Die ersten 2 Bier sind heute geleert worden... Ich denke mehr brauche ich im Moment nicht sagen! Mein Weg war die ganze Zeit richtig.. jetzt muss ich nur noch schauen, dass ich nicht stehen bleibe... Und diesmal wirft es mich nicht mal mehr so aus der Bahn! So weit sind meine Erwartungen herabgeschraubt.. Traurige Realität.
releaseme - Wie soll es weitergehen?
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Guten Morgen releaseme,
du hast deiner Wahrnehmung vertraut und es kommen sehen. Deshalb bist du emotional darauf eingestellt gewesen.
Es tut mir so leid, dass alle Erwartungen eingetreten sind. Doch jetzt bist du vorbereitet. Du bist ihm einige Schritte voraus. Vielleicht kannst du dir kleine Ziele setzten. Schritt für Schritt stetig bergauf.
Du bist so klar und strahlst eine große Stärke aus in deinen Worten. Ich bin mir sicher, du findest den richtigen Weg und der erste Milenstein ist bestimmt schon direkt vor dir. Lass dich nicht vom Weg abbringen. Du darfst trauern und straucheln, das gehört dazu.
Wir lesen dich und begleiten dich.
Ich schicke dir Kraft und Enthusiasmus in dein neues Leben zu starten.LG ☀️
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Hallo releaseme,
ich hab eine ähnliche Erfahrung gemacht mit meinem ersten Mann. Der hatte ein Aneurysma im Kopf das geplatzt ist. Er hatte eine Gehirnblutung. Das war 1989. Er hatte epileptische Anfälle, wodurch das herauskam.
Er hatte so viel Glück, die Blutung hatte gestoppt und er hatte nichts zurückgehalten an Einschränkungen. Damals meinte er, es wäre wohl doch etwas viel mit dem Bier gewesen, er würde jetzt damit aufhören. Damals war mir sein Konsum noch garnicht sooo bewusst. Es muss da noch viel im Hintergrund heimlich abgelaufen sein. Und er erschien mir nicht dauerbetrunken, nur zu Feiern oder so.
Die Blutung hatte damit auch nichts zu tun gehabt.
Das war im Sommer damals. Er trank an Silvester dann wieder das erste Glas Sekt und ab da ging es weiter bergab. Heute weiß ich, dass er da wohl schon abhängig gewesen sein muss und das eine Trinkpause war.
Ich war damals noch nicht so tief in meiner Coabhängigkeit und hab mich nicht getrennt. Es hat mich zwar oft genervt dass er auf Feiern oder am Wochenende so viel und exzessiv getrunken hat. Aber ich dachte da noch, dass wir das gemeinsam hinkriegen und er damit mal aufhören würde. Falsch gedacht...
Es ist echt gut, dass du Nägel mit Köpfen machst. Ich hab noch weitere 18 Jahre dafür gebraucht...
Liebe Grüße Aurora
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Ja liebe Aurora, diese Nägel mit Köpfen- es fühlt sich so an als hätte ich diese Nägel und den Hammer in der Hand, aber ich schaffe es nicht sie rein zu hämmern. Dieser erste Klopfer fehlt mir. Niemand kann das verstehen um mich rum - stell dich hin und sag das wars, ist doch ganz leicht, so die Theorie- aber mittlerweile bin ich mir sicher, dass mein Mann ein Narzisst ist. Das hat nichts mit dieser "Modeerscheinung" zu tun, den dieser Begriff ist ja in aller Munde- nein, er ist wirklich so eine Art Mensch und das schlimme ist, dass ich 18 Jahre lang zufrieden war und glücklich! Aber jetzt sehe ich nach und nach, dass es kein wirkliches Glück war, von Anfang an nicht, ich hatte nur keinen Vergleich wie eine echte liebevolle, glückliche Beziehung auf Augenhöhe ausschaut. Ich war einfach verdammt jung.
