Es sollte jetzt wieder funktionieren. Es lag nicht am Forum, sondern am Mobilfunkanbieter.
Dulcinella - jahrzehntelang Alkoholikerin, nun will ich frei sein
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Ach so, nein, O2 gibts bei mir in Österreich nicht.
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Hallo, guten Morgen
Ich melde mich wieder mal. Bin natürlich noch nüchtern, aber mein Suchthirn gibt keine Ruhe. Die Sucht hat sich immer noch aufs Essen verlagert. Ich bin dauernd hungrig und das geht mir wahnsinnig auf die Nerven. Immerhin bin ich von Chips auf gesunde Nüsse umgestiegen. Aber ich esse eindeutig zu viel davon. Von Zigaretten bin ich auf Heater umgestiegen, naja was soll ich sagen: bin nun voll süchtig auf diese Sticks... Auch das geht mir wahnsinnig auf die Nerven. Aber immerhin hab ich keinen Saufdrang. Doch diesen Drang zum Futtern und zu Sticks rauchen fühlt sich richtig unfrei an! Ansonsten höre ich dauernd Ex-Alkoholiker podcasts. Mein Youtube Algorhythmus bedient mich, die Zahl an Ex-Alkie Interviews scheint endlos. Hab gerade den podcast "one for the road" entdeckt, es gibt fast 140 Folgen. Also langweilig wird mir nicht. Ich höre diese Folgen nebenbei beim Malen, Putzen, Kochen, Gartenarbeiten.... Für den Winter hab ich geplant, wieder Musik zu machen. Auch eines meiner vielen Hobbies. Nun hab ich ein Aug auf ein sündteures Instrument geworfen und überlege seit Tagen, ob ich es kaufen soll oder nicht. Ich hab in meiner erst kurzen Nüchternheit schon den Betrag nicht versoffen, den das Gerät kostet. Dennoch kann ich mich nicht entscheiden. Es liegt schon in meinem virtuellen Warenkorb, aber ich bin so unsicher "ob ich es mir selber wert bin...". Was meint ihr? Habt ihr euch vielleicht auch am Anfang der Nüchternheit mal mit was teuren, verrückten belohnt? -
Ansonsten höre ich dauernd Ex-Alkoholiker podcasts.
Habe ich auch eine ganze Weile gemacht und plötzlich war dann damit Schluss und das Lesen hier im Forum hat mir gereicht. Aber besonders die ersten Monate habe ich alle Informationen diesbezüglich förmlich aufgesogen..
Was meint ihr?
Es gibt definitiv unvernünftigere Pläne, als sich mit einem Musikinstrument zu belohnen 😉
Und das beste Argument dafür hast du ja gleich selbst geliefert:
Ich hab in meiner erst kurzen Nüchternheit schon den Betrag nicht versoffen, den das Gerät kostet.
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Wenn Du Dir unsicher bist, ob Du es später wirklich nutzst, kannst Du es ja erst mal gebraucht kaufen - so hab ich es gemacht.
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Ich hab mir nen Kaffeevollautomat geleistet, weil ich nur einfachen Filterkaffee, sondern auch Latte, Cappuccino oder Milchschaum wollte.
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Was meint ihr? Habt ihr euch vielleicht auch am Anfang der Nüchternheit mal mit was teuren, verrückten belohnt?
Belohnung finde ich gut und sinnvoll, würde sie aber nicht „überhöhen“, sondern eher als „Goodie“ betrachten. Schwer zu beschreiben. Bei mir war es etwas Einfaches: chinesische/japanische Teeschalen & Kannen, sehr gute Tees. Gleich kombiniert mit dem Gedanken „Trinkersatzstoff“ Tee.
Meine Haltung zu mir selbst: Belohnung gibts erst nach Zielerreichung. Beim Ausstieg war das nach drei Monaten der Fall, als ich deutlich spürte, jetzt habe ich das Schlimmste überwunden. Davon würde ich den Zeitpunkt abhängig machen.
