Beiträge von Röschen

    Hallo Coraly,

    es tut mir leid zu lesen, dass es dir nicht so gut geht - da ist guter Rat natürlich teuer. Was macht man mit einem Partner, der einem so wenig unterstützt? Ich kann dir nur raten, unbeirrbar deinen eigenen Weg zu gehen - dein Partner wird schon merken, wenn er bei dir auf Granit beisst, und die Sticheleien lassen.

    Ich kann voll und ganz verstehen, was du mit deinem Sohn erlebst und wie dich das runterzieht! Ich habe (hatte) auch so ein Exemplar zu Hause. Über meine Erfahrungen könnte ich Bücher schreiben!! Er ist mittlerweile 24 Jahre alt, hat noch keinen Tag in seinem Leben gearbeitet, lügt schon wenn er Guten Morgen sagt und hat schon zwei Zwangsräumungen hinter sich. Es zerreisst mir das Herz, wenn ich ihn sehe und absolut nicht s tun kann, um ihn auf den richtigen Weg zu bringen, solange er keine Einsicht zeigt.

    Corally, du bist auf dem richtigen Weg - lass dich nicht davon abbringen.
    An erster Stelle sollte dein eigenes Wohlbefinden und deine Trockenheit stehen und dafür musst du alles tun.

    Hallo Kicki,

    Ich bin seit 3 Monaten trocken und habe inzwischen fast 6 kg abgenommen. Ich habe allerdings auf gesunde Ernährung geachtet und treibe 3-4 mal die Woche Sport.
    Süssigkeiten locken mich auch mehr seitdem ich nicht mehr trinke und wenn ich erstmal anfange kann ich nur schlecht aufhören. Also versuche ich, genau wie beim Alk, das erste Stück Schokolade gar nicht erst zu essen - klappt mal mehr mal weniger gut :wink:

    Liebe Ele,

    zu einer Beziehung gehören zwei, dass ist richtig, aber trinken tust du ganz alleine. Niemand kann dich dazu zwingen, es ist deine Entscheidung und Verantwortung.
    Aufhören solltest du nie für deinen Partner sondern nur für dich alleine. Es klappt nicht, wenn du andere Menschen für dein Verhalten verantwortlich machst.
    Ich wünsch dir ganz viel Kraft, das Richtige zu tun.
    LG
    Röschen

    Liebe Meni,

    das ist eine schwierige Frage.
    Ich denke ich bin ein selbstbewusster Mensch in so fern dass ich mittlerweile weiss wer ich bin, was ich mag und was ich nicht mag. Das heisst aber nicht, dass ich mich immer und in jeder Situation durchsetzen muss. Ich höre gerne zu, bin neugierig auf andere Menschen, aber letztendlich habe ich mein eigenes Wertesystem erarbeitet und davon rücke ich auch nicht ab.

    Ich habe Tage wo ich sehr kommunikativ bin, auf andere Menschen zu gehe, dann kommen wieder Zeiten wo ich mich nicht so gut fühle, das Bedürfnis habe, mich zurückzuziehen. Ich sehe das aber als völlig normal, menschlich an. Ich habe erkannt, dass ich es nicht allen Menschen recht machen kann - aber mir muss ich es recht machen, denn mit mir muss ich leben.

    Ich denke, dass ist einer der Vorteile älter zu sein - man hat seinen Weg schon (beinahe) gefunden.

    LG
    Röschen

    Liebe Kiki,

    ich habe deine Geschichte von Anfang an verfolgt und es freut mich sehr, wie sich dein Leben zum Positiven verändert hat. Du empfindest das Nicht-trinken nicht als Verzicht, sondern als Bereicherung - nur so kann das klappen. :D

    Ich bin seit fast 3 Monaten trocken und mache ähnliche Erfahrungen wie du. Ich freue mich jeden Morgen über meinen klaren Kopf und mein gutes Aussehen - als Bonus habe ich bereits 5 Kilo abgenommen und mein Partner is so stolz auf mich! Er kann zwar gut mit Alkohol umgehen, ich war immer diejenige die bis zum Umfallen getrunken hat, aber er hat aus Solidarität auch nichts mehr getrunken. :wink:

    Ich wünsche uns noch viele 24 Std ohne.
    LG
    Röschen

    Liebe Nicole,

    gib nicht auf - du fängst nicht wieder neu an, du machst einfach weiter ohne Alkohol! Dieser Rückfall hat dir gezeigt, was du nie wieder willst -- verbuche es als Erfahrung, zerfleische dich nicht selber und versinke nicht im Selbstmitleid.
    Die 51 Tage ohne Alkohol, mit den positiven Erfahrungen die du gemacht hast, sind doch nicht ausgelöscht! Du hast am eigenen Leib erfahren, dass der " Feind" jederzeit zuschlagen kann und wirst in Zukunft noch wachsamer sein und geeignete Strategien entwickeln.