Und wie mir bereits geschrieben wurde - man gibt sich irgendwann mit ganz wenig zufrieden, weil man nichts anderes kennt. Z.b. jetzt ist es für mich ein Luftsprung wenn er den Kinder Zähne putzt oder mal mit ihnen spielt..so minimal sind meine Erwartungen. Und ja, ich ich hänge da sehr sehr tief drinnen, nicht nur als Co sondern auch emotional und psychisch. Er behandelt mich wie Luft und leistet sich ein Stück nach dem anderen und trotzdem denke ich "wie soll ich ohne ihn leben? " obwohl ich nichtmal sagen kann, dass da Liebe ist. Es ist so schwer zu begreifen, dass es nie so sein wird wie ich es mir erhofft oder vl auch nur all die Jahre zusammengesponnen hab. Meine Mama meinte- es ist als wäre ich drogenabhängig und obwohl das Zeug (in diesem Fall er) mir nicht guttut und mich zerstört hält man dran fest.
Ein bisschen hat mich gestern bestärkt, dass mich meine Nachbarin, mit der ich immer ein sehr herzliches Verhältnis hatte, angesprochen hat ob es sein kann, dass es mir nicht gut geht. Und ihr ist aufgefallen, dass er sich so sehr vverändert hat auch charakterlich und ich soll auf mich schauen und auf mein Herz hören und sie hat mich so fest gedrückt. Das war wie eine kleine Fessel, die aufgesprungen ist. Es zeigt mir, dass mich meine Wahrnehmung nicht täuscht. Und ja ich finde es auch befreiend weil er sonst nach außen hin immer der Strahlemann war und auf heile Welt gemacht hat, aber niemand weiß was hinter den Mauern abgeht.
Ich bin tatsächlich sehr klar im Kopf und reflektiert und weiß trotzdem nicht wie ich den Fuß vorwärts bewegen soll. Habe überlebt mir jetzt wirklich den Wohnungsmarkt ganz ernsthaft anzuschauen und vl is das dann der Nagel mit dem Kopf der mir fehlt. Hab ursprünglich gedacht, dass ich die nächste Eskalation oder den nächsten Streit abwarte, so blöd es auch klingt, um dann sagen zu können, so das wars..aber das klappt nicht, weil ich ihm in diesen Situationen immer unterlegen bin. Er schafft es jedesmal mich soo runterzudrücken und so eine Schuldumkehr zu betreiben, dass ich danach mit meinem schlechten Gewissen und meinen Tränen zurückbleibe. So wars auch vor 2 Tagen. Er weiß genau, wir er mich dorthin lenken kann wo er mich braucht. Obwohl ich auch so verletzt bin - eine Woche war ich weg und er hat mich nicht gedrückt nach dem Heimkommen, nicht einmal gesagt kommt wieder gut heim, ect.. was brauch ich den bitte noch um meine Ars.. hochzubekommen? Er hat nur gemeint: du hättest mich auch drücken können - und zack - da ist sie wieder die Schuldumkehr und das schlechte Gewissen.
Ja, ich bin jetzt an dem Punkt wo nicht "nur" mehr der Alkohol das Problem ist. Und auch mit "nichts mehr trinken" ist meine Welt nicht mehr in Ordnung. Ich würde es mir trotzdem für die Kinder wünschen, damit er sie wenigstens dann mal anständig betreuen kann. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert.. Und mittlerweile denke ich: vl musste dieser Alkohol in unser Leben kommen, damit ich wach werde und die Chance auf ein neues zweites glücklicheres Leben bekomme. Sonst wäre ich nie aufgewacht. Aber diese Lektion ist verdammt hart.
Habt alle einen schönen Tag und ich danke euch von Herzen!
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Boah releasme. Ich hab das grad so, so gefühlt. Als hätten wir denselben Mann. Das ist schier unglaublich. Ich drück doch mal ganz doll, ich fühle grad sehr mit dir. Ich habe auch so lange auf "die Gelegenheit" gewartet. Und eines Tages kam einfach eine Situation, da hat es sich ergeben. Und ich bin so froh darum, weil ich so lange gehadert habe. Bevor ich im Forum war.
