Steevie - Hallo, nun konnte ich nicht anders…

  • Hallo Steevie ,

    ich habe jetzt eine Stunde bei Dir gelesen. Es dreht sich primär um Deinen Partner. Bist Du selbst für Dich am Tun?

    Er säuft. Wird es wegen Dir nicht lassen. Du wirst es nicht ändern. Trennung steht derzeit nicht zu Debatte. Punkt. Ganz simpel und nüchtern betrachtet.

    Also schau auf Dich. Einfach ist es nicht unter diesen Umständen. Nur, es sind Deine Umstände. Die Gefahr die Abstinenz zu brechen ist real und sehr groß. Dein Partner tut alles dafür und Du derzeit wenig dagegen.

    Dein Partner säuft, dann lass ihn. Er stinkt nach Alkohol im Schlafzimmer, mach Durchzug oder schlaf im Gästezimmer.

    Schaff Dir wenigstens einen Raum im Haus,der nur Dir gehört. Ohne Alkohol, ohne Deinen Partner. Dieser Raum ist dann eben vorerst Deine Burg. Schaff Dir Deine Ecke im Garten. Steevies Reich.

    Geh außer Haus, ins Museum, in den Park. Was willst Du schon immer mal machen? Mach es, nur für Dich.

    Alles andere wird sich von ganz alleine auftun. Ob Eure Partnerschaft eine Zukunft hat? Das interessiert HEUTE noch nicht mal den "Plastefuchs". Ob Du wieder säufst? Absolut nur Dein Problem.

    Du wächst mit Deiner Abstinenz. Dein Blick wird sich verändern und zukünftig Konsequenzen fordern.

    Warum ich das so eiskalt schreibe? Warum ich mir das einfach mal anmaße zu sagen? Weil ich es 1:1 so selbst erlebe.

    Einfach mal selbst ins Tun kommen. Allen eigenen Umständen zum Trotz.

    Von Herzen viel Erfolg. René

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Hallo Rene72 !
    Vielen Dank für deine Worte!!!
    Das liest sich wirklich gut !

    Ja, ich habe mich sehr auf das Trinken meines Partners fokussiert. Mehr , als darauf
    wie ich abstinent bleibe, was ich für MICH tun kann und wie es mir überhaupt selbst geht.

    Das hat sogar letztens auch wirklich zum krassen Streit geführt.
    Ich habe Dinge gesagt, die man bestimmt keinem sagt, der betrunken und eh schon gereizt ist!
    Auch wenn es nur gut von mir gemeint war, verstehe ich, dass es total fehl am Platz war.

    Aber das hat mir auch gezeigt, dass ich das ‚umstimmen versuchen‘ endgültig sein lassen will!

    Es geht jetzt um mich!

    Dieser Raum ist dann eben vorerst Deine Burg. Schaff Dir Deine Ecke im Garten. Steevies Reich.

    Das klingt sehr schön!!
    Ich habe mir so viel Stress mit meinem Partner gemacht, dass ich mich garnicht um mich selbst gekümmert habe…

    Warum ich das so eiskalt schreibe? Warum ich mir das einfach mal anmaße zu sagen? Weil ich es 1:1 so selbst erlebe.

    Magst du davon mehr beschreiben und vielleicht, wie du damit umgehst?

    Allen eigenen Umständen zum Trotz.

    Ja! Genau!

  • Ich bin dir noch eine Anwort schuldig Abstinenzler ;)

    Geht es deinem Partner denn nicht schlecht mit dem Saufen? Bei mir waren z.b. die letzten Jahre reine Suchtbefriedigung und meine ganze Familie wusste wie sehr ich drunter leide.

    Er leidet darunter. Er ist aber immer hin und her…
    Mal bereut er das Gesaufe und ist sehr motiviert mit Vorsätzen, und im anderen Moment, verteidigt und rechtfertigt er das Trinken mit allen Gründen, die zur Verfügung stehen.

    Er sagt auch, das er süchtig ist. Wann anders hat er wieder garkein Problem und es gibt ja ganz andere , die wirklich Alkoholiker sind…

    etc. etc. ….


    aber wie schon erwähnt, werde ich mich nicht länger auf SEINE Sauferei konzentrieren,
    sondern auf MEINE Abstinenz! 8o

  • Magst du davon mehr beschreiben und vielleicht, wie du damit umgehst?