    LG
    Röschen

    Hallo Ihr Lieben,

    es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie verschieden wir Menschen doch sind. Ich bin jetzt seit 8 Wochen ohne Alkohol und hatte von Anfang an keine Probleme. Im Gegenteil, ich ruhe in mir und fühle mich fröhlich und ausgeglichen. Ich denke kaum an Alkohol und wenn, dann höchstens wenn mir wieder peinliche Sachen einfallen, die ich unter Alkoholeinfluss fabriziert habe. Ich schäme mich dann furchtbar und werde in meinem Entschluss, alkoholfrei zu leben, wieder bestärkt.
    ABER ... ich bin wachsam. Ich habe hier sehr viel gelesen und weiss wie hinterhältig unsere Krankheit ist.

    Hallo STeffi,

    du bist wach geworden, hast die ersten Schritte eingeleitet um deine Alkoholkrankheit zu überwinden. Keine Angst, der Alkohol hat dir und deinem Selbstbewusstsein nicht wirklich geholfen - proportional zu deinen trockenen Tagen wird dein Stolz und dein Selbstbewusstsein wachsen, das Leben ist so unendlich mehr lebenswert ohne Alkohol!
    Ich wünsch dir ganz viel Kraft für die nächsten Schritte.

    LG
    Röschen

    Hallo Coraly,

    mach dir nicht so viele Gedanken um die Zukunft, stelle nicht so viele Dinge in Frage. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man am besten klar kommt, wenn man sich wirklich nur auf die nächsten 24 Stunden konzentriert. Einige Probleme erledigen sich so von ganz alleine und man fragt sich, warum man sich vorher so viele Gedanken gemacht hat!

    Coraly, du hast schon so viel geschafft, geb nicht auf!

    LG
    Röschen

    Liebe Claudi,

    ich verstehe, dass du dir Sorgen machst, aber dein "Freund" ist ein erwachsener Mann, der kann für sich selber sorgen. Ich denke du weisst selber, dass 5 Wochen ohne Lebenszeichen von ihm gleichzusetzten sind mit Gleichgültigkeit und Egoismus - die Beziehung ist keine mehr.

    Erhalte dir den Abstand den du schon hattest und erlaube einen derartig rücksichtslosen Menschen nicht, deine mühsam errungenen Erfolge zunichte zu machen. Du weisst, in dieser Situation wieder zu trinken würde alles nur viel viel schlimmer machen.
    Du kannst stolz auf dich sein, dass du wieder trocken bist. Ich wünsche mir ganz doll dass du stark bleibst!!

    LG
    Röschen

    Hallo Kiki,

    hatte gestern abend auch so eine Situation.
    Es gab mal wieder Streitigkeiten zwischen meinem Freund und seiner erwachsenen Tochter. Ich stehe immer ziemlich hilflos in der Mitte und weiss nie so recht, wie ich mich verhalten soll. Diese Streitigkeiten eskalieren derartig, dass nachher keiner mehr weiss, worum es eigentlich ging. In dem Moment ging es mir durch den Kopf: "ich möchte mich jetzt betrinken". Ich war sehr erschrocken von der Macht dieses Bedürfnisses, es kommt wirklich, wenn man es nicht erwartet. :cry:

    Ich habe seit 36 Tagen keinen Alkohol mehr getrunken und ich habe auch gestern abend nicht zur Flasche gegriffen. Ich habe diese Gefühl ausgehalten und bin heute morgen glücklich darüber und auch ziemlich stolz auf mich. :lol:

    LG
    Röschen

    Liebe Coraly,

    Ich habe mir gerade die Zeit genommen und habe deinen Thread von vorne bis hinten durchgelesen. Ich bin tief bewegt von deinem inneren Kampf und finde auch da ein Stück von mir wieder.

    Ich glaube nicht, dass du erst wirklich ganz unten sein musst, um die richtigen Voraussetzungen zu haben, mit dem Trinken aufzuhören. Du bist auf dem richtigen Weg und kannst stolz auf dich sein. Du hast dir solche Sorgen um dein erstes alkoholfreie Wochenende gemacht - und hast es super geschafft!! Deine Ängste und Anspannungen haben sich etwas gelöst und das ist sicher auch der Grund dafür, dass du dich nun leer und ein wenig traurig fühlst.

    Ich bin mittlerweile seit 5 Wochen ohne Alkohol und kann gar nicht ausdrücken wie glücklich ich bin, frei zu sein! Bei Verstimmungen, die ja bis zu einem gewissen Punkt ganz normal sind, ziehe ich meine Laufschuhe an und gehe joggen - danach bin ich überflutet von Endorphinen und fühle mich wieder gut und ausgeglichen. Laufen ist nicht jedermanns Sache, aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten, sich körperlich auszupowern - zügig spazierengehen, fahrradfahren, usw.....

