R/no - "lauf R/no lauf"

  • So ich hoffe das ging in Ordnung, ich musste das loswerden. War ein echt turbulenter Tag der noch nicht vorbei ist 😏

    Gruß R/no

    Hallo Arno, keine leichte Situation für einen frisch Trockenen! Ich erspar dir irgendwelche schlauen Sprüche. Nur soviel, denk dran, was am wichtigsten für dich ist .Alkohol macht alles nur schlimmer! Gruß Bono

  • hallo R/no

    ich weiß, ist alles nicht schick, aber das ist der jährliche "weihnachtszauber":mrgreen:

    aber im ernst, ich glaube ihr braucht beide abstand und damit mein ich nicht trennung:idea: nun versetz dich mal in die lage deiner frau, sie hat deine sauferei auch jahre mitgemacht, da muss vertrauen erst wieder wachsen und wenn dann noch die geschichte mit der menopause aussteht... naja, kann ich nicht viel sagen zu:roll: vielleicht kommen ja noch ein paar tips von frauen die es schon erlebt haben. ich kenn es nur aus dem bekanntenkreis und das kann sehr sehr heftig ausfallen. also kopf hoch R/no und bleib bei dir;)

    gruss eternal

    Perfer et obdura, dolor hic tibi proderit olim.

    ("Ertrage und halte durch, dieser Schmerz wird dir einst nützen")

    (Trocken seit 26.03.2009)

  • Wahrscheinlich kommt bei Deiner Frau einiges zusammen.

    Keine Ahnung, ich komme mir auch nicht gerade umgarnt vor. Mich einfach ins Bett legen ist keine Option, da könnten beide nicht schlafen, es ist so wie LK es gesagt hat

    im Streit kommen auch wesentliche Dinge zum Vorschein, die man sich sonst vielleicht verkneift, aus Angst vor Verletzungen etc., aber im Streit wollen wir, meine Frau und ich, treffen und weh tun.

    Bei uns hilft nur ein Mediator, gestern saß ich am Esstisch und sie stand vor mir. Jede Bewegung einer Augenbraue oder ein genervter Blick lenken das Gespräch sofort auf Konfrontation. Wenn ich schon Luft hole und zum antworten ansetze, kommt sofort du lässt mich nicht aussprechen etc., worauf ich antworte das sie Monologe hält und kein Punkt und komma kennt. Eine Spirale...

    Irgendwie geht mir das mit dem Wein durch den Kopf und es ist nun mal so das ich ihrem momentanen Lebensstil im Weg stehe oder halt nicht mehr so richtig dazu passe. Sie weiß das mir das Wein trinken meistens nichts ausmacht und das ich es hasse wenn sie es versteckt macht. Ihr war es unangenehm weil ich ein Alki bin und man trinkt ja nicht gerne in Gegenwart von einem. Ich kann mich auch nicht auf sie einlassen wenn sie nach Alkohol riecht, nicht gerade förderlich wenn man wieder mehr nähe sucht...

    Naja, wie gesagt alles gut, meine Abstinenz stand felsenfest muss da mal ganz egoistisch sagen.

    Grüße R/no

  • Bei uns ging das mal 4 Wochen lang jeden Tag.
    Und jeder Versuch, es beim nächsten Mal friedlicher zu machen, sich zu versöhnen, kam wieder irgendein Trigger, "Du aber"

    Uns es war nicht gerade so, dass wir uns nicht bemüht hätten.

    Wir hatten irgendwann Coaching wegen der gemeinsamen Firmengründung. Und jedes nur mögliche Interesse, das hinzukriegen.
    Und wir bekamen viel Geld dafür uns coachen zu lassen, weil wir eine vielversprechende Geschäftsidee hatten.

    Sagte uns die Coachin, das Problem ist, das wir beide Motivatoren sind. Eigentlich jede(r) ein Chef. Und keiner gibt nach.

    Und: Streit bringts 10 Minuten lang. Keine Minute länger. Dann raus aus der Situation, Fresse halten, aus dem Zimmer raus.

    Irgendwann klappte es.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Macht ihr was konkretes in Richtung Mediator?
    Ein Paartherapeut macht übrigens ähnliches.

    Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
    Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man es anschiebt.

    Aber das Gras wächst.
    Sei sparsam mit dem Düngen:mrgreen:

  • Warum mir das durch den Kopf geht und ich es hier schreibe ist das ich mir gedanken mache an was das liegt. Alkohol, Menopause oder einfach keinen Bock mehr?

    Hm, das ist ja hier ein Alkoholiker-Forum und kein Beziehungsratgeber und ich kenne weder dich noch deine Frau. Eigentlich kennt man sich ja nur selber am Besten und jeder Mensch ist individuell. Verallgemeinerungen oder Spekulationen, warum sich jemand wie verhält sind fehl am Platz, da hilft nur ein Gespräch miteinander.

