Heinzi - -Vorstellung

  • Hallo zusammen,

    meine Frau ist Alkoholikerin und ich komme so langsam in die Phase wo ich meine Ehe hinterfrage und mir nicht mehr sicher bin ob ich so weiter leben möchte. Mir fällt es gerade sehr schwer zusammenhängend zu schreiben, deswegen in dieser Form.

    Ich habe meine Frau mit dem Wissen über ihr Alkoholproblem nach drei Jahren Beziehung geheiratet. Habe gedacht ihr irgendwie mehr helfen zu können. Sie ist Epsilon Trinkerin. Nach fast 6 Monaten Abstinenz gab es jetzt wieder zwei Rückfälle. Auch in den Jahren davor gab es immer wieder Phasen in denen sie tagelang getrunken hat

    Ich war immer für sie da, hab viel für sie getan, alles ausgehalten, ihr Rückhalt gegeben, immer wieder Highlights im Leben geschaffen. Ich verstehe auch ihre Krankheit. Mir war auch bewusst auf was ich mich einlasse.

    Aber mittlerweile habe ich das Gefühl das sie einfach nicht ehrlich zu mir ist. Ich vermute das ihr Ex Partner sie triggert und sie dann trinkt. Aber sie spricht nicht mit mir darüber was ihre Exzesse auslöst.

    Manchmal fühle ich mich ausgenutzt. Ich muss das immer wieder alles ertragen und darunter leiden, was sie auch nicht wirklich versteht. Aber nach außen wird so getan als ob nichts ist. Ich zweifle nicht an meiner Liebe zu ihr. Wenn sie nicht trinkt ist alles sehr harmonisch, entspannt, liebevoll usw. Wir unternehmen sehr viel und haben auch viel Freude und Spaß. Aber ich weiß nicht ob ich mir was vormache.


    Danke

  • Hallo Heinzi,

    und herzlich willkommen.

    Du merkst es selbst, du kannst ihr nicht helfen. Solange sie es selbst nicht will kannst sonstwas tun, sie wird weitermachen wie immer. Du hast alles Mögliche getan damit sie nicht trinkt aber sie tut es doch. Weil die Sucht das von ihr verlangt.

    Du kannst dich gerne mit anderen Menschen hier austauschen, klick einfach auf diesen Link:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Schreib ganz kurz was dazu und dann wirst du freigeschaltet. Dein Thema findest du dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • hallo Heinzi,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegrupe.

    Du bist jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet und kannst dort überall schreiben, nur bitte nicht bei den Usern im Vorstellungsbereich. Du erkennst sie an den orange/roten Namen.

    Ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    lg Morgenrot

    Wer nicht hofft, wird nie dem Unverhofften begegnen. ( Julio Cortazar )

  • Obwohl es ja immer wieder das Selbe ist fühlt es sich heute schlimmer an als sonst. Da wir nicht zusammen wohnen, weiß ich aktuell auch gar nicht in welchem Zustand sie gerade ist. Ich möchte aber auch nicht zu ihr, weil ich weiß was dann passiert. So fern sie überhaupt ansprechbar ist, wird sie mich beleidigen, mit Trennung drohen wenn ich nicht gehe usw. Dem setze ich mich aber nicht mehr aus.

    Irgendwann wenn der Trip vorbei ist, wird sie anrufen, sich entschuldigen, alles leid tun. Aber wirklich drüber reden will sie dann auch nicht.

    Dann ist wieder Ruhe, für ein paar Wochen oder Monate. Und dann geht es wieder los. Und jedesmal geht mehr in mir kaputt.

    Ich denke sie verlässt sich zu sehr darauf das ich das alles mittrage, verstehe, wieder meine Unterstützung anbiete und so.

  • Hallo Heinzi,

    herzlich Willkommen im Forum. Aus Deinen Texten erlese ich das Du mit der Alkoholkrankheit noch nicht ganz vertraut bist. Das Google-Wissen über die Trinker-Einstufungen reicht eben nicht aus um bestimmte Sachen einzuordnen.

    Du hast es hier offensichtlich mit einem suchtkranken Menschen zu tun, da werden "normale" Erwartungshaltungen einfach ausgehebelt.