    Liebe Coraly, wünsch dir alles Gute und noch viele trockene 24 Std. :wink:
    LG
    Röschen

    Hallo Egon,

    es ist schmerzhaft die Wahrheit zu erkennen, aber flüchten macht alles nur schlimmer. Es ist mutig sich der Wahrheit zu stellen und die einzige richtige Konsequenz zu ziehen.
    Ich ziehe den Hut vor den Menschen hier im Forum, die es trotz bewegender Lebens- und Leidensgeschichten geschafft haben, dem Alkohol zu entrinnen.
    Das Leben ist so unendlich viel schöner wenn man frei von dieser teuflischen Sucht ist.

    Ich wünsche dir, dass du es schaffst mit dem Alkohol endgültig Schluss zu machen.

    LG
    Röschen

    Hallo Elfe,

    ein herzliches Willkommen auch von mir.

    Ich habe abends auch getrunken, um mich ruhiger und gelassener zu fühlen. Heute, nach 5 Wochen ohne Alkohol weiss ich, dass ich abends getrunken habe, um die ersten Entzugssymptome - Unruhe, Reizbarkeit - zu beseitigen! Im trockenen Zustand muss man sich nicht beruhigen - man ist ruhig und zufrieden! Du hast recht, die Probleme treten für eine Weile in den Hintergrund - aber wenn man das größte Problem von allen, den Alkohol, beseitigt hat, sind die anderen Probleme längst nicht mehr so bedrohlich.

    Ich wünsch dir viel Glück für deinen neuen, trockenen Weg.

    LG
    Röschen

    Hallo Coraly,

    Schön dass du dich auch entschlossen hast, nicht mehr zu trinken. Deine Geschichte, wie so viele andere hier, kommen mir bekannt vor und ich finde mich darin wieder.
    Du wirst den Entschluss keinen Alkohol mehr zu trinken nie bereuen. Du gibst absolut nichts auf, aber gewinnst so viel. Endlich ein selbstbestimmtes Leben führen, nicht mehr vom Alkohol abhängig sein, nicht mehr trinken müssen!

    Ich wünsch dir noch viele trockene Tage.
    LG
    Röschen

    Liebe Lidia,

    ich habe deine Beiträge gelesen und kann nur bestätigen, dass du auf dem richtigen Weg bist. Ich trinke seit 30 Tagen nicht mehr und es wird jeden Tag einfacher. Natürlich verschwinden die Probleme nicht, aber durch mein erhöhtes Selbstwertgefühl und gesteigertes Wohlbefinden finde ich es viel einfacher damit umzugehen.

    Du musst unbedingt in aller Ruhe mit deinem Mann reden. Wenn ich dich richtig verstehe, hast du iihm in der Vergangenheit schon einige Male gesagt, dass du mit dem Trinken aufhören willst, so dass er dir nicht mehr glaubt. Versuche ihm klarzumachen dass du es diesmal wirklich ernst meinst, dann wird er auch hinter dir stehen und dich unterstützen.

    Ich wünsch dir alles Gute.
    LG
    Röschen

    Hallo Ziemlichverzweifelt,

    Ich versuche mich gerade in die Lage zu versetzen, wenn mein Sohn mich auf meinen Alkoholkonsum angesprochen hätte.
    Ich hätte auch mit Sicherheit versucht, die Sache runterzuspielen, harmlos zu reden. Ich wäre sehr agressiv und böse geworden, wenn er versucht hätte, mich zum Aufhören zu bewegen.

    Der beste Ansatz ist meiner Meinung nach ein vernünftiges Gespräch darüber, wie ihr euch Sorgen um die Gesundheit eurer Eltern macht und eure Gefühle dazu. Mich hätte das bestimmt betroffen und auch sehr nachdenklich gemacht.
    Ob das genügt um das Bedürnis deiner Eltern zu wecken, mit dem Alkohol Schluss zu machen, weiss ich nicht. Einen Versuch ist es allemal wert.

    Viel Erfolg.
    LG
    Röschen

    Liebe Soul-on-Fire,

    du hast ja schon ganz richtig erkannt, wo dein Problem liegt. Lass dein Selbstmitleid, nimm dein Leben in die Hand und lass dich zum stationären Entzug anmelden.

    Ich bin erst seit 24 Tagen ohne Alkohol, kann mich da nicht zu sehr aus den Fenster lehnen, aber ich kann sagen, es hat sich gelohnt. Das Leben wird wieder schöner, Depressionen und Selbstmitleid verschwinden und man ist erheblich belastbarer, auch was die Arbeitssituation betrifft.

    Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du die richtige Entscheidung triffst.

    LG
    Röschen