehr Zeit geben ?.

    Das was für mich Grad wichtig ist das ich Kraft bekomme ,alles umzusetzten was ich möchte ...

    Und wie gesagt dabei auch die richtige Hilfe bekomm.

  • Du verlangst nicht zu viel und du musst ihm auch nicht mehr Zeit geben. Du hast schon viel mitgemacht, mit 2x Entzug und Langzeittherapie.

    Er hat Recht, es ist eine Krankheit und er hat keine Schuld, dass er krank geworden ist. Es ist jetzt aber seine Verantwortung, dauerhaft nüchtern und abstinent zu bleiben. Da muss er sich alleine drum kümmern. Und egal, was du tust, sagst oder machst, du hast nichts damit zu tun, ob er trinkt oder nicht. Auch wenn er dir das vorwerfen sollte. Das machen Alkoholiker anscheinend öfter so, dass sie anderen die Schuld geben und Gründe suchen.

    Mit ihm reden, wenn er nicht nüchtern ist, bringt eh nichts. Und streiten auch nicht. Wozu auch? Ihr werdet eh zu keinem konstruktiven Ergebnis kommen. Lass ihn trinken, wenn er will und sieh zu, dass du dir was Gutes tust. Das machst du genau richtig.

    Lass dich beraten, super dass du deinen Termin bei der Diakonie hast. Such dir alle Hilfe, die du bekommen kannst. Vielleicht gehst du auch zum Anwalt. Und dann überlegst du dir für dich, wie es für dich und die Kinder weitergehen kann und wie du dir dein Leben für dich und die Kinder vorstellst.

  • Danke das tat Grad gut es zu lesen .

    Ich merke wie sehr ich genervt bin von ihm ...alles dreht sich um ihn ...er merkt das glaub ich gar nicht. Auch wenn ich es sagen würde ,sieht er das anders.

    Ich bin jetzt auch Mal dran und die Kinder

    Nochmal eine Langzeittherapie mit machen und Hoffnung zu haben .nein ich weiß das wäre das Ende für uns alle....so kann ich jetzt noch für uns die Richtung bestimmen . Egal wie sehr ich ihn noch liebe . Aber nur die liebe langt nicht mehr . Das habe ich ja schon bis jetzt erfahren .

    Danke an allen . Es. Tut gut einfach zu schreiben .

  • Er suchte das Gespräch vorhin ...

    Er meinte das er weiß das ich sauer bin wegen dem Alkohol. Und versuchte zu reden,aber ich konnte nicht viel dazu sagen .habe ihm gesagt ich will jetzt nicht reden weil ich auf mich jetzt schau und auf die Kids...klar er fühlt sich jetzt allein und nicht als Mensch war genommen ....ich sagte es auch das ich es verstehe das er sich durch mein Verhalten sich so fühlt ...aber das ändert nichts dran das er trinkt .....

    Er fragte ob sich auch bei mir was ändern würde wenn er nicht mehr trinkt ....ich sagte ich weiß es nicht weil einfach schön zuviel in mir passiert ist ...er meinte Dan nur dann kann er ja weiter saufen am besten sich tot saufen ...ich sagte nur noch ,wenn er es so machen will bitte ...ich schau auf mich und die Kids ...und bin ind Bett ....

    Er will denk ich mir ein schlechtes Gewissen machen das ich einknicke.er seine Trost bekommt ....seine Aussage er ist immer noch ein Mensch mit Gefühlen .

    Dan bin ich halt die blöde Kuh in seinen Augen die herzlose ....aber mir egal .

    Hab die Schnauze voll .

    Müsste das jetzt noch los werden .

  • Hallo ihr lieben .

    Ich war die Tage so motiviert und davon überzeugt das ich es schaffe mich zu trennen ...

    Jetzt merke ich wider so ein Gefühl das ich vielleicht überreagiere...und doch noch warten sollte ...ich weiß es ist wirklich ein hin und her ....meine. Angst Leitet mich extrem ....hoffe es wird besser ...

  • Hallo 👋

    Seit langer Zeit schreibe ich hier wider .

    Ich muss mit stolz sagen das ich seit September mich getrennt habe.

    Es war kein leichter weg , es ist immer noch schwer. Aber dieser Druck auf der Brust ist endlich besser geworden.

    Ich habe damals mit meinen Mann gesprochen und haben uns dazu entschlossen erst Mal getrennte Wege zu gehen. Natürlich war die größte Herausforderung unser Kinder es zu sagen .

    Haben es aber soweit gut hin bekommen .

    Heute war es aber Dan soweit das ich einfach nicht mehr meine Kinder es verheimlichen konnte. Ich hab es ihnen gesagt das Papa ein Problem mit dem Alkohol hat . Versuchte es irgendwie kindgerecht zu erklären und das sie keine Schuld haben usw.

