R/no - "lauf R/no lauf"

  • Und ich erwarte hier keine Beziehungstipps, es tut nur gut es mal loszuwerden

    und genau das ist hier der sinn, das du jemanden hast dem du alles erzählen kannst und der versteht was in dir vor geht. hier sind die beziehungsgeschichten genau so vielflältig wie überall im leben, ergo wirst du auch immer jemanden finden der mit dir im selben boot sitzt und versteht. dafür sind wir hier. um uns zuzuhören und uns gegenseitig vom saufen abzuhalten. der rest ist leben.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Hi TM,

    ich freue mich das Du wieder schreibst! Denn ich hatte mir auch schon Gedanken gemacht.

    Zu allem was Du geschrieben hast schreibe ich erstmal nichts weil eigentlich alles schon geschrieben ist. Ich wünsche Dir das Du hier einen Weg findest wie Du Dich für Dich am Besten austauschen kannst.

    Ein Gedanke ist mir noch gekommen. Dein Faden hier im offenen Bereich bleibt doch. Es können sich also auch Alle aus dem offenen Bereich zu einem Thema aüssern, wenn Du hier Du das hier in Deinem Faden schreibst. Kann aber sein das ich das auch falsch verstanden habe.

    Liebe Grüße

    Kazik

    Liebe Grüße Kazik

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    abstinent seit 10.12.2024 / Heute trinke ich nicht.

  • Hallo, heute ist ein echt schlechter Tag der eigentlich gut angefangen hat. Ich hab mir eine Kreissäge gekauft, zubehör für meine Fräse und gute Stechbeitel...ein Gespräch mit xy hat meine positive Stimmung aber komplett zerstört.

    In unserem Gespräch sind wieder Vorwürfe gefallen wie, immer geht es nur um Dich, MRT hier MRT dort, Alkohol, seit ich nicht mehr trinke würde ich mich als einen besseren Menschen sehen als die anderen....

    Ich hab das Thema Alkohol seit dem 1.1. aber vielleicht dreimal angesprochen. Ich hab ihr und niemandem das Trinken madig gemacht, wenn ich versuche zu reden endet es immer im Hass, sie wirft mir Sachen vor und ich bin dann auch nicht besser, wie beim Ping Pong.

    Nun sitz ich hier, mir ist kalt und ich bin absolut niedergeschlagen, saufen kann ich ja nicht mehr und will es auch nicht mehr, denn ich muss ja möglicherweise in meinen Garten ziehen und da sind noch ein paar Dinge zu erledigen außerdem ist meine Beingeschichte zwar um einiges besser aber ich habe noch Probleme mit der Koordination, ich weiß noch immer nicht an was es liegt aber Alkohol ist da bestimmt nicht hilfreich.

    Wie ihr seht geht bei mir wieder alles Bergab🙄gestern habe ich noch unsere Nebenkostenabrechnung bekommen und das hätte einen normalen Vater zur Flasche gebracht...ich meinte heute aus einer Emotion heraus sie kann das Sorgerecht ganz haben und sie gibt mir den Garten und lässt mich in ruhe, ich weiß nicht genau ob das eine gute idee wäre, ein trockener Frischling ganz alleine in seinem Gartenhaus, ich hab da das Bild von Spitzweg vor augen "Der arme Poet"

    Ich versuche mich mal zu fangen und melde mich wieder, es tut mir auf jedenfall gut hier zu schreiben so kommt gar nicht erst der Gedanke auf zu trinken, ganz tief in mir stand er aber schon bereit, darum war mir wahrscheinlich so kalt.

    Danke ans Forum

  • Gestern hatte ich Dich gefragt, ob Deine Frau öfter gemeinsame Gesprächstermine platzen lässt.

    Das Andere, meine Frau hatte das mal so ausgedrückt:
    Als Du noch gesoffen hast, war das eine Belastung, und jetzt wo Du aufgehört hast, muss ich schon wieder Rücksicht nehmen und Du bist dünnhäutig und empfindlichg etc.

    Ich habe mich absolut selbst mit dem Aufhören beschäftigt, aber dadurch war ich eben auch sehr mit mir selbst beschäftigt.

