Dulcinella - jahrzehntelang Alkoholikerin, nun will ich frei sein

  • das verordnete Medikament scheinst Du nicht so gut zu vertragen.

    Doch, das ist ja das einzige was wirkt. Ich nehme es aber nur gelegentlich, sonst würde es abhängig machen. Melatonin hab ich auch probiert, das wirkt auch. Aber ist auch nicht unproblematisch und auf keinen Fall eine Dauerlösung, wie ich gelesen hab. Ich probier jetzt noch mal Baldrian, Passionsblume und co. Bis jetzt war das immer wirkungslos, aber vielleicht wirkt es ja nun, da ich nüchtern bin. Werd ich noch heute besorgen.

  • Früh aufgewacht bin ich immer, auch als Trinkerin. Im Sommer wenn es früh hell wird, dann kann es auch sein dass ich schon um 5 putzmunter bin, aber meistens um 6. Im Winter geht´s bis 7 :) Der Unterschied zu jetzt ist nur dass ich besoffen schon um 21 Uhr vorm TV eingedöst bin, oder spätestens um 22 Uhr ins Bett gefallen. Und nüchtern bin ich um Mitternacht noch hellwach, bzw den ganzen Tag müde und erst wenn ich schlafen soll richtig wach... Deswegen wache ich aber trotzdem um 5:30 auf und kann nicht weiterschlafen. Ich bin zwar dann den ganzen Tag wie stoned und müde, aber gleichzeitig völlig überdreht und kann wieder nicht einschlafen......

  • Hallo Dulcinella,

    durch den Alkohol ist nicht nur das Belohnungssystem sondern auch das Beruhigungssystem völlig aus dem Tritt geraten.
    In der Abstinenz kann das Gehirn die ursprünglichen Prozesse meistens wieder herstellen, aber das braucht Zeit, bei dem einen weniger, bei dem anderen mehr.
    Diese Wiederherstellung kostet Kraft und Energie und gerade in dieser Phase braucht der Körper Ruhepausen und ein einigermaßen normaler Schlaf gehört dazu.

    Ich helfe bis heute mit einem Medikament nach, ich konnte es zwar reduzieren, aber Versuche es ganz abzusetzen kosten mich immer noch meinen erholsamen Schlaf.
    Besprich das nochmal mit deinem Arzt, denn es gibt viele Möglichkeiten und du kannst deinen Körper unterstützen.

    Viele Grüße
    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Gestern hab ich um Mitternacht mein Medi genommen und heute bin ich super fit und werke im Garten herum. Ich glaub das Problem wird sich im Winter lösen, wenn es länger dunkel ist. Bei mir hilft auch abdunkeln nichts, mein Biorhythmus ist wie in der Steinzeit auf die Sonne programmiert ;) Ich hatte schon einmal eine Trinkpause im Winter, da gab es keine Aufwachprobleme um 5 Uhr früh. Also ich freu mich nun mal schon auf den Herbst. Heute Abend probiere ich die viel beworbenen Baldrian-Passionsblumen Tropfen. Jetzt muss dann auch noch jeglicher Einkauf von Chips und Süssigkeiten gestoppt werden.....

  • Baldrian-Passionsblumen Tropfen

    Die sind auch sicher ohne Alkohol???

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • auf keinen Fall eine Dauerlösung,

    Ohne Alkohol kam erstmal alles bei mir hoch. Damit meine ich auch psychisch. Das hat mich schlecht schlafen lassen.

    Hängt vielleicht jahrelang unverarbeitetes Zeug im Kopf.

    Wie stehst Du dazu? Ggfs. über eine begleitende Therapie nachdenken. Oder bist Du schon dabei?

    Ggfs. verarbeitet sich das ganze aber von selbst und braucht nur die Zeit dazu. Dann wird es von selbst bald besser. So war das dann bei mir.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Ich brauche auch nicht mehr arbeiten, und wenn ich nicht schlafen oder einschlafen kann stehe ich auf.

    Der Körper meldet sich wenn ich müde bin.wenn nicht, habe ich auch schon mit Defizit den nächsten Tag begonnen, auch zweimal hintereinander.

    Hetzt mich ja keiner und dann pendelt es sich wieder ein.

    Mit Dr.dings hab ichs auch schon versucht. Fehlanzeige.

    Der Weg ist das Ziel(Konfuzius)

    Seit 1.1.2014 trocken

  • Jetzt muss dann auch noch jeglicher Einkauf von Chips und Süssigkeiten gestoppt werden.....

    Manch eine hat es geschafft, gleichzeitig abstinent zu werden und Diät zu halten. Ich gehöre nicht dazu. Ich habe mir in der Anfangszeit alles gegönnt, was mir guttat, wonach mir 'gelüstete'. Das Gewicht pendelte sich dann automatisch im Lauf der Monate ein. Chips und Schoko sind natürlich auf Dauer nicht gesund - aber so gut geeignet, um die erste Zeit zu überbrücken! Mir hat das Naschen sehr geholfen. Ich habe am Anfang auch den Geschmack von purem Pfirsich-Nektar geliebt. Inzwischen bin ich wieder bei gemäßigter Saft-Schorle.

