Morgaine - Alkoholikerbekenntnis, Identität und Selbstwert

  • Hallo Morgaine,

    In mir kreist außerdem der Gedanke: Sucht kommt von Suchen. Die Suche nach innerem Frieden und Sinn. Zumindest bei mir trifft das 100 Prozent zu. Ich erkenne meine Suchtstruktur und beobachte, an welchen Stellen ich nach Ersatz bzw Kompensation suche... schlimm, wieviel Energie dafür drauf geht.

    auch, wenn die Erklärung der Wortherkunft "Sucht" für uns Alkoholiker oft sehr nahe liegt und uns vielleicht irgendwie gefällt im Hinblick auf "warum wurde ich süchtig?", ist sie leider trotzdem falsch.

    Sucht kommt von "siechen" wie in "dahinsiechen" und das klingt vielleicht weniger nach dem großen Weltschmerz, dafür eher danach, was im fortgeschrittenen Stadium wirklich passiert. Vgl. z.B. auch "GelbSUCHT". Evtl. kann dir das, bildhaft vorgestellt, eine Hilfe sein, Kompensation durch Alkohol niemals in Erwägung zu ziehen.

    Tut mir leid wegen deiner Trennung, für dieses Thema bin ich leider kein Experte. Aber ich hatte durch meine Sauferei auch ein paar Trennungen hinter mir, manche davon auch schmerzhaft, aber keine davon belastet mich heute noch.

    Also an "die Zeit heilt alle Wunden" ist auf jeden Fall was dran. Schönen Sonntag und viel Kraft wünscht dir

    Soapstar

    Einmal editiert, zuletzt von Soapstar (27. September 2026 um 06:59) aus folgendem Grund: Tippfehler

  • Hi und guten Morgen,

    die beiden Situationen Café und Ex waren vielleicht etwas viel auf einmal und du hast ja geschrieben, wie sehr du unter der Trennung gelitten hast. Dass da dann Suchtdruck aufkam, ist nachvollziehbar. Wie du siehst, kann dieser auch nachträglich kommen und folgt nicht immer direkt. Aber gut, dass du dem nicht nachgegeben hast. Dass Alkohol nichts besser macht, weißt du selbst, du kannst dich für eine kurze Zeit betäuben, aber die Realität holt dich sowieso wieder ein.

    Du bist schon über einen Monat abstinent, sei stolz auf dich. Ich wünsche dir, dass diese Suchtstimme bald leiser wird.

    Lieber Grüße

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

  • Halte doch an das Gute fest. Nicht jede Trennung verläuft so, dass man danach noch befreundet ist.

    Du hast Dich getraut, ihm zu offenbaren, dass Du Alkoholikerin bist. Er reagierte positiv und bot sich an, für Dich da zu sein, wenn Du jemanden zum Reden brauchst.

    Das ist doch wunderbar!

    Eine gute Freundschaft ist so viel wert!

    _______________________________________

    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Guten Morgen Morgaine,

    Alkohol bietet sich immer als Lösung für alles an, löst aber überhaupt nix, keine Probleme. Du bist dann verkatert, fühlst Dich schlecht, weil Du einen Rückfall hattest und bist immer noch getrennt und Dir geht es noch schlechter.
    Ich habe mich besoffen immer nur im Kreis gedreht, immer die gleichen Gedanken und Gefühle und kein Lösungsweg. Probleme lassen sich nüchtern wirklich lösen und ich kann viel besser mit Sachen abschließen.
    Achte gut auf Dich!
    Liebe Grüße Rina

  • und versuche, durch inneres Beobachten klar zu bleiben

    Deine Suchtmechanik und Deine Emotionen zu sehen ist sehr wichtig.

    Vergiss aber nicht Deinen Blick auch nach außen zu richten. Denn da spielt sich Dein Leben gerade jetzt ab. Verpasse es nicht durch zu viel Innenschau.

