Unterschied Abstinenz und Trocken ?

  • Nach meinem ersten trockenem Jahr wurden die Tage egal. Ich habe ein online Programm wo die Tage immer angezeigt werden wenn ich die App aufrufe
    Auf das erste Jahr hab ich noch hin gefiebert. Da war vieles das erste Mal „ohne“.
    Nach dem ersten Jahr wurde es normal: der Freundeskreis hat sich verändert, alte „bekannte“ haben sich verabschiedet, neue sind hinzu gekommen.

    Für die „neuen“ ist es normal, dass ich nicht trinke. Die die kein Problem mit Alkohol haben fragen auch nicht nach dem warum 😃.

    Mein Mann fragt ab und zu welcher Tag denn heute ist dann schaue ich in die App

  • Ich habe mich die ganze Zeit gedrückt hier zu schreiben weil ich mir nicht sicher bin ob ich Ja oder Nein sagen würde, wenn es eine wie o.g. Tablette geben würde.

    Ich habe ja hier noch eine Antwort offen.

    Habe da richtig oft und viel drüber nachgedacht, in verschiedenen Situationen in mich reingehört.

    Und meine Antwort ist NEIN.

    Selbst wenn es so eine magische Tablette geben würde, würde ich keinen Alk mehr trinken wollen.

    Getränke zum Durst löschen gibt es genug alkoholfreie, da brauche ich keinen Alk. Den Rausch im Kopf möchte ich nicht mehr und den damit verbundene Rattenschwanz erst recht nicht.

    Mein nüchternes Leben gefällt mir und ich gebe meine Abstinenz nicht mehr her. Der klare Kopf ist unbezahlbar.

    Ich vermisse keinen Alk in meinem Leben.

  • Ich hab jetzt nochmal recherchiert und bin in mich gegangen.

    Also wer trocken ist, ist auch abstinent.

    Wer abstinent ist, ist auch trocken.

    Deswegen finde ich einen Unterschiied "Trocken ...Abstinent" im Sinne von Nüchternheit nicht schlüssig.

  • Deswegen finde ich einen Unterschiied "Trocken ...Abstinent" im Sinne von Nüchternheit nicht schlüssig.

    ist weiter nicht schlimm .

    Für mich ist Abstinenz ein Wunsch, trocken zu leben, der gelebte Zustand.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ein gewisser Herr Gavrilo Princip hat den ersten Weltkrieg ausgelöst😬

    "Abstinent" klingt für mich nicht so ehrlich wie "trocken". Wenn ich mich auf der Arbeit bzgl. Alkohol rechtfertigen müsste würde ich abstinent sagen im Freundeskreis falls es da notwendig wäre ist ein klares ich bin Alkoholiker mMn besser.

  • Die Tage zähle ich nicht mehr und die App verstaubt gerade. Dennoch bin ich noch lange nicht trocken. Für mich gibt es schon einen Unterschied zwischen Abstinent und Trocken sein. Trocken ist für mich wie eine gelebte Grundeinstellung. Abstinent sein, ist für mich noch mit Verzicht verbunden.

    Ich freue mich auf meinen ersten Geburtstag. Mir ist der schon sehr wichtig. Viel wichtiger wie der richtige Geburtstag.

    „Die Guten sind die gleichen Leute wie die Bösen. Es sind alles nur Menschen, die vor sich hinleben.“

  • Wer abstinent ist, ist auch trocken.

    Das sehe ich anders. Trocken ist das Mindset.

    Ich war einmal vier Wochen abstinent. Jeden Tag konnte ich es kaum erwarten, endlich weiter zu saufen. Da war ich definitiv nicht trocken.

    Wenn ich ständig Suchtdruck habe, oder mich überzeugen muss, wieso ich nicht trinke. Womöglich eine Liste auspacken muss, mit den negativen Dingen zu Saufzeiten. Oder den Positiven, ohne Alkohol. Dann bin ich noch nicht trocken.

    Wenn ich trocken bin, brauche ich mich nicht mehr zu überzeugen. Ich bin dann überzeugt.

    Ach ja. Und ich bin trocken, wenn ich die o. g. Pille nicht nehmen würde. ^^

  • Nun geht es hier im Thread ab wann man von „Abstinenz“ spricht und ab wann man als „trocken“ gilt. In den Trinkpausen habe ich auch die Tage gezählt, und am Anfang hier ebenfalls, weil es jeder gemacht hat. Heute steht nur noch ein Datum im Raum.

    Der Thread heißt doch "Unterschied ..."

    Eine Frage hab ich (oder zwei) Hartmut Wenn du die Tage gezählt hast, wenn du eine Trinkpause gemacht hast, wie viele waren das dann? Und hast du die gezählt, um zu schauen, wie lang du ohne schaffst, also mit dem Plan dann wieder zu trinken?

  • Für mich gibt es schon einen Unterschied zwischen Abstinent und Trocken sein. Trocken ist für mich wie eine gelebte Grundeinstellung. Abstinent sein, ist für mich noch mit Verzicht verbunden.

    Ich freue mich auf meinen ersten Geburtstag. Mir ist der schon sehr wichtig. Viel wichtiger wie der richtige Geburtstag.

    Da ist was dran, abstinent hat irgendwas temporäres, vielleicht kommt es mir aber auch nur so vor? Trocken heißt ja automatisch auch das man Alkoholiker ist, bei Abstinent gibt es Spielraum...

    Auf meinen Geburtstag freue ich mich auch schon tierisch👌

  • Also wer trocken ist, ist auch abstinent.