Und diese ewige Schuldumkehr... zum kotzen. Du hättest mich ja auch mal in den Arm nehmen können, du hättest ja auch mal fragen können, du könntest ja auch mal aufhören...
Ey ich fühl dich grad echt so!
Liebe Grüße
Haferflocke
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Ich kann dir sehr das Buch "It's Not you" von Dr. Ramani empfehlen. Ich habe es auf Englisch gelesen, ich glaube aber es gibt ne deutsche Übersetzung.
Und ansonsten empfehle ich dir Therapie. Das hat sehr viel für mich aufgelöst.
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Hallo releaseme,
Ich habe mir eben nochmal deinen Text durch gelesen.
Es tut mir leid, dass er so schnell doch wieder zum Alkohol gegriffen hat.
Die Sucht hat eine echte Supermacht und es ist schwer zu verstehen, warum bei dem einen der Tiefpunkt früher kommt und bei dem anderen nicht. Man denkt sich gerade nach so einer Krankenhaussituation sollte es doch klick machen.
Die Aussage von deiner Mama kommt mir sehr bekannt vor. Diese Aussage wurde zu mir in ähnlicher Form zu meiner jetzigen Situation auch schon gesagt und ich hab damit echt zu kämpfen, weil es so zutrifft.
Auch wenn du vorher keinen Vergleich hattest, heisst es nicht das es Dir nicht mehr passieren kann. Zumindest ist es mir so ergangen.
Ich war vor meinem Partner mit einem Narzissten verheiratet und ich hatte daher den direkten Vergleich.
Mit meinem Partner hatte ich anfangs eine Beziehung auf Augenhöhe. Wir waren wirklich glücklich.
Dann kam schleichend der Alkohol und auch schleichend die Wesensänderung bei Ihm. Als die Zuneigung und Aufmerksamkeit von ihm immer weniger wurde und die Schuldzuweisungen immer mehr, war ich wirklich auf Entzug. Ich hatte regelrechte Entzugserscheinungen. Emotional ausgehungert von der narzisstische Beziehung, war mein Partner damals pures Gold dagegen. Trotzdem war ich sehr vorsichtig was die Beziehung anging. Hatte mir Zeit gelassen.
Er ist kein Narzisst und trotzdem wurde es wieder ähnlich und das durch Alkohol.
Ich war verzweifelt. Ich konnte es einfach nicht verstehen. Ich wollte es einfach nicht wahr haben. Ich habe tagelang nur ins Leere gestarrt oder lag heulend im Bett.
Ich war mit ihm wirklich glücklich. Ich sagte selbst noch zu meiner Mutter "Er ist ein Geschenk". Mir wurde so oft gesagt, da hast du einen tollen und guten Mann an deiner Seite.
Und ja er war ein wirklich toller Mann. Ich war endlich angekommen. Mein Traum. Nie hätte ich gedacht, das wir uns mal so von einander entfernen.
Keiner von Freunden und Familie hätte geglaubt, dass es sich so entwickeln würde.
Mir hat auch ein Buch geholfen das alles nochmal etwas klarer zu sehen und dennoch habe auch ich noch so meine Probleme mit dem wirklichen kompletten los lassen. Auch ich hänge emotional noch sehr drin.
Aber der Alkohol hat ihn verändert. Er wird nie wieder der Mann werden, der er mal war.
Er fehlt mir. Das was wir hatten fehlt mir.
Die Veränderung tut verdammt weh.
Es ist nicht leicht die Vorstellung und Hoffnung von der glücklichen Beziehung aufzugeben.
Aber es wird mit Abstand tatsächlich mit der Zeit leichter.
Es macht mir auch ein Stück weit Angst...will ich das denn wirklich?
Es wird leichter, zwar ganz langsam, aber es wird...