    Dein Hirn verarbeitet in der Zeit auch so weiter.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • dass es normal ist, dass das Gehirn immer weiter nach Antworten sucht und nicht aufhören kann, sich damit zu befassen...

    Ja, das ist der Job deines Gehirns, aber teilweise kreisen Gedanken ohne letztlich zu was zu führen (außer dich zu belasten). Denn manche Dinge gehören abgeschlossen, da hilft meiner Meinung nach nur loslassen..

    Das Hirn unterscheidet nicht groß zwischen realer Situation und einer Erinnerung oder Vorstellung, du holst dann alles wieder hoch, auch die Emotionen, die damit verbunden sind.

    Die Suche nach innerem Frieden und Sinn

    Das ist es, genau das (jedenfalls für mich). Und auf diesen Weg habe ich mich begeben und bin es noch.

    In Alkohol wirst du jedenfalls keinen Frieden finden. Den aber wünsche ich dir sehr.

    LG KW

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Ihr Lieben,

    erstmal noch ein dickes Dankeschön für Eure Nachrichten! Eigentlich möchte ich immer auf jede einzeln eingehen, aber im Augenblick schaffe ich es nicht - neben der Anstrengung meine Gefühle zu regulieren lerne ich gerade für eine Prüfung, da ich eine kleine Fortbildung mache...die Prüfung ist Anfang Oktober und jetzt kommt die heiße Lernphase...

    Aber ich wollte mich melden und schreiben, dass ich sehr stolz bin, die letzten Abende, die mit ziemlichem Suchtdruck gefüllt waren, ohne Rückfall gemeistert zu haben.
    Ich habe viel im Forum gelesen, so auch die Grundbausteine und habe auch lange überlegt, ob es für mich ok ist, auch mal wieder in mein Stammcafé zu gehen... dort wird Alkohol ausgeschenkt... ich habe es nachmittags probiert und es war fein... ich habe dort selten Alkohol konsumiert und ich verbinde es nicht damit... vielleicht liegt es daran...jedenfalls kommt der Suchtdruck weiterhin "nur", wenn ich allein zu Hause bin. Also in der Situation, in der ich getrunken habe...
    Derzeit lese ich ein Buch von Gabor Maté über Sucht und ihre Mechanismen und es hilft mir, mit dem Druck umzugehen.
    Oder ich schlafe oder höre Musik oder lese hier im Forum...

    Ich habe oft hier gelesen, dass es egal ist, warum ich/man getrunken habe. Ich muss sagen, für mich stellt sich das anders dar.
    Ich merke mehr und mehr, wie ich Schmerz (nein, keinen Weltschmerz, das verbitte ich mir) und Leere betäuben wollte und für mich ist es hilfreich, das zu wissen. Es geht für mich auch darum, mich weiter zu entwickeln und zu wachsen und da macht es schon Sinn sich um das zu kümmern, was Jahre lang mit Alkohol kompensiert wurde. Man könnte es auch anders sagen: nach meinen Recherchen hat Sucht Gründe die nicht nur in der Substanz liegen und nur die Substanz wegzulassen reicht mir nicht.
    Es reicht auch meiner Meinung nach nicht, sich neue Hobbys und Tätigkeiten anzueignen und ggf. ein neues soziales Umfeld -
    ich glaube, es geht auch darum, sich mit der Innenwelt auseinanderzusetzen.

    Ja, das Leben spielt sich draußen ab und es sollte nicht an mir vorbei ziehen. Aber wie möchte ich an diesem Leben teilnehmen? Wer möchte ich sein - nüchtern - und wie schaffe ich es, nicht einfach neue Kompensationsstrategien für schwierige Themen und Situationen zusammen zu zimmern... ?

