aennie - Es ist wie es ist

  • Aber du kannst es aufzählen, bedeutet, du weißt, wann du wo zukünftig aufpassen musst. Besser als zu sagen, "macht mir alles nichts aus".

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Das habe ich gedacht, dass es mir nichts ausmacht.

    Ich habe bisher Situationen oder Menschen die Schuld für Fastrückfälle und echten Rückfälle gegeben.

    Wegen der Pfandosen habe ich mir echt nochmal Gedanken gemacht.

    Gut, dass ich das hier schrieb. <3

  • Ich habe bisher Situationen oder Menschen die Schuld für Fastrückfälle und echten Rückfälle gegeben.

    Das ist noch „ nasses“ Denken.
    Ich allein bin verantwortlich dafür, wenn ich wieder zur vollen Flasche greife.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Habe Heute bei den "Merkmalen eines EKA" gelesen.

    Bin platt.

    Das trifft 1:1 100Prozent auf mich zu. Ich bin jetzt echt gerade am Heulen.

    Ich dachte diese ganzen Zwischenmenschlichen Probleme die ich habe rühren daher, dass meine Eltern mich nicht liebten. Jetzt begreife ich auch da etwas, durch das Gelesene.

    Die konnten mir und meinen Schwestern keine Liebe vermitteln, weil sie ständig mit Ihren Saufeskapaden beschäftigt waren. Meine Mutter denke ich war da zunächst Co, und wohl eher auf Beruhigungs- und Schlaftabletten, um die Sauferei meines Vaters zu ertragen, bis sie selbst vermehrt anfing zu Saufen. Kann mich noch erinnern, wie sie dann wie Herz und Seele vereint da sassen und sich immer noch ein Gläschen Wein eingossen.

    Kam mein Vater aber berauscht und erst Stunden später von der Arbeit, wurde sie zur Bestie. Wir Kinder mussten als Zeugen wach bleiben bis er kam. Das hat immer ewig gedauert bis er das Schlüsselloch fand und endlich die Türe aufbekam. Sie wartete dann, bis er torkelnd im Hauswirtschaftsraum ankam um sich die Schuhe auszuziehen. Dabei fiel er meist bin und dann kam ihr grosser Auftritt. Hat die ihn angeschrien. Er hat immer nur gelacht und: Oh my darling gesungen. Was ich tatsächlich immer drollig fand. Er hätte sie ja auch schlagen können und sonstwas. Hoch geholfen hat sie ihm dann und zu Bett gebracht....beim jetzt aufschreiben fällt mir da auch was auf, die Inkonsequenz ihrerseits, ok, weiss auch woher meine dann rührt.

    Dann hat sie mehrere Tage nicht mit ihm gesprochen

    Waren wir auf Verwandschaftsbesuch wurde vorher gesagt wir sollen uns benehmen und ruhig sein. Wir sollten nicht erzählen, was Zuhause los ist. Jetzt kapiere ich das. Die Verwandschaft fragte so oft: Habt ihr wieder euren Mund Zuhause vergessen.

    Deshalb kann ich bis Heute dann wohl nicht in grösseren Runden reden, war ja als Kind verboten und antrainiert worden. Überlebensmodus!

    Oh Manno, ich kapiere da gerade so einiges.

    Auweia...Ich muss das sacken lassen.

    Hat da wer einen Supertip für ein Buch für mich? Können auch mehrere sein ;)

    Lieben Dank schon mal

  • Ich lese gerade „ Die vergessene Generation“ und „ Kriegsenkel - die Erben der vergessenen Generation“ von Sabine Bode.
    Die Kriegsenkel sind die in den 60igern bis 1980 Geborenen. Die Bücher zeigen, welche transgenerationalen Folgen der Krieg, das Schweigen der Kriegskinder über Flucht, erlebte Traumata auf die Erziehung und Entwicklung der heutigen Generationen hatte und hat.

    Ein absoluter Augenöffner für mich, meine Eltern und mich selbst besser zu verstehen.

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

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