    Angehörige hoffen halt oft, kannst Du hier auch regelmässig lesen, das Kerlchen hört mit dem Saufen auf und wie durch ein Wunder ist plötzlich alles gut. Ist es in der Regel nicht.
    Womit ich wieder bei der Frage nach den Gesprächen bin.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • hallo topfmann

    ganz ehrlich, wenn ich so lese was deine frau so treibt hab ich den eindruck das sie gar nicht will das du aufhörst. sie scheint angst davor zu haben das du deinen eigenen willen durchsetzt. scheint ja bisher immer nach ihrem kopf gegangen zu sein und das sieht sie bedroht.

    mal im ernst, ist es das was du willst? was wäre denn konkret wenn du dich trennst. laube wäre eine übergangslösung schätze ich mal. dann ne kleine wohnung suchen, hobbys wieder anfangen, handwerk wie ich deine einkäufe verstehe. in ruhe etwas schnitzen oder einen schrank bauen? keinen streit mehr, wenn es bald wärmer ist mit den nachbarn tratschen, im garten was anbauen. vielleicht einen kurs in der volkshochschule im das handwerk noch besser zu können, oder gar selbst einen geben und andern das wissen weiter geben. und du hast keine streit. und nüchtern findet sich sicher auch der ein oder andere flirt wenn dir danach ist. wäre das nu wirklich so eine katastrophe?

    klar wären damit auch probleme verbunden, und sicher auch die ein oder andre üble szene, aber du hättest eben auch sehr viel gutes. denk es in ruhe durch. der ewige zank muß jedenfalls mal enden, so oder so.

    Alkohol ist ein prima lösungsmittel es löst familien arbeitsverhältnisse freundeskreise und hirnzellen auf.
    trocken seit 18.10.2001

  • Das klingt sehr verfahren.
    Bei dir lese ich heraus, dass du trotz deiner Alkoholkrankheit vieles unternimmst, damit ihr wieder zusammenfindet.
    Hast du eine Ahnung, was deine Frau möchte, was sie stört, wo sie hin will?

    Es hört sich jedenfalls sehr belastend für dich an und du musst jetzt in erster Linie für dich da sein.
    Kannst du etwas heute Abend machen, was deins ist, denn reden scheint ja im Moment nicht zu gehen.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • was wäre denn konkret wenn du dich trennst. laube wäre eine übergangslösung schätze ich mal. dann ne kleine wohnung suchen, hobbys wieder anfangen, handwerk wie ich deine einkäufe verstehe. in ruhe etwas schnitzen oder einen schrank bauen? keinen streit mehr, wenn es bald wärmer ist mit den nachbarn tratschen, im garten was anbauen. vielleicht einen kurs in der volkshochschule im das handwerk noch besser zu können, oder gar selbst einen geben und andern das wissen weiter geben. und du hast keine streit. und nüchtern findet sich sicher auch der ein oder andere flirt wenn dir danach ist. wäre das nu wirklich so eine katastrophe?

    Keine Ahnung was ich mache, klar mein Garten wäre gut für mich, aber ohne meine Kids gehe ich da auch ein, es ist echt verzwickt, ich kann es drehen und wenden wie ich will aber ich finde keine Lösung

  • seit ich nicht mehr trinke würde ich mich als einen besseren Menschen sehen als die anderen.

    Damit spiegelt sie ihr eigenes Problem. Anscheinend kommt sie sich selbst als weniger guter Mensch vor, weil sie trinkt und Du nicht.

    Vorher hatte sie einen besseren "Hebel" um Dich zu steuern. Der nennt sich "schlechtes Gewissen". Hast Du zwar immer noch, aber nicht mehr ausgeprägt genug.

    Ich habe damals auch zu hören bekommen "dann trink halt mal ein Bier".

    hab ich den eindruck das sie gar nicht will das du aufhörst.

    Ich auch. Und bei mir selbst sind das Erfahrungswerte.

    Übrigens sind wir jetzt getrennt. Und wenn ich nicht gesoffen hätte, wäre das schon vor 10 Jahren geschehen. Trinken "hilft" in sehr schlechten Lebensumständen zu verharren, ohne zu handeln.

    Ach ja. Und heute bin ich glücklicher als je zuvor.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Hi Topfmann,

    ich glaube, ohne gemeinsame Gespräche wird es sehr schwierig.

