Steevie - Hallo, nun konnte ich nicht anders…

  • Naja das mit dem Weihnachtsmarkt war eher ne Ausnahme. Ich war immer die, (seit dem ich aufgehört hab), die über Alkohol und Sucht und Abstinenz usw. Geredet hat. Habe ich aber auch sein lassen, weil das mein Ding ist und ich keine Unterstützung erwarte (wie auch?!)und mittlerweile weiß dass ich selbst für mich verantwortlich bin.
    Er vermeidet es sonst schon über sowas zu reden. Er sagt auch eben ab und zu dass er es gut und richtig findet, dass ich nichts trinke. (Er kann sich nur einfach in seinem Zustand ein Leben komplett ohne Alkohol nicht vorstellen, weil er Spaß und Freude wahrscheinlich zusehr gleichsetzt mit Trinken.)

    Aber ja, es ist traurig, dass ich mich immer wieder wiederholen muss, und er es eigentlich nicht hören will

    Meine Prioritäten sind klar! Ich trinke nichts mehr und wenn er sich jemand anderes suchen würde, weil ich eben nicht mit ihm trinke, dann weiß ich ja um seine Prioritäten.
    Das ändert nichts an meinen!
    Aber irgendwie verstehe ich auch schon, dass das länger braucht, bis er es wirklich glaubt und versteht. Wir haben schließlich viele Jahre zusammen täglich getrunken…

    Mir ist es wichtig, dass ich meine Beziehung auch abseits vom Alkohol betrachte.
    Und ja , es ist noch holprig.. lange ist es ja nicht her, seit dem ich den Weg eingeschlagen bin.

  • Hallo Teddy

    Nicht zu heftige Worte! 😊

    Ich verstehe nur nicht, warum der Eindruck da ist, er wertet mich ab.
    Übersehe ich hier etwas?

    (Ja, klein ist diese Verlustangst wirklich nicht…wenn ich mich mit dem Thema beschäftige, steht da auch immer was über emotionale Abhängigkeit…Ich muss auch für mich erstmal sehen, wieviel davon in der Beziehung zu meinem Partner Abhängigkeit oder wahre Bindung ist.) Anderes Thema; gehört glaub ich nicht ins Suchtforum!(?)

  • Warum nicht - in Zusammenhang mit Deiner gleichzeitigen Co-Abhängigkeit? Aber das entscheiden die Mods.

    Zu deiner Frage betr. Abwertung: nüchtern bist Du für ihn laut seinen Worten steif und langweilig - ist das keine Abwertung? Oder bist Du das gewöhnt?

  • Letztens hat er schon ‚Pläne‘ zum Glühweintrinken beim Weihnachtsmarkt gemacht… Ich sagte ihm wieder deutlich, dass ich nie mehr Alkohol trinken werde!
    Er war erst enttäuscht/traurig, dann wütend und dann hat er beschlossen zum Glühweintrinken alleine auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, weil er meine ‚vorwurfsvollen Blicke‘ nicht erträgt! [...]


    Und ich verstehe auch, dass er nicht ‚entspannt‘ Trinken kann wenn ich dabei bin und eine nüchterne steife langweilige Begleitung bin. (Seine Worte)
    und er hat gesagt, er wird sich damit arrangieren müssen das ich nicht mehr trinke.

    So hast du es geschrieben. Das klingt sehr nach Abwertung und zeigt, dass ihm - zumindest in diesen Situationen - sein Trinken wichtiger ist als dein Nicht trinken. Du scheinst aber schon sehr gut Abstand dazu halten zu müssen. Was ich auch bemerkenswert finde: Du machst dir Gedanken, inwiefern emotionale Abhängigkeit eine Rolle in eurer Beziehung spielt. Ich muss ehrlich sagen, ich könnte nicht mit einem aktiv alkoholabhängigen Partner zusammenleben, da ziehe ich nach wie vor den Hut vor dir, dass du trotz allem so gut für dich sorgen kannst. Und das mit der Verlustangst scheint ja doch ein wichtiges Thema zu sein, hier nicht losgekoppelt von deiner Abhängigkeit oder die des Partners. Sie kann triggern (ergo nicht zwangsläufig "falsch" hier)

    Liebe Grüße von Teddy🙂

  • Nichts desto trotz ist Alkohol um mich herum.

