PeterP61 - Moin aus dem hohen Norden

  • Hallo zusammen!

    Danke für die Beiträge.

    Ja, sich dessen immer bewusst sein, d.h. dass kontrolliertes Trinken nicht (mehr) geht, ist megawichtig.

    Ich habe schon zwei SHGs hier vor Ort aufgesucht, das passte jedoch beides Mal nicht so wirklich. Ich werde immer mal, wenn mir danach ist, hier aktiv sein.

    Nun ist nächste Wochen Skifahren angesagt. Das war früher ein typischer Trinkanlass. Ich bin aber guter Dinge, dass ich den gut und mit viele Freude trocken genießen kann.

    Viele Grüße

  • Nun ist nächste Wochen Skifahren angesagt. Das war früher ein typischer Trinkanlass. Ich bin aber guter Dinge, dass ich den gut und mit viele Freude trocken genießen kann.

    Was macht Dich da so optimistisch? Hattest Du nicht gerade erst einen Rückfall?

    Hast Du mal in die Grundbausteine betr. Urlaub geschaut?

  • Nun ist nächste Wochen Skifahren angesagt. Das war früher ein typischer Trinkanlass. Ich bin aber guter Dinge, dass ich den gut und mit viele Freude trocken genießen kann.

    Schwer, dazu etwas Konkretes zu sagen – von deinem Weg weiß man hier ja nicht viel.

    Grundsätzlich. Alles, wo ich früher gesoffen habe, steckt in meinem Suchthirn. Das nehme ich überall mit. Das Hirn arbeitet zuverlässig mit alten Mustern. Es meldet sich, erinnert sich und fragt irgendwann wieder: „Na, wann gibt’s was zu saufen?“ Das ist eben Biologie.

    Dieses „Wird schon gutgehen, ich bin auf einem guten Weg“ fühlt sich nett an, ist aber meistens Wunschdenken. Kenne ich aus meiner nassen Zeit zur Genüge. Oft habe ich mir vorgenommen: „Heute trinkst du dort nichts.“ Am Ende war ich doch total abgeschossen. So viel zu meinen guten Vorsätzen.

    Und nur weil ich das Glas irgendwann weggestellt habe, hat sich ja nichts Grundlegendes geändert. Die Sucht ist die gleiche, das Hirn ist das gleiche, und das Denken läuft anfangs noch wie früher. „Saufen gestoppt“ heißt erstmal nur: Ich trinke nicht. Mehr nicht.

    Stabilität kommt nicht durch gute Vorsätze, sondern durch Zeit und Abstand. Erst dann sehe ich, was noch altes nasses Denken ist – und was mich wieder umlegen könnte. Welche Orte ich mir wieder zutrauen kann und welche ich besser weglasse.

    Deshalb empfehlen wir im ersten Jahr, solche Situationen zu meiden. Nicht aus Angst. Aus Erfahrung.;)

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Ich kann das auch wie Hartmut bestätigen. Im ersten Jahr war mir die Stabilität wichtig.
    Habe Orte und Feste gemieden, wo viel getrunken wird. Skiurlaub kann ja auch erholsam sein, viel frische Luft, Bewegung, Sonne, abends Sauna und früh ins Bett.
    Allerdings schreibst Du bereits „ früher mein Trinkanlass“ … evtl. noch mit mittrinkender Skibegleitung….heißes Eisen, kann - muss nicht sein.

    Ich habe schon zwei SHGs hier vor Ort aufgesucht, das passte jedoch beides Mal nicht so wirklich

    In der Regel empfiehlt es sich, 2 bis 3 x die f2f Gruppen aufzusuchen und dann zu entscheiden. Wann ist es denn für Dich passend?

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Ich werde immer mal, wenn mir danach ist, hier aktiv sein.

    ‚Immer mal‘ wäre mir persönlich für mich viel zu wenig.
    Gerade am Anfang war das hier meine Anlaufstelle für meine Gedanken.
    Und hier habe ich jeden Tag in den Beiträgen geschaut: Wie machen das die anderen?
    Und hier wurde mir gesagt, was bei anderen komplett in die Hose ging und worauf es sich zu achten lohnt.

    Nun ist nächste Wochen Skifahren angesagt. Das war früher ein typischer Trinkanlass. Ich bin aber guter Dinge, dass ich den gut und mit viele Freude trocken genießen kann.

    Ist das so eine gute Idee?

