Franko - Vorstellen, Franko 57 Jahre

  • Hallo,

    Ich bin Franko und Alkoholiker,

    seit dem 14 Lebensjahr trinke ich Alkohol ( mein Suchtmittel ist vorwiegend Bier/ Pils)

    In meiner Jugend habe ich zunächst den Alkohol für mich als Allerheilmittel verwendet danach auch bei der Ausbildung und bei der Bundeswehr. Als junger Mann lernte ich meine Frau kennen. Heirat und Kinder, meine Tochter wurde 1999 geboren mein Sohn 2002.Zur Einschulung meiner Tochter habe ich ihr ein Versprechen gegeben nicht mehr zu trinken das war im 2005.

    Ich offenbarte mich bei meinen Arbeitgeber als Alkoholiker, dieser hat über den Sozialdienst unserer Firma in einer Fachklinik für mich vermittelt.

    Danach lebte ich 15 Jahre lang abstinent. Seit dem Jahr 2020 fing ich wieder an zu trinken anfangs hat das gut funktioniert bis ins letzte Jahr da fing es wieder an gefährlich zu werden mit der Sauferei. Im September 2024 ging ich in eine Akkutklinik für 10 Tage dort wurde ich wieder aufgebaut.Nach der Klinik habe ich mir über die Suchtberatung eine Ambulante Therapie für Alkoholiker gesucht und diese bis heute andauert.

    Abstinenz zu leben ist mein größtes Ziel dauerhaft bis zu meinen Lebensende.

    Ich würde mich Freuen wenn ich hier im Forum neue Sichtweisen und Erfahrungen kennenlernen kann.

    Mit freundlichen Grüßen

    Franko

  • Hallo Franko,

    herzlich willkommen im Selbsthilfe Forum für Alkoholiker.
    Da hast du ja einen bewegten Weg schon hinter dir.
    Es ist gut, dass du dir über die Stabilisierung deiner Abstinenz Gedanken machst.

    Hier tauschen sich bekennende Alkoholiker aus, die eine dauerhafte Abstinenz anstreben.
    So wie du geschrieben hast, trifft ja beides auch für dich zu.

    Wenn du dich hier mit Gleichgesinnten austauschen möchtest, dann folge dem Link zur Bewerbung für die offenen Bereiche.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Bitte anklicken und einen kurzen Satz schreiben, da du dich ja schon ausführlicher vorgestellt hast.

    Nach Freischaltung werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Viele Grüße

    Nayouk

    -------------------------------------------------------
          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo Franko,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Nun auch hier im offenen Bereich herzlich willkommen, Franko.
    Lies dich hier in Ruhe ein und nutze das Forum für deine Selbsthilfe, ich denke du wirst nicht enttäuscht werden;)

    -------------------------------------------------------
          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Herzlich willkommen auch von mir, Franko,

    du liest dich sehr klar und entschlossen, suchst Dir alle Hilfe, die du bekommen kannst, und jetzt hast Du hierhergefunden.

    Das ist ein guter Anfang, ich freue mich auf einen für alle bereichernden Austausch. Alles Gute!

  • Herzliche Willkommensgrüße auch von mir. Bin auf einen erfahrungsreichen Austausch gespannt.

    Liebe Grüße!

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Hallo Franko,

    ich hol Deine letzten Beiträge mal zu dir, denn hier gehts ja um deine ersten Schritte in ein alkfreies Leben.

    In meinem Umfeld weiß jeder dass ich ein Alkoholiker bin und mir wird trotzdem Bier und Alkohlfreies angeboten. Bei Einladungen spreche ich mit dem Gastgeber welche Getränke ich mir wünsche.

    Warum die Leute mir Alkohol anbieten ist mir völlig schnuppe.Viele sagen das Sie nur wenig trinken und jederzeit damit aufhören können. Bei mir ist das eben nicht so weil ich Alkoholiker bin, das Ärgert viele weil sie sich mit ihren eigenen Konsum auseinandersetzen werden.

    Bei der nächsten Begegnung sprechen mich einige hämisch an da ich ja keinen Alkohol trinke.

    In deren Verhalten sehe ich mich auch wieder ,wie ich früher einmal war und es ohne mir Hilfe zu suchen nicht geschafft hätte trocken zu bleiben.

    Da frage ich mich: Warum gibst du dich noch mit solchen Leuten ab? ( Ohne Vorwurf). Gibt dir der Kontakt noch was, außer vielleicht dem Gefühl, schon weiter zu sein?

    Wenn Du Dich hier einliest, wirst du auf eine goldene Regel stoßen: "Nur nicht trinken reicht nicht."