    Dennoch war es krass das mein Sohn 7 Jahre meinte er weint nur weil wir ihn nichts gesagt hatten . Und ihm Anlogen.

    Ich dachte immer das schlimme ist das Papa das hat aber damit hab ich irgendwie nicht gerechnet.

    Musste ich einfach jetzt mal los werden LG

  • Hallo Ehefrau,

    Deine Beiträge habe ich in einem Thread zusammengefügt, damit es übersichtlich bleibt.

    Bitte eröffne für Dich selbst keine neuen Themen, sondern schreibe hier einfach weiter.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ehrlich gesagt, kann ich die Reaktion deines Sohnes verstehen. Kinder bekommen viel mehr mit als man glaubt.
    Was habt ihr den Kindern denn gesagt, weshalb ihr euch getrennt habt?

    Ich würde mich an deiner Stelle bei den Kids entschuldigen und ihnen sagen, dass es dir leid tut, dass du gelogen hast.

    Dass du versucht hast, sie zu schützen, es vielleicht leichter machen wolltest. Es aber falsch war, nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Jeder macht mal Fehler, und es ist eine versammt schwierige Situation für euch alle.
    Wichtig ist bestimmt noch, den Kindern zu erklären, dass sie keine Schuld daran haben, dass der Papa trinkt.

  • Haben damals gesagt das wir ja oft streiten und wir das nicht mehr möchten. Und es uns beiden nicht gut geht deswegen . Und sie keine Schuld haben . Usw.

    Ja so in etwa hab ich es ihnen erklärt .

    Jetzt habe ich mit meinen Ex telefoniert und habe es ihm gesagt das die Kids es wissen. Und das fragen kommen werden . Das er Bescheid weiß .

    Jetzt war aber der Fall das er schon im schlechten Zustand war. Das heißt es ging ihm schon nicht gut emotional und so.

    Er weinte auf einmal und meinte er hätte schon ein Abschiedsbrief geschrieben .

    Er meinte er ist mir egal .. und er will wider ne Hilfe . Hat aber Angst wegen der neuen Arbeit . . Ich versuchte sachlich und ruhig zu bleiben. Aber trotzdem lässt mich das jetzt nicht in Ruhe . Er hat keinen . Ich will es nicht wider zu meinem Problem machen . Aber was soll ich jetzt tun ? Vorsichtshalber seiner Mama schreiben ? Die eh zu weit weg wohnt .oder es abwarten . Ich will an nichts Schuld sein . Er meinte er will morgen die Kinder sehen . Er bleibt schon wider Zuhause von der Arbeit . Das ist kein gutes Zeichen .

  • Hey,

    da setzt er dich ja heftig unter Druck. Ich weiß nicht genau, aber wenn er akute Suizidgedanken hat, dann wäre die logische Konsequenz, dass er in die psychiatrische Klinik geht, notfalls mit dem RTW...

    Und in dem Zustand sollte er keinesfalls die Kinder sehen. Auch, wenn das für ihn vielleicht schwer ist, aber damit würden sie ja völlig überfordert. Da wäre es aus meiner Sicht wichtig, sie zu schützen.

    LG Thess

  • Du hast dich räumlich mit dem Kindern getrennt, das ist schön zu lesen. Telefonate mit ihm sind vermutlich anstrengend, und unterschwellige Schuldzuweisungen gehören leider dazu. Mit seinem Job wird er vermutlich früher oder später Ärger bekommen, du warst sein Ankerwesen, bist aber nicht mehr allgegenwärtig. Da wird der Konsum vermutlich steil ansteigen.

    Das mit dem Abschiedsbrief ist in der Regel eine emotionale Erpressung, den Spieß kannst du aber leicht umdrehen indem du ihn dafür lobst einen geschrieben zu haben. Und frag, wo genau er den hinlegt, damit du später nicht suchen musst.

    Ich weis ich klinge immer ziemlich hart, ich habe aber genug in meiner Ehe gesehen, erfahren, gehofft, geschimpft, war sauer und angefressen, hab Schäden beseitigt und vieles mehr Ich sehe das mitlerweile sportlich und relativ, es gibt Dinge, die passieren wollen, du kannst sowieso nicht regulierend eingreifen, nur im Nachgang aufräumen.
    Ich wünsche dir und deinen Kindern viel Kraft und Gelassenheit.

  • Er ist heute nicht gekommen . Ich Pass schon auf.

    Ich fühle mich etwas angegriffen,er ist immerhin noch ein Mensch. Und einen einfach links liegen zu lassen finde ich auch nicht fair . Er ist trotz allem auch für mich und den Kids da .

    Ich hätte es gar nicht erfahren wen ich nicht ihn angerufen hätte.

    Ich finde es einfach nicht schön alle gleich zu stellen . Wir haben trotz allem ein gutes Verhältnis was mir wichtig ist wegen den Kindern schon allein..

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