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Was meint ihr? Habt ihr euch vielleicht auch am Anfang der Nüchternheit mal mit was teuren, verrückten belohnt?
Ich habe mich mehr indirekt belohnt in dem ich den Wunsch meiner Frau erfüllt habe: 1 Woche Rom. Hat sie sich auch verdient. Es ist und war ja nicht immer einfach mit mir und meiner Krankheit. Die Begeisterung und Freude, die meine Holde in der ewigen Stadt ausgestrahlt hat waren für mich die schönste Belohnung.
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Mhh, warum hab ich überhaupt gefragt ob ich es als Belohnung kaufen soll? Eigentlich wurde mir dieses Wunderinstrument zufällig in einen social media feed gejagt, ich hab es in action gesehen und nun will ich auch sowas geniales. Genau DAS fehlt in meinem homestudio
Der Gedanke mit der Belohnung kam erst 2 Tage später. (Rechne mal nach wie viel du schon durch Abstinenz nicht versoffen hast. Aha. So viel schon. Na geht sich aus!) -
Von Zigaretten bin ich auf Heater umgestiegen, naja was soll ich sagen: bin nun voll süchtig auf diese Sticks..
Nikotin bleibt Nikotin. Ich bin aufs Dampfen gewechselt und habe schrittweise das Nikotin bis auf 0 runterdosiert. Jetzt endlich komplett frei.
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Ich habe es vor über drei Monaten geschafft, aber mit Nikotinpflaster. Funktionierte total entspannt. Dann mit dem Training begonnen. Irgendwohin muss ja die neue Energie.
Muss aber jeder selber wissen. Die Nikotinpflaster sind sehr teuer!
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Du stehst ja noch ganz am Anfang Deiner Alkoholabstinenz, Dulcinella, deren Sicherung und Stabilisierung sollte allerhöchste Priorität haben.
Alles andere kannst Du nach und nach angehen - bloß nicht zu viel auf einmal wollen....
So habe ich es hier gelernt und lebe danach - rauche zwar nicht, aber dafür könnte meine Ernährung deutlich gesünder sein.
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Ich hab nicht mehr dauernd Hunger! Die Nüsse machen satt, super. Und statt Süssigkeiten vegane Proteinriegel, die machen auch satt. Ich erwarte mir ja nicht etwa, dass ich abnehme, aber ich will nicht dauernd hungrig sein. Scheint nun viel besser zu klappen. Gott sei Dank hab ich keinen Saufdruck! Ich schau jeden Tag ein Ex-Alkie Interview und das hält die Erinnerung an grausame Kater, Panikattacken und Schweissausbrüche aufrecht. Das mit den 3 Flaschen Wein pro Abend allein zu Hause scheint besonders bei Frauen, wie bei mir, der Klassiker am Tiefpunkt einer Alkoholiker Karriere zu sein. Kommt wirklich oft vor in den Interviews. Die Interviews halten mir täglich den Spiegel vor!
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Die Nikotinpflaster sind sehr teuer!
Ich hab jetzt gegoogelt, Nikotinpflaster kostet nur 2 Euro pro Tag. Ich glaub aber nicht, dass ich körperlich abhängig bin. Ich hab schon öfters mal ein paar Tage nicht geraucht und von Entzugserscheinungen war keine Spur. Ich bin nur süchtig nach dem Erwachsenenschnuller. Echt blöd!
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ich will nicht dauernd hungrig sein.
Hi Dulcinella,
das wollte ich auch nicht und bin in den ersten drei, vier Monaten oft abends um den Kühlschrank und den Vorratschrank herumgeschlichen, um zu schauen, was ich bloß noch essen könnte. Ich glaube heute, dass sich so mein Saufdruck getarnt hatte. Ich habe mir in Bezug auf Essen praktisch keine Schranken auferlegt, immer im Hinterkopf, alles besser als Alk und irgendwann wird sich das schon einpendeln, und so war es auch.
