Aber bitte vor dem Aussprechen der Trennung selbige vorbereiten und immer das Thema eigene Sicherheit mitbedenken!
releaseme - Wie soll es weitergehen?
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Darüber denke ich seit längerem schon nach. Außer verbaler Gewalt wurde mein Mann noch nie handgreiflich. Aber nach der Aussage letzens, wenn er uns nicht mehr hätte könnte er sich gleich erschießen, dachte ich,so eine Aussage hätte ich ihm nie zugetraut. Klar man sagt vieles wenn ma durchdrehen und es ist bestimmt auch eine Art Erpressung, dass er sich ja was antun könnte und wir deshalb bleiben, aber diese Aussage fand ich beklemmend.
Ich bin über alle Tipps dankbar, die ich vorab Treffen könnte! Gibt es was icj schon im Vorfeld erledigen soll? Wenn ich die Trennung ausspreche würde ich vorerst mal zu meinen Eltern mit den Kindern, die haben mir mein altes Kinderzimmer schon angeboten

Bis wir mal wissen was wird.. Da wir verheiratet sind gibt es ja vieles zu klären.. aber der letzte Schritt fehlt mir noch, der letze Mut! Wäre der Spruch jetzt nicht so fehl am Platz müsste ich sagen "da muss ich mir mal Mut antrinken" ..hahaha ihr wisst wie es gemeint ist, leider gibt es bei mir nichts mehr zu lachen wenn es um Alkohol geht, dieses Zeug hat mir und meinen Kindern alles genommen, was wir hatten 




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Ich bin über alle Tipps dankbar, die ich vorab Treffen könnte! Gibt es was icj schon im Vorfeld erledigen soll?
Lies Deinen Faden noch mal von vorn bis hinten durch, da stehen schon einige wichtige Tipps drin.
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Okay releaseme,
ich denk das mal kurz durch. Ich denke du solltest dir eine Wohnung suchen und das Kinderzimmer bei deinen Eltern als Notfallplan sehen, fallst du vor der Wohnung ins Handeln kommen musst. Kopiere/fotografiere Papiere ab, die du brauchen wirst oder bring sie schon mal in Sicherheit. Geburtsurkunden usw.
Er wird dich vielleicht nicht ernst nehmen, wenn du zu deinen Eltern gehst. Das fühlt sich als Drohung ihm gegenüber an, aber nicht als ernste endgültige Entscheidung. Und du solltest dir über folgendes im Klaren sein: Tust du das, weil es endgültig aus ist oder um ihn zur Einsicht zu bringen? Das eine solltest du ernst meinen, wenn du es in Angriff nimmst, sonst wird er dich nie mehr ernst nehmen. Und bei dem anderen solltest du darauf gefasst sein, dass es auch sein kann, dass das nicht eintritt und nur alles noch schlimmer wird. Dann brauchst du einen Plan B. -
Huhu releasme,
Wie geht es Dir?
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Hallo ihr Lieben!
In den letzen 2 Wochen ist sooo viel passiert! Ich traue mich nun sagen, dass mein Entschluss gefasst ist! Bis hierher und nicht mehr weiter!
Das letzte Monat war sooo extrem! Er hat einen Skandal nach dem anderen geliefert. Aber was für mich meine absolute rote Linie erreicht hat ist, dass ea seit 3 Wochen so einen extremen starken körperlichen Verfall bei ihm gegeben hat. Die Kinder haben ihn sogar angebettelt, dass er zum Arzt soll. Ich habe es auch getan- aber er lässt sich nicht helfen. Er schleppt sich zur Arbeit, kommt heim und schläft als wären wir gar nicht da. Am Wochenende wechseln wir keine 10 Worte. Er will seine Ruhe, mit den Kindern macht er gar nichts mehr, er hat noch weiter abgenommen, erbricht dauernd und noch so ein paar Dinge.. ich habe teilweise Angst, dass er mal morgens nicht mehr aufwacht, er schaut soooo übel aus! Ich kann das nicht mehr aushalten und ich will nicht mehr. Er will meine Hilfe nicht! Er kämpft auch gar nicht mehr um uns und ich habe es mir wirklich so lange gewünscht, aber jetzt will ich es gar nicht mehr. Ich will ihm nicht beim Selbstmord zu sehen und den Kinder will ich das sowieso ersparen!!
