Nova - Co-Abhängige mit eigenen Problemen

  • Dann kaufst Du halt nur das Katzenfutter, dass es bis Dienstag reicht und sonst nichts extra, Nova!


    Hole Deine Klamotten und dann stellst Du das Katzenfutter hin, mit einem Zettel dabei,

    dass sich die gemeinsame Einkaufsliste ab sofort erledigt hat.


    Ich würde auf die Nachricht sonst gar nicht antworten. Nur den Zettel und gut.

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Guten Morgen,

    ne es sind zwei und die gehören ihm.

    Und das Trockenfutter wird inhaliert. Da hält die riesige Schüssel keinen Tag *g*


    Es ist irgendwie komisch.

    Wache heute früh in einem anderen Bett auf und musste nicht direkt heulen, bin sogar ziemlich ruhig. Hab mir gerade alte Bilder von uns angeschaut. Ich kann sie neutral sehen. Bisschen Wehmut aber eigentlich bin ich ganz froh. Hab die letzten beiden Jahre Revue passieren lassen und stelle fest, dass es immer und immer wieder ein Thema war.

    Nachrichten, Notizen, die ich geschrieben habe. Es gibt mehrere, in denen ich immer wieder die gleichen Bedenken, Ängste äußere.

    Ich hab bisher nichts mehr von ihm gehört. Darüber bin ich froh. Ich schalte gerade etwas ab. Schwer wird’s, wenn ich später mein Zeug hole und nochmal bei den Großeltern reinschaue.


    Ich wünsche Euch allen frohe Weihnachten!

    Ich werde die Feiertage nun nutzen, um wieder bei mir und meiner vernachlässigten Familie anzukommen.

  • Guten Morgen,


    gestern war so ziemlich der traurigste Heilig Abend in meinem Leben.

    Hab vormittags meine Sachen geholt, die Katzen bis Dienstag versorgt, ihm den Zettel da gelassen und sein Weihnachtsgeschenk.

    Die Wohnung sieht aus, wie ein Schlachtfeld.

    Und da war dann der Schock! Ich wusste, dass es schlimm ist, mit seiner Sauferei. Ich wusste es ja!!

    Aber als ich im Bad mein Zeug zusammengesucht habe, fällt mir auf, dass der Hustensaft leer ist. Die Flasche war neu….

    Ich bin wirklich, wirklich schockiert.


    Hab mich dann bei den Großeltern noch blicken lassen, weil ich noch Geschenke hatte.

    Sie wissen ja Bescheid über ihn und ich hab dann nochmal alles auf den Tisch gepackt. Kein schönes Weihnachten. Aber ich bin nicht diejenige, die alles versaut hat. Ich muss mich nur erklären, warum ich die Koffer packe. Und ich werde nix mehr beschönigen!


    Ich hab gemerkt, wie manipulativ er ist. Er wickelt wirklich jeden um die Finger. Er lügt, dass sich die Balken biegen und die Menschen glauben ihm. Ich hab ihm ja auch immer alles geglaubt. Er war der erste Mensch in meinem Leben, dem ich zu 100% vertraut habe (wieso?)

    Hatte viele schlimme Momente gestern, bin aber immer wieder bei mir angekommen.


    Er hat mir noch eine Nachricht geschickt, in der er sich bedankt für den Einkauf und das Geschenk…mit Herzchen.


    Seine Eltern reagieren nicht auf meinen Weihnachtsgruss, egal…


    Den Abend war ich alleine. Hab für heute Essen für meine Familie vorbereitet. War in der Wanne und hab mir dann was im TV angeschaut.


    Viel geheult, aber auch immer wieder besonnene, ruhige Phasen.


    Das alles ist so unendlich traurig, und ich hab irre Angst vor dem Alleinsein, wenn ich eine Wohnung finde. Und Angst, die dann nicht halten zu können. Meine finanzielle Situation ist durch ihn leider auch eher bescheiden…

    Bekomme aber keine Zuschüsse, verdiene zu viel….


    Nun gut, das erstmal von mir.

    Trotzdem allen weiterhin hoffentlich schöne Feiertage und die, die keine haben, wünsche ich Ruhe und Kraft und starke Nerven. Haltet durch!

  • Guten Morgen Nova,


    es tut mir sehr leid, dass Heiligabend für Dich zum Teil sehr traurig war. Du hast halt noch einmal mehr vor Augen geführt bekommen, in welcher Situation Du steckst und dass sich einfach nichts ändert, im Gegenteil.


    Ich kann Dir nur raten, weiterhin Abstand zu nehmen, auch wenn es schwer fällt. Versuche, Dich auf andere Dinge zu konzentrieren.


    Und habe keine Angst vor dem Alleinsein. Glaub mir, es ist unglaublich befreiend, wenn Du endlich an dem Punkt angekommen bist, wo sich diese Traurigkeit und der Trennungsschmerz in Gleichgültigkeit umwandelt. Stück für Stück frei werden von dieser Sorge, dem Kummer und dem Schmerz.

    Ich bin regelrecht aufgeblüht damals und dieses erleichterte Gefühl, das überwog das Gefühl des Alleinseins.


