Naira - ich stelle mich vor

  • Naira, aller Anfang ist schwer, auch hier im Forum, kannst Du bei einigen nachlesen, auch bei mir...😉

    Komm erst mal an, lass die ersten Eindrücke sacken, lies Dich ein und entdecke die Möglichkeiten....

    Der ungeschminkte Austausch ist unser großer Vorteil, wenn auch anfangs gewöhnungsbedürftig, aber das, was uns wirklich weiterbringt. Alles Gute!

  • Vielen reicht das wohl aus.

    Ja, bei dem Einen früher, bei dem Anderen später. Irgendwann sind diese Hintergründe und Auslöser nicht mehr so wichtig, es sei denn sie dienen der persönlichen Rückfallprävention .

    Ändern kannst Du eh nichts mehr daran. Es kann gerade in der Anfangszeit sehr kraftraubend sein, immer nach irgendwelchen Erklärungen zu suchen. Und es steckt in diesen Fragen sehr oft die Hoffnung doch noch einen "Ausweg" aus der Erkrankung zu finden.

    Kontrollierter trinken, weniger trinken u.s.w. sind Gedankengänge, welche wohl jeder Alkoholiker mal durchhat.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier einige von euch davon ausgehen, dass ich es eh nicht schaffen werde, abstinent zu leben, weil ich nach eurer Meinung sowieso schon alles falsch gemacht habe und falsch angehe?

    Nein.

    Deine Erkrankung, Dein persönlicher Weg. Hier bekommst Du Werkzeuge und Hilfsmittel. Einsetzen musst Du sie selber, auf Deine Persönlichkeit abgestimmt.

    Ziel ist es abstinent zu bleiben und dann eine zufriedene Trockenheit zu erreichen. Immer wieder die nächsten 24 Stunden.

    lG WW

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Siehst du denn alles als Angriff? Wirkst sehr dünnhäutig.

    Das kann schon sein. Ist alles bisschen viel gerade...

    Naira, aller Anfang ist schwer, auch hier im Forum, kannst Du bei einigen nachlesen, auch bei mir...😉

    Das habe ich gerade gemacht. Danke!

    Den anderen auch danke!

    "Wenn du in völliger Akzeptanz lebst mit allem was ist, dann ist das das Ende aller Dramen in deinem Leben. (Eckhardt Tolle)"

  • Das kann schon sein. Ist alles bisschen viel gerade..

    Ich praktiziere etwas, das ich die 24-Stunden-Regel nenne.

    Wenn mir ein Beitrag nicht gefällt, er mich aufregt oder ich ihn emotional oder richtig einordnen kann, schlafe ich eine Nacht darüber und schaue ihn mir noch einmal in aller Ruhe an.

    Wenn er weiterhin nervt, ignoriere ich ihn für eine Weile und schaue später beim Rückblick noch einmal darauf.

    Es hat ja Zeit, und das Geschriebene rennt nicht fort, schon gar nicht hinter mir her.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Neira,

    mal unabhängig davon was „Wir“ Dir empfehlen…

    Ich empfehle jetzt mal gar nichts, außer einfach sehr gut auf Dich und Dein Gefühl zu achten. Bei allem, was Du tust.

    Ich denke jedenfalls keinesfalls, dass Du es eh nicht schaffst, weil Du alles falsch machst. Absolut nicht.

    LG Cadda

  • Hallo Naira,

    ich sehe, dass Du Dich ganz gut auskennst, mit den biochemischen Prozessen der Alkoholkrankheit.

    Mir hat es geholfen die Zusammenhänge zu verstehen.
    Ich habe eine schwere Krankeit und sie ist nur durch lebenslange Abstinenz zu stoppen.
    Das ist die Wirkungs-Ebene, sie ist aber durch die Ursachen-Ebene zu erklären. Mir hat es sehr geholfen.
    Aber egal wie ich es mache, entscheidend ist, dass ich diese Tatsache akzeptiere und danach mein Handeln ausrichte.
    Und deshalb bin ich hier.

    Ich habe mich auch informiert über ADHS und Alkohol.

    Personen mit ADHS und Alkohliker haben eins gemeinsam: veränderte Impulskontrolle, Du hast es ja quasi geschrieben.
    Du wirst bestimmt mit Deinem Arzt ein besonderes Augenmerk auf diese Paarung haben.

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier einige von euch davon ausgehen, dass ich es eh nicht schaffen werde, abstinent zu leben, weil ich nach eurer Meinung sowieso schon alles falsch gemacht habe und falsch angehe?

    Ich gehe nicht davon aus, dass du es eh nicht schaffst. Überhaupt nicht.
    Und ich finde auch überhaupt nicht, dass du irgendwas falsch machst, alles schon mal gar nicht.