    Gerade das, was so konkret mit dem ‚typischen Trinkanlass‘ verbunden ist, ist es doch, was ich auf gar keinen Fall provozieren möchte. Zu meiner eigenen Sicherheit.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Ich werde immer mal, wenn mir danach ist, hier aktiv sein.

    Hallo Peter, herzlich willkommen. Für mich hört sich das etwas nach auf die leichte Schulter nehmen an. So, wenn ich trocken werde, ist gut wenn nicht, ist auch gut. Also ich bin nun seit eineinhalb Jahren durch dieses Forum trocken, muss aber auch dazu sagen, dass ich jeden Tag hier lese, einmal weil es mir Freude bereitet, dass meine Trockenheit tagtäglich dadurch gesichert wird und zum zweiten weil ich unheimlich Schiss habe, wieder dorthin zu gelangen, wo ich herkomme.
    alles Gute Zwieback

    Ich bin (M/geb. 71)und "lebe" glücklich, abstinent seit 05./24.

  • Hallo zusammen!

    Wieder bin ich rückfällig geworden, ca. 4 Monate trocken, dann knapp drei Wochen Totalabsturz.

    Ich kenne die Vorzeichen, trotzdem ist es wieder passiert. Scham ohne Ende...

    Nun eine Therapeutin gefunden, lässt sich gut an.

    Liebe Grüße

    Peter

  • Dein Beitrag ist an der falschen Stelle gelandet und gehört in deinen Faden. Das wird sicherlich bald ein Mod. verschieben. Daher antworte ich ausnahmsweise hier.

    Hallo Peter,

    gut, dass du dich wieder hier meldest und einen Neuanschluss findest! :thumbup:

    Erzähl doch ein bisschen mehr, was passiert ist. Zuletzt hattest du Anfang Mai geschrieben - da warst du seit Weihnachten also wieder rund vier Monate abstinent. Wie ging es dann weiter? Wie kam es zum Rückfall? Wichtige Fragen für dich selbst …

    Seit wann bist du wieder abstinent?

  • Hallo Peter,

    Deine Beiträge habe ich zusammengefasst, damit es übersichtlich bleibt.

    Trinkst Du derzeit noch?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Vielleicht hätten regelmäßige Gespräche in einer SHG mich vor dem Rückfall bewahrt

    hast Du im Frühjahr geschrieben. Und jetzt:

    Ich kenne die Vorzeichen, trotzdem ist es wieder passiert.

    warum hast Du auf die Vorzeichen nicht so reagiert, wie Du wahrscheinlich im Vorfeld sogar wusstest?

    Ich habe früher gerne behauptet, wenn der Druck kommt, muss erst der befriedigt werden, und erst danach wird Hilfe gesucht.
    Nur kann das so natürlich nicht funktionieren mit der dauerhaften Trockenheit.

    Wie ist das bei Dir?

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Hallo Peter,

    du hast dich hier wieder zurückgemeldet. Das ist erst einmal gut.

    Aber was möchtest du jetzt eigentlich? Seit März haben wir kaum etwas von dir gehört, und nun ist Oktober. Dazwischen liegen Monate, über die wir praktisch nichts wissen.

    Du schreibst, dass du die Vorzeichen kanntest und trotzdem wieder getrunken hast. Nur wissen wir weder, wie dein Weg in den letzten Monaten aussah noch, was du gemacht hast, als diese Vorzeichen auftauchten.

    Wie sollen wir auf etwas eingehen, von dem wir kaum etwas wissen?

    Du hast jetzt eine Therapeutin gefunden. Gut. Aber eine Therapie hattest du ja bereits hinter dir. Was möchtest du diesmal anders machen?

    Eine Selbsthilfegruppe lebt vom Austausch. Dazu gehört für mich mehr, als sich nach einem Rückfall wieder zu melden. Gedanken lesen können wir schließlich auch nicht. ;)

    Und vor allem solltest du erst einmal die Frage beantworten, die Elly dir bereits gestellt hat:

    Trinkst du derzeit noch oder bist du wieder abstinent? Das ist aus meiner Sicht die wichtigste Information, bevor wir hier über deinen weiteren Weg sprechen.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Die 5 abstinenten Wochen sind schon mal gut, Peter.

    Aber wie willst Du weiter vorgehen? Hast Du Dich an unseren Grundbausteinen orientiert und ist Dir auch unser Notfallkoffer bekannt?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40

    Auch der regelmässige Austausch hier im Forum ist eine gute Unterstützung beim Umsetzen der Grundbausteine und festigt die Abstinenz.