Und es gibt noch einen Grund.. Ich habe in meinem Faden zu Beginn mal um einen Reiter auf weißem Pferd gebetet, der einen da raus holt - und plötzlich merkt man, dass der die ganze Zeit da ist.. versteht mich nicht falsch.. Ich kann nicht aus so eine Ehe in die nächste Beziehung fallen.. aber es gibt Gefühle die da sind, wenn man sie zulässt und es wurden mir jetzt die Augen geöffnet, dass da draußen noch ein Leben wartet, das lebenswert ist. Ich habe zwar 20 Jahre auf den Schultern, die ich zurück lassen muss, aber wenn ich Glück habe kann ich noch 40 Jahre mit schönen Gefühlen und Erlebnissen füllen...
Es ist da jetzz eine Hand die mich führen will, noch in Freundschaft aber mit vielen Gefühlen auf beiden Seiten. Und i will leben und nicht mit ihm untergehen!
Ich war diesen Woche bei einer Pschologin und nächste Woche bin ich eine Woche weg ohne ihn und danach will ich zu einem Rechtsanwalt..
Ich will das schaffen! Und ich muss alles hinter mir lassen um glücklich werden zu können. Langsam trenne ich mich gedanklich vom Haus und alles wird leichter..
Aber es liegt noch ein steiniger Weg vor mir.. Und die Angst vor dem "Rückfall" vorm wieder "Einknicken".. so muss sich das auf der anderen Seite bei den nassen Alkoholikern anfühlen:-(
Haltet mir die Daumen dass alles gut wird! Allein schon für die Kinder!
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Guten Morgen releaseme,
das hätte ich schreiben können. Genauso hat es sich vor einigen Monaten angefüllt.
Es ist irgendwann nicht mehr auszuhalten, diesen Selbstmord auf Raten mitanzusehen.
Und die Angst vor dem "Rückfall" vorm wieder "Einknicken".. so muss sich das auf der anderen Seite bei den nassen Alkoholikern anfühlen:-(
Aus diesem Grund wollte ich meinen Noch-Mann nicht mehr sehen. Das konnte ich jetzt 2 Monate aufrechterhalten. Gestern sollte er kommen und seine persönlichen Gegenstände abholen. Er hat sich nicht daran gehalten. Ärgerlich und auch eine Erleichterung.
Sein Weg geht weiter bergab und ich kann mir nicht vorstellen, dass sein Körper da noch mitmacht. Jeden Tag rechne ich damit, dass jemand vor meiner Tür steht und mir von seinem Tot berichtet.
Ich habe zwar keinen weißen Ritter, aber bei mir fügt sich so einiges zum anderen. Mit meinen Kindern bin ich im Reinen und wir sind uns noch näher gekommen. Keine Vorwürfe oder sowas, nur Dankbarkeit und Demut. Beruflich geht es auch bergauf. Ich habe 20 Jahre lang in seinem Schatten gelebt. Mich zurückgestellt für die Familie und ihn unterstützt. Jetzt werde ICH gesehen und wie wichtig ich sein kann und die Aufstiegsmöglichkeiten sind plötzlich da. Ich bin 44 und habe noch mein halbes Berufleben vor mir, nun mit großen Kindern und ganz neuen Perspektiven.
Und so sehe ich das auch im Privaten. Mr. Right kommt immer dann um die Ecke, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Ich kann mir aktuell keine Beziehung vorstellen. Ich brauche Zeit für mich und freue mich auf eine selbstbestimmte Zukunft. Aber man weiß ja nie.Ich freue mich für dich releaseme. So eine stärkende Hand kann wirklich Wunder bewirken. Ich wünsche dir, das du den Absprung schaffst und genauso zufrieden werden kannst, wie ich es bin.