Du hast dich bereits weiterentwickelt. Wenn man weiß, was man für sich will und nicht mehr will, ist man schon ein gutes Stück weiter.
Ich wünsche dir viel Kraft für die weiteren Schritte. Du wirst deinen Weg gehen. Für dich und deine Kinder.
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Ja es ist wirklich sehr sehr schwer. Gerade in diesem Moment bin ich wieder ins Gästezimmer ausgewandert für diese Nacht, weil wir wieder einen heftigen Streit hatten... Es kommt wie aus dem nichts- er hat sich den ganzen Nachmittag nicht mit den Kinder beschäftigt und abends haben sie dann mal gestritten und dann ist er gleich explodiert. Diese Wesenveränderung macht mir sehr hart zu schaffen. Und im Streit wirft er mir dann immer Sachen an den Kopf, die mich immer so zum Nachdenken bringen. Und weil er verbal so gegen den größeren schießt (7 Jahre) - das halte i einfach nicht aus. Da gehe ich sofort dazwischen und dann wird mir vorgeworfen, dass ich mir am Kopf rum tanzen lasse... aber er ist ein Kind!
Mir passe nichts mehr an ihm, er könnte es mir nicht recht machen, er macht deswegen nichts mit den Kindern, weil ich sowieso nur was zum Aussetzen hab, ich mag ihn nicht mehr weil ich ihn nicht mehr umarme etc.. All diese Dinge sagt er mir auf so eine Art, dass ich danach immer da sitze und denke "bin ich wirklich so schlimm, mache ich wirklich so viel falsch"?
Und gleichzeitig stört mich dieser wieder begonnene Alkoholkonsum so so sehr- selbst wenn es nur 2 Bier wären (was sicher nicht stimmt) - das kann ich nicht verstehen, nach dieser Erkrankung. Aber ja, es ist der Beweis, dass er nichts geändert hat. Und dann kommt dauernd "du trinkst ja auch dauernd deinen Kaffee"

Ja, ich bin gedanklich sehr weit und als er heute gesagt hat - "dann müssen wir uns halt scheiden lassen und das Haus verkaufen, wenn dir nicht mehr passt" , dann hab ich drauf gesagt, "dann müssen wir das halt so machen" Das hat er aber gar nicht ernst genommen. Es war echt heftig, dass ich ihm diese Antwort gegeben habe, das hätte ich vor Wochen nicht gekonnt. Aber wenn ich jetzt so alleine daliege weiß ich nicht wie ich mich fühlen soll. Es tut so weh, ich wünschte es wäre alles wie früher, gleichzeitig weiß ich auch, dass es das nicht gibt. Dann hab ich wieder kurz ein schlechtes Gewissen und frage mich ob ich vieles wirklich schlimmer sehe als es ist und ob ich wirklich alles aufgeben will - dann meldet sich wieder mein Gehirn und sagt "lass dich nicht täuschen, vertrau deiner Wahrnehmung das ist keinen normale Beziehung" .. Ich kann oft mit all den Gefühlen nicht umgehen.. Ich weiß dann gar nicht mehr was richtig und falsch is!
Klar würde ich gerne hingehen und sagen- es wird wieder, wir kriegen dass hin... aber das werden wir nicht, denn er wird nichts ändern wollen und ich kann so nicht mehr.
Es is so verdammt hart

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Ja releaseme
Es IST hart.
Für Dich ist es hart, für die Kinder ist es vermutlich kaum auszuhalten. Denn Du hast die Möglichkeit, harte Entscheidungen zu treffen. Sie nicht.
Ich bin mir sicher, Du schaffst das. FÜR Dich und für die Kinder. Du bist schon sehr weit!
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Merken Alkoholiker eigentlich selbst nicht diese Wesensveränderung? Das würde mich mal interessieren. Mich hat diese Woche jemand drauf angeredet, der meinen Mann nur sehr selten sieht und gesagt, was los sei, weil er so anders ist (äußerlich und charakterlich)?!?
