Jane1 - Antwort Co Abhängigkeit

  • Hallo Jane,

    das hier ist doch DEINE Selbsthilfegruppe und es ist nicht so sinnvoll, ihm davon zu erzählen. Es ist doch der Raum hier für dich. Aber okay, ich hab es damals auch so gemacht und meinem Exmann davon erzählt, der hatte aber keinen Bezug zu Internet etc und hat hier auch nicht gelesen. Das weiß ich. Und ich hab ihm nichts vorgelesen, was andere geschrieben hatten.

    Im Grunde genommen hast du bei deinem Partner auch nichts damit erreicht weil er es auch nicht will. Er scheint doch mit seinem Leben rundum zufrieden zu sein, einzig dein Gemecker geht ihm auf den Geist. Und das ist so üblich. War bei meinem ersten Mann ähnlich.

    Du kannst im Grunde genommen machen was du willst, solange er sein Leben so weiterleben möchte erreichst du nichts bei ihm.

    Gruß Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Was versprichst du dir davon? Ist dir klar, dass du damit nichts erreichst aber deinen Safe Space verlierst?

    Er will trinken und das ist sein gutes Recht, denn er ist erwachsen und trägt die Verantwortung.


    Du hingegen trägst die Verantwortung dafür, dass es Dir gut geht. Ihn kannst Du nicht ändern! Aber dein Verhalten liegt in Deiner Hand.

  • Hm.... ich glaube, du verstehst denn Sinn einer Selbsthilfegruppe nicht so ganz.

    Es geht hier weder um deinen Freund noch darum, wie du ihn trockenlegen kannst. Du versuchst es scheinbar immer wieder. Es wird aber nicht funktionieren.

    Abgesehen davon finde ich es gar nicht so gut, dass du die Geschichten die hier gepostet werden, direkt an deinen Freund weiter gibst. Klar, das ist der offene Bereich und wer die Geschichten sucht wird sie finden. Aber weder hat dein Freund danach gesucht, noch will er sie offensichtlich hören.

    Dein Freund darf trinken wie und so lange er möchte. Auch wenn das hart klingt: er darf sich auch zu Tode trinken. Daran wirst du auch gar nichts ändern können. Du kannst lediglich für dich entscheiden, ob du dabei zusehen oder vorher die Reißleine ziehen willst.

    Hier sollte es um dich gehen. Um deinen Weg. Jetzt weiss er von diesem Forum. Wie kannst du jetzt noch frei und ungehemmt hier schreiben, wenn dir der Gedanke im Nacken sitzt, dass er vielleicht jedes Wort davon lesen kann?

    Du hast glaube ich geschrieben, dass du bereit zwei Menschen beim Trinken (bis in den Tod?) begleitet hast, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Dann ist das doch ein Muster. Wer füllt denn diese Leere die danach entsteht? Ein neuer Alkoholiker, den du begleiten kannst? Ist das wirklich das, wie du dein Leben verbringen möchtest? Denn auch jetzt wird wieder eine Leere entstehen. Die kann aber nicht dadurch gefüllt werden zu versuchen, den nächsten Alkoholiker zu bekehren. Denn es ist ein ewiger Kampf gegen Windmühlen.

  • Morgenrot 9. Juli 2026 um 11:04

    Hat das Thema geschlossen.
  • Aurora 21. Juli 2026 um 07:00

    Hat das Thema geöffnet.
  • Hallo, ich war an anfang echt beleidigt, weil ihr mich für eine woche gesperrt habt, das bin ich jetzt nicht mehr. Nur soviel ich habe mir nichts schlimmes dabei gedacht oder vertrauen, Diskretion zu missbrauchen, war nie meine absicht. Im Gegenteil ich wollte meinen Partner nur Möglichkeiten zeigen, dass es da ein Forum gibt , wo er sich hilfe suchen kann über die alk Themen zu sprechen .. Nun gut lassen wir das ich werde mich an die Gruppen Regeln halten. Ich war nun eine Woche auf Urlaub ohne alkbpartner und habe Abstand bekommen, es hat mit gut getan, Abstand zu der ganzen Sache ist sowieso das a und o. Und eine feste Überzeugung, standhaft Meinung dazu ebenfalls und die Situation klar einzuschätzen...

    Einmal editiert, zuletzt von Jane1 (22. Juli 2026 um 10:14)

  • Na ja.
    Mir war das egal, weil meine Vorstellung im offenen Internet steht, wo es jeder lesen kann.

