Perdita - Leben, Teil II

  • Hallo Nayouk,

    es geht mir gut, man könnte beinahe sagen, sehr gut. Mein Leben plätschert zur Zeit geruhsam vor sich hin ohne grosse Aufregungen. Ich habe inzwischen auch einen Umgang mit dem Suchthirn gefunden, der für mich ganz gut klappt, nachdem ich beide Vorgehensweisen, über die ich hier öfters lese, ausprobiert habe. Zuende denken oder keine Diskussion. Es ist dann keine Diskussion bei mir geworden.

    Was soll ich auch gross mit ihr diskutieren, ausser Alkohol trinken hat diese Stimme ja keine Vorschläge, wie ich mich verhalten könnte, oder was ich tun sollte. Sehr vorhersehbar also, die Meinung der Suchtstimme, deswegen wird sie immer gleich aus Diskussionen rausgeworfen. "Du hältst die Klappe, du Krankheit!" und dann trollt sie sich auch wieder.

    Ansonsten bin ich wohl etwas unbequemer im Umgang geworden, weil mir nicht mehr alles egal ist und ich mehr für mich einstehe, aber da muss mein Umfeld jetzt durch :)

    Mein Vorsatz, hier viel mehr zu schreiben und nicht nur zu lesen ist sehr schnell verpufft, aber ich weiss einfach nicht was ich schreiben soll. Wenn ich hier lese, mit was für Problemen andere (vorallem auch in ihrem Umfeld) zu kämpfen haben, fühlt es sich für mich irgendwie albern an, wenn ich hier immer nur reinschreiben würde, dass es mir aktuell gut geht.

  • ich bleibe misstrauisch und wachsam. Aber auch froh, nüchtern zu sein!

    Sehr gut, Perdita!

    Und wenn für Dich das Mitlesen für Deine Trockenheit ausreicht, dann ist es so. Solange alles im grünen Bereich ist und Du Dich sicher fühlst in Deiner Abstinenz, dann ist das ok.

    Wenn die Saison Mitte April startet, und Du unsicherer wirst, oder doch Suchtdruck verspürst, weißt Du, wo Du uns findest und kannst Dich mehr austauschen.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Hallo Perdita,
    Das hört sich doch gut an.

    Das Schreiben hat ja zwei Funktionen, einmal möchte ich mich mitteilen, dadurch kann ich Reaktionen bekommen, die ich so nicht in meinen Gedanken berücksichtigt habe und ich kann sie für mich weiterdenken. Zweitens kann ich durch das Niederschreiben meine eigene Reflektion vertiefen und auch dabei kann ich feststellen, ob das alles schlüssig ist, was ich mir zurechtgelegt habe.
    Du bist gerade dabei, dein Inneres stärker wahrzunehmen und handelst danach, das finde ich gut.
    Ich habe mich im ersten Jahr intensiv mit mir auseinandergesetzt und es gab intensivere und weniger intensive Phasen.
    Du bestimmst, was du schreibst und wie oft du schreibst und so wie Elly angemerkt hat, wenn ich spüre, dass sich etwas entwickelt, was mich unruhig oder unsicher macht, dann gehe ich dem nach und dabei hilft mir der Austausch hier.

    Viele Grüße
    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Guten morgen,

    irgendwas ist mit mir los, und ich verstehe nicht so wirklich was. Ich bin total genervt von den allerkleinsten Dingen, und das schon seit Tagen. Ich wache gut gelaunt auf, habe Pläne für den Tag, aber sobald ich meinen ganz persönlichen Bereich verlasse und in Kontakt mit den andern komme werde ich gleich schlecht gelaunt. Ich habe mir zum Beispiel heute morgen gesagt: "die Sonne scheint, du hast lauter schöne Aufgaben, die du heute erledigen kannst, bleib einfach ganz bei dir."

    Und jetzt bin ich innerlich schon wieder ganz angespannt und genervt. Wegen völlig banaler kleinen Dingen (wir reden hier von sowas wie Küche nicht aufgeräumt usw...) Ich frage mich, warum mich das dermassen aus der Bahn wirft, so kenne ich mich gar nicht.