    Ich kann nur meine Erfahrung dazu mitteilen und ich muss sagen, wenn man absolut keine Nähe mehr vom Partner erträgt (nicht mal mehr in einem Bett schlafen wollen ist schon ziemlich deutlich) und wenn man sich an jeder Kleinigkeit an ihm nur noch stört ("wie ich das Brot schneide") und das lange Zeit so geht, dann ist meiner Meinung nach leider ursächlich, dass man keine Liebe mehr für ihn empfindet. War ich in diesem Stadium in einer Beziehung angekommen, gab es für mich nur noch eine Option: die baldige Trennung, das war für mich irreparabel.

    Geht das nur selten so und für kurze Zeit, ist das sicherlich in langjährigen Beziehungen normal, da nervt man sich auch hin und wieder, aber dauerhaft ist ein Alarmsignal.

    Tut mir leid das so zu sagen, aber zumindest bei mir war das am Ende von Beziehungen ähnlich und Alarmstufe rot. Die "Liebesbrille" aufzuhaben mindert Fehler und Unzulänglichkeiten des Partners. Fehlt diese, war ich nur noch genervt, egal was und wie das Gegenüber macht, man möchte möglichst viel Abstand schaffen und findet alles am Partner nur noch doof. Gute Seiten rücken in den Hintergrund, schlechte sind besonders präsent und fallen einem permanent auf.

    Hoffentlich liege ich damit falsch und ihr kriegt das wieder hin, ich kenne das halt so von mir. Ich möchte dich damit nicht verletzen, aber als mögliche Ursache solltest du das in Betracht ziehen. Redet doch nochmal in Ruhe miteinander, wo ihr als Paar steht und wie ihre Gefühle dir gegenüber sind.

    Gerade als Paar mit Kindern geht es ja manchmal sehr viel um Organisatorisches. Sich die Zeit zu nehmen, in einer ruhigen Minute über Gefühle zu sprechen empfinde ich in einer Beziehung als essentiell.

    Bestimmt ist ein Mediator/ Paartherapie wirklich eine gute Idee, wenn sie sich darauf einlassen kann und möchte. Wenn man nicht mehr miteinander ins Gespräch kommen kann, werden so vielleicht mal die Karten auf den Tisch gelegt und selbst, wenn es nicht gut steht, weiß man wenigstens, was los ist und schafft eine saubere Trennung, wenn nötig. Es hängt ja bei euch einiges dran mit Kindern und vielleicht gemeinsamen Eigentum.

    Wie es sich wirklich bei euch verhält, kannst du natürlich am Besten beurteilen und ich wünsche euch, dass ihr das gemeinsam hinbekommt.

  • Macht ihr was konkretes in Richtung Mediator?
    Ein Paartherapeut macht übrigens ähnliches.

    War ja schon mal geplant, wurde dann aber wieder verworfen. Gestern hab ich es nochmal vorgeschlagen als ich bemerkt hab das wir so nicht weiterkommen.

    Gerade kam eine Nachricht, sie hat ihr Handy im Rucksack gefunden und gleich im nächsten Satz, ein Monolog, wieder die selben Vorwürfe mit der Ankündigung das der Status quo erstmal so bleibt🤣

    Wahnsinn 5 Stunden später...

  • Hey R/no,

    ich würde euch auch einen Mediator oder eine Paartherapie empfehlen. Ihr müsst da was aufarbeiten denke ich, aber dazu müssen natürlich beide bereit sein. Ich hoff ihr bekommt das hin oder findet eine Lösung. Ihr solltet vor allem an die Kinder denken und nicht an euch. Ich arbeite mit Jugendlichen (Soz.Päd.) und seh auch in meinem Umfeld, was solche Situationen mit Kindern machen. War auch ein Auslöser dafür, dass ich mich kiffend in mein Zimmer zurückgezogen hab als 16jähriger. Da waren meine Eltern auch nur noch mit sich und einem Streit beschäftigt. Bin mir auch sicher, dass da der Ursprung meiner Sucht liegt, weil damals das Elternhaus und die Familie plötzlich zerstritten waren und in mir das Vertrauen und diese liebevolle Sicherheit, nenn ich es mal, zerbrochen ist. Jedenfalls fing meine Sucht damals an, denke ich, weil ich viele Gefühle einfach verdrängt hatte.
    Ich weiß, dass wenn man in so einem Beziehungsstreit steckt, es nicht einfach ist einen Kopf für sowas zu haben, da man ja selbst Teil des Streits (mit allen Gedanken, Gefühlen etc.) ist, aber versuch mal aus dir raus zu gehen gedanklich. Ich weiß nicht inwiefern deine Frau dazu bereit ist, aber sie sollte das auch tun, so wie sich das anhört hat sie sich ja auch nicht so ganz im Griff im Moment. Sorry für die direkte Frage, aber warum hat sie das Glas Wein vor dir versteckt? Hattet ihr ausgemacht, dass sie auch nichts mehr trinkt?