    Daraus folgt u. a., sich ein anderes Umfeld zu suchen, in dem der Alk nicht im Vordergrund steht und wo deine Abstinenz ohne Wenn und Aber akzeptiert wird. Kennst du vielleicht auch solche Leute?

  • Hallo Rennschnecke,

    Dank für den Hinweiß.

    Ich habe ein großen Familien und Bekanntenkreis wo ich oft Eingeladen werde zusammen mit meiner Frau ,die Einlader wissen von meiner Alkoholsucht viele andere Gäste nicht und ja ich weis das ich ,“schon weiter bin“ und „Nur nicht trinken reicht nicht“ ist mir auch bekannt.

    Nun ist es ja so das in Geselliger Umgebung der Alk allgegenwärtig ist und viele Gäste gern zugreifen, ich aber nicht und deshalb nüchtern viele Dinge anders betrachte.

    Trink mal etwas dann wist du auch lockerer höre ich in den Zusammenhang öfter zudem sind die Trinkfreudigen Gäste mit Partner da die dem Alkohol nicht so zugänglich sind und mit denen ich mich Wunderbar Unterhalte. Zudem ist es bei mir oft so das ich mit dem Auto zur Feier fahre und ich das Auto auch wieder zurück fahre, dies ist ein schönes Alibi für mich.

    Und Ja ,das Risiko auf solch einer Veranstalltung ist mir bewusst und das muß ich aushalten können und kann das auch.
    Lg.Franko

  • Und Ja ,das Risiko auf solch einer Veranstalltung ist mir bewusst und das muß ich aushalten können und kann das auch.

    Fragt sich nur wie lange.

    Lies dich bei den anderen Artikeln mal ein und vor allem bei dem Begriff:Risikominimierung

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Ok, Franko, du machst dir auf jeden Fall Gedanken, das ist schon mal gut.

    Dann weißt Du ja sicher auch, dass es wichtig ist, bei solchen Anlässen nicht den Chauffeur für andere außer Deiner Frau zu spielen, damit du dich jederzeit verabschieden kannst, wenn es dir doch zu bunt wird.

  • Generell raten wir im ersten Jahr dazu Feierlichkeiten zu vermeiden, bei denen der Alkoholkonsum im Vordergrund steht.

    Ich lasse Dir mal unsere Grundbausteine zum Anklicken und Lesen da.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Wenn Du es aufrichtig willst, kannst Du auch zufrieden abstinent leben, dazu gehört aber auch, dass man sich gerade am Anfang vom Alkohol fernhält.

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Bei der nächsten Begegnung sprechen mich einige hämisch an da ich ja keinen Alkohol trinke.

    In deren Verhalten sehe ich mich auch wieder ,wie ich früher einmal war

    Du umgibst Dich mt den falschen Leuten, die nicht (mehr) zu Dir passen.


    Mir ist erst der Ausstieg vor mehr als 10 Jahren geglückt, als ich meine Abstinenz zur Prio 1 im Leben gemacht habe und ihr alles andere unterordnete.

    Der Kontakt zu ehemaligen Zechbrüdern ist völlig eingeschlafen. Ich habe nicht vor, ihn aufzuwecken.

    Schau auf Dich, dass Du clean über die Runden kommst, was andere Schluckspechte so machen, sollte Dir komplett egal sein, halte einfach Abstand zu ihnen. Denn sie tun Dir nicht gut. Schau lieber nach Wenig- oder Nichttrinkern, die sind das deutlich bessere Umfeld für uns.

  • hallo in die Runde...

    seit längere Lese- und Schreibpause melde ich wieder mal hier..


    und hallo Franko...

    es gibt nun mal Veranstaltungen, Einladungen, Feiern die man nicht absagen kann oder auch will.

    Ich war auch sehr oft in solchen Situationen. Jeder muss irgendwie seine eigene Strategie oder besser gesagt Taktik finden, damit klar zu kommen.

    Für mich gabs:

    a) die Chauffeur-Taktik. Das ist gut, geht aber nicht immer.

    b) "Ich hab schon-Taktik" ... beim Betreten des Ortes hab ich sofort geschaut, wo es Sekt und Orangensaft gibt. Ich haben mir ein Glas mit O-Saft geschnappt und den ganzen Abend nicht mehr aus der Hand gegeben. So kann man vermeiden, dass man immer wieder mal angesprochen wird, denn "ich hatte ja schon was"....;-)

    Ganz abgesehen davon.....so grundsätzlich zu Veranstaltungen:

    Am Anfang hatte ich das Gefühl, ich werde von allen Leuten beobachten...jeder achtet auch mich...wundert sich dass ich keinen Schnaps trinke...usw.