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Hallo Release me,
ich komme von der Alkoholikerseite und schreibe daher selten bei den Angehörigen, aber heute ist mir was ins Auge „gesprungen“.Zitatund als er heute gesagt hat - "dann müssen wir uns halt scheiden lassen und das Haus verkaufen, wenn dir nicht mehr passt" , dann hab ich drauf gesagt, "dann müssen wir das halt so machen" Das hat er aber gar nicht ernst genommen.
Genauso war es damals bei meinem damaligen Mann und mir auch - fast genau diese Worte. Und die Haltung dahinter.
Ich bin so froh, dass ich mich getraut habe, nicht nur das zu sagenZitat"dann müssen wir das halt so machen"
sondern das auch durchzuziehen.
Das war echt schwer. Weil er nämlich, als er merkte, dass er mich wohl endlich doch mal ernst nehmen musste, nochmal richtig aufgedreht und alle Register gezogen hat.Diese Art Mann (wie meiner damals) mag nämlich nicht „verlieren“.
Aber es lohnte sich so sehr, endlich für mich einzustehen und ihn (und mich) beim Wort zu nehmen und mich zu trennen.Viele Grüße und alles Gute dir!
Thalia
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Danke!
Nach dem Streit zuerst ist er nicht im Schlafzimmer! Es ist das erste Mal, dass er in einem anderen Raum schläft. Obwohl ich die ganze Zeit die Trennung im Kopf abspiele, bin ich jetzt ganz schön am Zittern, wenn ich dran denke, dass wirklich das Ende nicht weit ist. Kennt jemand dieses Gefühl? Da schreit schin fast wieder die Stimme im Kopf "Rückzug" oder "Vl machst du einen Fehler"... Das ist soo gemein an diesen Suchterkrankungen - man "muss" sich trennen, weil es anders nicht zu ertragen ist und obwohl man sich das Leben gemeinsam so schön ausgemalt hat. Und das schlimmste ist dass ich mich nicht mal mit ihm an den Tisch setzen kann zum Reden weil es 1.nichts bringt (er will nicht ohne Alk leben, und wenn er nur 1 oder 2 hat am Tag, aber auf die verzichtet er nicht, diese Menge wird er aber so oder so nicht einhalten können) und 2. sitzt da nicht mehr der Mann den man kannte.
Man kann also nur verlieren und hat eigentlich gar keine Chance zu kämpfen... Das macht mich gerade sehr fertig!
Aber ich werde nicht die einzige sein die so fühlt..
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Merken Alkoholiker eigentlich selbst nicht diese Wesensveränderung? Das würde mich mal interessieren. Mich hat diese Woche jemand drauf angeredet, der meinen Mann nur sehr selten sieht und gesagt, was los sei, weil er so anders ist (äußerlich und charakterlich)?!?
Ist es vielleicht nicht auch so, dass der Alkohol irgendwann dann doch das wahre Wesen des Trinkers zum Vorschein bringt? "In vino veritas" ist die eine Sache; bei mir merkte ich schließlich und endlich aber auch, dass ich mich mit einer gewissen Menge intus nicht mehr verstellte (oder mich nicht mehr zusammenriss, könnte ich auch sagen)... Das bekam ich auch immer wieder mal von anderen zu hören... und nach wie vor sehe ich es auch beim einen oder anderen, dass ab einem Pegel die Fassade bröckelt...
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Guten Morgen releaseme,
Es tut mir sehr leid, wie sich das gerade bei Euch weiterentwickelt hat.
Fühl dich mal gedrückt.
Obwohl ich die ganze Zeit die Trennung im Kopf abspiele, bin ich jetzt ganz schön am Zittern, wenn ich dran denke, dass wirklich das Ende nicht weit ist. Kennt jemand dieses Gefühl? Da schreit schin fast wieder die Stimme im Kopf "Rückzug"
Das Gefühl, was du hier beschreibst kenne ich sehr gut.