    Die Abstinenz bleibt oberste Priorität, keine Frage, denn ohne sie ist alles nichts. Aber ich finde, Selbsterkenntnis ist nicht nur ein Wert an sich sondern notwendig für ein authentisches, erfülltes und lebendiges Leben.... deshalb werde ich nicht aufhören, nach dem Warum zu fragen ;)

    Liebe Grüße in die Runde
    Morgaine

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • ich glaube, es geht auch darum, sich mit der Innenwelt auseinanderzusetzen.

    Guten Morgen Morgaine,

    für mich geht es auf jeden Fall auch darum. Allerdings tickt da jeder anders, viele können mit solchen Themen auch nichts anfangen.

    Jedenfalls habe ich mich mit Beginn meiner Abstinenz wieder intensiver mit solchen Themen auseinandergesetzt, meditiere wieder regelmäßig, lese viel in der Richtung, besuche Seminare etc. Das habe ich allerdings auch schon vorher gemacht. Insofern war die „Innenerkundung“ bei mir durch die Trinkerei nur unterbrochen. Ich hab sie quasi wieder belebt.

    Mir gibt das Sinn und erfüllt mich.

    Liebe Grüße KW

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Hallo Morgaine,

    das möchte ich gern aufgreifen:

    Ich habe oft hier gelesen, dass es egal ist, warum ich/man getrunken habe.

    Egal ist es nicht, es ist nur so: Ab irgendeinem Tag x haben wir nur noch getrunken, weil wir süchtig geworden sind und die Sucht "bedienen" mussten.

    Alle anderen "Gründe/Anlässe", durch die wir ursprünglich mal schleichend in die Sucht gerutscht sein mögen, waren nur noch Makulatur - wir mussten einfach trinken.

    Jetzt, ganz am Anfang, sollte es bei Dir in erster Linie darum gehen, die frisch gewonnene Abstinenz zu schützen und zu festigen. Da scheint es bei Dir aktuell noch wackelig zu sein.

    nur die Substanz wegzulassen reicht mir nicht.

    Verlangt doch keiner, hier heißt es ganz ähnlich:

    Nur nicht trinken reicht nicht.

    Wer möchte ich sein - nüchtern - und wie schaffe ich es, nicht einfach neue Kompensationsstrategien für schwierige Themen und Situationen zusammen zu zimmern... ?

    Ja, die Rück-, Vorwärts- und Innenschau mag für viele sinnvoll und hilfreich sein, auch für mich, wie ich gerade wieder feststellen musste, aber alles zu seiner Zeit: Das Wichtigste am Anfang ist die Abstinenzsicherung hier und heute. Und da ist übergangsweise auch ein Zuviel an Schokolade ok.

    Wenn Du Dich wegen akutem Suchtdruck so knapp vor einem Rückfall fühlst, kannst Du Dich hier jederzeit im SOS-Chat auf der Startseite melden und Dir die Finger wund schreiben und um akute Unterstützung bitten - irgendeine(r) ist fast immer gerade aktiv.

    Wenn Dir in so einer wackligen Phase der Gedanke kommt: "Ach, ich möchte mal wieder in mein Stammcafe, obwohl da auch Alk serviert wird und ich da auch schon welchen getrunken habe", kann das ein Versuch Deines Suchthirns sein, Dich wieder auf die Alkspur zu bringen.

    Gehst Du dann hin, ist es auch nicht untypisch, wenn die Suchtgdanken mit Verspätung am gewohnten Saufort - zu Hause - zuschlagen: "Jetzt bin ich dran."

    Darum vielleicht am Anfang bewusst die ausgetretenen Pfade verlassen und von der Gewohnheit abweichen. Ich habe z. B. In den ersten Monaten nicht mehr nach (spätem) Feierabend eingekauft, weil ich mir da zu nassen Zeiten immer Alk für zu Hause "gegönnt" habe.

    Derzeit lese ich ein Buch von Gabor Maté über Sucht und ihre Mechanismen und es hilft mir, mit dem Druck umzugehen.
    Oder ich schlafe oder höre Musik oder lese hier im Forum...

