Lotta - Partner trinkt

  • Huhu Lotta.

    Dein Mann geht zur Therapie, möchte vermeintlich an sich arbeiten und lässt aber alles so weiterlaufen wie bisher.

    Unfassbar.

    Du bist hier, möchtest also vermeintlich auch an Dir arbeiten und lässt aber alles so weiterlaufen wie bisher.

    Auch unfassbar.

    Oder findest Du nicht?

    LG Cadda

  • Mir fällt gerade auf dass hier Kommentare abgegeben werden ohne das anscheinend richtig gelesen wird.Wir trennen uns doch gerade!!!!!Manche Sätze kommen mir hier mittlerweile vor wie ‚kopiert und eingefügt‘Sehr schade

  • Guten Abend Lotta!

    Wie ist denn die Lage? Steht der Termin für den Auszug schon fest?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Er wird wahrscheinlich Morgen zum ersten Mal dort übernachten.Und dann wird es sich noch etwas hinziehen.Weil erst nach und nach die weiteren Möbel kommen.Aber es nimmt alles seinen Lauf.Schritt für Schritt.Es ist gut so und ich bin froh dass es jetzt bald soweit ist.Und trotzdem finde ich es so schade dass er seine Chance nicht nutzt.Aber er sieht halt nicht den Alkohol als sein Problem sondern ‚nur‘ die Depression

  • Leider kannst du gegen die Sucht Deines Partners nichts tun, Lotta.

    Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Und noch heute bin ich glücklich darüber, dass ich es geschafft habe, die Suchtspirale zu unterbrechen.

    Alkohol verstärkt die schlechte Laune oder auch Depression nur. Nicht umsonst habe ich schon oft geschrieben, dass meine nasse Zeit meine traurigste war.

    Immerhin kommt Ihr etwas zur Ruhe, wenn Dein Partner auszieht. So müsst Ihr die Selbstzerstörung nicht mehr jeden Tag mitansehen und mitbekommen.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Evtl. macht ja während der Therapie noch etwas " klick " Es wird ja an Problemlösungsstrategien gearbeitet und an dem Umgang mit sich Selbst. Wenn nicht,.. dann hat er einen langen schmerzhaften Weg gewählt.

    Es gibt nur zwei mögliche Ergebnisse auf Dauer. Der Alkohol macht keine Gefangenen.

    Es ist gut das Ihr Abstand voneinander bekommt, ich fürchte leider das Du den brauchen wirst.

    Gruss WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Weißt du Lotta, für mich als von außen betrachtende und als ehemaliges Kind einer Suchtfamilie bewegt ihr euch emotional praktisch gleich null.

    Bei deinem Partner ist das ganz offensichtlich und für dich selbst scheinst du es auch weiterhin nicht sehen zu wollen.

    Es geht ja nicht nur um die Alkoholsucht, es geht auch darum wohin deine Gedanken gehen, wo du deine Energie rein steckst, was dein Fokus ist.

    Wir lesen hier wenig von deiner eigenen Reise, auf der wird dich wirklich gerne begleiten würden.

    Er hat eine Wohnung, in der man schlafen kann, die aber noch nicht fertig eingerichtet ist. Was hält ihn ab komplett dort zu bleiben.

    Bist das vielleicht du mit deinen Hoffnungen auf die Therapie und auf ein Wunder?

    Wie viel Hoffnung muss sich das kleine Mädchen zwischen euren Fronten machen, wenn zwar von Trennung die Rede ist, er aber Woche um Woche vielleicht doch bleibt.

    Er macht eine Therapie und deine Tochter wird Hoffnungen da rein stecken und deine Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit spüren.

    Dieses kleine unschuldige Mädchen steht weiterhin mitten im Gefühlsgewitter ihrer Eltern. Ist Tag für Tag Opfer eurer jeweiligen Sucht.

    Was könnte das für ein Zeichen für sie sein, für jetzt und für vor allem für eure zukünftige Beziehung, Wenn du den Säufer einfach raus setzen und dich komplett deinem kleinen Mädchen zuwenden würdest.

    Damit für euch beide endlich der Weg der Heilung anfangen darf ❤️‍🩹

  • Hallo Zusammen!

    Ich war ewig nicht hier weil ich dachte ich müsste mich mit dem Thema Alkohol nicht mehr beschäftigen.Aber nun stehe ich mal wieder mit großen Fragezeichen da….

    Mein Expartner und ich haben uns im November letzten Jahres getrennt und soweit ist auch alles ok.

    Mir geht es damit viel viel besser.

    Bis dato dachte ich auch dass unsere Tochter(bald 9) gut damit klar kommt.

    Er und ich haben ansich ein ‚gutes‘ Verhältnis, sie ist gerne bei ihm und kann dies auch sein wann sie möchte.
    Es sei denn es passt aus beruflichen Gründen nicht.
    Sie war auch mit ihm im Urlaub usw.

    Jetzt ist es aber so dass sie mir zu Hause zum Teil das Leben zur Hölle macht.Aktuell ist es sehr sehr grenzwertig.

    Sie sagt dass sie mich hasst,dass sie zu Papa ziehen will usw.

    Ich merke zunehmend dass er ihr Leid tut und glaube sie sucht die Schuld in mir.

    Sie weiss das Papa zu viel Bier trinkt,weiß aber nicht dass das ein gravierender Grund für die Trennung war.

    Jetzt ist meine Frage:Sollte ich ihr das vermitteln?