    LG Cadda

  • Schönen Abend zusammen.

    Die letzen beiden Tage waren richtig gut für mich.

    Gestern Weihnachten mit meiner Familie. Anstrengend aber schön. Es gab einige Momente, in denen ich ihn arg vermisst habe. Morgens habe ich unser Essen fertig gemacht und dabei einen völligen Zusammenbruch gehabt. Ich war alleine und hatte das Gefühl, dass es nie wieder besser werden kann.

    Mittags dann wurde es aber besser! Ich habe viel Trost bei meinen Lieben bekommen, aber auch Ablenkung, nicht zuletzt durch meine süßen kleinen Neffen. Mutter u Schwester sind bei sowas eher linkisch. Sie wissen dann nicht, wie sie mit mir umgehen sollen. Dass dann eine einfache Umarmung hilft, das kapieren sie irgendwie nicht. Aber dafür kapierts mein Schwager.

    Als ich einen schwachen Moment hatte, kam er einfach zu mir und hat mich wortlos in den Arm genommen und mich weinen lassen. Das tat irre gut. Seitdem geht es mir so viel besser.

    Ich bin ja jetzt bei meiner Tochter (übrigens 18 Jahre) sie hat mit mir gestern noch lange gequatschte und Pläne geschmiedet. Wie wir zB heute den Tag verbringen wollen.

    Wir haben das Zimmer, in dem ich jetzt bleiben darf, aufgeräumt, Klamotten von meinem Ex eingepackt, damit ich Platz im Schrank habe und es fühlt sich direkt nach „zu Hause „ an!

    Der Abstand und seit Heiligabend kein Kontakt, tut mir gut. Ich fühle mich befreit. Ich will wieder aktiv mein Leben in die Hand nehmen!

    Morgen schau ich mir ja die Wohnung an.

    Mit viel Glück, kann das jetzt ganz schnell gehen. Und wenn nicht, egal, ich bin da erstmal raus und kann hier bleiben, bis ich was habe.

    Es war richtig, dass noch vor Weihnachten zu beenden, ich wäre sonst vll doch in der Beziehung noch ne Weile steckengeblieben.

    Ich bin so unendlich dankbar, das Forum gefunden zu haben und konnte für mich viel aus den Beiträgen von euch rausziehen.

    Ich betrachte die letzten beiden Jahre nun als Lektion, die ich lernen musste. Ich hab diese Zeit vielleicht auch gebraucht, mich in meinem eigenen Leid zu baden. Ich hab wirklich durch meine PTBS auch arg mit mir selbst zu kämpfen. Die Situation mit ihm, habe ich wohl einfach angenommen um ein anderes Problem für mich vorzuschieben.

    Nun ist’s genug!

    Ich freue mich auf mein neues Leben, auch wenn ich viele Ängste habe! Aber da, wo ich bis vor kurzem noch war, will ich nie nie wieder hinkommen!

  • Ich war alleine und hatte das Gefühl, dass es nie wieder besser werden kann.

    Bei solchen gefühlen habe ich mir angewöhnt mich daran zu erinnern, dass jedes gefühl immer nur ein moment ist. Der kann zwar auch mal länger dauern. Aber irgendwann geht dieser Moment auch wieder vorbei. Kein Gefühl dauert ewig an.



    Ich drücke dir für morgen ganz fest die Daumen.

  • ... Er erwartet jetzt wohl, dass ich das mache.

    Irgendwie hin und her gerissen.

    Die Tierchen...

    Am liebsten möchte ich ihn auflaufen lassen….

    Nach dem Motto: da ist was neues in der Liste, oh das hab ich nicht gesehen bzw. hab nicht reingeguckt, was er braucht.

    Hallo Nova,


    lass ihn auflaufen, sei froh, dass er sich nicht meldet.

    Du bist nicht seine Mama.

    Diese Psychospielchen sind doch leicht zu erkennen, Vorwand Katzenfutter oder Hundefutter oder ....

    Irgend ein Vorwand, wenn das nicht funtioniert, wird auf Liebe, Einsamkeit, Hilflosikeit gemacht, es wird alles versucht, nur das eigentlich Problem wird verniedlicht: Alkohol.

    Man kann aufhören mit dem Trinken, doch man muss (!) es wollen. Der Trinker muss es wollen, es tun.

    Dabei kannst du ihm nicht helfen.

    Das einzusehen, ist wohl der schwierigste Teil.

  • Diese Psychospielchen sind doch leicht zu erkennen, Vorwand Katzenfutter oder Hundefutter oder ....

    Als Außenstehende ja. Deswegen sind wir auch eine SHG, die auch mal vor dem Kopf stößt.

    Ich bin bereit, den nächsten Schritt auf meiner Reise zu machen. Du möchtest den Verein Alkoholiker-Forum.de e.V unterstützen? Mehr kommt bald....

  • Oh Mann,

    Gestern ging’s mir doch sooo gut. Ich hatte den Abstand wirklich als befreiend empfunden. Und heute?

    Heute juckt es mich so stark in den Fingern, ihn anzuschreiben oder anzurufen.