LG ☀️
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Hallo release,
Es ist.schön,.dass da jemand ist, aber ich bin über den Satz mit der führenden Hand. Vielleicht hast du es anders gemeint, aber für mich liest es sich nach erneutem unterordnen.
Warum glaubst du, dass du Führung brauchst?
Lg Morgenrot
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Ich finde es auch super, dass du einen Entschluss gefasst hast. Und ich möchte nochmal betonen, dass du den Ritter bzw. Retter in glänzender Rüstung immer bei dir hattest, aber nicht in Form eines anderen Menschen, sondern in Form von dir.
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Morgenrot Vielen Dank für deinen Denkanstoß! Ich habe darüber nachgedacht und ich muss sagen, ich hab es glaub ich falsch ausgedrückt. Ich will mich niewieder jemanden unterordnen. Das habe ich viel zu lange mit mir machen lassen. Es war eher so gemeint, dass da jemand eine Hand entgegenstreckt und sagt: schau, ich geh mit dir, ich helfe dir, da bist nicht allein, mir geht's gut, ich kann dir den Weg zeigen... Ich weiß nicht ob du verstehst wie ich das meine. Und es is in Freundschaft, aber es gibt da diese Menschen wo man einfach eine Verbindung spürt. Er hat leider auch so eine Ehe hinter sich und weiß wovon ich rede nur er hat den Ansprung schneller geschafft und alle Gänge schon hinter sich. In diesem Punkt bin ich schon froh, wenn es jemanden gibt der mich führt. Meine Eltern unterstützen mich und die Kinder, aber im Prinzip sind sie auch alle Opfer, weil sie seit 2 Jahren Papa Ersatz für meine Kinder sind. Irgendwie befinden die sich alle in einer Schockstarre.
Aber ich danke dir dür deine Anregung! Ich will in Zukunft nie mehr, in so ein Muster rein geraten..
Sonnenschein CoA Das wäre auch mein größter Wunsch! Endlich ein freies Leben mit meinen Kindern, einen Rückzugsort, der nur uns gehört.. Und was sich sonst entwickelt wird sich zeigen, da liegen eh noch Schritte vor mir und soweit bin ich noch lange nicht. Ich würde mich nie auf etwas einlassen, als verheiratet Frau. So bin ich nicht. Egal wie groß das Leid ist, dass er uns angetan hat. Aber es is schön zu wissen, dass es da draußen noch ein anderes Leben gibt, das vl nur drauf wartete, dass ich darum greife. Und ja, ein Knistern ist zu spüren und vl ist es genau das Gefühl, dass ich brauche, damit ich aus meiner festgefahrenen Rolle rauskommen kann! Ein neuer Antrieb sozusagen. Und ich habe auch schon lange aufgehört Dinge zu planen...Gefühle passieren ungeplant und meine Mama hat gesagt: Es ist kein Wunder, wenn man so lange so behandelt wird, dass man sich da irgendwann wieder nach Zuneigung und Wärme und Liebe sehnt und wenn dann plötzlich so jemand um die Ecke gebogen kommt, dann ist es niemanden zu verdenken, dass sich da was entwickeln kann" Ich hab auch gedacht, dass Gefühle zu einem anderen Mann das Letzte ist was ich jetzt brauche, weil alles schon so kompliziert ist. Aber ich merke auch dass da in meinem Bauch in einer kleinen Ecke sowas wie Glück ist und ich war schon lange nicht mehr glücklich.. Ich lasse mich jetzt einfach mal ein bisschen vom Schicksal treiben.... es wird hoffentlich so kommen wie es soll:-)
Deine Beiträge sind wirklich unglaublich- so als würden wir beide exakt das selbe Leben gelebt haben... krass und traurig gleichzeitig

Aber du machst mir Mut, dass es sich lohnt, auch wenn es wehtut...