    Aber auf was ich hinaus wollte, als ich Dir diesen Beitrag gezeigt hatte, war, dass man auch bei mir von außen absolut nichts machen konnte. Bei mir hats ja nicht nur meine Frau probiert, mich vom Alk wegzubringen, sondern auch ihre Vorgängerinnen hatten sich schon an meiner Sauferei gestört.

    Du hattest mich gefragt, wo meine Einsicht her kam.
    Der Knackpunkt war, dass ich erst dann mit dem Saufen aufgehört habe, als ich für mich selbst genug gesoffen hatte.

    Mir hättest du so was auch zeigen können und es wäre mit schietegal gewesen. Lange war es mir auch egal, ob ich am Saufen sterben würde.
    Ich habe einfach zu gerne gesoffen, und ein Leben ohne Alk erschien mir einfach sinnlos.

    Zum aufhören musste ich auch erst mal richtig abgestürzt sein und es musste mir so schlecht gehen, dass ich selbst es nicht mehr ausgehalten habe.

    Meine Frau hatte mich verlassen, dann konnte ich saufen, soviel ich wollte. Steht auch so drin, hattest Du anscheinend nicht verstanden.

    Du hast Dir zielsicher das ausgesucht, was Du verwenden konntest, um Deinen Partner zu bearbeiten. Obwohl Du wenige Beiträge vorher noch geschrieben hattest, dass Du verstanden hättest, dass Du nichts machen kannst.

    Und damit zurück auf Los. Gehe zielsicher zu dem zurück, was Du für Dich selbst tun kannst.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

    Einmal editiert, zuletzt von Lebenskuenstler (22. Juli 2026 um 11:41)

  • Ja ich habe sehr gut verstanden dass Abgrenzung das wichtigste ist, ich Weine nun viel weniger und bin nicht nehr so maßlos enttäuscht... ich hatte angefangen deine geschichte vorzulesen.. ich habe alles recht gut verstanden..alles ähnelt sich.. der urlaub hat ein bisschen was bewirkt bei mir.. nur muss ich halt aufpassen dass ich nicht in die selben Muster rutsche...

  • Mich würde ja interessieren ob ein alkoholiker der keinen alkohol mehr trinkt und verstanden hat.. ob diese so was wie späte reuie empfinden, was sie ihren Angehörigen und lieben angetan haben?

  • Ich habe schon währenddessen Reue empfunden bzw. hatte ständig ein schlechtes Gewissen. Warum fragst du?

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Bei mir war es so, dass ich immer ein schlechtes Gewissen hatte und ich wusste, dass ich Alkoholikerin bin.

    Und trotzdem habe ich 15 Jahre, im Laufe der Zeit, immer mehr gesoffen.

    Die Einsicht hat nichts damit zu tun, dass jemand gegen die Sucht vorgeht.

    Es zählen ausschliesslich nur Taten. Alles andere sind nur Versprechen, um seine Ruhe zu haben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hast Du denn ein schlechtes Gewissen, weil Du Dich wie seine Erziehungsberechtigte aufführst?

    Ich hatte jedenfalls kein schlechtes Gewissen wegen meiner Sauferei. Ich hab das höchstens als ungebetene Einmischung erlebt, wenn mich jemand davon abbringen wollte.

    Ich hab niemandem versprochen, dass ich aufhöre, meine Frau hat sich freiwillig drauf eingelassen, dass sie mit einem Trinker zusammengeht. Wofür hätte ich ein schlechtes Gewissen haben sollen? Sie war selbst erwachsen, es war ihre Verantwortung, ob sie sich trennt oder ob sie das mitmacht. Das sieht sie im Übrigen selbst ganz genau so. Sie wollte mich, dann musste sie eben damit leben, wie ich war.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
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  • Kannst Du denn hier noch unbefangen schreiben, Jane, jetzt, wo Du ihn auf das Forum aufmerksam gemacht hast?

    Das ist ja der Hauptgrund, warum von solchen Weiterempfehlungen abgeraten wird - zum Schutz des Erstangemeldeten.

  • Auf jeden Fall will er ja nach Allem, was Du schreibst, nicht mit dem Trinken aufhören.

    Und das ist nun mal sein gutes Recht. Das ist in Deutschland jedenfalls nicht verboten, selbst wenn er sich zu Tode säuft.

    Wenn Ihr Euch da nicht einig werdet, werdet Ihr Euch eben nicht einig.

    Auch Du bist für Dein Leben verantwortlich, so lange Du dabei bleibst, ist das auch eine Entscheidung. Deine Entscheidung.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

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