livia - Alkoholismus

  • Vielleicht lässt Du die Nachricht von Lebenskünstler nochmal sacken und liest sie mit etwas Abstand nochmal ? Auch ich erkenne da nichts Hartes oder Unsensibles aber sehr viele - aus meiner Sicht - hilfreiche Impulse.

    Und noch einen Gedanken möchte ich Dir dalassen: Jeder der sich hier die Zeit nimmt zu lesen und zu schreiben handelt sehr wertschätzend und möchte helfen! Vielleicht siehst du es nochmal aus der Perspektive.

    Es ist schön bestärkt zu werden. Aber oft auch hilfreich genauer das anzusehen, was einem nicht ganz so „vertraut“ vorkommt.

  • Hallo livia

    Ich war auch in den Anfängen im Forum ein paar mal vor den Kopf gestoßen, dachte warum ist der oder diejenige so unsensibel etc. Aber wenn ich mir das heute durchlese, denke ich "oha warum hat mich das denn so vor den Kopf gestoßen?! Es ist doch nur die unverpackte Wahrheit!"

    Mittlerweile empfinde ich es als sehr bereichernd, dass hier sehr unterschiedliche Menschen mit sehr unterschiedlichen Perspektiven und auch Schreibarten unterwegs sind.

    Und: zieh Dir einfach raus, was Du gebrauchen kannst und lass alles Andere liegen. Es geht ja hier um Deine Selbsthilfe und nicht darum, eine Gruppe zu sein, die befreundet miteinander ist oder so.


    LG

    Api

  • Hallo Lebenskünstler!

    Ich hätte mir halt erwartet, dass Du sensibler mit diesem Thema umgehst. Es kommt ja darauf an, wie man etwas sagt. Du kennst sicher das Sprichwort, " wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück".

    Und es kommt mit darauf an, wie du die Worte liest. Stell dir mal vor, das alles würde in einem sanften Ton zu dir gesagt werden. Dann klingt alles plötzlich ganz anders.

  • Hallo Hera!

    Ich suche ja Hilfe in diesem Forum, da bin ich ja in einer Ausnahmesituation und da möchte ich einfach respektvoll behandelt werden. Es tut mir leid, aber vom Lebenskünstler habe ich mich nicht so behandelt gefühlt. Alle anderen waren für mich ok.

  • Jetzt mal Butter bei die Fische.

    Was genau war denn respektlos? Und bitte mit Zitat.

    Bist Du 69 und hast nur noch begrenzt Zeit, oder ist das nicht so?

    Und solltest Du Dir Hilfe dabei erhoffen, wie Du Deinen Mann vom Trinken wegbringst, dann kann Dir hier niemand dabei helfen, denn die ganz allgemeine Erfahrung ist einfach die, dass das so gut wie niemandem gelingt.
    Dazu gibt es Erfahrungen von aussen, von den Cos, und Erfahrungen von innen, von den Alkoholikern, von denen viele genau wissen, dass sie einfach unerreichbar waren.

    Ansonsten wird halt mal gestritten. Das kommt vor. Meine Frau und ich haben eine Sreitkultur, wir kommen aber immer wieder zusammen. Und von einer Frau, die 40 Jahre verheiratet ist, erwarte ICH, dass sie was aushält. Oder ist das bei Euch Ponyhof?

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Hallo Livia, vor ca. 15 Jahren fing ich an in eine örtliche angehörigengruppe zu gehen. Ich hatte immer Angst dass sie von trennung reden werden usw. habe deshalb mindestens 2 Jahre gewartet bis ich endlich mich aufmachte. Die Gruppe war gut und ich habe für mich viel erfahren aber geholfen hat mir dann ein paar Monate später bei einem gemeinsamen Weihnachtsmeeting der AA`s und Angehörigen das Gespräch mit einem AAler der mit mir so ähnlich wie Lebenskünstler gesprochen hat.

    Darauf habe ich dann erst angefangen zu handeln. Bei mir geht und ging es langsam aber es geht.

    Wir leben praktisch auch wie in einer AltersWG, Ich habe mir mein Leben gut eingerichtet wobei ich sagen muss hatte. Mein mann wird gesundheitlich schlechter und ich befürchte dass er schon eine leichte Demenz hat das nun wieder neue maßnahmen für mich erfordert.