    Hast Du für akuten Druck noch mehr, insbesondere Aktiveres in Deinem Notfallkoffer? Z. B. Scharfe Bonbons lutschen, eine ellenlange Luftmaschenkette häkeln (es geht nicht um Handarbeiten als neues Hobby, monotone Handbewegungen sind einfach sehr entlastend fürs Hirn, gerade bei innerer Unruhe), auf einem Bein stehen, rückwärts gehen, kalt duschen usw.

    Ich finde es übrigens beeindruckend, dass und wie ausführlich Du bisher auf jede einzelne Nachricht eingegangen bist. Aber stress Dich dabei nicht. Du bist zuallererst für Dich hier. Alles Gute!

  • Guten Morgen Morgaine,

    für mich geht es auf jeden Fall auch darum. Allerdings tickt da jeder anders, viele können mit solchen Themen auch nichts anfangen.

    Jedenfalls habe ich mich mit Beginn meiner Abstinenz wieder intensiver mit solchen Themen auseinandergesetzt, meditiere wieder regelmäßig, lese viel in der Richtung, besuche Seminare etc. Das habe ich allerdings auch schon vorher gemacht. Insofern war die „Innenerkundung“ bei mir durch die Trinkerei nur unterbrochen. Ich hab sie quasi wieder belebt.

    Mir gibt das Sinn und erfüllt mich.

    Liebe Grüße KW

    Guten Abend Kurswechsel,

    ja, so ist es bei mir auch: es erfüllt mich, gibt Sinn und ich verstehe es als eine Reise zu mir selbst, zu meinem wahren Wesen...

    Aber Du hast Recht und ich danke Dir für den Hinweis: jeder tickt da anders und nicht jeder hat Lust auf solche Themen und die Innenschau... das darf ich im Hinterkopf behalten. Ich lebe da glaube ich in einer ziemlichen Bubble, weil mein Umfeld da wie ich unterwegs ist... es ist gut daran erinnert zu werden, dass wir alle unterschiedlich damit umgehen :)

    Liebe Grüße
    Morgaine

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • Egal ist es nicht, es ist nur so: Ab irgendeinem Tag x haben wir nur noch getrunken, weil wir süchtig geworden sind und die Sucht "bedienen" mussten.

    Alle anderen "Gründe/Anlässe", durch die wir ursprünglich mal schleichend in die Sucht gerutscht sein mögen, waren nur noch Makulatur - wir mussten einfach trinken.

    Jetzt, ganz am Anfang, sollte es bei Dir in erster Linie darum gehen, die frisch gewonnene Abstinenz zu schützen und zu festigen. Da scheint es bei Dir aktuell noch wackelig zu sein.

    Guten Abend Rennschnecke,

    ich denke Dir sehr für Deine klaren Worte! So hatte ich das bisher nicht auf dem Schirm - dass wir irgendwann nur noch unsere Sucht bedienten... das ist wahr und es ist sehr gut, dass ich das endlich begriffen habe - danke dafür!

    Und Du hast auch Recht, dass meine Abstinenz wacklig ist. Im Sinne von: ich kann mir in manchen Momenten nicht so wirklich vorstellen, den Rest meines Lebens auf Alkohol zu "verzichten." Das musste ich mir heute eingestehen. Dazu gleich mehr.
    Jetzt muss ich an den hier viel geschriebenen Satz denken: heute trinke ich nicht. Ja, ich darf mich mehr auf das Heute konzentrieren.

    Auch was Du über die ausgetretenen Pfade geschrieben hast, macht für mich Sinn bzw dass der Suchtdruck vielleicht gar nicht gleich im Stammcafé kommt sondern später... ich lerne dazu.

    Was den Notfallkoffer angeht, bin ich noch am ausprobieren. Handarbeiten machen mich leider kribbelig. Im Moment greife ich noch zu oft zur Schokolade und ich trinke Unmengen an Kaffee... (auch abends, ich werde trotzdem müde...) Insgesamt ist es momentan auch eher so, dass ich nicht unruhig sondern wehmütig werde, traurig fast... eine Sehnsucht steigt auf und die kann ich sehr gut mit Lesen abschalten...