    Ich habe es Dir geschrieben. Viel mehr kann ich dazu auch gar nicht sagen. Ich bin ab und an genervt. Wie lang das funktioniert, keine Ahnung. Ist aber auch momentan gar nicht wichtig.

    Vielleicht noch folgendes: Schau auf Dich. Nicht auf ihn.

    „Frei bin ich nicht, weil ich dem Alkohol entkomme – sondern weil ich mich selbst nicht mehr verliere.“

  • Dein Partner sagt ja öfters er ist süchtig und leidet drunter. Wenn du ihm dann immer wieder sagst wie gut es dir geht wird es ihn ev. dazu zu bringen etwas zu ändern. Z.b ich lag immer verkatert auf dem Sofa, mir ging es saudreckig. Dann sah ich immer wieder Frau und Stieftochter wie gut es denen geht, was die alles machen z.b. Einkaufsbummel etc. Das hat mich zum nachdenken gebracht. Warum dürfen alle Leben und ich liege hier.

    Heute trinke ich nicht

  • Dein Partner sagt ja öfters er ist süchtig und leidet drunter. Wenn du ihm dann immer wieder sagst wie gut es dir geht wird es ihn ev. dazu zu bringen etwas zu ändern.

    Ja, das stimmt. Mir geht es sehr gut, was er auch sieht.
    Ich merke auch, dass er nachdenklich mit seinem Konsumverhalten wird.
    Ich möchte mich aber nicht mehr auf sowas auslegen oder hoffen, er wird schon auch noch aufhören…


    Im Thread ‚xx Jahre trocken‘ habe ich ja schon geschrieben und gefragt, wann oder ob es irgendwann Alltag wird, und wann man souverän mit Triggern usw. umgehen kann.
    Habe hier nochmal das Zitat von Rennschnecke übernommen:

    Hmmh, ich finde, Steevie, das lässt sich in Deinem Fall eben besonders schlecht vergleichen. Du hast die Trigger ja nun mal täglich vor der Nase, von morgens bis abends.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich jemals so daran gewöhnen kann (oder möchte), dass es einem egal ist und auch noch ungefährlich wird, genausowenig, wie Abstinenz von Süchtigen allein mit Disziplin zu erreichen ist.

    Ich gehe z. B auch nach über 2,5 Jahren noch nicht entspannt an der Alk-Ecke im Supermarkt vorbei, und das ist für mich auch gut so. Würde ich bei anderen Gefahrenstoffen ja auch nicht gern machen oder wollen.

    Auch dazu wirst Du hier Unterschiedliches lesen - das sagt aber wenig über Dein persönliches Risiko aus.


    Das ist ganz sicher ein Risiko für mich mit meinem trinkendem Partner! Wenn es so weitergeht, glaube ich auch nicht, das es sicherer irgendwann wird, egal wird es mir auch bestimmt nicht werden!

    Dennoch will ich meine Situation annehmen. Ich kann sie nicht ändern. (Aus meiner Sicht)
    Ich bin mir dessen jeden Tag bewusst. Ich setze mich einem höheren Risiko aus. Es liegt eben an mir einen Umgang damit zu finden, der für mich passt und für meine Trockenheit funktioniert.
    Bisher geht es mir Woche für Woche besser. Mir stechen die Flaschen nicht mehr sofort ins Auge. Wenn ich die Trinkerei von meinem Partner mitbekomme, denke ich, dass es seine Sache ist!…aber nicht meine!!

    Dadurch, das meine Gedanken nüchtern sind, kann ich mich auch mit anderen Defiziten beschäftigen, die indirekt auch mit meiner Sauferei zu tun gehabt haben. Ich suche keine Erklärung fürs ehemalige Saufen! Aber es hilft mir genauso zum Weg der stabilen Abstinenz, wie es meinem allgemeinem Wohlbefinden hilft.
    (vielleicht später mehr dazu.)

  • Guten Abend,

    schon länger hier nicht rein geschaut. Hat sich leider auch nichts geändert.

    Ich merke auch, dass er nachdenklich mit seinem Konsumverhalten wird.

    "Nachdenklich" trinkt es sich auch wunderbar.

    egal wird es mir auch bestimmt nicht werden!