Ich habe mir gestern noch Wohnungen im Internet gesucht.. Das fühlt sich so komisch an.. aber ich will nicht mehr...:-(
Ich hoffe, dass ich auf mein Bauchgefühl vertrauen kann und stark bin und nicht wieder die blöde Stimme im Kopf, die versucht mir ein schlechtes Gewissen und Hoffnung einzureden, überhand nimmt!!:-(
Habt einen schönen, ruhigeren Tag!!
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ich möchte nochmal betonen, dass du den Ritter bzw. Retter in glänzender Rüstung immer bei dir hattest, aber nicht in Form eines anderen Menschen, sondern in Form von dir.
Da hast du ziemlich sicher recht! Nur ich habe diesen GLÄNZENDEN Ritter in mir nicht mehr gesehen, weil diesem sein Strahlen, seine Fröhlichkeit, seine positive Art dem Leben gegenüber Woche für Woche raus gesaugt wurde. Ich war sooo eine fröhliche, lustige Frau mit so viel Energie und am Ende gibt es nur noch Tränen und Leid und es macht auch sehr viel mit dem Selbstwertgefühl... wenn man täglicjh gesagt bekommt, was man alles nicht auf die Reihe kriegt- obwohl man alles alleine wuppen muss- und all die Wörter die mir in seinem Suff um die Ohren geflogen sind! Das Geschreie, die zuknallenden Türen..Das macht was mit einem! Es ist wirklich emotionaler Missbrauch und seit Wochen gibt es keine einzige Berührung mehr, kein "schön, dass ihr da seid" kein "ich hab mich auf euch gefreut " kein "wie war euer tag? wie läuft es in der schule?" usw. nichts mehr! Und seit diesem Monat nicht mal mehr 10 Worte am Tag. Ja, er ist körperlich sehr übel beisammen und anfangs dachte ich noch "Lass ihn in Ruhe, es geht ihm nicht gut" aber jetzt denke ich mir "Stopp! Es ist sein Problem! Er kann jederzeit zum Arzt und sich Hilfe holen! " Das ist doch keine Lebensqualität mehr!Und es ist ihm egal, dass er uns verliert sonst würde er ja Mal auf seinen Körper schauen. Scheinbar ist es ihm auch egal, dass er stirbt wenn es so weitergeht.
Gestern lag er den ganzen Tag nur am Sofa an der gleichen Stelle- ich war mit den Kinder draußen wandern. Voller Freude sind sie heimgekommen und haben Papa von dem schönen Nachmittag erzählt, dann meinte er nur :"Ah, meine Motorsportsendung war mir da wichtiger... Bumm, das hat wieder gesessen...Jetzt weiß ich wieder wie wichtig wir im sind..Ich denke es is jetzt alles gesagt. Er ist glücklich so wie ist! Er lebt sein Leben / macht sein Ding und ich mache brav alles andere! Aber nicht mehr mit mir! Mein Fass ist nicht voll, es is jetzt übergeschwappt!

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Hallo realseme!
Jetzt ist der Punkt, an dem Dein Mann nicht mehr kann.
Er hätte diesen längst nicht erreicht, wenn er nicht gespürt hätte, dass Du nicht mehr willst und kannst!
Du bist die ganzen Jahre für ihn da gewesen, irgendwann ist es gut und man kann nicht mehr.
Ich wünsche Euch beiden alles Gute und sende Dir eine Umarmung!