    Wie es ihm geht, wie sein Weihnachten war. Dass ich ihn vermisse. Mir wünsche, er würde endlich einsehen….

    Ich muss mich so zwingen, mich zurückzuhalten. Ich weiß dich genau, wie das enden würde!

    Och Mensch!

    Muss mich hier einfach mal ausheulen. Damit ich stark bleibe.

  • Genau, rufe lieber jemand anders an. Oder aber schreibe hier bei anderen in den Themen,

    lies Dich ein, Nova.


    Lenke Dich ab!

    LG Elly


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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    *06.01.2013*

  • Hallo Nova,

    nimm dir deine Besteckschublade oder deinen Schuhschrank vor. Alles raus, gründlich putzen, ausmisten und wieder einräumen. Das hilft.

    Also das hilft wirklich. Einfach auf was ganz Konkretes im eigenen Reich konzentrieren. Laut Musik oder einen Podcast laufen lassen. Dann bist du beschäftigt und hast hinterher etwas, worauf du stolz sein kannst. So kannst du dich von Stunde zu Stunde hangeln.

    Bücherregal neu sortieren, Socken aussortieren, Hund bürsten... ich habe schon einiges durch... :wink:

    LG, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Nova, er ist dein Gläschen Wein, Prosecco, Bier, Gin...whatever, von dem du gerade loszukommen dabei bist.

    Egal, wen du anrufst, wenn du ihn anrufen willst, Hauptsache du telefonierst mit jemand anderem. Du schaffst das - es wird besser!

    LG, Saphira

  • Linde66

    Heute ging das leider mal gar nicht. Saß bis 18 Uhr im Geschäft alleine und hatte kaum Kunden. Da war das Forum meine Ablenkung.

    Aber deine Vorschläge werde ich dennoch in Zukunft beherzigen.


    Saphira genau so fühlt es sich an. Ich bin auf Entzug von ihm.

    Trotzdem werde ich mich bei ihm melden müssen. Es gibt noch das ein oder andere zu klären. Muss ja auch meine Sachen irgendwann da rausholen.

    Nur heute auf gar keinen Fall. Ich weiß, dass ich standhaft bleiben muss, um mich nicht selbst noch weiter runterzuziehen.

    Der Tag ist fast geschafft!

    werd jetzt mit meinem Wauzi laufen, den ich auch während der Beziehung etwas vernachlässigt habe!



    Die Wohnung hab ich angeschaut. Ist sehr klein, aber absolut okay für mich. Hab direkt zugesagt und warte nun bis Anfang Januar auf die Entscheidung.

  • Heute zerreißt es mich einfach wieder :(

    Ich lenke mich ab, ich tu mir Gutes, ich bin mir bewusst, dass es vorbei ist! Und doch vermisse ich die schönen Momente mit ihm so sehr. Ich vermisse IHN!

    Alles tut weh!

    Meine Ehe war leichter zu beenden…..

    Da habe ich der Zeit und der Familie eine Weile nachgetrauert. Hatte Schuldgefühle, dass ich die Familie zerstöre.

    Das ist diesmal anders. Da ist do eine tiefe Liebe, wie ich sie nicht für meinen Ex-Mann und auch für sonst keinen Mann bisher empfunden habe.

    Der erste Mensch in meinem Leben, dem ich zu 100% vertraut habe, der mich bis in mein tiefstes Inneres kennt, und er bricht mir das Herz und missbraucht dieses Vertrauen.

    Es ist jetzt eine Woche her, dass ich es beendet habe und ich weiß, es ist richtig…..

    Aber diese dummen Gefühle!!! Sie schreien: ich will ihn zurück, ich will den Mann, von dem ich weiß, dass er in ihm steckt…

    Ich liebe einfach alles an dem Kerl.

    Und der Alkohol macht mir das kaputt.


    Sorry, für das Gejammer.

    Ich kann das aktuell nur hier loswerden, da ich von sonst keinem mehr für meine Gefühle Verständnis bekomme. Meine Familie ist mein hin und her ja auch schon leid und will am liebsten nix mehr davon hören.

    Wo ist dieser Schalter, der das aufhören lässt?

    Den Kummer ertränken werde ich auf keinen Fall - aber aushalten ist gerade so irre schwer.

    Und das, obwohl ich mir das durch ihn verursachte Leid immer wieder bewusst mache.

  • Ich liebe einfach alles an dem Kerl.

    Prüf bitte nochmal, ob das wirklich stimmt. Die Sucht ist ja nicht unabhängig von ihm zu betrachten.

    Er war nicht mehr zu Hause, als ich heimkam, weil er lieber den Abend saufend bei seinem Kumpel verbringen wollte. Es ist ja schließlich Wochenende, das will er nicht langweilig mit mir verbringen.

    Und das kann doch nicht der Partner deiner Träume sein, oder?


    Ich kenne das Gefühl, dass man plötzlich nur noch das Wunschbild sehen kann, weil die Sehnsucht so groß ist. Aber oft ist es eben auch sehr rosarot gefärbt und hat mit der Realität nicht viel zu tun …

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