• Du hast geschrieben, dass du gerade beim umsetzen bist. Kennst Du schon die Grundbausteine?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Hallo, nein.

    Wobei ich mir einen großen Teil daraus bereits die letzten Wochen/Tage selbst so oder ähnlich fr mich herausgefunden habe. Gute Anregung zum weiterdenken.

    Danke.

  • Ok, das ist gut. Hast Du ein alkoholfreies Zuhause?
    Und wie kommunizierst Du über deine Alkoholkrankheit?

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo Nayouk,

    Nein. Bis jetzt macht mir das nichts aus (ich wunder mich selbst) und hoffe das das so bleibt. Ich denke drüber nach ob das für mich notwendig ist.

    Meine Frau und mein Sohn wissen Bescheid. Als nächstes ist meine Hausärztin an der Reihe.

  • Bis jetzt macht mir das nichts aus

    Es geht nicht darum, ob es Dir was ausmacht, es geht darum, dass Du nicht getriggert wirst und das kannst Du nicht vorhersehen und die Hürde bei Suchtdruck möglichst hoch zuhalten. Du müsstest erst an die nächste Tanke um an Alkohol zu kommen und bis dahin ist er hoffentlich schon wieder vorbei, wenn du reagiert hast.
    Es ist ein Schutz für dich, gerade am Anfang, wenn du bzgl. Alkohol noch sehr labil bist.

    Irgendwie ist das für mich sehr ungewohnt mit Menschen ohne ihren Namen zu kommunizieren,

    Wieso? Ich heiße Nayouk😉

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Woran zweifelst du, undee?

    Am Online-Austausch? An diesem Forum?Oder an der Notwendigkeit eines alkoholfreien Zuhauses?

    Das Beharren auf dem "eigenen" Weg aus der Sucht hat schon viele Alkoholiker ungewollt eine "Ehrenrunde drehen" lassen, kannst Du hier in unzähligen Erfahrungsberichten nachlesen - und daraus sind die Grundbausteine entstanden.

    Zum alkfreien Zuhause: Wer kein Problem mit Alkohol hat, hat auch keins ohne.

    Und ja, so viel "Unbequemlichkeit" für Dein engstes Umfeld darf dir deine Abstinenz wert sein, gerade am Anfang.

  • Ich kann dir nur dringlichst ans Herz legen, dein Zuhause komplett alkoholfrei/trocken zu legen.

    Bei mir ist es oftmals exakt an dem Wein zum kochen, dem Geschenk zum Geburtstag oder dem Alkohol meiner Ex gescheitert. Es geht um Risikominimierung und ein alkoholfreies Heim ist sicherer als ein nasses.

    Stell dir vor du bekommst irgendwo Suchtdruck, verlässt die Veranstaltung weil es dir zu viel wird und an dem Ort, an dem du sicher sein solltest, wartet Alkohol auf dich...

    Und warum willst du dich denn überhaupt quälen? Alkoholsucht bedeutet Kontrollverlust und Alkohol Zuhause bedeutet ich glaube es kontrollieren zu können. Nur meine Gedanken dazu...

  • Guten Morgen,

    „Woran zweifelst du, undee? Am Online-Austausch? An diesem Forum?“

    Keinesfalls, im Gegenteil. Ich freue mich über Erfahrungen und Empfehlungen. Das regt meine Reflektion an. Zu lange habe ich sehr fokussiert meine Gedanken auf berufliche Themen gerichtet und dieses Thema verdrängt. Seit 4 Wochen verdränge ich das nicht mehr.

    Warum ich die Dinge für mich so hinterfrage ist meine DNA seit Jahrzehnten. Das hat nichts mit Misstrauen zu tun, sondern damit das ich die Dinge nach Möglichkeit bis auf den Grund verstehen möchte. Beruflich zeichnet mich das aus und beruflich suche ich auf die Art die möglichen Fehlerquellen und den bestmöglichen Weg. Ich bin nicht der Mensch der einen Konsens „so macht man das“ als gegeben ansieht.

    Ich sehe ein, das Das (Hinterfragen) bei diesem Thema möglicherweise selbst ein Problem sein könnte. => Darüber denke ich nach.

  • Tag 11.

    Es geht mir gut.
    Es fehlt mir nichts.
    Es triggert mich nichts.

    Ich bin fast schon verwundert.

    Gester war ich morgens genervt. Ich konnte das nicht zuordnen und habe darüber nachgedacht das Alkohol irgendwie die Ursache sein könnte.
    Ich bin zu dem Schluss - normale Stimmungsschwankungen - gekommen. War gegen Mittag auch wieder weg.

    Es triggert mich nichts.
    Ich kann an einem Kasten Bier vorbeilaufen - es triggert mich nichts.
    Nur mein Gewohnheitsgedächtnis kommt mir immer mal kurz mit dem Thema.
    Ich geh Abends in den Keller Heizung anwerfen (wir heizen mit Holz), da sagt mein Gewohnheitsgedächtnis - Bier.
    Da zucke ich innerlich kurz zusammen, aber auch das triggert mich nicht im Sinne von „trinken wollen“.

    Jetzt will ich auf keinen Fall jemand zu dem Gedanken verleiten - alles ist einfach und das geht schon irgendwie, leichte Schulte und ab.
    Ich hab ja 25 Jahre mit 5-8 gescheiterten Versuchen hinter mir !!!