    Mariexy

  • Wir leben praktisch auch wie in einer AltersWG, Ich habe mir mein Leben gut eingerichtet wobei ich sagen muss hatte. Mein mann wird gesundheitlich schlechter und ich befürchte dass er schon eine leichte Demenz hat das nun wieder neue maßnahmen für mich erfordert.

    Ein ganz wichtiger Hinweis: Selbst wenn es jetzt noch "irgendwie" gehen mag, wird es mitvder Zeit immer schlimmer werden, die Sucht frisst den Süchtigen langsam aber sicher auf, wenn er sie nicht rechtzeitig stoppt.

  • Hallo Livia,

    Als ich hier damals aufgeschlagen bin, empfand d ich viele Worte ebenfalls als sehr hart und wertete sie als persönlichen Angriff. Heute, einige Jahre später da ich selber glücklich trocken bin, kann ich aber diese Worte genauso an andere weitergeben. Manchmal sieht man vieles anders, wenn man wirklich richtig verstanden hat.

    Wenn mich hier etwas besonders angepiekst hat, dann meistens, weil mitten ins schwarze getroffen wurde. Ich wollte etwas nicht hören bzw etwas nicht wahrhaben. Vielleicht magst du ja mal bei dir selber schauen, was genau an LK's Nachricht dir nicht gefallen hat und was davon dann vielleicht sogar wahr sein könnte, was du noch nicht sehen magst.

  • Hallo Lebenskünstler!

    Du hast geschrieben, " dass mein Thema jetzt 3 Seiten hat und dass da einige Tipps dabei waren, die mir nicht gefallen haben. Weiters hast Du geschrieben, dass ich nicht in der Situation bin, die sich nach Wünschen richtet." Das habe ich als ein bisschen respektlos empfunden. Ich bin ja gerade erst eingestiegen und muss ja erst einmal alles für mich sortieren und schauen, was für mich am besten ist und das braucht Geduld und Zeit und die Zeit hast Du mir nicht gegeben. Da hätte ich mir mehr Sensibilität erwartet. Mein Mann und ich haben auch schon Streitereien gehabt, aber ich bin der Meinung, dass eine Frau nicht alles aushalten muss, denn diese Streits zermürben nur.

  • Da sag ich Dir erst mal, bei uns ist Gleichberechtigung. Meine Frau sagt mir ihre Meinung genau wie ich ihr meine. Anders kann aus unserer Sicht eine Partnerschaft nicht funktionieren. "Eine Frau muss nicht alles aushalten", weder beleidige ich Dich, noch wende ich Gewalt an, alles, was ich Dir schreibe, ist eine ungeschönte Meinung.

    Und ansonsten: Du kannst Dir wünschen, was Du willst, aber Deine Situation gibt das nicht her, weil Du Deinen Mann nicht ändern kannst. Wenn er wirklich wollen würde und mit viel Glück und Anstrengung könnte er sich vielleicht selbst ändern, aber der Zug ist abgefahren, wenn er langsam dement wird.

    Das wird auch nicht schöner, wenn ich es Dir in Geschenkpapier verpacke. Dabei will ich Dich gar nicht angreifen, abet ich lüge auch äusserst ungern.

    Zeit geben? Gegenfrage. wie lange machst Du das mit Deinem Mann schon mit? Wie lange bist Du mit seinem Alkoholkonsum schon unzufrieden?

    Noch ein Edit zu dem Zeit geben:
    Als Trinker müssen wir uns, bevor wir hier überhaupt reinkommen, als Alkoholiker outen und bestätigen, dass wir eine lebenslange Abstinenz anstreben.
    Bei mir spielt das keine große Rolle, da ich ewige Zeiten trocken bin. Aber Neue werden da schon sofort gefordert.

    Übrigens war das auch in der Suchtberatung so. Da wurde mir sofort eröffnet, Einzelgespräche bekomme ich nur unter der Bedingung, dass ich sofort aufhöre. Fand ich gut,denn ich wollte genau das. Und da gabs auch kein Überlegen von wegen vielleicht übernächste Woche.

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    Einmal editiert, zuletzt von Lebenskuenstler (8. April 2025 um 19:02)

  • Dann ist das so.