    Bisher hast Du Dich nur sporadisch ausgetauscht, willst Du das ändern?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Wieder bin ich rückfällig geworden, ca. 4 Monate trocken, dann knapp drei Wochen Totalabsturz.

    Ich kenne die Vorzeichen, trotzdem ist es wieder passiert. Scham ohne Ende...


    Erstmal: Respekt, dass du den Absprung noch einmal schaffen konntest und dass du dich hier wieder meldest.

    Du kennst die Vorzeichen? Und da du meldest dich hier nicht?

    Ist das hier nicht deine Selbsthilfegruppe?
    Wo, wenn nicht hier willst du Unterstützung erfahren?

    Ich bin seit ca 5 Wochen wieder abstinent. Und will es auch bleiben.

    Herzlichen Glückwunsch

    Was willst du diesmal anders machen?

    Mit dem ‚wollen‘ ist das bei der Sucht so ne Sache…. ‚gewollt‘ hatte ich schon ganz lange ….sogar richtig doll….. Ich habe es trotzdem viele Jahre nicht geschafft, vom Alkohol loszukommen.

    Erst, als ich akzeptieren konnte, dass ich Alkoholiker geworden bin und vor allem, dass ich das auch für immer bleiben werde, konnte ich abstinent werden.

    Ich habe erkannt und akzeptiert, dass es für mich als Alkoholiker absolut notwendig ist, keinen Alkohol mehr zu trinken. Nicht ab und zu, nicht ausnahmsweise und auch nicht in irgendwelchen Soßen versteckt. Denn ich bin Alkoholiker und die einzige Chance auf ein normales Leben für einen Alkoholiker ist: Null Alkohol. Immer und überall.

    Die Alkoholsucht geht nur zu stoppen, sie ist nicht heilbar. Aber sie geht zu stoppen.

    Sei es dir wert, dein Leben zu leben ….nicht im Rausch dahin zu vegetieren.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hallo Peter

    Bin täglich hier unterwegs, auch wenn mir nicht danach ist.

    Hier zu lesen und auch manchmal zu schreiben erinnert mich dann täglich daran, ich bin Alkoholiker.

    Habe auch jahrelang eine reale Gruppe besucht, Therapien gemacht etc.

    Hier bin ich seit gut 4 Jahren. Es ist meine Trockenarbeit.

    In den vielen Jahren, in denen ich schon Alkoholiker bin und war,sind meine Rückfälle immer "passiert "als ich die Sucht und die Krankheit nicht mehr ernst genommen hatte.

    Also entgegen den Grundbausteinen die hier beschrieben sind.

    Nach ein paar Monaten Abstinenz mal ein kleines Risiko, wie zum Beispiel einen Urlaub, eine Feier, ein Fest o.ä. ging regelmäßig schief, nicht immer direkt, aber schleichend.

    Austausch mit anderen ist das A&O denn manchmal biegt man gedanklich falsch ab und läuft weiter, ohne zu merken das man auf dem Holzweg ist.

    Bleib dran, es lohnt sich

    LG Bolle

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Hallo Bolle!

    Danke für den ausführlichen Kommentar.

    Du hast wohl recht, ich bin leider ziemlich faul diesbezüglich. Und gedanklich lasse ich mir immer noch ein Hintertürchen offen.

    Ich weiß, dass ich Alkoholiker bin.

    Punktum.

    Ich will aber immer nocht nicht wirklich akzeptieren, dass absolute Trockenheit alternativlos ist.

    Ich versuche nun, hier regelmäßig dranzubleiben.

    Viele Grüße

  • Hast du meinen Beitrag oben gelesen?

    Ich will aber immer nocht nicht wirklich akzeptieren, dass absolute Trockenheit alternativlos ist.

    Ich wäre ohne genau diese Akzeptanz heute nicht da, wo ich bin…. in einem ganz normalen Leben ohne Alkohol.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Da hast du ja ein Thema, das du mit deiner Therapeutin bearbeiten kannst.

    Viele kommen aus einem Rückfall nicht mehr raus und saufen sich zu Tode (ganz deutlich:verrecken an ihrer Sucht)

    Das zieht sich über Jahre. Selbst beobachtet bei vielen Leuten mit denen ich früher gesoffen habe. Fast alle sind schon unter der Erde.

    Nicht zu vergessen, das Leid und Elend in ihrer Umgebung (Familie),die das mitansehen müssen.

    LG Bolle

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

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