    Ich gehe erstmal bei jedem hier davon aus, dass er es schafft. Mag dem geschuldet sein, weil ich es mit diesem Forum geschafft habe, nüchtern zu werden und nun schon über 3 Jahre auch zu bleiben …. und das sehr glücklich und zufrieden.
    Ich bin hier als verzweifeltes Häufchen Elend aufgeschlagen, keine Ahnung von gar nix …..aber mit der festen Überzeugung im Kopf, dass ich ab jetzt nie wieder Alkohol trinken werde. Weil das der einzige Weg ist, um wieder leben zu können.
    Dabei ist mir völlig wurscht, was andere (nichtsüchtige) Menschen machen oder nicht machen, trinken oder nicht trinken. Ich kann keinen Alkohol trinken, wenn ich leben will. Und ich will leben.

    Ich möchte dir auch gar nix empfehlen. Weil ich davon ausgehe, dass du dir hier in dem großen Erfahrungsschatz, der sich dir in all den Beiträgen hier bietet, dass mitnehmen wirst, was für dich passt und eben das liegen lässt, was nicht passt.

    So jedenfalls habe ich das gemacht. Lesen….mehr lesen ….und noch mehr lesen. Sortieren …Nüchtern bleiben…immer weiter laufen. Und dabei aber auch immer mal nach links und rechts gucken, ob dieser Weg für mich so (noch) passt oder ob ich was korrigieren oder optimieren sollte. Immer nur für mich …..und immer so, dass ich mich gut fühle.

    Ich habe meinen nüchternen Weg nicht im Kopf vorgefertigt. Ich hatte ja viel zu lange gesoffen, um mir überhaupt noch vorstellen zu können, dass ich mal ohne Alkohol leben könnte. Ich habe geschaut, wie die Leute hier ihren nüchternen Weg gefunden haben und ich habe geschaut, was davon kann ich in meine kleine neu gewonnene nüchterne Welt einbauen.
    Das funktioniert bei mir besser, wenn ich die Sätze, die mir erstmal so gar nicht gefallen, nicht als Angriff sehe. Sie bieten in jedem Fall genügend ‚Material’ zum Nachdenken.
    Wir sind alle verschieden, uns vereint die Alkoholsucht und der einzige Weg, nüchtern werden und es zufrieden zu bleiben, ist ein alkoholfreies Leben, mit dem es mir gut geht.
    Ein Leben, in dem es mir gut geht, muss nicht das Leben sein, was dir gut tut.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Ich danke euch sehr für eure Antworten!

    Mit "ist alles bisschen viel gerade" meinte ich, dass ich gerade mehrere Probleme habe. Ich bin aus verschiedenen Gründen in einen Burnout gerutscht und habe kurz davor mit dem Alkohol aufgehört. Es gibt wahrscheinlich einen Zusammenhang zum Alkohol, auch zum ADHS. Aber das sind nicht die einzigen Gründe. Viele Gründe liegen in meinen angelernten Verhaltensweisen. Ich bin/ war extrem hart zu mir selbst. Und muss das ändern. Deswegen finde ich es nun schwierig, wenn mir von aussen "Härte" entgegengebracht wird und ich reagiere dann emotional über.

    Ich empfehle jetzt mal gar nichts, außer einfach sehr gut auf Dich und Dein Gefühl zu achten. Bei allem, was Du tust.

    Und genau das ist mein Problem. Ich habe so lange meine Bedürfnisse und Gefühle unterdrückt, mit Arbeit und Alkohol abgeschaltet, dass ich sie erst wieder suche. Manchmal weiss ich gar nicht, was ich will und was mich ausmacht.

    Was ich aber weiss: Ich werde nie mehr Alkohol trinken, sondern nüchtern leben.

    Und vielleicht überfordere ich mich gerade selbst, indem ich ständig Bücher über ADHS, Alkoholsucht und Burnout lese, mir viele Gedanken mache. Gleichzeitig fast mein ganzes Leben ändere. Das macht eben auch dünnhäutig. Dies aber nur zur Erklärung. Dass ich dann schnell überreagiere, ist ja trotzdem nicht in Ordnung und tut mir leid.

    Liebe Grüße Naira

    "Wenn du in völliger Akzeptanz lebst mit allem was ist, dann ist das das Ende aller Dramen in deinem Leben. (Eckhardt Tolle)"

  • Jede Baustelle hat ihre Berechtigung und einige gehen mit der Sucht Hand in Hand.

    Es ist allerdings schwierig, über Themen zu sprechen, für die uns die Qualifikation fehlen. Wir alle hier sind nur Selbst Betroffene und da liegt der Fokus darauf, die Sucht zu stoppen. Und das in Form der Selbsthilfe.

    Ich hoffe, dass du für deine anderen Angelegenheiten professionelle Unterstützung erhältst.

    Kennst du den Artikel schon?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Hartmut

    Ja die Grundbausteine kenne ich. Die hat mir schon jemand anderes geschickt. Ich habe sie trotzdem nochmals gelesen. Danke.