Wie oft lag ich im Bett und hab mich gefragt, ob ich übertrieben habe. Es alles nicht so schlimm ist und die Stimme im Kopf immer lauter schrie, Entschuldige dich... bieg das wieder hin...
Und sehr oft habe ich versucht die Wogen wieder zu glätten.
Aber die Gereiztheit gegen die Kinder, die ständige Schuldumkehr wurden nicht besser, sondern immer schlimmer.
Der Traum vom glücklichen, harmonischen zusammen leben und der Wunsch, das alles wieder gut wird, rückten immer mehr in weite Ferne.
Man kann also nur verlieren und hat eigentlich gar keine Chance zu kämpfen...
Und genau dieses Gefühl kenne hier viele nur zu gut. Du kämpft, du hoffst...aber du hast keine Chance.
Die Erkenntnis, das man einen Menschen nicht gesund Lieben kann und auch das Gefühl, das bei dem Partner keine Liebe mehr vorhanden ist - er muss doch sehen, wie sehr die Familie daruntet leidet, warum ist ihm das alles egal- ist unerträglich.
Diesen Kampf, den Menschen, den man kennen gelernt hat, wieder zurück zu holen kann man tatsächlich nicht gewinnen.
Ob Alkoholiker ihre Wesensänderung selbst bemerken? Ich weiß es nicht. Eine Frage die ich mir auch oft gestellt habe?
Ich vermute eher nicht, in seiner Wahrnehmung hat er ja nix falsch gemacht und denkt er wäre im Recht.
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Mir passe nichts mehr an ihm, er könnte es mir nicht recht machen, er macht deswegen nichts mit den Kindern, weil ich sowieso nur was zum Aussetzen hab, ich mag ihn nicht mehr weil ich ihn nicht mehr umarme etc.. All diese Dinge sagt er mir auf so eine Art, dass ich danach immer da sitze und denke "bin ich wirklich so schlimm, mache ich wirklich so viel
Guten Morgen releasme,
DIeses Gefühl kenne ich zu gut! Dass man immer die Schuld bei sich selber sucht. Und auch die Angst, dass es dann bald wirklich so weit ist. Ich habe jetzt einen Termin bei der Anwältin vereinbart, und fühle mich wie eine grauenhafte Verräterin. Als würde ICH alles weg werfen was wir uns aufgebaut haben. Aber da muss ich jetzt durch. Ich weiß dass ich so, wie es zuletzt war, nicht weiter leben kann. Mir und meinen Kindern zu Liebe.
Trotzt allem wünsche ich dir einen schönen Tag ❤️
Liebe Grüße
Haferflocke
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Nachdem er ja diese Nacht in einem anderen Zimmer geschlafen hat - Auslöser war ja gestern, weil der große zur kleinen Schwester im Streit gesagt hat "ich mag dich nicht mehr als Schwester " und mein Mann da völlig ausgetickt ist und ich dazwischen bin, ich meine es sind Kinder!!!!- Ist er heute früh auf und so hab ich ihn noch nie gesehen. Eiskalt, emotionslos. Dann is er zu den Kindern zum Frühsrtücktisch, hat die kleine gedrückt und Küsschen verteilt, den großen (7J) hat er nicht mal angesehen, kein Wort gesagt. Der hat dann schrecklich geweint obwohl er dann gleich zur Schule musst. Dann bin ich hinterher und er is völlig ausgetickt, dass der Junge mal nachdenken soll was er sagt etc.. dann is er nochmal zurück hat sich was geholt und gesagt "behalte dein blödes Haus ich bin weg".
Er hat heute früh einen Trümmerhsufen hinterlassen , ausgetrage am Rücken eines 7.Jährigen.
Das ist für mich eine absolut rote Linie gewesen. Wie soll man sowas nochmal glätten? Ich denke dass ist jetzt das Ende. Es geht mir körperlich echt schlecht gerade und i weiß nicht wie ich die Situation gerade aushalten und managen soll.... aber gegen das eigene Kind zu schießen...Ich erkennene diesen Mann nicht wieder...