    Wer abstinent ist, ist auch trocken

    Beide trinken keinen Alkohol.
    Wenn Ich sage ich bin trocken, impliziert das, ich bin trockene Alkoholikerin.
    Abstinent leben kann jeder, dafür muss ich nicht Alkoholikerin sein.

    Für mich ist trocken das Endprodukt. Abstinenz kann ein Grundeinstellung sein oder eine Grauzone

  • Abstinent wird als Synonym für trocken genannt. Im Oxford-Lexikon. Enthaltsamkeit steht auch immer wieder dabei. Bei abstinent steht das auch für andere Dinge... also keine Ahnung. Ich benutze beide Begriffe nur hier im Forum, im alltäglichen Sprachgebrauch sag ich nur, "ich trinke keinen Alkohol."

  • im alltäglichen Sprachgebrauch sag ich nur, "ich trinke keinen Alkohol."

    Hallo Hera, genau darüber mach ich mir Gedanken, im Faden von Sonnenmensch bin ich zur Überzeugung gekommen, daß genau das zu ersten leichten Rissen führen kann. Auf der Arbeit/Beruflich würde ich mich auch nicht aus dem Fenster lehnen aber falls es mal im Bekannten/Freundeskreis zu einer Situation kommen sollte ist mMn die volle Wahrheit besser.

    Also ich bin trocken oder gleich trockener Alkoholiker

  • Ich zähle nicht die Tage, nur wenn bestimmte User wie z.B. Stern mal wieder auf ihre Zahlen hinweisen, rechne ich gelegentlich auch mal nach. Die Jahreszahl ist mir dagegen sehr gegenwärtig, weil sie durch den 01.05. sehr prägnant ist.


    Daraus etwas herauszulesen oder gar zu psychologisieren und dann noch von jemand, der mit so was normalerweise nichts an der Backe hat, erstaunt und erheitert mich schon. Aber sei es drum, diese Begrifflichkeiten kann m.E. jeder so verwenden wie er will.

    Ich bleibe für mich beim "abstinent", weil es mir besser gefällt.

  • Daraus etwas herauszulesen oder gar zu psychologisieren und dann noch von jemand, der mit so was normalerweise nichts an der Backe hat, erstaunt und erheitert mich schon. Aber sei es drum, diese Begrifflichkeiten kann m.E. jeder so verwenden wie er will.

    Hallo CF, es soll doch auch jeder sagen was er will und das ist doch eine Diskussion darüber, warum findest du es lustig. Vielleicht ist genau dieses Wort wichtig?

  • Ich war einmal vier Wochen abstinent. Jeden Tag konnte ich es kaum erwarten, endlich weiter zu saufen. Da

    Ja und dennoch warst du in dieser Zeit trocken.

    Was ich damit sagen will, das es eine Auslegungssache ist, wer, was. wie sieht oder empfindet oder interpretiert. Genug philosophiert. Ich bin jetzt raus aus dem Thema. Gruß Bono

  • Im Oxford-Lexikon

    Echt jetzt? :mrgreen: Danke für die Steilvorlage.

    Ein Lexikon soll mir erklären, was meine Haltung ist? :whistling: Im Wörterbuch bedeutet „trocken“ nur, keinen Alkohol im Körper. In unserer Alkoholiker‑Sprache heißt „trocken“ jedoch mehr , es ist eine Haltung, eine Entscheidung fürs Leben.

    Wir, oder zumindest die meisten von uns, sprechen von „nass“ oder „trocken“, nicht von „nass abstinent“. Das ist unsere Sprache, nicht die der Wörterbücher. Hier sagt man auch mal „gesoffen“ statt „getrunken“, hier redet man Tacheles direkt auf den Punkt, ohne Umschweife oder hochtrabende Worte.

    Es gibt auch welche, die sich als „alkoholabhängig“ bezeichnen und nicht als „Alkoholiker“. Das eine ist eine medizinische Diagnose, das andere ein persönliches Bekenntnis. Beides hat seine Berechtigung aber es drückt nicht die gleiche Haltung aus.

    Wer diese Sprache nicht spricht, wird sich hier auch nicht zurechtfinden. Das ist okay, wer sich damit nicht beschäftigen will, muss es ja nicht. Mal ganz allgemein gesagt, nicht auf dich bezogen.

    Ich bin nicht durch ein Buch trocken geworden. Ein Buch hat mich sogar blindlings in den Rückfall geführt, fast hätte es mein Leben gekostet. Die Geschichte ist bekannt. Lexika und Bücher geben Hinweise, aber keine Haltung.

    Wenn du die Tage gezählt hast, wenn du eine Trinkpause gemacht hast, wie viele waren das dann

    Bis ich wieder gesoffen habe, gab es Trinkpausen. Manchmal länger, manchmal nur als Vorhaben, 30 Tage Abstinenz am Ende wurden es 20, und das war dann auch irgendwie okay.

    Um herauszufinden, ob ich Alkoholiker bin, habe ich mir vorgenommen „Wenn ich 5 Tage nichts saufe, dann weiß ich es.“ Aber das waren für mich nur abstinente Phasen keine „trockenen“ Phasen. Denn am Ende stand immer wieder das Saufen.

    Danke für die Beteiligung, ich halte mich jetzt mal etwas rarer im Thread. Im Kleingedruckten steht ja ohnehin schon alles, da braucht es keine weiteren Erklärungen, also gönne ich mir hier ganz trocken gesagt eine kleine „Abstinenz“. :saint:

    Gruß Hartmut

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