    Habe gedacht ihr irgendwie mehr helfen zu können.

    Dieses Denken ist normal, am Anfang denken das viele. Wenn Du Dich hier im Forum austauschst, dann ändert sich das etwas denke ich.

    habe ich das Gefühl das sie einfach nicht ehrlich zu mir ist

    Manchmal fühle ich mich ausgenutzt

    Ich denke sie verlässt sich zu sehr darauf das ich das alles mittrage,

    Der Suchtkranke nimmt das so nicht wahr. Klingt komisch, ist aber so. Die Sucht regiert und steht über allem in der nassen Phase, bei Epsilon geht es ja vom Verhalten schon früher los, Reizbarkeit, Aggressivität, Unruhe.

    Du erwartest emphatische und oder rationale Entscheidungen und / oder Gefühle, alles Wahrnehmungen welche für Dich gesund und selbstverständlich sind.

    Das gilt aber bei einem nassen Alkoholiker nicht mehr. Du kannst Dich als Nicht-Suchtkranker nicht da einfühlen, und das gibt erhebliche zwischenmenschliche Missverständnisse und Probleme.

    Komm erstmal an und ich hoffe der Austausch hilft Dir in Deiner Selbsthilfe um etwas klarer zu sehen.

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Du erwartest emphatische und oder rationale Entscheidungen und / oder Gefühle, alles Wahrnehmungen welche für Dich gesund und selbstverständlich sind.

    Das gilt aber bei einem nassen Alkoholiker nicht mehr. Du kannst Dich als Nicht-Suchtkranker nicht da einfühlen, und das gibt erhebliche zwischenmenschliche Missverständnisse und Probleme.

    Aber welche Optionen bleiben mir? Trennung, um nicht weiter darunter zu leiden? Oder einfach so weiter machen und hoffen das sie es irgendwann schafft?

  • Hallo Heinzi, willkommen.

    Hier gibt es viele Angehörige und Co‘s, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Und es wird nicht lange dauern, bis du verstehst, dass du nichts tun kannst. Du kannst nur deine Grenzen abstecken und dafür sorgen, dass es dir besser geht. Das ist ein Prozess, den wir Co‘s alle durchlaufen müssen.

    Komm erst einmal in Ruhe an und les dich ein. Die Erfahrungen der anderen werden dir helfen.

    Liebe Grüße

  • Gibt es denn irgendwas was ich noch tun kann oder sollte?

    Was ich nicht erwähnt habe... Sie besucht seit ein paar Monaten eine Selbsthilfegruppe und ich habe auch das Gefühl das es ihr hilft. Aber reicht das auch? Gehören Rückfälle einfach dazu?

    Bin gerade hilflos. Auch wenn ich weiß das es eine Trennung wahrscheinlich alternativlos ist, will ich es nicht wahrhaben. Woran erkenne ich das ich mir zu viel zumute?

  • Gehören Rückfälle einfach dazu?

    Willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe, Heinzi!

    Nein, es wird viel zu oft argumentiert, dass Rückfälle dazu gehören. Und so kann der Alkoholiker locker sagen: "Wieso denn, der Rückfall gehört doch dazu." Er gehört nicht dazu, sondern wird als Ausrede genutzt.

    Ein Rückfall ist ein Rückfall und dann kann der Alkoholiker wahrscheinlich nicht nochmal den Absprung schaffen, sondern richtet sich mit dem Alkohol zugrunde.

    Je mehr Rückfälle "passieren" desto eher die Wahrscheinlichkeit, dass eine lebenslange Abstinenz nicht mehr möglich sein wird. Meist werden nur Trinkpausen eingelegt.

    Ich habe zwei halbherzige Versuche hinter mir. Und beim dritten Anlauf habe ich erkannt, dass ich es diesmal ernst nehmen muss, damit ich mich nicht tot saufe!

    Und die Angehörigen können wirklich nichts tun, da helfen weder gute Worte noch Taten. Jeder, der saufen will, der wird es tun, egal wie sich der Partner oder die Eltern, etc. verhalten. Die Sucht ist stärker.