    Wo und wieso?

    Er war erst enttäuscht/traurig, dann wütend und dann hat er beschlossen zum Glühweintrinken alleine auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, weil er meine ‚vorwurfsvollen Blicke‘ nicht erträgt! Und wir dann zusammen gehen können , wenn er nichts trinkt.

    Hast du mal einfach den Satz gesagt: Ich bin trockener Alkoholiker ich darf oder ich trinke keinen Alkohol weil ich damit nicht umgehen kann. Es mich kaputt macht. Hast du das schon mal gesagt? Frage mich warum das Thema immer noch nicht endgültig besprochen ist. Nicht böse gemeint

    Und ich verstehe auch, dass er nicht ‚entspannt‘ Trinken kann wenn ich dabei bin und eine nüchterne steife langweilige Begleitung

    Es geht sehr viel um sein nasses Saufen. Ich sage IMMER wenn einer aus meiner Familie hier irgendwas über Alkohol sagt: ES INTERESSIERT MICH NICHT. ICH WILL DAMIT NICHTS ZU TUN HABEN. Immer und immer wieder, bis JEDER mich mit dem Thema in Ruhe lässt. Jeder weiß, ich bin trockener Alkoholiker. Genauso mit Nikotin. Sage immer extra: INTERESSIERT MICH NICHT. Weil es sau schwer war aufzuhören, möchte nicht mehr verherrlichend angesprochen werden.

    Ja, wir haben auch Zeiten am Tag, wenn er nüchtern ist. Morgens immer und wenn wir in der Nacht zusammen wach sind. Leider viel zu wenig Zeit, denn da ist mein Partner immer am entspanntesten.

    Dann ist man doch verkatert und entzügig oder net?

    Ab und an denke ich auch in Situationen: jetzt hätte ich Alkohol getrunken!

    Das wird von Monat zu Monat immer weniger

    Heute trinke ich nicht

  • In dem Moment war es ehrlich gesagt so, dass ich kurz gedacht habe: okay, dann trinke ich eben mit, dann ist er zufrieden.

    Gleich darauf war ich von mir selbst so schockiert!!!

    Ist ja nicht verwunderlich. Wäre bei mir auch so. Ist ja schon eine halbe Trinkaufforderung und triggern ohne Ende. Normal das das Suchthirn darauf anspringt

    Genau das ist immer wieder das Muster gewesen, warum ich nicht dauerhaft abstinent bleiben konnte! Thema Streitvermeidung!…

    Ja du musst mitsaufen anstatt er aufhören muss.Immer geht es um sein Saufen aber nie um deine Abstinenz.

    Und dass seine "Gespräche" bzw. Gedanken sich immer wieder um Alk drehen, er Dich wegen Deiner Abstinenz abwertet und Du ihn immer noch darauf hinweisen und darauf bestehen musst, dass Du nicht mehr trinkst, ist echt traurig.

    Vieleicht ist er neidisch. Weil er lange nicht clean ist. Oder ist ist halt für ihn einfach viel besser: Jmd. der mitsäuft statt Spiegel vorhalten usw

    Heute trinke ich nicht

  • Jemand der steif und langweilig erscheint kann dennoch interessant und eine absolut tolle Person sein.

    Warum wird Stevie hier in die Rolle gedrängt sich zu rechtfertigen ?

    Stand nichts mit langweilig und steif. Und auch nicht ob irgendwer keine tolle Person ist. Es geht die ganze Zeit um die Konstellation: Partner nasser Alkoholiker und anderer Partner trockener Alkoholiker mehr nicht.