  • Hallo undee,

    Auch von mir ein herzliches Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Und herzlichen Glückwunsch zu nun schon 11 nüchternen Tagen. 👍


    Ich betone wollen und nicht müssen, denn das scheint in meinem Fall den Unterschied zu machen zwischen vornehmen und umsetzen.

    Magst du verraten, welchen Unterschied das genau in deinem Fall macht?

    Ich meine, was ist bei dir anders als bei all den anderen Alkoholikern?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Hi,
    Was bei mir anders ist kann ich schlecht sagen, ich bin ja nur ich ;)

    Was sich in meinem Fall zwischen heute und der Vergangenheit unterscheidet hatte ich schon geschrieben:

    von „müssen“ zu „wollen“ und „Verzicht“ zu „Gewinn“

    Das trifft es sehr gut.

  • Es triggert mich nichts.

    Ich bin fast schon verwundert.

    Nur kurz. Bin gerade hier drüber gestolpert. Also, mich wundert das auch.

    Ich hatte gerade meinen dritten Trockenheits-Geburtstag und mich triggert ab und zu immer noch etwas. Und ich denke, das bleibt auch so.

    Wahrscheinlich hast Du, nach der kurzen Zeit, noch nicht so den Zugang zu Dir selbst gefunden. Das ist sicher normal. Die ersten drei Monate sitzt auch oft noch die rosa Brille auf der Nase.

    Ich hab ja 25 Jahre mit 5-8 gescheiterten Versuchen hinter mir

    Aus dem Grund rate ich Dir, besonders jetzt zu Beginn, nicht öfters an irgendwelchen "Bierkisten" vorbeizulaufen, um das auszutesten.

    Es ist gut, dass Du Dich stark fühlst. Aber gerade dann, ist große Vorsicht angesagt.

    VG

    Alex

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Aus dem Grund rate ich Dir, besonders jetzt zu Beginn, nicht öfters an irgendwelchen "Bierkisten" vorbeizulaufen, um das auszutesten.

    Das dachte ich auch und ich hoffe für dich, dass in deinem Keller keine Kiste steht.

    Ich bin nach 5 Monaten im Keller auf ein 6 Pack gestossen, weil ich es da versteckt hatte. Suchthirn sprang sofort an. Ich war alleine, bin sofort aus dem Keller hoch und habe später meine Frau gebeten, das Richtige zu tun.
    Fehlte nur noch, dass ich gestresst, traurig oder sonst was gewesen wäre, ….

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Ich hatte gerade meinen dritten Trockenheits-Geburtstag und mich triggert ab und zu immer noch etwas. Und ich denke, das bleibt auch so.

    Geht mir nach 7 Monaten (huch, fast 8 )auch so. Allerdings ist ‚triggern‘ auch sehr individuell. Den zuckenden ‚Bier‘ Gedanken würde ich persönlich schon als Trigger bezeichnen. Man muss sich nicht immer gleich mit Schaum vor dem Mund auf Boden wälzen.

    Das ist schon ganz gut mit dieser Anfangseuphorie, genieße die mal ruhig etwas, aber hör auch auf die alten Unken hier im Forum die sagen ‚jetzt werde aber nicht übermütig‘.

    Alles Gute dir.

    Einmal editiert, zuletzt von Linde66 (17. Januar 2025 um 09:35) aus folgendem Grund: aus dem Smilie eine Ziffer gemacht

  • Hallo undee, ich hab dein Thema jetzt mal abonniert, weil wir praktisch zeitgleich mit dem Trinken aufgehört haben und es mich interessiert, wie es bei dir weitergeht. :)

    Der Klick im Kopf von „müssen“ zu „wollen“ und „Verzicht“ zu „Gewinn“ beeindruckt mich selbst.

    Das war bei mir ganz genauso! Ich weiß nicht, ob/wie oft du bereits versucht hattest, kontrolliert zu trinken, bevor du dich für den kompletten Verzicht entschieden hast – bei mir waren es aber mehrere Male, und der gefühlte Unterschied zu jetzt ist, dass es nun „klick“ im Kopf gemacht hat. Es bringt mental so viel mehr, sich darauf zu konzentrieren, was man ohne Alkohol dazu gewinnt! Der Gedanke motiviert mehr als jedes „Müssen“ aus gesundheitlichen oder anderweitigen Gründen!

  • Hi,
    Ich hatte ca.5-6 Versuche. Zwischen 2 tagen und 2 Monaten.
    In den letzten 3 Monaten habe ich es körperlich gespürt das es mir dadurch nicht gut geht bis hin zu hohem Ruhepuls und jeden Morgen mehrere Stunden in denen es so gar nicht rund lief.
    Ich habe schon vor ca. 5 Jahren gesagt bekommen das ich schlechte Leberwerte habe. Selbst das hat nicht gereicht und ich habe mich weiter selbst belogen.

    Heute fühle ich mich gut, gesund und stark. Das mit dem Gesund muss ich die kommenden Wochen noch checken lassen.
    Es fühlt sich aber so an und in den letzten Monaten in 2024 fühlte es sich nicht gesund an.

    Krass.

    Gestern habe ich begonnen Alkohol aus dem Haus zu entsorgen. Selbst der Geruch als ich den Wein/Bier ausgegossen habe hat ich nicht getiggert.

    Ich denke (und hoffe das das bleibt) das ich aus der Sicht ganz schön Glück habe. Aber ich will mich für eventuell kommende andere Zeiten wappnen.

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