    Eine gute Freundin aus der Heimat war für zwei Wochen zu besuch, hat aber nicht in meiner Anwesenheit Alkohol getrunken. Früher haben wir öfters mal ne Flasche Wein oder zwei zusammen getrunken, kann es sein, dass da irgendwas nachwirkt? Ich kann mich an eine Begebenheit erinnern, da wollten wir abends eine Aktivität machen, der Vorschlag kam von ihr, aber schlussendlich haben wir es dann doch nicht gemacht, weil wir beide keine Lust drauf hatten. Mir ist dann aufgefallen, dass es eine Aktivität war, bei der wir früher Wein dazu getrunken hätten, sozusagen eine Alibi-Aktivität, die ohne Alkohol natürlich keinen Sinn mehr machte.

    Wir/ich haben das aber nicht weiter thematisiert. Vielleicht hat dieser Besuch doch mehr in mir ausgelöst, als ich dachte.

  • Hallo Perdita,

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es der Besuch war. Während deine Freundin da war , konntest du nicht trinken, sie wusste Bescheid und hätte etwas gesagt. Jetzt bist du alleine mit deinen Erinnerungen und niemand passt auf dich auf.

    D.h. du könntest ja trinken.... Machste aber nicht!!

    LG Matcha

  • Eine gute Freundin aus der Heimat war für zwei Wochen zu besuch,

    So ein langer Besuch schon eine Herausforderung, Perdita. Du hast Dich vielleicht auch oft als "Animateur" gesehen, oder ist sie auch mal eigene Wege gegangen?

    Du bist seit schon 4 Monaten abstinent und trotzdem erst seit 4 Monaten abstinent. D.h. Dein Körper und auch Deine Seele brauchen Zeit, damit Du wieder auf den normalen Level kommst.

    Ich brauchte am Anfang und auch heute noch, viel Zeit für mich. Mich würde jetzt ein so langer Besuch auch total stressen.

    Hinzukommt, dass sich mit der Abstinenz einiges verändert. Ich habe u.a. mit einigen Freunden/Bekannten den Kontakt eingeschränkt, bzw. der Kontakt hat sich verändert, weil ich mich verändert habe. Ich treffe mich heute eher auf einen Kaffee um die Mittagszeit und nicht mehr abends, z.B.

    Viele berichten hier im Forum davon, dass sich die Freundschaften verändern. Und im Grunde ist das auch logisch, Du hast es ja auch schon festgestellt.

    Das nächste Mal kann die Freundin vielleicht etwas kürzer zu Besuch kommen, das wäre doch auch eine Idee.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Vielen Dank für eure Antworten, es ist mir klarer geworden, warum ich mich jetzt und während dem Besuch der Freundin so verhalten habe, wie ich es getan habe.

    der Kontakt hat sich verändert, weil ich mich verändert habe.

    Manchmal sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht... Ja, ich habe mich verändert, oder bin auch immer noch dran, aber diese Veränderungen sind noch neu, weswegen ich sie wahrscheinlich so unbeholfen verteidigt habe. Warum ich so unverhältnissmässig heftig auf kleine und grössere Störungen in meinem neuen Gefüge des Alltags reagiere. Sie sind noch nicht gefestigt genug, dass ich da ganz gelassen drüber weg sehen kann.

    Ich hatte vor mehreren Wochen geschrieben, dass die Zeit der Einkehr nun vorbei sei und ich mich nun schütteln und ins pralle Leben eintauchen könne. Das war vielleicht doch etwas verfrüht für mich, zumal ich noch nie ein Partylöwe war und am liebsten für mich alleine bin und vor mich hinwerkel.

    und niemand passt auf dich auf.

    Meine Freundin war sehr rücksichtsvoll und wir haben auch viel über (meine) Alkoholsucht geredet, aber zum Glück machte sie keine Anstalten, auf mich aufpassen zu wollen. Ich würde das als Übergriffig empfinden, wenn sich jemand als mein Aufpasser aufspielen würde. Meine Sucht, meine Abstinenz! Für mich kann es nur auf Dauer funktionieren, wenn mein Wille zur Abstinenz aus mir heraus kommt. In diesem Sinne:

    D.h. du könntest ja trinken.... Machste aber nicht!!