    Ich habe professionelle Unterstützung für alle Themen. Und ich erwarte auch keine Hilfe für andere Baustellen. Nur ich für mich kann mich nicht nur um die Sucht alleine kümmern, sondern muss irgendwie alles berücksichtigen. Weil alles zusammenhängt. Eigentlich ist die Sucht davon momentan auch nicht das Schwierigste. Da ist der Weg, wie man künftigen Rückfällen vorbeugt, wenigstens klar: darauf verzichten. Bei anderen Sachen ist es nicht ganz so einfach, weil da die Ursachen noch nicht 100% klar sind. Aber ich kann diese Themen hier ausklammern, wenn euch das lieber ist.

    "Wenn du in völliger Akzeptanz lebst mit allem was ist, dann ist das das Ende aller Dramen in deinem Leben. (Eckhardt Tolle)"

  • Bei anderen Sachen ist es nicht ganz so einfach, weil da die Ursachen noch nicht 100% klar sind. Aber ich kann diese Themen hier ausklammern, wenn euch das lieber ist.

    Du musst es nicht tun, wenn es dir und deiner Selbsthilfe guttut, dann mach es. Im Hintergrund hast du ja professionelle Unterstützung.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo zusammen

    Ich melde mich heute mal wieder mit einer Frage:

    Was könnte man zu einem kleinen Anlass ausser Sekt/ Wein und Knabberzeugs mitbringen? Es muss leicht in Bus und Bahn transportierbar sein. Und es sollte keine Zeit zur Vorbereitung kosten. 2-3 Flaschen Getränk und Knabberzeugs wäre da natürlich am einfachsten. Ich hab auch nicht Angst, schwach zu werden und werde auf jeden Fall auch alkoholfreies Getränk mitnehmen- aber ich will auch nicht als geizig rüberkommen. Wein/ Sekt käme halt sicher sehr gut an, bzw. das ist normal üblich in so einem Fall und wird auch erwartet. Vielleicht habt ihr ja andere gute Ideen?

    "Wenn du in völliger Akzeptanz lebst mit allem was ist, dann ist das das Ende aller Dramen in deinem Leben. (Eckhardt Tolle)"

  • Um was für einen Anlass geht es denn, Naira?

    Einen Blumenstrauß, etwas Süßes oder Gebackenes?

    Ich würde nirgendwohin etwas Alkoholisches mitnehmen!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Es geht darum, dass es in unserer Firma üblich ist. Wenn jemand Geburtstag hat oder von längeren Ferien zurückkommt oder es sonst etwas zu feiern gibt, steht man an dem Tag in der Pause zusammen. Und derjenige bringt meist Croissants und Sekt oder Wein mit und man steht zusammen, stösst an und isst und redet zusammen. Gibt es alternative GUTE Ideen?

    Es könnten auch Ideen für eine Kaffeepause sein- aber dann nicht nur Croissants, wenn ich schon nichts "gescheites" zum Trinken mitbringe ("gescheit" aus Sicht der anderen)

    "Wenn du in völliger Akzeptanz lebst mit allem was ist, dann ist das das Ende aller Dramen in deinem Leben. (Eckhardt Tolle)"

    Einmal editiert, zuletzt von Naira (17. Oktober 2024 um 18:45)

  • Wenn sich das für Dich nicht vermeiden lässt…..

    Ein Hefezopf oder ein Nusskranz und neben dran ein Stück Butter mit einem Messer. Kam bei mir immer gut an.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • werde auf jeden Fall auch alkoholfreies Getränk mitnehmen

    "Auch" alkoholfreie Getränke bringt ja jetzt nichts. Das ist als würde ich zum Bier auch noch ein Wasser trinken.

    "gescheites" zum Trinken mitbringe ("gescheit" aus Sicht der anderen)

    Bist Du Dir da sicher? Ich lese schon heraus, dass für Dich etwas "gescheites" auch Sekt wäre.

    Du aber weißt, dass das ja für Dich schlecht wäre. Aus dem Grund fragst Du um Rat.

    Es wäre gut erst die Erkenntnis zu gewinnen, dass alkoholfreie Getränke durchaus auch "gescheit" sein können. Denn das strahlst Du nämlich auch aus. Wenn Du ein schlechtes Gefühl hast, weil es "nur" alkoholfrei ist, spüren das auch die anderen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Wenn es etwas außer Knabberzeugs und Getränke sei soll, würde mir noch Herbst-Deko einfallen. Für jeden einen Holz-Deko-Anhänger oder einen kleinen Glücksbringer. Vielleicht auch für jeden einen Schlüsselanhänger? Das wäre sicherlich mal etwas neues und es braucht wenig Vorbereitung und ist transportabel.

  • Hm vielen Dank erstmal für eure Antworten.

    Es geht wirklich um ein geschäftliches Meeting. Da sind Anhänger etc. eher nicht angebracht. Ist vermutlich schwierig zu verstehen, wenn man die Firma etc. nicht kennt... Es geht mir einfach nur darum, was man bei so einem Anlass statt Alkohol zu trinken anbieten kann ohne sich lächerlich zu machen.

    "Wenn du in völliger Akzeptanz lebst mit allem was ist, dann ist das das Ende aller Dramen in deinem Leben. (Eckhardt Tolle)"

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