    Niemand drängt Stevie sich zu rechtfertigen. Wir schreiben unsere Meinung zu dieset Konstellation, mehr nicht.

    Ich möchte Stevie übrigens helfen, mehr nicht

    Heute trinke ich nicht

  • Noch eins, Steevie: Du hast Absti geschrieben, dass dein Partner "nüchtern" ist, wenn Ihr nachts zusammen wach seid. (Was ich bezweifle, echte Ausnüchterung dauert länger als ein paar Stunden.)

    Heißt das, er macht Dich immer noch durch sein rücksichtsloses Verhalten mitten in der Nacht wach und Du bekommst öfter nicht genug Schlaf? Auch das gefährdet Deine Abstinenz, s. HALT-Regel.

  • Hast du mal einfach den Satz gesagt: Ich bin trockener Alkoholiker ich darf oder ich trinke keinen Alkohol weil ich damit nicht umgehen kann. Es mich kaputt macht. Hast du das schon mal gesagt? Frage mich warum das Thema immer noch nicht endgültig besprochen ist.

    Habe ich! Mehr als einmal!
    Mit dem Wort Alkoholikerin kommt er nicht klar. Er meint, dass man sich selbst ja nicht schlecht/runtermachen muss…
    Habe ihm aber gesagt, dass es für mich leichter ist, mich als Alkoholikerin zu ‚outen‘ , weil ich süchtig bin und das Wort es eben beschreibt.
    Ich habe ihm dass aber wirklich schon einpaarmal erklärt, warum ich mich für die Abstinenz entschieden habe und das wirklich ernst meine und es für mich auch garnicht anders geht.

    Dann ist man doch verkatert und entzügig oder net?

    Ja , … was soll ich sagen…
    Eigentlich schon. Ist bei ihm aber immer ziemlich schnell rum… hat mich schon in der Zeit verwundert, in der wir noch zusammen getrunken hatten, wie schnell er wieder munter ist! (Im Vergleich zu mir!)

    Heißt das, er macht Dich immer noch durch sein rücksichtsloses Verhalten mitten in der Nacht wach und Du bekommst öfter nicht genug Schlaf? Auch das gefährdet Deine Abstinenz, s. HALT-Regel.

    schlaf bekomme ich genug! Aber eher weil ich mich seinen Schlafenszeiten angepasst habe die letzten 2 Wochen ungefähr.
    Mal sehen, wie es wird wenn ich wieder meinen normalen Schlafenszeiten nachgehe. Nach dem Essen mittags/nachmittags trinkt er nichts mehr und schläft dann eben bis er ausgenüchtert ist (mehr oder weniger) .
    Auf jeden Fall sagte ich ihm , dass mir mein Schlaf sehr wichtig ist, und er bitte mich nicht provokativ wecken soll.

    Vieleicht ist er neidisch. Weil er lange nicht clean ist. Oder ist ist halt für ihn einfach viel besser: Jmd. der mitsäuft statt Spiegel vorhalten usw

    so wird es sein.

  • Hallo Steevie,

    ich komme da nicht mehr mit

    Hallo Abstinenzler Ja, wir haben auch Zeiten am Tag, wenn er nüchtern ist. Morgens immer und wenn wir in der Nacht zusammen wach sind. Leider viel zu wenig Zeit, denn da ist mein Partner immer am entspanntesten. Untertags merke ich zunehmend, dass ich mich alleine mit anderen Dingen beschäftige. Ab ungefähr 4 Bier ist mein Partner ziemlich gestresst, sensibel und erschöpft. Da lass ich ihn lieber und ich gehe aus der Schussbahn.

    Mal sehen, wie es wird wenn ich wieder meinen normalen Schlafenszeiten nachgehe. Nach dem Essen mittags/nachmittags trinkt er nichts mehr und schläft dann eben bis er ausgenüchtert ist (mehr oder weniger) .

