Hallo zusammen,
ab wann gilt man eigentlich als trocken? Ab wann als abstinent? Ab wann ist man gefährdet? Und woran erkennt man das?
Diese Frage habe ich mir oft gestellt, und nach vielen Jahren Hin-und-Her bin ich für mich zu einem klaren Schluss gekommen.
Wenn ich die Frage „Würdest du wieder Alkohol trinken, wenn es eine Tablette gäbe, die das ohne Folgen ermöglicht?“ mit Ja beantworten würde, dann hätte ich mich nicht wirklich damit abgefunden, Alkoholiker zu sein.
Dann würde irgendwo in mir noch der Wunsch leben, mein altes Leben zurückzuholen. Für mich ist das keine Akzeptanz, das wäre nasses Denken im Tarnmodus. Solange dieser Gedanke im Kopf sitzt, bin ich nicht wirklich im Prozess. Dann kämpfe ich noch dagegen an, statt es anzunehmen. Und ohne echte Akzeptanz wäre ich vielleicht abstinent, aber nicht trocken.
Es kommt ja immer wieder zu Zweifeln und dem Gedanken, der eingeflüstert wird: „Eventuell kann ich dich noch …“. Diese Suchtgedanken scheinen öfter bei denen aufzutauchen, als bei denen, die sich damit abgefunden haben.
Wie seht ihr das für Euch ?