NIKA76. Ich will und kann aufhören zu trinken!

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.
  • hi zusammen, ich bin 45 w und ich weiß schon länger dass ich ein alkohol problem habe. Ich habs alleine geschafft 6 Monate nichts zu trinken. Mein Auslöser ist immer mein Partner, er trinkt auch, aber er siehts als normal an. Ich hab dann wieder begonnen damit ich mir die Beziehung und alles schön saufen, ist es nicht! Vor 2 Tagen musste ich die Polizei informieren weil ich mich echt vor ihm fürchtete., er hat mir im Rausch schon mal rippen gebrochen und so schlimm sich das anhört ich fühl mich schuldig. Als ich nicht mehr trank hat er mich verbal fertig gemacht, ich kann ihn nur mit Alkohol aufhalten. Klar trennung was soll sonst helfen, aber bei mir ist diese Geschichte eine ständige Wiederholung. Ich will und kann nicht mehr deshalb suchen ich nach Hilfe. Danke fürs Lesen.

  • Hallo Nika,

    herzlich Willkommen hier bei uns in der SHG.

    Ohne größere Schritte oder viele kleine Schritte ist es schwer trocken zu bleiben...

    Solange du im nassen häuslichen Umfeld ausharrst und in einer destruktiven Beziehung dich sogar verprügeln läßt ohne die Beziehung endlich zu beenden, da ist es nahezu unmöglich trocken zu bleiben.

    Ich bin kein Orakel und kann nicht in die Zukunft sehen. Aber so musst du doch nicht leben! Alles andere wäre besser als das.

    Die Beziehung schön saufen und den Partner nur betrunken aushalten...? :?


    Gut, daß du dir Hilfe suchst.

    Hier schreiben viele Betroffene, die ähnliches erlebt haben oder noch mittendrin stecken.

    Wichtig ist sich klarzumachen, daß "ich will nicht mehr" nicht ausreicht.

    Du kannst aber was tun.

    Lieber Gruß, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Ich will das echt nicht mehr, aber wir wollten sogar heiraten und alles ist wieder schön....ich war im Sommer alleine im Urlaub und ich hab da Alkohol auch gebraucht, ich trank echt nur ein Bier und dann war Stopp und es ging mir gut, ich machte Aktivitäten die hätte ich mit ihm nie machen können. Zu Hause angekommen saß er schon mit einem Bier da und alles fing von vorn an.....


    Ich weiss wenn ichs schaffe ihn zu verlassen, schaff ichs vielleicht...aber ich bin Alkoholiker und hab angst.

  • Willkommen, Nika bei uns im Forum!


    Es ist bedenklich, dass Dein Partner Dich schlägt und zwar erst vor kurzem wieder.


    Du solltest eines nach dem anderen angehen. Dich trennen und eine eigene Wohnung suchen.

    Vielleicht auch erst anders herum.


    Pass auf Dich auf, es wird nicht besser werden!


    Danach kannst Du Dich um Dein Alkoholproblem kümmern!

    LG Elly


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    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

  • Hallo Nika,


    dann setze ihm eine Frist zu wann er auszuziehen hat! Eventuell sofort auswerfen, wenn Du es schaffst!


    Hast du jemand, der Dich dabei unterstützen könnte?


    Was hat denn die Polizei vor 2 Tagen unternommen?

    LG Elly


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    Das Leben ist nicht immer einfach, aber eindeutig einfacher ohne Alkohol zu bewältigen!

    *06.01.2013*

  • Er hat ein 14 tägiges Betrertungsverbot und 100 m verbot zu mir, aber dass ist ja nicht mein großes Problem, ich will wieder normal leben, ich will mir das Leben die Beziehung nicht ehrlich schön saufen müssen. Ich habe Angst alleine zu bleiben.

  • NIKA76 darf ich dich einmal fragen wie du dich jetzt in dieser Situation fühlst? -

    Deine Zeilen >Ich habe Angst alleine zu bleiben.< lesen sich für mich als wenn du dich auch jetzt alleine (vielleicht kann man es auch einsam nennen) fühlst, oder verstehe ich dich verkehrt? -

  • Hast schon recht, ich hab durch die Trinkerei, viele Freunde verloren, auch jene mit denen ich früher gemeinsam getrunken habe, die haben sich weiter entwickelt und ich bin noch 15 im kopf und sauf mich kaputt dabei. Ich bin laut Google ein funktionierender Alkoholiker, ich geh 38 Stunden arbeiten, hab ein Haus und nach Aussen hin merkt niemand was. Wenn ich frei habe fange ich oft mittags an, damit ich um ca 19 Uhr betrunken ins Bett falle, da ich am nächsten Tag früh in die Arbeit muss...ich könnte da viel darüber schreiben und ich denke viele hier kennen das auch.


    Aber ich nehm mir fest vor, dass ich mich auch ändern kann und ich da raus komme.

    Ich will das schaffen!

  • Hallo NIKA76


    willkommen hier im Forum. Nun werde ich nicht ganz klar für wen du genau Hilfe suchst.


    Du selbst hast kein Problem mit Alkohol und suchst einen Austausch, wegen deinem alkoholkranken Partner oder wie kann ich das verstehen? Oder brauchst du für dich Hilfe wegen dem Alkohol?


    Wir sind hier im Vorstellungsbereich und am Sondieren wie wir dich unterstützen können. Der Austausch kommt dann.

    Gruß Hartmut

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    Wer will findet Wege , wer nicht will, findet Gründe !