    Die Streiterein in der Beziehung haben mich auch aus der Bahn geworfen, aber in meinem Fall hab ich es eher grob fahrlässig zugelassen, eben nicht aus mir rauszugehen und das zu sehen, was ich dann im Nachhinein gesehen hab. Also was bei mir nie wieder passieren darf, ist das ich in so einem Fall meinen Kopf mit Alkohol noch unfähiger mache, sich mal von außen zu betrachten. Aber ja, für mich ist das Recht einfach, eben weil ich jetzt verstehe, dass Alkohol alles nur noch schlimmer macht und der Körper und die Psyche in so einer Art Kampfmodus gefangen sind. Alkohol erhöht die Stresshormone die eh schon da sind, also macht alles nur noch schlimmer und einen unfähig was dagegen zu machen, da man unbewusst eigentlich ums Überleben kämpft. Also egal was noch kommt in meinem Leben, die Lektion hab ich gelernt.

  • Sorry für die direkte Frage, aber warum hat sie das Glas Wein vor dir versteckt? Hattet ihr ausgemacht, dass sie auch nichts mehr trinkt?

    Nein das hatten wir nicht, warum sie es versteckt hat kann ich dir nicht genau sagen. Ich vermute nur ihr war es in dem Moment peinlich, am Tag davor hat sie auch getrunken und wenn der eigene Mann Alki ist hat man vermutlich Gewissensbisse oder hinterfragt seinen eigenen Konsum.

    Bei uns war es aber auch nicht klassisch, sprich ich der Säufer und sie die arme Frau, darum fällt es mir auch schwer mich zu beugen.

    Alkohol erhöht die Stresshormone die eh schon da sind, also macht alles nur noch schlimmer und einen unfähig was dagegen zu machen, da man unbewusst eigentlich ums Überleben kämpft. Also egal was noch kommt in meinem Leben, die Lektion hab ich gelernt.

    Mit der Lektion würde ich noch langsam machen du bist ja quasi noch im studium dieser Lektüre und ich auch😉

  • Oh, da tut sich ja gerade einiges. Hatte das ja hier schon ein paarmal angesprochen. Es kam aber nichts. Also dachte ich mir, dass es wohl noch nicht Zeit ist. Jetzt scheint sie es aber zu sein. Also los.

    Mich erinnert das sehr an meine Situation damals. Wir sind hier aber im blauen Bereich. Darum keine größeren Erklärungen.

    Hallo Arno, keine leichte Situation für einen frisch Trockenen!

    Ja zusätzlich. Das ist aber insgesamt keine leichte Situation.

    ich glaube ihr braucht beide abstand

    Das sehe ich anders. Was ihr habt, ist der ultimative Abstand. Ein halbes Jahr auf der Matratze schlafen. Sie geht alleine in die Sauna und ich weiß nicht was noch? Ich weiß, die Situation ist echt übel. Und ich hatte mich anfangs auch nicht viel bewegt. Während es mir hier ebenfalls deutlich gesagt wurde. Aber es ging mir wie Dir. Nüchtern ist eine solche Situation auf Dauer nicht zu ertragen.

    Du kannst nicht auf Dauer im "Status Quo" leben. Übrigens ist das für sie auch nichts. Aus dem Grund ist sie ja auch so unzufrieden.

    Ohne Mediator wird das nichts mehr mit uns,

    Das ist die letzte und beste Lösung. Übrigens unterstützen sie auch die gütliche Trennung. Findet man auch unter "Mediation" im Internet. Das geht schneller und ist günstiger.

    Auf alle Fälle werdet ihr beide dort schnell merken, was Sache ist.

    dass man keine Liebe mehr für ihn empfindet.

    Als Dein Brotschneide-Beispiel kam, hat es bei mir auch geklingelt. Liebe kann nicht mit Abstand gewonnen werden und auch nicht herbeigeredet werden. Die Mediation wird es offen legen.

    Ach ja. Und inzwischen kannst Du Dir eines überlegen. Etwas, worüber ich mir damals selbst gar keine Gedanken gemacht habe. (Aber hätte sollen)

    Es geht um Dich. Was willst Du? Fühle in Dich hinein. Liebst Du sie denn noch? "Da sind noch irgendwelche Gefühle" kann auch Gewohnheit oder die Angst, das alte Leben loszulassen sein.