    Das ist sicher. Es geht hier nicht um einen absehbarer Zeitraum. Sondern ggfs. um viele, viele Jahre. Jeden einzelnen Tag, Alkohol in der Bude, in der Nase und vor den Augen. Du sprichst ja sogar mit dem Alkohol, wenn du mit deinem Mann sprichst.

    Ich habe ein glücklicheres Leben ohne Alkohol. Viel entspannender. Was da an Druck und Last weggefallen ist. Weil Alkohol raus aus meinem Leben ist. Steuere gerade das fünfte trockene Jahr an. Einen trinkenden Partner würde ich dennoch keinen einzigen Tag aushalten. Da steckt ja auch schon das Wort "aushalten" dahinter.

    Auch sich dieses "kaputt gehen" anschauen zu müssen.

    Ich wünsche Dir, dass Du einen Weg finden wirst um endlich Ruhe zu finden.

    Ich schrieb ja schon. Es wird sich etwas ändern. Denn loslassen wird es dich nicht. Nur verliere nicht aus den Augen, dass wenn sich nichts ändert, die Änderung irgendwann auch der Rückfall sein kann.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Das ist ganz sicher ein Risiko für mich mit meinem trinkendem Partner! Wenn es so weitergeht, glaube ich auch nicht, das es sicherer irgendwann wird, egal wird es mir auch bestimmt nicht werden!

    Wenn mein Mann ausser Haus Alkohol getrunken hat, rieche ich es sofort, wenn er heimkommt. Ich kann ihn dann im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr riechen. Und küssen schon mal gar nicht!

    Hast Du Deinem Mann das schon mal ganz klar gesagt?

    Ich wollte nicht jeden Tag mit diesem Geruch und Verhalten konfrontiert werden. Auf Dauer geht das bestimmt nicht gut.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Zu Deinem sinngemäßen Satz: "Ich nehme meine Situation an, weil ich sie nicht ändern kann ", Steevie:

    Darf ich den mal konkretisieren? Zu "Noch kann ich mir nicht vorstellen, dass ich meine Situation ändern kann."

    Das muss ja nicht so bleiben. Du konntest Dir doch auch lange Zeit nicht vorstellen, keinen Alkohol mehr zu trinken, oder?

    Eine Partnerschaft kann was Schönes sein, wenn beide Seiten damit zufrieden sind. Ist gar nicht so einfach, wie allein die Scheidungsstatistik zeigt.

    Aber geht es hier wirklich um Partnerschaft? Oder nicht eher um Angst vor dem Alleinsein, weil Du das offenbar nicht kennst?

    Wäre es nicht an der Zeit, sich auch in dem Punkt mehr zuzutrauen? Und dann aus sicherem Abstand zu schauen, inwiefern eine Partnerschaft mit einem zunehmend abbauenden nassen Alkoholiker überhaupt noch möglich kst?

  • Ich komme mal zu dir.

    Ich bin noch am Anfang meiner Trockenheit und das Forum hilft mir sogar sehr, mir immer bewusst zu machen, das da was ist, wo ich nicht wegschauen darf!

    Zu sehen/ zu lesen, dass hier einige(vielleicht sogar vorwiegend) sind, die Langzeittrockene sind und immer weiter hier schreiben, zeigt mir wie wichtig es ist, das Thema für sich selbst nicht abzutun.
    Und das ja anscheinend mit erfolgreichem Ergebnis!

    Du schreibst, du bist am Anfang deiner Trockenheit. Ich verstehe, was du meinst. Aber nüchtern betrachtet steht ein Alkoholiker jeden Tag wieder am Anfang. Auch nach 20 Jahren

    Die Risiken verändern sich nicht dadurch, dass ich länger trocken bin. Was sich verändert, ist mein Umgang damit meine "gefühlte" Stabilität, meine Konsequenz.

    Nur weil ich mich heute sicher fühle, ist ein Risiko nicht plötzlich kleiner geworden. Morgen kann eine emotionale Ausnahmesituation kommen: Stress, Wut, Trauer, Überforderung. Und dann sortiert dasselbe Suchthirn unter Umständen wieder völlig anders.

    Deshalb ist „am Anfang“ für mich keine Zeitangabe, sondern eine Richtung. Was mache ich für meine Trockenheit? Welche Risiken gehe ich ein – und welche nicht? Und was würde ein Rückfall für mich bedeuten?