    Nunja.....mittlerweile weiß ich, dass dem nicht so ist. Man steht nicht auf dem Präsentierteller wo man von allen beobachtet wird. Diese Erfahrungen habe viele gemacht und ich höre das auch immer wieder in der SHG. Als ein "Kein-Alkolhol-Trinkender Partygast" ist man kein "Wundertier", sondern befindet sich in guter Gesellschaft

    ...nix für ungut...

    Gruß vom sinnfinder.....

  • Nun ist es ja so das in Geselliger Umgebung der Alk allgegenwärtig ist und viele Gäste gern zugreifen, ich aber nicht und deshalb nüchtern viele Dinge anders betrachte.

    Trink mal etwas dann wist du auch lockerer höre ich in den Zusammenhang öfter zudem sind die Trinkfreudigen Gäste mit Partner da die dem Alkohol nicht so zugänglich sind und mit denen ich mich Wunderbar Unterhalte.

    Das sind Situationen die wirklich gefährlich werden können. Du musst Dich doch nicht in die berühmte Höhle des Löwen begeben. Anfangs war ich auch so. Ich dachte, eh Alter das stehst Du drüber. Das war eindeutig eine Fehlentscheidung. Das tue ich mir nicht mehr an. Hätte ich auf die alten Hasen gleich gehört, wäre mancher Seelenstress nicht entstanden.

    Also ich vermeide solche Treffen mittlerweile. Erstens um kein Risiko mit Alkohol einzugehen und zweitens sind mir angetrunkene Leute einfach nicht mehr recht. Ich bin dann für andere der berühmte Spielverderber, bin derjenige der still rumsitzt und nicht reden mag....Weil es nichts zu reden gibt. Unterm Strich kann ich meine Zeit wesentlich besser im nüchternen Zustand mit nüchternen Leuten verbringen.

    René

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Also ich vermeide solche Treffen mittlerweile

    Ich auch. Manchmal gerate ich aber doch rein, weil ich eine Veranstaltung im Vorfeld völlig falsch eingeschätzt habe.
    Da musste ich lernen nicht zu sagen ‚Augen zu und durch‘ sondern ‚ab durch die Mitte‘. Ich gehe inzwischen einfach. Und zwar ohne große Umschweife. Das mag manchmal unhöflich sein aber so ist das dann halt.
    Ich kann auch immer noch nicht sagen wann genau es mir zu viel wird. Hängt wahrscheinlich von der Tagesform ab. Wichtig ist, dass ich es spüre und dann sofort weg bin.

    Ganz oft ist es ja absehbar. Bestimmte Gruppen in meinem Bekanntenkreist treffen sich hauptsächlich zum gemeinsamen Trinken.Da bleibe ich konsequent fern. Da verpasse ich auch Nix, denn die Gespräche in solchen Runden sind oft erst oberflächlich und dann anstrengend. Brauch ich nicht mehr.
    Ich werde inzwischen auch nicht mehr angefragt und entsprechend komisch gefunden. Um so besser.

  • Ich werde inzwischen auch nicht mehr angefragt und entsprechend komisch gefunden. Um so besser.

    Genau diese Erfahrungen mache ich momentan. Ich habe auch absolut null Bock jedesmal zu erklären, dass ich nichts mehr trinke. Viele kapieren es auch nicht. Dann kommt: "Ich dachte zum Anstoßen..." Nerv nerv nerv. Also bleib ich fern und fertig. Bin ich eben komisch. Mir Schittegal.

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Ich auch. Manchmal gerate ich aber doch rein, weil ich eine Veranstaltung im Vorfeld völlig falsch eingeschätzt habe.
    Da musste ich lernen nicht zu sagen ‚Augen zu und durch‘ sondern ‚ab durch die Mitte‘. Ich gehe inzwischen einfach. Und zwar ohne große Umschweife. Das mag manchmal unhöflich sein aber so ist das dann halt.
    Ich kann auch immer noch nicht sagen wann genau es mir zu viel wird. Hängt wahrscheinlich von der Tagesform ab. Wichtig ist, dass ich es spüre und dann sofort weg bin.

    Ganz oft ist es ja absehbar. Bestimmte Gruppen in meinem Bekanntenkreist treffen sich hauptsächlich zum gemeinsamen Trinken.Da bleibe ich konsequent fern. Da verpasse ich auch Nix, denn die Gespräche in solchen Runden sind oft erst oberflächlich und dann anstrengend. Brauch ich nicht mehr.
    Ich werde inzwischen auch nicht mehr angefragt und entsprechend komisch gefunden. Um so besser.

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!