    Es gibt hier unterschiedliche Leute.
    Mit dem Satz kämst Du sowieso nie in die Situation, mit mir als Partnerin zu reden. Weil ich da ja auch ein Wörtchen mit zureden habe, und sorry, ich konnte aussortieren.
    Mich haben nur welche interessiert, mit denen man Tacheles reden konnte.
    Empfindliche Pflänzchen, da wusste ich sofort, will ich nicht.

    Und die Diskussion führt so zu nichts. Es ist ein Forum, da kommen die unterschiedlichsten Leute und Lebensentwürfe zusammen. Ich fange nicht an, es allen recht machen zu wollen, da käme ich aus der Gymnastik nicht mehr raus.

    Jetzt mache ich mal selbst drauf aufmerksam: Livia hat ein ernstes Problem. Gehts jetzt darum, sich lange drüber zu unterhalten, wie schlimm das ist und was sie alles nicht kann, oder gehts da irgendwann auch darum, das zu lösen? Und bis wann soll das denn stattfinden?

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  • Es ist jedoch auch so, dass sich nicht jeder mit jedem austauschen möchte. Das ist ebenfalls zu respektieren und es nutzt auch nichts, immer wieder ins gleiche Horn zu blasen, wenn die Töne nicht ankommen.

    livia was hast du nun vor?

    Ich komme aus der Alkoholiker-Ecke und gehöre auch zu den Menschen, die sehr direkt sind.

    Es gibt eben nur drei Möglichkeiten: Entweder du arrangierst dich weiterhin mit dem Alkoholismus und dem Verhalten deines Mannes, oder du suchst einen Weg, ihm aus dem Weg zu gehen, entweder durch Trennung oder sonst was.

    Die dritte, unwahrscheinlichste Möglichkeit ist, dass dein Mann aufhört zu saufen , von Salus zum Paulus mutiert . Denn du kannst noch so mit Engelszungen auf ihn einreden oder hochsensibel auf ihn eingehen, das wird nicht zum Erfolg führen, sondern die Spirale geht weiter abwärts und wird nur von falschen Hoffnungen getragen.

    Sei es dir wert, deinen Wert zu erkennen.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hier geht es aber nicht drum wie du deine Partnerinnen gern hattest, sondern um eine dir fremde Frau in einer sehr schwierigen Situation.

    Man kann schon mit einem Vorschlaghammer kommunizieren, muss man aber nicht.

    Livia hat ein ernstes Problem. Gehts jetzt darum, sich lange drüber zu unterhalten, wie schlimm das ist und was sie alles nicht kann, oder gehts da irgendwann auch darum, das zu lösen? Und bis wann soll das denn stattfinden?

    Wie Livia das löst und wann wird die Zeit zeigen.

    So, ich bin jetzt auch hier raus, Livia unsere Geschichten sind sehr verschieden, ich kann dir keinen Rat geben, trotzdem kann ich deine Not spüren,

    Alles Liebe, Alexa

  • Noch eine letzte Erklärung, dann, ja, es ist sicher hart, bin ich auch weg.

    Es geht tatsächlich um das Thema Leidensverlängerung.
    Du, Livia, wirst das sowieso in Deinem Tempo machen, weil es gar nicht anders geht.

    Aber je später Du anfängst, desto länger dauert es. Wenn Du hier bei den anderen Cos liest, dann dauert es eventuell Jahre.
    Wie viel Zeit Du Dir geben willst, entscheidest Du sowieso selbst.
    Wir sind alle keine kleinen Kinder mehr. Jeder ist erwachsen.

    Du schreibst aber selbst, Du willst noch was vom Leben haben.
    Und genau das gönne ich Dir.
    Aber dafür musst Du anfangen.

    Ich treibe Dich nicht. Es ist Deine Lebenszeit, die endlich ist.

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  • liebe livia

    gut daß du hierher gefunden hast. es ist ja auch noch nicht so lange her, lass alles erst mal sacken. es ist viel am anfang, und wahrscheinlich auch nicht das was du dir als erstes erhofft hast. du hast ja nach empfehlungen und ratschlägen gefragt, wie du dich mit deiner situation arrangieren kannst und ob du irgendetwas uebersehen hast was deinen mann vom alkohol wegbringt, damit ihr wieder ein ruhiges leben haben koennt.