    Genau so :thumbup:

    Heute versuche ich mich mal in etwas mehr Gelassenheit, ich wünsche euch allen einen schönen Tag.

  • Heute Nachmittag stand plötzlich ein Paar auf der Matte, Überraschungsbesuch. Sie waren mit ihrem Bus unterwegs, und hatten von Freunden von diesem Ort gehört, ob sie heute Nacht hier bleiben können? Das konnten sie, Überraschungsbesuch kommt immer mal wieder vor, normalerweise trägt das nicht auf, wenn sowieso Leute/Gäste hier sind.

    Heute waren sie jedoch die einzigen und ich überhaupt nicht darauf vorbereitet, wie ich gleich reagieren soll, falls sie mit einer Weinflasche als Dankeschön zum Abendessen aufkreuzen. Genau das haben sie getan. Ich bin in die Küche geflüchtet und habe mich dort versteckt, unter dem Vorwand zu kochen.

    Keine sehr erwachsene Reaktion, ich weiss. Während ich in der Küche war, erklärte einer der andern, als es darum ging, die Flasche zu öffnen: "wir trinken keinen Alkohol mehr." "Alle??" "Ja, alle." War dann kein Problem für den Überraschungsbesuch, die Flasche wurde weggestellt und ich konnte wieder aus meinem Versteck kommen.

    Tja, soviel dazu, dass ich dachte, ich könne souverän auf die Situation reagieren, dass Leute ein Glas Wein zum Abendessen trinken...

    Ich wusste überhaupt nicht, was ich sagen soll! Ich wollte nicht unhöflich sein, und sie mit ihrem Wein zurückweisen. Mit erschrecken stelle ich fest, dass ich noch weit davon entfernt bin, für mich einzustehen.

  • Hi Perdita,

    Du hast gemerkt, dass Du aus der Situation rausmusst und das ist völlig OK.

    Ich habe mal gelernt, es ist alles erlaubt, was einen trockenhält, ausser einer Straftat.

    Ja, sicher willst Du das noch souveräner hinkriegen und das wirst Du auch. Ist ja ein Lerneffekt,
    Und die Zeit ist Dein Freund, und Du hattest keinen Rückschritt. Musst nicht von vorne anfangen.

    LG LK

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Hallo Perdita,

    es ist gut gegangen und du bist um eine wichtige Erfahrung reicher.
    Du hast es schnell erkannt und dein Suchthirn war wohl genauso überrascht.
    Aber genau das sind die gefährlichen Situationen.
    Ich bin überrumpelt und vor lauter Höflichkeit stelle ich mich selbst hinten an und trinke ein Glas mit?
    Du kannst damit rechnen, dass es dir wieder passieren wird.
    Wie willst du dich in Zukunft vor einer Affekthandlung schützen?

    Ich finde es gut, dass du es hier niedergeschrieben hast👍

    Viele Grüsse

    Nayouk

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Vielleicht solltest Du alles nochmal überlegen, immerhin hast Du scheinbar, bis es losgeht mit der Urlaubssaison, noch 10 Wochen Zeit.

    Und zack ist die Saison schon da, Perdita!

    Nicht umsonst schreiben wir oft, dass man das erste Jahr Situationen meiden soll, die mit Alkohol zusammenhängen.

    Leider ist nicht jeder so selbstbewusst und weist ein Getränkeangebot ab. Sei es aus Scham oder auch aus Verbindlichkeit des Gastgebers oder der Gäste wegen.

    Ich wusste überhaupt nicht, was ich sagen soll! Ich wollte nicht unhöflich sein, und sie mit ihrem Wein zurückweisen. Mit erschrecken stelle ich fest, dass ich noch weit davon entfernt bin, für mich einzustehen.

    Höchste Zeit, Dir eine Strategie einfallen zu lassen. Am besten ist es, wenn Du ganz selbstverständlich sagt, dass Du keinen Alkohol trinkst. Es hat niemand etwas anzugehen, warum Du keinen Alkohol trinkst, da muss man sich nicht für rechtfertigen. Ich trinke keinen Alkohol und fertig!