    Mein Schlafrhythmus ist auch eine Katastrophe. Ich war unter Alk schon eine Nachteule und hatte angenommen, das würde sich mit der Abstinenz ändern - abends zehn Uhr ins Bett, morgens acht Uhr erquickt raus aus den Federn. Ist leider nicht so eingetreten und ich arrangiere mich irgendwie damit, dass ich nachts am aktivsten bin und morgens nicht aus dem Bett komme. Alles kein Grund, wieder zu saufen :)

    Liebe Grüße

    Mattie

  • Ja also Durschlafstörungen hatte ich auch besoffen. Und diese mit grausamen Schweißausbrüchen! Im Winter werde ich besser schlafen, denn wenns um 16 Uhr stockfinster ist, bleib ich sicher nicht bis Mitternacht auf. Und ich darf wirklich nicht dauernd fressen. Wie soll ich einschlafen, wenn ich um 11 Uhr Nachts noch ein Käsebrot reinstopfe? Immer dieser Heisshunger...die Kalorien vom Alk fehlen ;)

  • Jetzt muss dann auch noch jeglicher Einkauf von Chips und Süssigkeiten gestoppt werden.....

    Was mir hilft: Selten Supermarkt betreten. Ich versuche alle 7- 10 Tage einzukaufen: TK Ware, Konserven, Gläser, oder lasse mir was mitbringen^^ So habe ich meine Zuckersucht und Fertigfraß fast besiegt^^ Wenn ich dann im Laden bin hole ich mir dann leider mal 1 Tafel Schokolade. Habe ich nichts im Haus 7 Tage nur unverarbeitet. Honig und Obst 8)^^

    Heute trinke ich nicht

  • Wie alt bist du? Wegen deinem Schlafproblem

    Ich bin 62, also man kann schon von "seniler Bettflucht" sprechen, haha. Was ich wirklich nicht mehr kaufen darf ist Erdnussbutter und Nutella!!!!! Aber Hunger hab ich derzeit ordentlich, und das war bei jeder Trinkpause so. Aber es ist eigentlich nicht so tragisch, Hauptsache ich saufe nicht mehr und habe ENDLICH kapiert, dass JEDER Schluck in einem wochenlangen Besäufnis enden würde. Diese Einsicht hat viel zu lange gedauert! Aber jetzt kann mir mein Suchthirn nichts mehr vormachen. Dutzende male probiert "nur wenig zu trinken" und jedes mal gescheitert.

  • Ich hoffe jedenfalls, dass mein Suchthirn mir auch auf Dauer nichts mehr einreden kann. Denn nicht nur endet jeder Schluck immer in einem Wochenlangen durchsaufen (muss ja schon in der Früh anfangen, gegen den unerträglichen Kater...) sondern es wurde auch jedes mal immer mehr Wein! 3 Rückfälle zwischen Mai und Juli waren wirklich eine nachhaltige Lektion im Scheitern. Nein Danke! Es darf nur nicht sein dass ich das irgendwann vergesse. Aber jetzt steht es ja hier, dokumentiert für immer.

  • Nein Danke! Es darf nur nicht sein dass ich das irgendwann vergesse. Aber jetzt steht es ja hier, dokumentiert für immer.

    Hallo Dulcinella,

    schön das Du her gefunden hast. Ja das steht jetzt hier dokumentiert für immer. Damit Du selbst es auch nicht vergisst, ist es immer wieder schön wenn Du hier in Deinem Faden bist. ;)

    Ich wünsche Dir einen guten Weg.

    LG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

    Trocken seit 11.07.2025

  • 3 Rückfälle zwischen Mai und Juli

    Das sind keine Rückfälle, das ist Quartalstrinken.
    Kann es sein, dass du Quartalstrinkerin bist?

    Das stell ich mir als Pegeltrinker besonders schwierig vor. Da es ja Tage ohne gegeben hat. Ich musste ja jeden Tag trinken. Viele Jahre. Dafür hatte ich keine Abstürze.


    Als Pegeltrinker wusste ich sehr schnell, dass ich jetzt abstinent lebe. Als Quartalstrinker weiß ich ja erstmal gar nicht, ob es sich nur um eine Trinkpause handelt.

    Oder doch?

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Nein, also die Quartalsäufer hab ich nie verstanden. Ich hab Jahrzehnte lang täglich getrunken, fast immer nur am Abend. Erst mit der Zeit wurde es immer mehr und die letzte Zeit eben auch den ganzen Tag. Ich nenne das Rückfälle da das Ziel war, abstinent zu bleiben. Trinkpausen sind ja schon von vornherein mit Ablaufdatum geplant, wie dry january oder Fastenzeit. Wenn man sich vornimmt komplett aufzuhören aber wieder trinkt nenn ich es Rückfall, aber egal wie man es nennt, es ist ein Scheitern. Aber auch lehrreich, denn nach ein paar mal weiß man, dass man garantiert nicht "weniger trinken" kann sondern das Suchthirn auf eine gewisse Menge programmiert ist. Das nächste Stadium wäre dann Spiegeltrinker mit körperlichen Entzugserscheinungen, die weit über einen Kater hinausgehen, gegen die man trinken muss, damit man den Tag überlebt? Zitternde Hände und so?... Nein Danke, eine Horrorvision!

  • Da war ich eine davon. Ich konnte nicht rechtzeitig "Nein, danke" sagen. Zittern, Schweißausbrüche, Panikattacken, volles Programm. Aber das soll ja kein Battle sein ;)

    Aber wenn du morgens schon getrunken hast, um dich auf Pegel zu bringen, warst du ja auch eine Spiegeltrinkerin oder?

    Aber im Grunde ist es egal, wer wann wo und wieviel getrunken hat, wichtig ist, dass du erkannt hast, dass du es nicht mehr willst.

    Grüße

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

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