    Bei uns war es auch nicht einfach, und wir standen mehrfach vor der Trennung. Wenns konkret wurde, fiel uns aber immer beiden auf, was uns dann fehlen würde (unterm Strich war das Verbindende immer mehr als das Trennende) und wir haben dann wirklich beide daran gearbeitet. Richtig gearbeitet, und nicht nur Eine oder Einer.
    Mit Gesprächstechniken, damit das PingPong nicht so hochkommt, was unser Problem auch war. Das Ja, aber-Spiel und der Kampf um das letzte Wort...waren meine Gedanken damals dazu.

    Ich war auch nicht bereit, mir die alleine die Schuld anzuziehen. Schliesslich ist Saufen nicht verboten, also ist es kein Verbrechen (von Krankheit habe ich selbst nicht gesprochen), und sie war ja genauso dabei, mit mir zusammensein zu wollen wie umgekehrt. Und dass ich aufgehört habe, war zwar nur für mich (ich war mir sicher, um mich herum kann die Welt zusammenbrechen, als ich an dem Punkt zum aufhören war), aber es war ja durchaus auch in ihrem Sinne, also musste sie mich auch trocken werden lassen.

    Mal aus dem Weg gehen, bis sich das beruhigt hat, ist kein Fehler. Aber solange da noch Rechnungen offen sind, muss das wohl irgendwie ausgefochten werden.
    Bei uns war es zum Glück so, dass wir auch gemeinsame Interessen hatten und egal wie, immer was zusammen unternommen haben.

    Du hast geschrieben, in Deinem allerersten Beitrag hier, dass Deine Familie unter Deiner Sauferei gelitten hat. Also kannst Du verlangen, das sie Dich jetzt auch unterstützt und versteht, dass Du was für Dich tun musst. Meine Meinung. Und ich bin Pragmatiker, wenn es wo nicht mehr geht, das kann ich bei Euch nicht beurteilen.

    LG LK

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Bei dir lese ich heraus, dass du trotz deiner Alkoholkrankheit vieles unternimmst, damit ihr wieder zusammenfindet.

    Nicht wirklich, ich lebe im Wohnzimmer und sie im Schlafzimmer, eigentlich leben wir momentan wie in einer WG, wenn es dann mal zu einem Gespräch kommt geht es meistens nicht gut aus.

  • Und dass ich aufgehört habe, war zwar nur für mich (ich war mir sicher, um mich herum kann die Welt zusammenbrechen, als ich an dem Punkt zum aufhören war), aber es war ja durchaus auch in ihrem Sinne, also musste sie mich auch trocken werden lassen.

    Ich denke sie hat Angst davor mit einem Abstinenten zusammen zu leben, kein Urlaub mehr mit Wein und Bier meinerseits, kein Alkohol an ihrem Geburtstag etc.

  • Warst Du mal bei der Suchtberatung?


    Bei uns bieten sie auch Gespräche mit Angehörigen an. Vielleicht kann ein Therapeut Deienr Frau ein wenig die Augen öffnen, was der Aussteiger aus der Sucht so zu erleiden hat und was kontraproduktiv ist. Ein Therapeut als Außenstehender hätte einen anderen Zugang auf Deine Frau, da er eine sachliche Distanz zu ihr hat, die Euch beiden fehlt.

  • Also kannst Du verlangen, das sie Dich jetzt auch unterstützt und versteht, dass Du was für Dich tun musst. Meine Meinung. Und ich bin Pragmatiker, wenn es wo nicht mehr geht, das kann ich bei Euch nicht beurteilen

    Heute hab ich so etwas angedeutet, aber es wurde abgetan als hätte ich Hühneraugen. Ich bin auch kein Jammerlappen der sich in den Mittelpunkt stellt und Rücksicht fordert, aber sobald ich nur andeute das mir auch nicht alles leicht fällt tut sie so als koste ich meine Abstinenz aus und Tyrannisiere alle

  • Ich mach es mal in meinen Worten.

    Und ich erwarte hier keine Beziehungstipps,

    Wie auch immer, die würdest du nur erhalten, wenn du in einer Beziehung wärst. Für mich wirkt es eher wie eine Zweckgemeinschaft. Ist das zu hart? Vielleicht, aber das ist nicht meine Angelegenheit.

    Wenn ich jedoch abwägen müsste, ob ich wieder Saufen soll, um die Welt meiner Partnerin wieder in Ordnung zu bringen, oder nüchtern bleibe, würde ich ein klärendes Gespräch einer geordneten Trennung vorziehen.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

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