    Wenn es für Dich nicht umsetzbar ist, dann bleibt noch der Rückzug, aber nicht so wie diesen Tag, sondern dann doch eher der Rückzug in die Heimat?

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Genau das haben sie getan. Ich bin in die Küche geflüchtet und habe mich dort versteckt, unter dem Vorwand zu kochen.

    Perdita, ich fühle das gerade so sehr mit dir.

    In meinem ersten Jahr hatte ich eine ähnliche Situation und war völlig überfordert damit und wie ich reagieren soll. Das war sogar ähnlich wie bei dir nach etwa vier Monaten Trockenheit. Mir hat jemand eine Flasche geschenkt und ich habe sie angenommen, weil es mir zu peinlich war, sie abzulehnen. Ich habe dann auf meinen Freund gewartet, der eh schon auf dem Weg war, und sie ihm direkt in die Hand gedrückt mit der Bitte, sie sofort in seinem Auto verschwinden zu lassen.

    Damals war ich noch auf recht wackligen Beinen meiner Trockenheit. Heute würde ich damit souveräner umgehen.

    Ich stehe zu meiner Krankheit und meiner Trockenheit. Mit einem freundlichen "das ist lieb gemeint, aber ich trinke keinen Alkohol" würde ich die Flasche heute gar nicht mehr annehmen.

    Das erst Jahr ist alles noch sehr neu und mit manch einer Situation war ich wirklich noch etwas hilflos. Dann habe ich mich, wie du auch, hier an das Forum gewandt und viele tolle Berichte von länger Trockenen bekommen.

  • Guten Morgen, die Situation mit dem Überraschungsbesuch und dem Wein als Gastgeschenk hat bei mir dazu geführt, dass ich mir gerade eine kleine Küche in mein Haus baue.

    Es hat zwar auch nachträglich keinen Suchtdruck ausgelöst, aber ich habe mir schon Gedanken über diese Situation gemacht.

    Ich bin überrumpelt und vor lauter Höflichkeit stelle ich mich selbst hinten an und trinke ein Glas mit?
    Du kannst damit rechnen, dass es dir wieder passieren wird.

    Leider ist nicht jeder so selbstbewusst und weist ein Getränkeangebot ab.

    Mein erster Impuls war, das empört von mir zu weisen, natürlich würde ich ablehnen! Aber weiss mans? Wenn es mich in einer schlechten Stimmung erwischt? Und mein zweiter Impuls war in Verteidigungshaltung zu gehen: "ja, aber, es war das erste Mal seit meiner Abstinenz, dass ich mit einer Alkohol-Situation konfrontiert war und ich hatte nicht vor, ein Glas anzunehmen usw."

    Aber vor wem oder was soll ich mich denn verteidigen? Es ist so, wie ihr geschrieben habt, solche oder ähnliche Situationen werden wieder kommen, und ich brauche eine Strategie, darauf zu reagieren. Das wird sein, von Anfang an klar zu stellen, dass ich keinen Alkohol trinke, damit das einfach ein Fakt ist den jeder kennt. Und für mich persönlich ist es auch ok zu sagen, warum.

    Diese Strategie geht aber immer von einsichtigen Menschen aus, die "normal" Alkohol trinken. Und da kommt nun meine Küche ins Spiel: Falls es irgendwann eine Gruppenzusammensetzung geben sollte, in der viel getrunken wird, oder falls ich mich auch einfach so wackelig auf meinen abstinenten Beinen fühle, werde ich mich abends komplett rausnehmen aus dem laufenden Betrieb.

    Sobald ich meine Küche fertig habe, ist mein Haus hier dann ein komplett unabhängiges Haus. Und es hat sich eine Frau angemeldet, die gerne gegen Unterkunft und Verpflegung für alle kochen möchte, damit bin ich von dieser Aufgabe entbunden.

    Es geht mir zur Zeit soweit ganz gut, seit ich an meiner eigenen Küche arbeite nerve ich mich auch nicht mehr über den Zustand der allgemeinen Küche. Ich konnte so das "angry" aus der HALT-Regel kleiner machen, auch gut!