    Ob der Partner trinkt, ob ich auf Bierbänken tanze oder ob jemand mit einem Glas herumwedelt, ändert an meiner Verantwortung nichts.

    Ich entscheide, welches Risiko ich eingehe. Und wenn es schiefgeht, bekommt nicht das Umfeld die Rechnung. Sondern ich.

    Dir weiterhin alles Gute.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Im Thread ‚xx Jahre trocken‘ habe ich ja schon geschrieben und gefragt, wann oder ob es irgendwann Alltag wird, und wann man souverän mit Triggern usw. umgehen kann.

    Bin 6 Monate trocken, Alltag war es so ab 3 bei mir. Aber trotzdem mit täglicher Freude die ganzen negativen Folgen nicht zu haben, aber die vielen positiven. Die Trigger muss ich immer noch konsequent vermeiden. Meine Stimme wird immer stärker- die des Saufhirns schwächer. Es versucht aber trotzdem immer wieder es schmackhaft zu machen- was aber garnicht sein kann bei den GANZEN negativen Folgen.

    Dennoch will ich meine Situation annehmen. Ich kann sie nicht ändern. (Aus meiner Sicht)

    Gibt es z.b. 6 Stunden am Tag wo dein Partner nüchtern ist und z.b Tageshälfte wo nicht? Nur noch Kontakt wenn nüchtern ist. So hat meine Frau es zum Schluß gemacht. Sie hatte einfach keinen Bock mehr auf einen Besoffenen.

    Ich hoffe das du deinen Weg findest

    Heute trinke ich nicht

  • Hallo zusammen!

    Ich hatte mir immer mal wieder Texte gedacht, die ich gerne schreiben würde , die aber immer wieder verworfen…manchmal erschien es mir auch nichtmehr relevant.
    teilweise bin ich auch etwas unsicher wieviel ich hier so offen schreiben möchte…
    Ich war auch mehr als eine Woche nicht mehr online, weil ich mit so viel Input manchmal irgendwie nicht umgehen kann..
    Jetzt habe ich erstmal einiges zum Lesen gehabt! Danke Hartmut für deine Beiträge in ‚xx Jahre trocken‘..vieles davon geht mir selbst durch den Kopf und ist sehr bereichernd für mich.


    Nüchtern habe ich endlich die Möglichkeit mich mit mir und allem um mich herum auseinanderzusetzen und mich weiterzuentwickeln!
    Es ist sehr angenehm, zu wissen dass ich mir selbst/meiner Wahrnehmung besser trauen kann! Ich kann auch mittlerweile gelassener mit Stress umgehen .
    Mit der Verantwortung für mich, mich für ein Leben ohne Alkohol entschieden zu haben, wächst auch mein Verantwortungsbewusstsein in anderen Bereichen.
    (…)


    Nichts desto trotz ist Alkohol um mich herum.
    Dass ich keinen Alkohol mehr trinke, und das nie mehr!…dringt sehr langsam bei meinem Partner durch…
    Und immer wieder, wenn ich’s sage, bricht augenscheinlich eine Welt für meinen Partner zusammen. 😕
    Letztens hat er schon ‚Pläne‘ zum Glühweintrinken beim Weihnachtsmarkt gemacht… Ich sagte ihm wieder deutlich, dass ich nie mehr Alkohol trinken werde!
    Er war erst enttäuscht/traurig, dann wütend und dann hat er beschlossen zum Glühweintrinken alleine auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, weil er meine ‚vorwurfsvollen Blicke‘ nicht erträgt! Und wir dann zusammen gehen können , wenn er nichts trinkt.
    Erst war ich schockiert.. habe aber schnell gemerkt, dass das Gefühl mit meiner ‚kleinen‘ Verlustangst zutun hat.
    Eigentlich hat er ja total recht!
    Warum sollte ICH mich dem überhaupt aussetzen!?
    Und ich verstehe auch, dass er nicht ‚entspannt‘ Trinken kann wenn ich dabei bin und eine nüchterne steife langweilige Begleitung bin. (Seine Worte)
    Das Bier Zuhause ist anscheinend was anderes für ihn…
    Wir haben aber auch nochmal in Ruhe danach geredet,…ich bin bei meiner Aussage und Meinung geblieben und er hat gesagt, er wird sich damit arrangieren müssen das ich nicht mehr trinke.