    Heute bin ich allerdings zwei Mal in Situationen vom Suchtdruck überrascht worden. Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet, dass das kommen könnte: zuerst ging ich an einem Restaurant vorbei, vor dem Menschen saßen, die Bier tranken - ich wollte sofort auch eins. Danach war ich im Tai Chi und während ich die Übungen machte kam ein unbändiges Verlangen nach Wein...

    Ich merke folglich, ich bin etwas naiv an die Sache heran gegangen. Ich dachte halt: Alkohol ist eh omnipräsent, dann gewöhn ich mich besser gleich dran und kann auch in mein Stammcafé gehen...
    Ich muss das revidieren und umdenken. Zuerst das trockene Leben etablieren. Meine innere Haltung des bewussten Ichs ist vollkommen klar und unumstößlich. Was noch fehlt, ist die Fähigkeit, zu entspannen, runterzufahren und freudvolle Tätigkeiten, die die Abende füllen... das wird meine Priorität, wenn die Lernerei in einer Woche rum ist...

    Und ja, ich versuche, auf alle Nachrichten einzugehen, weil ich es so wertschätze, wie Ihr hier reagiert und miteinander umgeht...:)

    Liebe Grüße
    Morgaine

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • Guten Abend allerseits,

    ich hätte mal eine Frage in die Runde:

    ich bin seit dem 27.8. abstinent. Dennoch wache ich seitdem manchmal morgens mit einem Kopf auf, als hätte ich am Abend zuvor getrunken :roll: das habe ich aber nicht.

    Kennt das jemand von Euch? Gehört das in der ersten Zeit dazu?

    Danke schonmal für Euer Feedback!

    Liebe Grüße
    Morgaine

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • Hallo Morgaine,

    Ja, das Gefühl von Watte im Kopf kenne ich gut, das hat mich viele Monate begleitet, das hat mich auch besorgt. Es ist aber nach und nach besser geworden, Ich habe auf gesunde Ernährung geachtet und Vitamine genommen.

    LG Matcha

  • Trinkst du genug Wasser?

    Vielleicht hilft es auch ein großes Blutbild mit Bestimmung der Vitamine und Mineralien zu machen um dem Energierräuber auf die Spur zu kommen.

    Mir haben Spaziergänge sehr geholfen den Kopf frei zu bekommen. Lesen oder Handarbeiten hat mich am Anfang eher hibbelig gemacht. Ich hatte soviel Energie, die musste raus.

    Einmal editiert, zuletzt von Lebensmut74 (3. Oktober 2026 um 08:40)

  • Dein Stoffwechsel und auch die Psyche sind nach vier Wochen Abstinenz noch mitten in der Umstellung und beim Giftabbau, Morgaine, das braucht seine Zeit.

    Vielleicht doch noch mal den Kaffeekonsum überdenken und nach 16 h lieber einen schönen Kakao oder Schoko-Chai-Tee trinken? Schlafroutinen einführen, wenn diese verloren gegangen sind? Beides tut mir persönlich gut.

    Durch Deine Lernerei für die Fortbildung stehst Du vielleicht auch unter einem gewissen Druck?

    Kennst und beachtest Du die HALT- Regel als Leitlinie für die Selbstfürsorge, um dem Suchthirn kein Einfallstor für seine "uneigennützigen" Lösungsvorschläge zu bieten?

    Sie lautet: Never be too Hungry, Angry, Lonely or Tired . Also: Achte darauf, dass Du nicht zu hungrig, wütend, einsam oder müde wirst.

  • Ich kenne das nicht, hält das lange an?