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Hallo release,
Ich bin völlig fertig und am Ende..Ich habe heute früh sogar noch in meinem Faden geschrieben, mein Entschluss ist gefasst, dass ich gehen werde. Und jetzt hat mich mein Mann angerufen, dass er im Krankenhaus ist. Ich habe gerade gestern noch geschrieben, dass ich wirklich Angst habe, dass er nicht mehr lange lebt und heute dann das. Er hat es scheinbar nicht mehr ausgehalten vor Schmerzen und hat sich irgendwie ins Krankenhaus geschleppt. Und bin jetzt momentan wirklich zusammengebrochen - also seelisch- und ich spürte dass ich hier schreiben muss. .Ich bin so fertig. Ich habe Angst um ihn, dass er eine finale Diagnose kriegt.. und gleichzeitig will ich dieses Leben mit ihm nicht mehr aber was ist wenn er schwer krank ist, darf ich dann noch gehen bzw kann ich das? Sein Papa hat mich angerufen und war so positiv, weil sich jetzt endlich was ändert. Aber für mich bricht gerade eine Welt ein. So viele Monate habe ich gewünscht und gefleht, dass er sich helfen lässt. Für mich fühlt es sich aber zu spät an! Ich hatte meinen Entschluss gefasst.. Und es war ja nur weil er gar nicht mehr konnte, sonst wäre er ja nie ins Krankenhaus gegangen. Und all die Sachen die passiert sind- die kann ich nicht vergessen.. aber sofort ist die Simme im Kopf "jetzt ändert sich was, jetzt wird alles gut, das wolltest du doch " und "er hat nichts mehr mit euch machen können, weil es ihm nicht gut ging" und Gedanken wie "vl hättest du viel mehr für ihn da sein sollen, wenn es ihm so schlecht geht". Ich habe ihn wirklich links liegen lassen die letzte Woche. Weil ich das alles nicht mehr will. Und da ist das schlechte Gewissen, dass ich nicht genug für ihn da war, obwohl ich deine Frau bin ... Meine Gedanken spielen mir einen Streich... Aber er wollte ja meine Hilfe nicht.. Und bei mir is was anders ich will nicht mehr, dass es "gut" wird für uns, weil ich mich nicht mehr an diese Hoffnung klammern will- die hat mir schon soviel Leid beschert.
Ich habe jetzt sooooo Angst, dass ich es nicht schaffe, jetzt bin ich dann die "Böse" weil ich aufgebe und er ja jetzt was macht.. Ich weiß genau wie das jetzt alles gedreht wird...
Ich weiß nicht ob ihr mich irgendwie verstehen könnt, ich bin selber gerade total durcheinander... Da ist Angst, Wut, Hass, Traurigkeit, aber ich spüre keine Liebe.. Ich bin wie gelähmt.
Ich habe deinen Beitrag aus dem SOS Bereich nochmal hierher kopiert, damit jeder Bescheid weiß.
Zuerst möchte ich dir sagen, dass es mir leid tut, dass dein Mann im Krankenhaus liegt. Das deine Gedanken jetzt Achterbahn fahren und du erst einmal vom schlimmsten kann ich sehr gut verstehen.
Ich stand mal an einem ähnlichen Punkt. Innerlich schon sehr weit distanziert, und dann bekam er eine schwere Verdachtsdiagnose und sollte zu Untersuchungen ins Krankenhaus. Ich habe hin und her überlegt, was ich tun soll, begleiten oder nicht. Letztendlich habe ich ihn begleitet, aber es war so ein Gefühl in mir, dass ich diese Begleitung auch keinem anderen Menschen versagt hätte.
Jetzt könnte es wichtig sein, dass du Schritt für Schritt denkst. Damals bei mir, hatte ich sofort ein Horrorszenario vor Augen. Er kommt aus der Klinik, ist ein Pflegefall usw. Solche Filme laufen ab. Es ist wichtig, jetzt Schritt für Schritt zu schauen, in welche Richtung es geht.
Deine Gefühle und Gedanken sind alle okay und haben ihre Berechtigung.Hol dir auch für dich Hilfe, wenn du dass Gedankenchaos nicht alleine ordnen kannst. Du wirst hier gelesen.
lg Morgenrot
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Jetzt bereue ich noch viel mehr, daas ich den Absprung nicht früher geschafft habe! Da waren so viele Möglichkeiten! Ich war nicht so weit und hab es geschoben und geschoben und jetzt wird der Schlamassel immer größer und schwerer... ihr hattet alle recht, dass alles mit ihm untergehen wird! Und jetzt sitze ich mitten in diesem sinkenden Schiff ...:-(
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Hi releaseme,
es ist immer noch so, dass Du es nicht in der Hand hast, ob er untergeht.