    Wann trinkt er denn? Für mich hört sich das so an als ob nachdem Mittagessen seinen Aunüchterungsschlaf macht. Es hört sich auch so an als ob du permanent mit einem betrunkenen oder verkaterten Mensch zusammen lebst.

    Noch eins, Steevie: Du hast Absti geschrieben, dass dein Partner "nüchtern" ist, wenn Ihr nachts zusammen wach seid. (Was ich bezweifle, echte Ausnüchterung dauert länger als ein paar Stunden

    Dann ist man doch verkatert und entzügig oder net

    Das hört sich nicht so prickelnd an muss ich sagen, da solltest du zeitnah etwas unternehmen.

    Hat er wenn nach dem Mittagessen nichts mehr trinkt vor dem Mittagessen schon getrunken? So lese ich das jedenfalls und was meinst du mit provokanten wecken?

    So wie ich das verstehe/lese ist dein Mann ganz schön drauf, also auch Alkoholiker, wenn du ihn nach vier Bier aber schon aus dem Weg gehst weißt du ja bescheid.

    Du solltest in dich gehen, wie Elly schon geschrieben hat

    Ich kann ihn dann im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr riechen. Und küssen schon mal gar nicht!

    Hast Du Deinem Mann das schon mal ganz klar gesagt?

    Ich wollte nicht jeden Tag mit diesem Geruch und Verhalten konfrontiert werden. Auf Dauer geht das bestimmt nicht gut.

    Ich kann es aushalten mich mit einem Freund/Freundin zu unterhalten die "etwas trinken" aber ich merke den Zungenschlag schon beim ersten Glas, das hab ich bei meiner Frau bemerkt, vom Geruch will ich gar nicht reden, 10 Meilen gegen den Wind riech ich das.

    Ich könnte definitiv nicht neben einer betrunkenen/angeschickerten Partnerin schlafen, das geht nicht und ich weiß auch das es mir käme es regelmäßig vor tierisch auf den Nerv gehen würde.

    Am Anfang hatte ich aber auch noch anderst darüber gedacht, inzwischen ist mir aber selbst der Konsum von meiner Noch Frau zu hoch, obwohl er im Gegensatz zu deinem Mann wahrscheinlich moderat ist.

    Das kann jedenfalls nicht gut gehen oder es führt dich zumindest bestimmt nicht in eine glückliche Abstinenz.

    Was ist eigentlich aus eurem Hausbau Projekt geworden?

  • Mit dem Wort Alkoholikerin kommt er nicht klar. Er meint, dass man sich selbst ja nicht schlecht/runtermachen muss…

    Eine Krankheit haben ist nicht schlecht machen oder?

    Ich habe ihm dass aber wirklich schon einpaarmal erklärt, warum ich mich für die Abstinenz entschieden habe und das wirklich ernst meine und es für mich auch garnicht anders geht.

    Super, dein Standpunkt ist klar und deutlich

    hat mich schon in der Zeit verwundert, in der wir noch zusammen getrunken hatten, wie schnell er wieder munter ist! (Im Vergleich zu mir!)

    rauchen und kaffee? um sich aufzuputschen?

    Finde es toll wie du auf alles eingehst. Ich wünsche dir das alles gut wird

    Heute trinke ich nicht

  • Hallo Steevie,

    bei Eurer Situation habe ich das Bild mit dem lecken Boot im Kopf. Das Boot läuft voll mit Wasser, Dein Mann tut nichts, säuft weiter… Du bist die Stärkere, versuchst das Boot auszuschöpfen-vergeblich. Anstatt ans rettende Ufer zu schwimmen, bleibst Du im Boot sitzen und gehst mit unter.

    Der Schwächere zieht den Stärkeren immer mit runter.

    Du kannst gern weiter ausschöpfen, aber Deine Kraft kann irgendwann auch nachlassen und dann ist der Griff zur Flasche nicht weit.
    Pass auf Dich auf.🍀

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

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