    Du kannst jedoch für Dich entscheiden, wie Du mit ihrer Sucht umgehst. Oder ob Du Dich trennst, damit Du wieder ein normales Leben führen kannst.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich kann dir auch nur meine Sichtweise als Alkoholikerin darstellen und weiß deshalb, daß kein anderer Mensch mich vom Alkohol los bekommen hätte. Ich musste mir meine Krankheit zuerst eingestehen. Ich habe meine Entschuldigen auch immer ernst gemeint, aber am nächsten Tag waren alle meine Versprechungen hinfällig, weil ich wieder trinken musste.

  • Ich vermute das ihr Ex Partner sie triggert und sie dann trinkt. Aber sie spricht nicht mit mir darüber was ihre Exzesse auslöst.

    Vergiss das mit dem Ex-Partner als Grund. Der Grund zum saufen liegt in der Erkrankung selbst. Das Suchthirn stellt die Regeln auf, in Ihrem Fall wohl alle paar Monate. Das die Abstände irgendwann kürzer werden liegt übrigens leider schon fast auf der Hand.

    Der Alkohol will alles, er macht keine Gefangenen und gibt erst Ruhe wenn eine dauerhafte Abstinenz wirklich gewollt und umgesetzt wird. Und selbst dann ist eine Trockenarbeit bei Ihr unerlässlich um die Rückfallgefahr zu minimieren. Das müsste sie aber wissen wenn sie in einer SHG ist.

    "Gründe" gibt es wie Sand am Meer ( Stress im Job, schlechte Kindheit, Traumata in der Vergangenheit, unglückliche Beziehungen zu anderen Mitmenschen, andere Erkrankungen, .... schlechtes Wetter... etc. ).Wer nicht will ( in diesem Fall aufhören ) findet Gründe, wer tatsächlich will findet Wege.

    Deine Frage " was war denn los, warum hast Du wieder angefangen ?" kann sie für Dich nicht befriedigend beantworten. Die klare Antwort wäre : "Ich wollte einfach wieder trinken, ich hatte Suchtdruck" wird so nicht von ihr kommen und das willst Du auch nicht hören. Da Du das nicht nachvollziehen kannst, ist es für Dich kein "greifbarer" Grund.

    bleibt mir nur für mich zu definieren wie weit und lange ich das ertragen möchte.

    Wenn ich das richtig gelesen habe, wohnt ihr nicht zusammen? Auch wenn es sich für Dich nicht so anfühlt, währe das für Dich besser als wenn ihr zusammen wohnt.

    Du findest im täglichen Zusammensein nämlich schnell heraus, wo während der Trinkphase die Prioritäten liegen. Der Partner kommt in der nassen Phase allenfalls auf Platz 2, mit großem Abstand zu Platz 1, dem Alkohol. Sie würde es eher billigend in Kauf nehmen das Du gehst,... solange Du die Flasche nur dalässt. Klingt fürchterlich, ich weiss.

    Kannst Du ihr helfen? Jein.

    Du könntest bei einem Hilferuf parat stehen und den Notarzt alarmieren. Während einer Entgiftung oder gar stationären Maßnahme bürokratische Hilfe leisten, Besuche machen... so etwas in der Art.

    Einen alkoholfreien Haushalt unterstützen wenn gewollt. Wenn Du merkst das es wieder losgeht, versuchen darauf hinzuweisen, damit sie für sich Maßnahmen ergreifen kann um nicht trinken zu müssen ( wird aber gerne wieder abgewiegelt und verharmlost, also nicht unbedingt vom Erfolg gekrönt, sie merkt das eigentlich selber und ignoriert es ). Also leider alles recht überschaubar für Dich.

    Vermutlich hast Du ein schlechtes Gewissen, denkst das Du ihr nicht genug hilfst und sie deshalb immer wieder abschmiert? Das stimmt so nicht.

    Wie Du jetzt sicher gemerkt hast, hier überall lesen kannst, hat der Alkohol hier zwei Opfer gefunden.

    Es geht Dir nämlich auch nicht mehr aus dem Kopf und Du ringst mit ihrer Sucht. Da Du in diesem Sinne keine körperlichen Entzugserscheinungen hast, lässt sich Deine Belastbarkeitsgrenze beliebig auslegen und erweitern.