    Naja, schon so über den Vormittag... es ist nicht so arg wie ein echter Kater, aber eben doch ein Katerchen...
    Ich werde das weiter beobachten und wenn es anhält mit meiner Ärztin drüber sprechen...

    Ich habe aber eben auch nochmal im Internet recherchiert und gelesen, dass der Giftabbau tatsächlich bis zu 2 Monate dauert... das kommt also hin...

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • Dein Stoffwechsel und auch die Psyche sind nach vier Wochen Abstinenz noch mitten in der Umstellung und beim Giftabbau, Morgaine, das braucht seine Zeit.

    Vielleicht doch noch mal den Kaffeekonsum überdenken und nach 16 h lieber einen schönen Kakao oder Schoko-Chai-Tee trinken? Schlafroutinen einführen, wenn diese verloren gegangen sind? Beides tut mir persönlich gut.

    Durch Deine Lernerei für die Fortbildung stehst Du vielleicht auch unter einem gewissen Druck?

    Kennst und beachtest Du die HALT- Regel als Leitlinie für die Selbstfürsorge, um dem Suchthirn kein Einfallstor für seine "uneigennützigen" Lösungsvorschläge zu bieten?

    Sie lautet: Never be too Hungry, Angry, Lonely or Tired . Also: Achte darauf, dass Du nicht zu hungrig, wütend, einsam oder müde wirst.

    Ja, den Kaffeekonsum muss ich spätestens nach der Prüfung wieder reduzieren - diese Lernerei bzw die anstehende Prüfungen setzen mich tatsächlich massiv unter Druck, ich will das unbedingt schaffen, ich habe da sehr viel Geld und Zeit investiert, deshalb ist das gerade nicht entspannt. Nicht hilfreich, ich weiß ;)

    Ja, die HALT-Regel kenne ich und bis auf das Lonely schaffe ich das ganz gut... ich habe im letzten Jahr aus verschiedenen, nicht selbst verschuldeten Gründen auch einen Teil meines Freundeskreises ziehen lassen müssen (Umzüge, Trennungen, politische Zerwürfnisse...) ... das dauert, bis ich wieder neue Kontakte aufbaue... aber ich gebe nicht auf!

    per aspera ad astra (nach Seneca) - durch das Dunkel zu den Sternen

  • hallo Morgaine

    schön das du durchhältst;)zum ersten deine katerstimmung am morgen. es ist in der anfangszeit normal, zumindest nach meinem kenntnisstand. in unserem kopf (vereinfacht erklärt), gibt es sicherungsmechanismen (ausschüttung von botenstoffen), wenn wir mit etwas belastet werden, was dem kopf zuviel wird. daher dieses gefühl von watte im kopf, unser hirn will uns sozusagen schützen. die auslöser können vielfälltig sein, dass sollte sich aber mit der zeit legen. wenn es aber länger anhalten sollte bitte um arztliche unterstützung. ich kenne es auch auch aus eigenem erleben.

    die sache mit dem kaffee ist etwas anderes, was sich aus der sucht selbst ergibt. mache dich mal schlau über "Suchtverlagerung":idea: wie schon anfangs mal erwähnt, ist dein belohnungszentrum kollabiert und schreit nun nach ersatz. kaffee ist auch eine droge (koffein) und sollte von daher auch da andocken wo es um belohnung geht. ich hatte da auch meine phasen, zum anfang war es literweise kaffe, danach kiloweise gummibärchen gefolgt von schokolade und eis. dass hielt dann immer so ein paar wochen/monate an, sollte sich aber nach einer weile regulieren. du solltest natürlich darauf achten das du nun nicht das eine gegen das andere eintauscht. also obbacht ist geboten und man sollte für ausgleich sorgen;) wünsche dir weiterhin alles gute und das du es heil überstehst, kopf hoch:)

    grüsse

    Perfer et obdura, dolor hic tibi proderit olim.

    ("Ertrage und halte durch, dieser Schmerz wird dir einst nützen")

    (Trocken seit 26.03.2009)

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