    Lieber gleichmäßig leiden. Da weiß man(n) was man hat. Als sehr unspontaner Mensch kann ich das sehr gut verstehen. ;) Gleichmäßig leiden, lässt es sich besonders gut mit dem richtigen Pegel. Fällt der Weg, muss irgendwann etwas passieren. Da kann sich Deine Frau den Status Quo so lange wünschen, wie sie möchte. (ggfs. ist da auch ein gewisser Pegel, wer weiß?)

    Es wird sich einiges tun, in Deinem Leben R/no. Aber ich weiß eines. "Hinterher" (Trennung oder zurückfinden) wird es Dir besser gehen als jetzt. Viel besser. Ich spreche aus Erfahrung.

  • Hey R/no,

    das Thema mit dem Brot-Schneiden kenne ich. Das fing bei uns kurz nach der Geburt unseres Sohnes an. Da war meine bloße Existenz schon ein Problem 😅.

    Zum Rest kann ich wenig sagen, außer dass ich die Idee einer Mediation ziemlich gut finde.

    Und: Wenn man deinen Faden im Ganzen betrachtet, bist du trotz deines fortgeschrittenen Alters nochmal eine ganze Ecke reifer geworden.

    Bleib sauber. Mach weiter so.

    LG

  • Es wird sich einiges tun, in Deinem Leben R/no. Aber ich weiß eines. "Hinterher" (Trennung oder zurückfinden) wird es Dir besser gehen als jetzt. Viel besser. Ich spreche aus Erfahrung.

    Das merke ich gerade auch, ich bin nicht mehr in diesem Panikmodus. Es wird ein Mischmasch aus allem sein, Menopause, Alki etc. egal was es ist, früher hätte ich jetzt schon meine Dosis intus und wäre auf Krawall gebürstet, ich sehe es gelassener und damit hat auch meine Abstinenz etwas zu tun, so unwichtig wie es manchmal den Eindruck erweckt ist sie mir nämlich nicht.

  • Oh, Du hast ein Escher-Bild als Avatar? Was das wohl bedeuten mag? :/ :)

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    🤣nichts, ich hab das Baumbild aber schon bei WA und dachte das ist wiedermal nicht so schlau und hab mich für Escher entschieden, das hatte ich noch nie als Avatar. Es hat wirklich keinen tieferen Sinn für mich. Zuerst wollte ich ein Möbius Band aber dachte das ist unpassend...

  • Lieber R/no,

    Ich lese hier schon ein Weilchen mit.

    Ich denke ebenso, dass eine Mediation eine gute Idee ist, Euch zumindest klar zu werden, ob und wenn ja wie Ihr zusammenbleibt und wie Ihr am Besten mit den Kindern umgeht.

    Ich kann von der anderen Seite sagen, dass die Wechseljahre echt nervig sind. Ich stecke mittendrin und meine Stimmungsschwankungen gehen mir barbarisch auf die Nerven (und der Alkohol machte es noch schlimmer). Ich weiß da manchmal nicht, ob ich Fisch oder Fleisch bin. Vielleicht hilft es dem gegenseitigen Verständnis, dass man(n) als relativ frisch gerockneter eine ähnliche Achterbahnfahrt macht.

    Was ich auch in meiner Langzeit (ambulant) mitbekommen hatte: Da gab es auch einige kriselnde Beziehungen. Da meinte der Therapeut, man dürfe nicht übersehen, dass die Partner/-innen ja jetzt mit einer anderen Person zusammenleben, die sie seit Jahren nicht kannten und vielleicht auch vermissten. Und nicht wenige trauen dem Frieden nicht. Der besoffene Partner war etwas Vertrautes, unangenehm, aber vertraut. Der nüchterne Partner ist neu und ungewohnt.

    Aber ich kann hier viel schreiben, ein Mediator kann da sicher besser vermitteln, selbst wenn es auf eine friedliche Trennung hinausläuft.

    Liebe Grüße und viel Kraft, Toffifee

  • Aber ich kann hier viel schreiben, ein Mediator kann da sicher besser vermitteln, selbst wenn es auf eine friedliche Trennung hinausläuft.

    Hallo Toffifee, wir brauchen den Mediator damit wir überhaupt reden können, sonst kommt da nur "aber" usw. raus. Aber hilfreich war deine Beschreibung, das es bei dir ähnlich ist. Ich kannte das immer nur aus Erzählungen und dachte nicht das es solche Ausmaße hat. Hab jetzt auch mal ein bisschen im Netz darüber gelesen aber wie auch immer, da muss eine Lösung her...

    Gruß R/no

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