    Kopf und Bauch liegen da ständig im Zwist. Der Kopf sagt Dir das Du schnell abhauen solltest, der Bauch will helfen und den geliebten Menschen nicht loslassen. Zumal ja hier noch erschwerend dazu kommt, das da wohl oft eine monatelange Abstinenz vorliegt, welche das alles nur wie einen lange zurückliegenden Alptraum erscheinen lässt.

    Achte eben auf Dich, denn wenn Du Dich zu viel mit ihrer Sucht beschäftigst, dann brennst Du aus und brauchst irgendwann selber Hilfe. Wir haben hier leider kein anderes Patentrezept zum Partnertrockenlegen als die dauerhafte , selbst gewollte Abstinenz.

    Wir raten auf Abstand zu gehen und das ist leicht gesagt, vor allem wenn nicht durchgehen getrunken wird wie bei ihr. Wie lange Du diesen Zustand erträgst liegt in Deinem Ermessen, das Forum hilft Dir diese Erkrankung etwas besser zu verstehen, hilft Dir dabei kein schlechtes Gewissen haben zu müssen, und hilft Dir auch dabei zu sehen das Du nicht der einzige bist in dieser Situation.

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Danke für eure Beiträge. Ich muss das alles auch erstmal verarbeiten.

    Sie hat sich heute morgen gemeldet, es war wie beim letzten Mal nur ein Tag an dem sie konsumiert hat. Und natürlich tut ihr alles leid usw. , wie immer.

    Ich will aber erstmal auf Abstand bleiben, da hilft natürlich auch die räumliche Distanz. Bin gerade sehr überfordert. Meine Gefühle für sie kann ich einfach nicht ausblenden. Aber ich merke auch das sich bei mir was verändert hat.

  • Wir haben jetzt doch das Wochenende zusammen verbracht. Eigentlich auch alles wieder normal so wie es immer nach Alkoholkonsum war, einerseits liebevoll aber dann auch irgendwie distanziert. Reden will sie nicht wirklich darüber. Es kommen die üblichen Aussagen.

    Normalerweise ist dann auch alles wieder gut nach ein paar Tagen. Aber ich fühle das es dieses Mal mehr mit mir gemacht hab. Ich bin nicht mehr bereit das so hinzunehmen und so tun als wäre es normal. Musste viel über alles nachdenken und mir ist dabei aufgefallen das ich wenig auf mich achte und sehr viel tue was ihr hilft. Mir geht es in den Tagen an dem sie trinkt einfach nicht gut. Ich grübel dann, kann nicht arbeiten, habe keinen Antrieb irgendwas zu tun, warte nur darauf das sie sich meldet. Und ich bin traurig.

    Aber der Gedanke ohne sie zu sein ist an schlimmsten. Wir haben noch so viele Pläne, haben auch schon vier Reisen für dieses Jahr gebucht, wollen noch so viel erleben und das restliche Leben genießen. Ich kann mir nicht vorstellen das ohne sie zu tun.

    Anderseits hatte sie dieses Kalenderjahr aber auch nur zwei Tage mit Konsum. Das ist schon deutlich weniger geworden, sonst waren eher drei Tage am Stück üblich und das auch alle 5 Wochen. Vielleicht sind das ja doch Erfolge durch den Besuch ihrer SHG. Vielleicht schafft sie es ja doch. Bin ich zu ungeduldig? Erkenne ich die Fortschritte nicht?

    Ich weiß einfach nicht was ich tun soll.

  • Hallo Heinzi,

    auch nur zwei Tage mit Konsum.

    Ich kenne das nur zu gut. Es kommt da auf einen Tag mehr oder weniger nicht an, das nächste Mal sind es vielleicht 5 Tage oder mehr.

    Entweder ist jemand abstinent mit 0,0 oder er trinkt ( säuft, passt hier besser ). Ein bisschen Alkoholiker gibt es nicht. Du hangelst Dich da an einer Hoffnungsliane hoch und denkst es wäre eine Besserung.

