DirkAlex - Mein Name ist Dirk und ich bin Alkoholiker

  • Hallo zusammen,

    mein Name ist Dirk und ich bin Alkoholiker und seit dem 07.03.2026 trocken.
    Ich habe mein halbes Leben Alkohol getrunken, irgendwann dann gesoffen. Es kam zu einem Schlüsselerlebnis was mich bis heute prägt und zum Glück aufweckte.

    Seit fast 5 Monaten gehe ich zu den AA und arbeite an und mit mir selbst. Was oft herausfordernd und anstrengend ist.

    Mir ist mit der Zeit Eines aber immer klarer geworden: der Austausch mit „Gleichgesinnten“ ist der Schlüssel. Die Kraft die ich dadurch bekam und weiterhin bekomme ist unbeschreiblich für mich.

    der Bedarf ist da und vllt kann ich auch ein Teil von diesem Forum sein und in den Austausch kommen.

    Grüße,

    Dirk

  • Hallo Dirk,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Meinen Glückwunsch zu über einem halben Jahr Abstinenz.

    Hier in der SHG ist 24/7 geöffnet und es ist meist ein Ansprechpartner online.

    Wie sieht es bei Dir aus, willst Du eine lebenslange Abstinenz?

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hast Du Dich schon ein wenig bei uns im Forum eingelesen? Unter dem Reiter oben findest Du unter Artikel z.B. "Der Notfallkoffer" und auch die "Grundbausteine für ein nüchternes Leben".

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Nach diesen Grundbausteinen richtet sich hier bei uns im Forum der Austausch. Wir sind eine eigenständige SHG.

    Wichtig ist, dass man den Haushalt alkoholfrei hat, am Anfang Feierlichkeiten, auf denen Alkohol konsumiert wird, meidet und sich regelmäßig mit anderen trockenen Alkoholikern austauscht. Und dafür bist Du ja hier richtig!

    Für den Austausch im offenen Bereich klicke folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, Dirk.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Elly

    ---------------------------------------------------------------------------------------

    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Herzlich willkommen Dirk,

    lese Dich mal ein wenig ein und wenn Du Fragen hast oder etwas beitragen möchtest, einfach hier schreiben. Antworten kommen.

    LG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

    Trocken seit 11.07.2025

  • Hallo Dirk und herzlich Willkommen hier bei uns in der Selbsthilfegruppe.

    Sicher hast du den Spruch „nur nicht mehr saufen reicht nicht“ schon gehört? Was hast du denn seit März gemacht, um mit deinen alten Gewohnheiten und Mustern zu brechen?

    Viele Grüße KW

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Hallo zusammen,

    danke für die Aufnahme 🙏🏼

    Hallo Kurswechsel,

    Im Konkreten hab ich mir meinen Tages- bzw. Wochenablauf angeschaut. Ich führe nun einen physischen Kalender in dem ich meinen Sport, meine AA-Meetings aber auch meine Haushaltsaufgaben klar rein schreibe. Ich achte darauf dass es nicht Zuviel wird damit es nicht in Druck und Stress endet, mir aber trotzdem einen gewissen Rythmus und Sicherheit gibt.

    Zum Anderen, was mir aber oft schwer fällt, versuche ich mich selber mehr Wert zu schätzen und Entscheidungen bewusst für mich zu treffen. Ich bin der typische Ja-Sager dem es sehr wichtig ist was das Umfeld von mir denkt. Ich führe ein Stimmungstagebuch und ein Glückstagebuch um Gefühle oder Momente nieder zu schreiben.

    Desweiteren betrachte ich mein Umfeld.. in diesem sich hauptsächlich gute und aus meiner Sicht gesunde Menschen befinden. Ich meide trotzdem größere Gruppen oder Feiern seit dem. Es sind eher Einzeltreffen oder kleine Konstellationen die mich abholen. Es macht für mich einen riesigen Unterschied ob eine oder 3-4 Personen vor mir konsumieren.

    Die Idee mit dem Notfallkoffer ist super und ich konnte mir vorhin ein paar Dinge wie z. B. in den Spiegel schauen notieren.

  • Hallo Dirk,

    willkommen bei uns. Sechs Monate sind ja schon mal ein guter Anfang. 👍

    Bei einem Punkt bin ich allerdings nicht bei dir.

    Es macht für mich einen riesigen Unterschied ob eine oder 3-4 Personen vor mir konsumieren.

    Woher weißt du nach gut sechs Monaten schon, dass eine Person etwas völlig anderes ist als drei oder vier? Ehrlich gesagt wusste ich das nach sechs Monaten nicht. Wenn ich ganz ehrlich bin: Ich weiß es nach 19 Jahren auch nicht.;)

    Allerdings nicht, weil ich ständig teste, was mir etwas ausmacht und was nicht. Sondern weil ich solche Unterschiede gar nicht mache. Für mich ist Alkohol erst einmal Alkohol. Meine Sucht hat weder Köpfe gezählt noch Trinkmengen ausgewertet. Und auch mein Suchtgedächtnis interessiert sich nicht dafür, ob da einer trinkt oder fünf.

    Sobald ich anfange zu sortieren, welche Trinksituationen gehen und welche nicht, fange ich für mich schon wieder an zu verhandeln. Und wohin mich das Verhandeln mit meiner Sucht gebracht hat, dafür brauche ich nur in den Rückspiegel auf meine nassen Jahre zu schauen.

    Ich musste nicht herausfinden, was möglich ist. Ich musste trocken bleiben.

    Und das reicht mir bis heute völlig.

    Dir einen guten Austausch

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Herzlich willkommen auch von mir, Dirk.

    kann ich auch ein Teil von diesem Forum sein und in den Austausch kommen

    Na, der Anfang ist gemacht und wie es weitergeht bestimmst du.