    …Lirum Larum …

    Ich fühle mich auf jeden Fall gut! Und ich weiß dass ich auf dem richtigen Weg bin.
    (70 Tage, …nein ..heute 71)

  • Hallo Abstinenzler Ja, wir haben auch Zeiten am Tag, wenn er nüchtern ist. Morgens immer und wenn wir in der Nacht zusammen wach sind. Leider viel zu wenig Zeit, denn da ist mein Partner immer am entspanntesten. Untertags merke ich zunehmend, dass ich mich alleine mit anderen Dingen beschäftige. Ab ungefähr 4 Bier ist mein Partner ziemlich gestresst, sensibel und erschöpft. Da lass ich ihn lieber und ich gehe aus der Schussbahn.

    Träume habe ich auch immer mal wieder von Alkohol, dass ich trinke und ich im Traum ganz genau weiß: „das ist jetzt ein Rückfall, ich muss jetzt im Forum schreiben.“
    Ab und an denke ich auch in Situationen: jetzt hätte ich Alkohol getrunken!
    Aber ich habe ja zu allen Situationen Alkohol getrunken.Also ist es eigentlich ganz gut, wenn der Gedanke nur so selten kommt, denke ich.
    Es ist ein kurzer Gedankenblitz, der gleich wieder weg ist. Ich weiß dann aber ganz genau, dass ich das Gefühl und die Hilflosigkeit im Suff nie mehr haben will.

  • alleine auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, weil er meine ‚vorwurfsvollen Blicke‘ nicht erträgt! Und wir dann zusammen gehen können , wenn er nichts trinkt.
    Erst war ich schockiert..

    In dem Moment war es ehrlich gesagt so, dass ich kurz gedacht habe: okay, dann trinke ich eben mit, dann ist er zufrieden.

    Gleich darauf war ich von mir selbst so schockiert!!!
    Genau das ist immer wieder das Muster gewesen, warum ich nicht dauerhaft abstinent bleiben konnte! Thema Streitvermeidung!…

  • Hmmh, Steevie, Du scheinst Dir mehr Gedanken zu machen, wir der arme Kerl mit Deinem Nichttrinken klarkommt als umgekehrt.

    Und dass seine "Gespräche" bzw. Gedanken sich immer wieder um Alk drehen, er Dich wegen Deiner Abstinenz abwertet und Du ihn immer noch darauf hinweisen und darauf bestehen musst, dass Du nicht mehr trinkst, ist echt traurig.

    Wie lange wird das mit Deiner Abstinenz so noch gutgehen? Ist es das, was Du Dir unter Partnerschaft vorstellst? Oder ist deine Verlustangst vielleicht doch nicht so klein?

    Was würde sich denn in Deinem Leben konkret ändern, wenn er mal eine Weile nicht im Haus wäre? Ubd wo liegen Deine Prioritäten - würdest Du im Zweifel irgendwann wieder mittrinken, bevor er sich eine bessere Saufkumpanin sucht?

    (Mir brauchst Du dazu nicht zu antworten, nur Dir selbst, ganz ehrlich.) Alles Gute!

  • Hallo, Stevie, ich komme auch mal zu dir.

    Als ich deinen ersten Post von heute gelesen habe, war ich an der Stelle, in der du über den Weihnachtsmarkt geschrieben hast, ähnlich schockiert wie du selbst es in deiner Reflektion formuliert. Da gebe ich Rennschnecke völlig Recht: Auch ich habe den Eindruck, dass du dir mehr Gedanken über deinen Partner machst als über dich selbst und sogar "zulässt", dass er dich abwertet, "nur" weil du nicht mehr trinkst. Dabei ist das eine erstaunliche Leistung, auf die du sehr stolz sein kannst - nicht jeder schafft es gerade mit einem aktiv alkoholabhängigen Partner so weit! Und du kannst dich selbst reflektieren, auch wenn es unbequem wird.

    Mir kommt es auch wie eine nicht kleine Verlustangst vor. Ich kenne das von mir selbst, habe durch einen Expartner alles mit mir machen lassen, nur damit er mich nicht verlässt, und alles klein geredet. Bis ich die Reißleine gezogen habe.

    Ich hoffe, meine Worte waren nicht zu heftig, und du findest deinen Weg! 👍

    Liebe Grüße von Teddy 🙂

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