    Das ist es keinesfalls. Sie weiss das Du Dir Sorgen machst und sie kann es trotzdem nicht lassen. Das sagt alles was man wissen muss.

    Deine Gedanken gehen in die richtige Richtung und es wäre etwas blauäugig jetzt Urlaubspläne zu machen.

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

    Einmal editiert, zuletzt von Whitewolf (28. April 2025 um 10:04)

  • Hallo Heinzi!

    Mir geht es in den Tagen an dem sie trinkt einfach nicht gut.

    Das kann ich voll nachvollziehen, ich war dann auch immer enttäuscht, traurig und wütend zusammen. Nachher hatte ich die Gefühle auch schon bevor er getrunken hat und ich war sehr angespannt weil ich immer Angst hatte daß er wieder trinkt.

    Vielleicht schafft sie es ja doch. Bin ich zu ungeduldig? Erkenne ich die Fortschritte nicht?

    Nein du bist nicht zu ungeduldig, es gibt Phasen in denen sehr viel getrunken wird und Phasen in denn es weniger ist. Hoffnung könntest du dann schöpfen wenn sie Nägel mit Köpfen macht und sie einsieht daß sie Alkoholikerin ist und qualifiziert entgiftet. Es ist dann immer noch eine Weiterbehandlung nötig denn nur durch die körperliche Entgiftung werden viele schnell wieder rückfällig.

    Aber der Gedanke ohne sie zu sein ist an schlimmsten.

    Ja das ging mir auch so ich hatte ein schönes Leben für uns geplant. Leider kam es ganz anders, ich konnte irgendwann sein Trinken einfach nicht mehr ertragen und habe mich getrennt. Er ist an den Folgen der Sucht gestorben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Ja das ging mir auch so ich hatte ein schönes Leben für uns geplant. Leider kam es ganz anders, ich konnte irgendwann sein Trinken einfach nicht mehr ertragen und habe mich getrennt. Er ist an den Folgen der Sucht gestorben.

    Vielleicht fehlt mir noch der Mut diesen Schritt zu gehen. Auch weil ich noch Hoffnung habe. Aber gerade all die Geschichten der Menschen hier sagen mir das ich diese Weg irgendwann gehen muss, wenn sie es nicht schafft. Weil es mich sonst kaputt macht. Ich habe vielleicht noch 20 gute Jahre oder so und ich möchte diese nicht damit verbringen unter ihrer Alkoholsucht zu leiden.

    Aktuell ist sie wieder hochmotiviert und ich glaube sie merkt auch das ich etwas, na sagen wir mal, abgestumpfter bin. Ich habe ihr gesagt das ich ihr nicht helfen kann, nur unterstützen. Mein Haushalt ist schon lange alkoholfrei. Ich trinke selber so gut wie nie Alkohol, in ihrer Gegenwart gar nicht. Sie kann sich jederzeit melden und ich bin da. Aber sie muss eben selber wollen und sich helfen. Sie weiß das sie sonst irgendwann alleine ist, ohne Partner, Kinder, Familie und Freunde.

  • Hallo Heinzi!

    Weil es mich sonst kaputt macht. Ich habe vielleicht noch 20 gute Jahre oder so und ich möchte diese nicht damit verbringen unter ihrer Alkoholsucht zu leiden.

    So habe ich auch gedacht, ich hatte alle Hoffnungen verloren daß er aufhört zu trinken und ich konnte die Vorstellung weiter so zu leben nicht mehr ertragen. Ich kannte ein älteres Ehepaar weit über 70, er Alkoholiker und sie sehr co-abhängig. Sie verbrachte ihr Leben damit sich um seine Sucht zu kümmern.

    Das hat mich wach gemacht so wollte ich nie enden. So traurig es war mich zu trennen fühlte ich mich doch erleichtert und war froh es endlich gewagt zu haben. Ich war zu dem Zeitpunkt bereits seit 32 Jahren verheiratet. Er war Quartalstrinker aber in den letzten Jahren trank er in ganz kurzen Abständen, zum Schluß war es täglich.

    Manchmal denke ich es ist schade daß ich so viele Jahre einfach verplempert habe aber ich blicke schon lange wieder nach vorn.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

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