Musik zu machen - nicht nur im Winter - finde ich toll, und die Idee, sich ein neues Instrument zu kaufen - ob als Belohnung oder einfach so, weil es in jedem Fall eine Bereicherung ist - finde ich grandios. Mach das

Ich habe am Anfang auch alles zum Ausstieg aus der Alkoholsucht gelesen, was ich in die Finger bekam. Das schafft eine gute Basis. Irgendwann kam der Punkt, wo ich das Gefühl hatte, darüber hinaus zu sein. In den Büchern wurde zu oft eine Welt beschrieben, die mir irgendwann fern lag. Und ja, ich war auch eine von den abendlichen Weintrinkerinnen.
Zigaretten bin ich schon vor mehr als zwanzig Jahren losgeworden. Mir haben am Anfang Nikotinkaugumis geholfen. Aber als Suchtmensch musste ich da gleich wieder aufpassen, dass sie nicht zur Dauerlösung wurden. Immer ist was
Generell wachsam sein und sich selbst beobachten hilft.Liebe Grüße, schönes Wochenende!
Mattie
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Ich bin aufs Dampfen gewechselt und habe schrittweise das Nikotin bis auf 0 runterdosiert
Ich war bis auf 3 mg runter. Das war mir dann aber zu wenig und ich bin wieder auf 6 rauf. Zum Schluss hat dann nur ein richtiger Cut geholfen. Wie beim Alkohol eben.
Ich hatte kein neues Liquid mehr gekauft und als es dann leer war, war es das dann auch. Das ganze Equipment direkt in den Müll.
Das ist jetzt über 2 Jahr her. Hab mir das genaue Datum nicht so gemerkt.Aber ich habe das erst nach zwei Jahren Trockenheit durchgezogen. Und das war auch gut so. Denn die ersten zwei Wochen bin ich von Trigger zu Trigger gehüpft, bis es schlagartig weg war.
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Musik zu machen - nicht nur im Winter - finde ich toll, und die Idee, sich ein neues Instrument zu kaufen - ob als Belohnung oder einfach so, weil es in jedem Fall eine Bereicherung ist - finde ich grandios. Mach das

Ich mach es schon seit der Jugend, und Alkohol hat mich früher sogar musikalisch kreativ gemacht. Aber schon lange nicht mehr. Im Gegenteil. Betrunken bring ich nichts zusammen und hab keinen Bock. Ich hab einen hoch komplexen teuren Synhesizer und jede Menge sehr komplizierte software zum Aufnehmen. Besoffen ist das alles überhaupt nicht zu bewältigen. Somit heisst es jetzt einmal alle Funktionen von meiner Hardware und software mit klarem Kopf GANZ zu lernen und nicht alles ignorieren, was ich nicht sofort im angeheiterten Zustand verstanden habe. Ich brauch also noch gar kein zusätzliches Gerät. Mit klarem Kopf lerne ich jetzt den mir noch unerkundeten Rest und mach endlich die zahllosen angefangenen, fast fertigen songs fertig! Wie soll man das den schaffen, wenn man den halben Tag an der Weinflasche hängt und am Abend völlig verblödet ist....
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Aber ich habe das erst nach zwei Jahren Trockenheit durchgezogen. Und das war auch gut so. Denn die ersten zwei Wochen bin ich von Trigger zu Trigger gehüpft, bis es schlagartig weg war.
Ich dekn auch dass ich mir nicht gleich zu viel vornehmen soll. Jetzt ist einmal die Fresserei etwas gebremst, social media Sucht ist auch vorbei. Stundenlang wie verblödet social media scrollen war nur besoffen "lustig" und die Befreiung von den Rauchsticks kommt später dran.
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dass ich mir nicht gleich zu viel vornehmen soll
So ist es… Schritt für Schritt. Ich habe gemerkt, dass ich schnell den Fokus verliere, wenn ich mir zu viele Dinge auf einmal vornehme. Habe jetzt auch ganz langsam wieder mit Sport begonnen und so nach und nach geht’s auch an die Ernährung ran.
Wer überall gleichzeitig gräbt, kommt nirgends in die Tiefe… -
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