    Mein Ex-Partner meint:Schuldzuweisungen machen nur noch mehr bei ihr kaputt.

    Allerdings möchte ich auch nicht weiterhin als der ‚Buhmann‘ da stehen der den tollen Papa vor die Tür gesetzt hat.

    Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen dazu.

    Liebe Grüße

  • Hi, deine Tochter kann das vermutlich noch nicht greifen. Irgendwann kannst du ihr das richtig erklären.

    Im Moment wäre es gut, wenn IHR ihr erklärt, dass ihr diese Entscheidung gemeinsam getroffen habt, ihr müsst aber auch eine Linie fahren. Sie braucht ein Ventil, kann ihre Gefühle und ihre Wahrnehmung nicht auf einen Nenner bringen. (Ich find es übrigens toll, dass sie immer zu ihm darf.)

    Lass sie wütend werden, das ist ok. Wenn du es schaffst, bleib ruhig. Wenn nicht oder wenn es schlimmer wird, kannst du ihr Hilfe holen. Bei ihr geht es ja um die Trennung, mit der sie zu kämpfen hat, nicht um die Sucht.

  • Hallo Lotta,

    klingt auf den ersten Blick so, als wenn "die Prinzessin" bei Papa mehr darf als bei Dir? Wenn Du und Dein Ex am gleichen Strang ziehen und Ihr Euch enger absprecht was geht und was nicht, dann sollte sie doch merken das es bei Papa nicht alles besser ist?

    Nur so eine Vermutung.

    lG WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Liebe Lotta,

    ohne euch zu kennen ist es schwierig Ratschläge zu geben.

    Ich kann nur von mir selbst berichten, vielleicht ist das etwas hilfreich.

    Meine Töchter waren 6 und 8 Jahre alt, als ihr Vater damals ausgezogen ist. Sie haben schon sehr viel verstanden. Ich habe viel mit ihnen geredet damals, und versucht so sachlich wie möglich zu erklären warum wir nicht zusammen bleiben konnten.

    Ihr Vater versucht noch heute mir die alleinige Schuld an der Trennung zuzuschieben, er verdreht die Wahrheit wie es ihm gefällt, zum Glück erfolglos.

    Ich glaube gerade weil er so unsachlich übertreibt, und ich sachlich und vernünftig geblieben bin, haben die Mädchen schnell erkannt was wahr ist.

    Liebe Grüße

    Cat-Mom

  • Hallo Lotta,

    irgendwie macht es für mich den Anschein, als ob der Papa da ein wenig nachhilft, dass Deine Tochter sich so verhält. Es kann natürlich auch sein, dass ich mich irre…

    Ich würde sie fragen, ob sie wütend auf Dich ist, weil Du Dich getrennt hast. Dass es Dir nicht gut ging, weil Dir der Alkohol nicht gefallen hat. Gerade wenn sie weiß, dass er zu viel Bier trinkt.

    Ich würde nicht in den Lästermodus verfallen, aber schon etwas erklären.

    Je älter sie wird, umso mehr wird sie Dich vermutlich verstehen.

    LG Cadda

  • Hallo Lotta, erst mal Glückwunsch, dass Du schon zum Jahresende die Reißleine gezogen und Deine Tochter und Dich da rausgeholt hast. Wie hast Du das geschafft, magst Du vielleicht davon erzählen? Klingt so einfach ...

    Hierüber bin ich gestolpert:

    Ich war ewig nicht hier weil ich dachte ich müsste mich mit dem Thema Alkohol nicht mehr beschäftigen.

    Dein Ex trinkt doch bestimmt weiter? Auch un Gegenwart und beim Fahren seiner Tochter? Bzw. vorher? Gibt es dazu Absprachen? Hast Du das Gefühl, dass Du Dich da auf ihn verlassen kannst?

  • Hallo Rennschnecke

    Ich habe knapp ein Jahr hier im Forum gelesen und geschrieben und war auch mit dem ein oder anderen darüberhinaus im Austausch.

    So habe ich es dann geschafft irgendwann die Reißleine zu ziehen.

    Ich dachte dann wird alles ruhiger.

    Dass meine Tochter jetzt so dermaßen querschlägt hätte ich nicht erwartet.

    Er trinkt auf jeden Fall weiter,ja!

    Auch in ihrer Gegenwart.

    Sie waren jetzt zusammen im Urlaub und sie sagt:Papa hat seeeeehr viel Bier getrunken.Nimmt ihn aber auch gleichzeitig in Schutz und sagt:Aber es ist ja auch Urlaub gewesen.

    Autofahren tut er hoffentlich nicht mit ihr.

  • Ich bin, ehrlich gesagt, entsetzt, Lotta, dass Du, noch dazu als Tochter eines Alkoholikers, Deinem fröhlich weitersaufenden Ex Eure Tochter sogar für gemeinsame Urlaube anvertrauen kannst und bis vor Kurzem sogar glauben konntest, vor dem Thema "Ruhe" gefunden zu haben. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

    Bitte nicht als Angriff verstehen, sondern als ehrliche Sorge. Die Sauferei und die Folgen werden ja mit der Zeit nicht weniger. Das kann an Eurer Tochter nicht spurlos vorüber gehen. Und schon ist der Stab an die nächste Generation weitergereicht....

    Hast Du Dich mal beim Jugendamt beraten lassen, es gibt doch so etwas wie begleiteten Umgang, meine ich. Vielleicht haben da andere COs in ähnlicher Lage einen Rat für Dich?

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