    Viele Grüße

    Nayouk

    -------------------------------------------------------
          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Zum Anderen, was mir aber oft schwer fällt, versuche ich mich selber mehr Wert zu schätzen und Entscheidungen bewusst für mich zu treffen. Ich bin der typische Ja-Sager dem es sehr wichtig ist was das Umfeld von mir denkt.

    Das finde ich einen guten Ansatz, Dirk. Das fällt für mich ganz klar unter Selbstfürsorge, also bewusst Dinge zu tun, die dir guttun und die du ganz für dich machst. Ich habe gerade den Sport wieder für mich entdeckt, aber auch so hab ich eine ellenlange Liste von Interessen, die ich gerne noch „abarbeiten“ möchte.

    Und zum „Ja-Sager“, wie heißt es so schön: Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.

    Ich finde es mega wichtig, dass ich für mich einstehe und auch mal „Nein“ sage. Alles andere erzeugt auf Dauer nur Frust und Widerstand und beides ist weder förderlich für ein zufriedenes Leben noch für meine Abstinenz.

    Manchmal ist ein „Nein“ zu anderen eben auch ein „Ja“ zu sich selbst 😉

    LG KW

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Mir ist mit der Zeit Eines aber immer klarer geworden: der Austausch mit „Gleichgesinnten“ ist der Schlüssel.

    Willkommen in der Online-SHG. Ich nutze eine reale SHG seit Beginn meiner Anstinenz.
    1x wöchentlicher Austausch war mir zu wenig, deshalb bin ich hier zusätzlich im Forum.

    Wie heißt es so oft: „Komme wieder, es funktioniert“

    _______________________________________

    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Willkommen in der Online-SHG. Ich nutze eine reale SHG seit Beginn meiner Anstinenz.
    1x wöchentlicher Austausch war mir zu wenig, deshalb bin ich hier zusätzlich im Forum.

    Wie heißt es so oft: „Komme wieder, es funktioniert“

    Danke. Ich nutze die AA seit fast 5 Monaten mindestens 2x die Woche in Präsenz. Merke aber dass das nicht immer ausreicht und die Tage ohne manchmal zäh sein können. Deshalb bin ich hier. Um mein Bedürfnis zu stillen und meine Erfahrungen, auch wenn sie noch jung und klein sind, zu teilen.

  • Ich könnte das nicht einer Person beim konsumieren zuschauen. Habe ich in der stationären Therapie ebenfalls so gelernt. Keinen Kontakt zu Konsumenten

    Absolut verständlich für mich. Ich gehe damit auch sehr riskant um weil ich mich noch nicht ganz von meinem Umfeld lösen kann/will. Es sind keine täglichen Situationen, das passiert sporadisch 3-4x im Monat dass ich bewusst entscheide dem Konsum zu sehen.
    Das ist nicht richtig. Aber Veränderungen sind halt auch einfach oft anstrengend und fordernd für mich.
    Da geben mir manche Freunde nach wie vor genug Sicherheit dass ich den Kompromiss eingehen möchte. Die wissen über meine Krankheit Bescheid und fragen mich ob das für mich ok ist.

  • Hallo Hartmut,

    Danke für den Gedanken und deine Meinung. Das verstehe ich.
    Verhaltensmuster wie mein „Verhandeln“ sind noch sehr präsent und führen mich zu solchen Meinungen.

    Ich werde das überdenken. Die klare Linie habe ich noch nicht gefunden. Ich merke ja dass der Konsum Anderer unterbewusst was mit mir macht und was bewirken will.

    Es bringt mich zum Nachdenken. Solche Kommentare helfen mir. Also, danke 🙏🏼

  • Hallo Hartmut,

    Danke für den Gedanken und deine Meinung. Das verstehe ich.
    Verhaltensmuster wie mein „Verhandeln“ sind noch sehr präsent und führen mich zu solchen Meinungen.

    Das war für mich weniger eine Meinung als eine Erfahrung.;) Mit Meinungen kann man diskutieren. Mit den Folgen meiner früheren Kompromisse hatte ich irgendwann deutlich weniger Diskussionsspielraum.

    Da geben mir manche Freunde nach wie vor genug Sicherheit dass ich den Kompromiss eingehen möchte.

    Und zum guten alte Kompromiss. 😉

    Nur interessiert der meine Sucht nicht. Mein Suchtgedächtnis freut sich eher darüber. Kompromisse haben mich schließlich erst zum Alkoholiker gemacht. Mal pausieren, etwas weniger trinken, alles im Griff haben. Die alten Geschichten eben.

    Und nachdem ich aufgehört hatte zu saufen, sollte ausgerechnet dieser alte Weg plötzlich dabei helfen, trocken zu bleiben? Ich musste nicht herausfinden, was vielleicht doch noch geht. Ich musste aufhören, mit meiner Sucht zu verhandeln.

    Ich kann nachvollziehen, dass sich mit der Abstinenz manches verändert und sich vielleicht auch der eine oder andere frühere Sauffreund verabschiedet.Aber genau da würde ich für mich unterscheiden: Will ich einen Freund behalten? Oder will ich die alte Saufsituation behalten?

    Und wenn eine Freundschaft ins Wanken gerät, weil einer keinen Alkohol mehr trinkt, dann frage ich mich irgendwann schon, was da eigentlich zusammengehalten wurde. Die Freundschaft? Oder das gemeinsame Saufen?

    Ich stelle jedenfalls keinen Freund, Bekannten oder Verwandten über einen möglichen Rückfall. Denn den müssen die anschließend nicht ausbaden. Im schlimmsten Fall können sie nur dabei zusehen, wie ich wieder daran verrecke.

    Das Risiko trage nämlich ich. Nicht sie.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!