    die erkenntnis daß man absolut nichts machen kann, die ist glaube ich die schmerzhafteste. und "da draussen" sagt einem das auch niemand. da wird man eher unterstützt oder ermutigt, es weiter mit dem helfen zu versuchen. so habe ich das erlebt.
    ich bin als kind eines alkoholikers aufgewachsen, der die meiste zeit meiner kindheit auch gut funktioniert hat, wenn es auch ueber die jahre schwieriger wurde, und dann immer schlimmer, als wir kinder nicht mehr zuhause lebten und meine eltern dann auch nicht mehr zusammen waren. meine mutter hat jahrzehnte versucht auf meinen vater einzureden, es hat NULL bewirkt, mein vater hoerte es, setzte ein finsteres gesicht auf und wenn es ihm zu bunt wurde, kuerzte er ab und ging in den keller um zu trinken.

    was hier geschrieben wird ist nicht leicht zu verdauen, aber keiner hier will dir was boeses, oder schaut auf dich herunter, oder respektiert dich nicht, im gegenteil jeder hier kommt entweder als alkoholiker hier her oder angehöriger, alle wissen also auch wovon du schreibst. die geschichten hier aehneln sich leider sehr, ich kann dir nur empfehlen lies dich ein bisschen ein.

    vorallem im co bereich kannst du vielleicht was fuer dich rausziehen, oft sind die situationen sehr ausweglos, oder scheinen so, und dann geht es aber doch auch vorwaerts und hin zu einem selbstbestimmten besseren leben.

    du hast jedes recht auf ein zufriedenes leben, bist nicht fuer die sucht deines mannes verantwortlich und du musst auch nicht bis zum ende aushalten, wenn er sich zu tode trinkt. leider ist die sucht unglaublich stark. dein mann MUSS trinken, er hat keine kontrolle darueber, und damit du, wenn du dich so abhaengig von seinem trinkverhalten machst eben auch nicht. daher wird hier immer wieder geschrieben, schau auf dich.

    das die zeit knapp ist, naja keine ahnung. im grunde sind wir doch alle gleich weit weg vom tod. wir wissen es schlicht nicht, wann wir gehen muessen. die zeit die vor uns liegt, ist aber die die wir gestalten koennen, besser heute damit anfangen, und dann schritt für schritt wieder ins leben.

    ich wuensch dir alles gute. koda

    2 Mal editiert, zuletzt von koda (9. April 2025 um 10:13)

  • Hallo Hera!

    Ich suche ja Hilfe in diesem Forum, da bin ich ja in einer Ausnahmesituation und da möchte ich einfach respektvoll behandelt werden. Es tut mir leid, aber vom Lebenskünstler habe ich mich nicht so behandelt gefühlt. Alle anderen waren für mich ok.

    Ich verstehe. Eingangs hattest du geschrieben, dein Mann wird oft aggressiv. Vielleicht kommen manche Worte deshalb aggressiv bei dir an? Weil du es so gewohnt bist? Das wäre schlimm.

    Der Austausch hier ist manchmal klar und direkt, oft einfühlsam und sogar liebevoll. Jemand, der respektlos ist, wird sofort ausgebremst, das wird hier nicht geduldet. Hier sind Menschen, die Hilfe brauchen und welche, die Hilfe geben können und möchten. Nimm einfach mit, was du brauchst.

  • Hallo Twizzler!

    Ich bin ja nicht in der Situation, dass I C H alkoholsüchtig bin. Ich bin ja die Angehörige eines Alkoholikers und ich finde, dass man da schon einen Unterschied machen sollte, denn als Angehöriger sieht man es schon ein bisschen anders.

  • Hallo Livia,

    Ich bin ja nicht in der Situation, dass I C H alkoholsüchtig bin. Ich bin ja die Angehörige eines Alkoholikers und ich finde, dass man da schon einen Unterschied machen sollte, denn als Angehöriger sieht man es schon ein bisschen anders.

    ich bin auch Co gewesen, und das ist auch eine Abhängigkeit. Es mag hier manchmal hart klingen, aber Hilfe bedeutet nun mal nicht, dass man immer liebevolle, tröstende Worte gesagt bekommt, sondern auch dass jemand ehrlich ist und einen mit der Nase auf Dinge stößt, die nicht immer erst gefallen.

    Und Lebenskünstler hat recht, irgendwann ist die Uhr abgelaufen und dann ist es zu spät. Du hast nur dieses eine Leben, das du gestalten kannst.

    Liebe Grüße

    Matilda

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