Was Du aber immer noch in der Hand hast ist, ob Du selbst mit untergehst.
LG LK -
Jetzt bereue ich noch viel mehr, daas ich den Absprung nicht früher geschafft habe! Da waren so viele Möglichkeiten! Ich war nicht so weit und hab es geschoben und geschoben und jetzt wird der Schlamassel immer größer und schwerer... ihr hattet alle recht, dass alles mit ihm untergehen wird! Und jetzt sitze ich mitten in diesem sinkenden Schiff ...:-(
Du warst noch nicht so weit. Aber jetzt bist du es. Und du sitzt nicht auf dem sinkenden Schiff, zumindest dann nicht, wenn du dich aufrappelst und dir das letzte Rettungsboot greifst.
Dass er offensichtlich deine Hand nicht nehmen will, die er bräuchte, um sich von seinem Schiff wegzubewegen ist klar, aber du kannst es tun. Der erste Fuß ist schon im Rettungsboot, fehlt nur noch der zweite...
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Hallo releaseme!
Das ist das Entscheidende, er wollte deine Hilfe nicht und einem erwachsenen Menschen der jegliche Hilfe ablehnt kann man nicht helfen. Ich habe gelernt wenn der Andere nicht will bin ich total machtlos. Was hättest du denn tun sollen? Irgendwann bist auch du an deine Grenze gekommen und hast dich gegen ihn entschieden was ich total verstehen kann.
Warte doch erst mal ab was sich im Krankenhaus ergibt, vielleicht ist es ja für ihn ein Ansporn sein Leben in die Hand zu nehmen. Was du machst oder planst sollte unabhängig von ihm sein.
Mir ging es so daß ich meinen Mann überhaupt nicht mehr geliebt habe als ich mich getrennt habe. Mir war es egal was mit ihm passiert, ich wollte einfach aus der Situation raus, mich hätte nichts mehr aufhalten können. Trotzdem hat mir mein Helfersyndrom noch ungute Gedanken beschert die ich aber unterdrückt habe.
Er ist Jahre später plötzlich verstorben, ich war so ausgebrannt und versteinert daß ich nichtmal weinen konnte.
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Liebe releaseme,
im Grunde hat sich nicht viel an der Gesamtsituation verändert.
Versuche es etwas sacken zu lassen, du musst jetzt akut ja nichts tun oder entscheiden.
ihr hattet alle recht, dass alles mit ihm untergehen wird
Kopf hoch - so ist es nicht. Du und die Kinder, ihr müsst dennoch nicht mit ihm untergehen. Ich verstehe aber, das es dir nun schwerer fällt bei deinem Entschluss zu bleiben, nun, wo er im Krankenhaus ist.
Dennoch: Dein Entschluss steht doch. Du hast lange ausgeharrt, geredet, gehofft und gebangt. Du und die Kinder, ihr habt es verdient, dass ihr euch ein Leben in einem sicheren Rahmen aufbaut.
Auch dahingehend hat sich ja nun nichts geändert. Das er nun Einsicht hat, wenn er wieder gesund werden sollte - das steht ja in den Sternen.Ich glaube, nahezu jeder Partner eines Suchtkranken hier kennt dieses Auf und Ab zwischen Hoffnung und Aufprall auf dem Boden der Realität. Das du nun sagst, du willst das nicht mehr machen, du steigst aus diesem Kreislauf aus - für dich und die Kinder - das ist nur gesund. Du lässt ihn nicht im Stich, als deinen Mann, sondern du betreibst Selbstfürsorge und schützt deine Kinder.