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Guten Morgen,
Ich denke schon, dass Alkoholiker und auch Drogenabhängige eigene Veränderungen merken. Sucht hat aber viel mit Verleugnung zu tun. Und im Konflikt geht es ja oft auch ums Recht haben und Schuldzuweisungen Wenn ich Xy auf "die guten alten Zeiten" ansprach, in denen ich ihn ganz anders erlebt hab, viel offener, herzlicher, auch entspannter, meinte er selbst, dass er sich seit damals total verändert hat, viel gereizter, fahriger geworden ist, der Kopf kaum noch zur Ruhe kommt, er oft am liebsten nur schlafen, nichts mehr mitkriegen würde. Da spielte seine Droge natürlich mit rein und ist vermutlich nicht vergleichbar mit vielen anderen, will auch nur sagen: Wahrnehmen tut er das auf jeden Fall.
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Hallo releaseme ,
meine Nachricht eben überschnitt sich mit Deiner., die hab ich erst danach gelesen.. Es tut mir sehr leid, und ich kann mir vorstellen, wie Du Dich fühlst. Mein erster Gedanke dazu: Lass ihn ziehen. Er kommt mit sich selbst nicht mehr klar und - genau wie Du schreibst - trägt es auf dem Rücken der Kinder aus. Die müssen geschützt werden. Das funktioniert im gemeinsamen Haushalt nicht mehr, auch wenn Du zurecht immer wieder Partei für Deinen Sohn ergriffen hast. Hol Dir alle Unterstützung, die Du bekommen kannst.
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Guten Morgen zusammen,
Sucht hat aber viel mit Verleugnung zu tun. Und im Konflikt geht es ja oft auch ums Recht haben und Schuldzuweisungen
Genau so habe ich es erlebt und erlebe es weiter. Früher habe ich mich immer gefragt, woher diese Verbissenheit kommt (bei meinem Mann) vorrangig die Schuldfrage zu diskutieren, und nicht nach Lösungen zu suchen, egal welches Thema. Wenn ich angesprochen habe, dass ich mich nicht gut fühle und mit Sorgen mache, hat er das Gespräch schnell in die Schiene „ah so, da bin ich wieder der Schuldige/ du bist anscheinend die Bessere von uns..“ gelenkt. Ich hatte die Wahrnehmung, ich diskutiere mit einem unreifen Mann mit Trotzreaktionen eines 4 jährigen.
releaseme dazwischen bin ich auch gegangen, weil ich gemerkt habe, dass mein Mann nicht fair zu dem Kind ist. Ist jedoch für alle verwirrend so ein Verhalten, und keine gute Schule für das Kind. Ich konnte es nicht sein lassen, da ich viel Manipulation gesehen habe (bewusst oder nicht bewusst) in Richtung Kind. Ist aber letztendlich keine Situation, in welcher ein Kind aufgewachsen sollte.
Liebe Grüße Ino -
Hallo releasme,
Du hast dich schützend vor dein Kind gestellt und das hast du genau richtig gemacht.
Einem Kind mit Liebesentzug zu bestrafen ist tiefste Manipulation, nicht nur deinem Kind gegenüber sondern auch Dir. Ich bin mir sicher, dass dein Mann weiß, dass diese Art nicht nur dein Kind verletzt, sondern auch dich. Auf diese Art bestraft er euch gerade beide.
Gott, wie kommt mir diese Situation bekannt vor. Allerdings tatsächlich eher aus der Ehe mit meinem Narzisstischen Ex.
Du hast richtig gehandelt und dein Kind geschützt. Respekt.
Das diese Situation dir zu schaffen macht und du gerade nicht weißt wie du das alles bewältigen und aushalten sollst ist mehr als verständlich.
Kannst du vielleicht heute zu deinen Eltern, damit du nicht ganz alleine bist?
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