  • Hallo Nika,


    willkommen im Forum. Wenn ich deine Zeilen lese, hast mehrere Baustellen, die dich beschäftigen und die du nach und nach angehen musst. Ich fürchte, dass es dir nicht gelingen wird, abstinent zu leben, wenn du deinen trinkenden und aggressiven Partner um dich hast. Und Gewalt geht schon mal gar nicht.

    Da du ja auch unglücklich bist: Kannst du die Beziehung beenden und ihn rausschmeißen?

    Dann ist da ja noch dein Alkoholproblem. Mal eine Überlegung: Du könntest einen stationären Entzug und eine stationäre Therapie machen. Dann bist du auch erstmal für einige Wochen raus aus deinem Umfeld und wenn du dich vorher getrennt hast, kannst du frisch und nüchtern in dein eigenes Leben starten.


    Viele Grüße

    Seeblick

  • Hallo Hartmut und Seeblick,


    Hier im forum gehts um mich, ich bin süchtig und ich weiß das, ich trinke seit 30 Jahren mal mehr mal weniger. Also als Jugendliche immer am Wochenende und seit einigen Jahren täglich 8 bis 10 Bier 0,5 l. Ich hatte voriges Jahr tatsächlich 6 Monate zusammen bekommen, wo ich nüchtern war, aber mein Freund hat weiter getrunken, ihm wars egal. Er meinte er hat kein Alkproblem nur ich.

    Tja dann suchte ich einen Grund um wieder anzufangen und schnell war ich wieder in dem Rad.


    Mein Freund hat jetzt eine 14 wöchige Wegweisung, er schrieb mir heute, dass er erkannt hat auch ein Alkoholproblem zu haben und er aufhören will.


    Kann man das gemeinsam schaffen? Zwei Alkoholiker, die aufhören wollen?

  • Hallo Nika,


    schwer zu sagen, ob man es gemeinsam schaffen kann. Ich denke, dass man sich sehr auf sich konzentrieren sollte, wenn man den Weg in eine Abstinenz einschlägt. Ich möchte dir einen Gedanken da lassen: Schau auf dich, werde trocken. Allein, nur für dich. Wenn dein Freund für sich entscheidet, auch trocken zu werden, gut. Falls ihr dann noch als Paar funktioniert, auch gut. Aber du solltest da "egoistisch" sein und dich und deine Krankheit als oberste Priorität sehen. Du hast mit dir genug zu tun und kannst dich nicht auch noch um ihn kümmern. Genauso muss er seinen Weg finden.


    Viele Grüße

    Seeblick

  • ja du hast sicher recht, ich muss auf mich schaun und ich stelle fest, dass das polizeiliche Verbot Kontakt zu habenmir gut tut. Ich habe mit meinem Hausarzt heute gesprochen und er hat mich mal krankgeschrieben, da ich in dem Zustand (fange einfach an zu weinen usw.) Nicht arbeiten kann. Über die Therapieform sind wir uns noch nicht einig, da bei mir voriges Jahr Brustkrebs festgestellt wurde und ich noch medikamentöse Chemotherapie machen muss. Noch etwas ich nehm Medikamente und sauf dazu, tjo...wird verdammt schwer werden...

  • Versuche dich zu fokussieren und lass ihn sein Ding machen. Du hast doch deine eigenen Baustellen.

    Chemo, sonstige Medis und Alk, das ist eine explosive Mischung. :?

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Ich hab mehrere Anläufe gebraucht. Ich habe beinahe 20 Jahre im Nebel verbracht. Ich genieße die neue Freiheit. Freiheit ohne Alkohol. Es ist so viel schöner. Ich habe vielleicht das Glück, das es meine Umgebung es akzeptiert. Ich kann es mir nicht mehr vorstellen, ja und es gibt auch scheiß Tage, das wieder mit Alkohol zu betäuben. Zur Zeit bin ich frei und ich setze alles daran es zu bleiben...

  • Ich war vorhin wieder beim Arzt, dann bei der Apotheke, wir haben uns auf homöopathische Sachen geeinigt und er begleitet mich, wenns zu heftig wird (dh ich kann ihn jederzeit anrufen). Ich hab allen Alkohol ausgeleert, das viel mir nicht schwer, aber ich schätze, die Gier wird bald kommen. Ich musste heute einkaufen gehen und bei den alkoholischen Getränken, hatte ich einen Würgereiz und Schweißausbrüche, ich war froh, dort raus zu sein. Ich versuche mich gerade zu beschäftigen, sprich den Drecksladen hier sauber zu kriegen, das wird Wochen dauern, weil ich überhaupt nichts mehr gemacht habe, außer saufen, arbeiten, schlafen usw...

    Ich putze 15 Minuten, dann brauch ich eine Pause....ich zähl die Stunden, die ich heute schon geschafft habe und fürchte mich vor der Nacht, da ich noch weiß, wie schlimm das Einschlafen am Anfang ohne Alkohol ist.

    Mein erster Schritt...

  • "und fürchte mich vor der Nacht, da ich noch weiß, wie schlimm das Einschlafen am Anfang ohne Alkohol ist."


    Ja, die Schlafstörungen kenne ich auch zur Genüge. Aber was soll schon Schlimmes passieren, außer daß Du Dich im Bett ständig umdrehst und am nächsten Tag gerädert aufstehst? Das ist alles nicht schön, aber kein Weltuntergang. Wenn die Schlafstörungen über eine längere Zeit fortbestehen, kann der Arzt vielleicht mal ausnahmsweise ein paar Schlafmittel verschreiben, aber ich finde es gut, daß Du es erstmal ohne probierst.

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