Ich habe auch lange gebraucht, bis ich den Ausstieg geschafft habe, habe auch noch einige Extrarunden gedreht. Als sie mit dem Rücken zur Wand stand und sich endlich Hilfe holte - etwas, worum ich sie so lange bat - habe ich für mich festgestellt, das der Zug abgefahren ist. Ich konnte und wollte nicht mehr. Noch eine Runde zu drehen, wieder in die Hoffnung gehen schien für mich nicht leistbar. Genauso war der Gedanke fern, es zu schaffen, wieder Vertrauen aufzubauen. Und das ist ein zentrales Element in einer Beziehung.
Kopf hoch - es wird sich fügen!
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Hallo releaseme,
es tut mir sehr leid, dass du das durchmachen musst. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Du hast alles gegeben! Du bist nicht Schuld! Es war seine Entscheidung und es ist sein Leben! Und nur er kann sich jetzt noch helfen!
Ich habe Angst um ihn, dass er eine finale Diagnose kriegt.. und gleichzeitig will ich dieses Leben mit ihm nicht mehr aber was ist wenn er schwer krank ist, darf ich dann noch gehen bzw kann ich das? Sein Papa hat mich angerufen und war so positiv, weil sich jetzt endlich was ändert.
Du musst die Panik abschütteln. Lauf ne Runde um den Block im 6. Gang, putz die Wohnung usw. Das ist der Schreck.
Was wenn er nicht schwer krank ist?vergessen.. aber sofort ist die Simme im Kopf "jetzt ändert sich was, jetzt wird alles gut, das wolltest du doch " und "er hat nichts mehr mit euch machen können, weil es ihm nicht gut ging" und Gedanken wie "vl hättest du viel mehr für ihn da sein sollen, wenn es ihm so schlecht geht".
Das streichst du mal ganz schnell aus deinem Kopf. Es wird sich vielleicht auch nichts ändern und es wird vielleicht auch nicht alles gut. Und er hat nichts mehr mit euch gemacht, weil es ihm nicht gut ging, weil er für den Alkohol seine Gesundheit geopfert hat. Und auch du hättest nichts weiter für ihn tun können.
Er hätte diesen längst nicht erreicht, wenn er nicht gespürt hätte, dass Du nicht mehr willst und kannst!
Ja, vielleicht ist das der Moment und selbst dann darfst du gehen. Und vielleicht ist es auch dein Moment um die Situation zu verlassen, bevor du seine Pflege übernimmst.
Mein Noch-Mann war 2020 und 2022 jeweils sehr krank und musste beide Male wegen starker Schmerzen und weil es ihm so schlecht ging ins Krankenhaus. Damals war Corona. Beide Male habe ich ihn in die Notaufnahme gebracht und mich von ihm verabschiedet, weil ich nicht wusste, ob ich ihn jemals wieder sehe. Wir dachten beide, dass er stirbt und ich durfte nicht in die Klinik. Es gab schwere Fehldiagnosen und am Ende waren es Krankheiten, ausgelöst durch seine Trinkerei, die behandelt werden konnten. Nun würde man meinen, dass diese Weckrufe mehr als einige Wochen nachgehallt haben. Dem war leider nicht so. Nun musste er trinken, weil er aufgrund der Fehldiagnosen so schwer traumatisiert war. Und nun ist das Jahr 2025 fast rum und er säuft noch immer.
Was machst du, egal ob schwer krank oder nicht, wenn er danach weitermacht? Wie bereust du dann den Absprung nicht geschafft zu haben?
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Ja, vielleicht ist das der Moment und selbst dann darfst du gehen. Und vielleicht ist es auch dein Moment um die Situation zu verlassen, bevor du seine Pflege übernimmst.
Das möchte ich so unterschreiben. Und deine Worte zeigen, dass du abgeschlossen hast und bereit bist zu gehen. Du hast ihn nicht in die Situation gebracht und dementsprechend trägst du auch nicht die Verantwortung dafür die Suppe auszulöffeln, die er sich (übrigens ohne Rücksicht auf euch) eingebrockt hat. Das ist sehr sehr schwer, das glaube ich.
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