  • das nenn ich mal nägel mit köpfen. prima, und keine angst vor der wahrheit. ich sag es auch wenn nötig. so mancher guckt mich dann erschrocken an weil ich so gar nicht in ihr weltbild eines alkis passe aber mehr auch nicht. säufer erkennst du an der nachfrage "wie gar nicht mehr" oder "ach, einer geht immer." damit ist schon mal vorsortiert. wirklich nachgefragt hat noch nie jemand. in gesprächen ist es dann schon ab und an thema geworden, so wie man halt über den urlaub oder die kinder erzählt. wer mich mag dem ist es wurscht, wer mich nicht mag wird sich dran hochziehen, hätte aber auch jeden anderen grund genommen. für meinungen kann ich mir nichts kaufen.

    das du dir jetzt deinen rückzugsort schaffst ist super. auch die küchenhilfe. damit hast du sehr wichtige schritte gemacht. nach einiger zeit, wenn sich deine trockenheit auf stabile füße gestellt hat wird da auch noch mal einiges anders. aber das bestimmst einzig und allein du, denn dir muß es damit gut gehen. prima entscheidungen.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Das finde ich auch richtig toll, was du für dich machst und wie du es machst.
    Ich freue mich für dich.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Guten Morgen,

    mir geht es die Tage gut, ich bemerke so langsam erste Überschreibungen in meinem Hirn. Vor ein paar Wochen hatte ich oft aufblitzende Gedanken an Alkohol wenn das Wetter ungewöhnlich warm und sonnig war und ich den ganzen Tag draussen arbeiten konnte. Das hat nachgelassen, auch "16 Uhr" beginnt langsam zu verblassen (meine ehemalige Startzeit mit Bier), es gab in der letzten Woche sogar Tage, da kam und ging 16 Uhr von mir unbemerkt!

    Aber dieses Ding mit der Selbstfürsorge ist ja ein weites Feld... Ich habe seit Wochen Gelenkschmerzen, erst dachte ich, ja nun, Umstellung auf abstinent, vielleicht hatte ich die schon immer, und bloss nicht bemerkt, weil ich entweder besoffen oder verkatert war. Dann dachte ich, vielleicht ist das normal? Ich gehe jetzt auch auf Mitte Vierzig zu, und das sind diese vielbesungenen Zipperlein die nun anfangen?

    Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe es gegoogelt, an der mangelnden Bewegung kann es nicht liegen, es muss die Ernährung sein. Und es ist nicht so, dass ich da mal was wegfallen lassen müsste, meine Ernährung besteht ausschliesslich aus Sachen, die man meiden sollte.

    Seit drei Tagen versuche ich nun meine Ernährung umzustellen. Gesunde Sachen und so. Seufz. Ich wünsche euch allen einen schönen Samstag, ich geh jetzt mal, ich weiss nicht, einen Apfel essen?

  • Hallo Perdita,

    ich bin etwas älter als du, aber in dem Alter ging das bei mir los mit ersten Wechseljahrsbeschwerden, u. a. Gelenkschmerzen. Das hatte bei mir mit der beginnenden Hormonumstellung zu tun. Bei mir wurde dann eine Knochendichtemessung wg. möglicher Osteoporose gemacht.
    Gelenkschmerzen können viele Ursachen haben. Ich drücke dir die Daumen, daß du der Sache auf die Spur kommst.
    Viele Grüße, Linde

    You can't wait until life isn't hard anymore before you decide to be happy.

    - Nightbirde

  • Hallo Linde,

    die Wechseljahre könnten es natürlich auch sein! Mit googeln komme ich in diesem Falle nicht weiter, ich habe einen Termin bei meinem Hausarzt gemacht. Den werde ich erst Mitte Mai sehen, wenn ich eine Woche in der Heimat bin, bis dahin bleibe ich einfach mal bei meiner neuen Ernährung.

    Wie R/no auch geschrieben hat, falls sich die Gelenke nicht freuen, dann doch sicher die Leber, oder auch sonst jemand in meinem Körper, mal ein Vitamin C oder zwei anzutreffen.

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