Jeden, der anfänglich die Wirkung des Alkohols angenehm findet, und das sind die Meisten.
Das konnte ich nie nachvollziehen: Was ist daran angenehm? Man wird unangenehm unklar, außerdem ist es peinlich.
Jeden, der anfänglich die Wirkung des Alkohols angenehm findet, und das sind die Meisten.
Das konnte ich nie nachvollziehen: Was ist daran angenehm? Man wird unangenehm unklar, außerdem ist es peinlich.
Das Feeling, auch die Peinlichkeit, ist eine absolut subjektive Sache.
Ich habe meine Lebensgefährtin für verrückt gehalten, als sie mich das erste Mal fragte, ob auch mal ein Tag ohne ginge. Welcher Erwachsene kommt auf die bescheuerte Idee, nüchtern zu bleiben?
Ich war gerne besoffen, je besoffener, um so lieber.
Schreibe ich jetzt, 25 Jahre trocken. Ich weiss aber noch deutlich, wie ich drauf war.
Ich bin emotional gerade wirklich so weit, dass ich mir schon fast selbst Hilfe suchen möchte.
Das solltest du nicht nur vielleicht, sondern ganz dringend.
fragte mich wie es mir geht, nennt mich Mäuschen, hat mich gebeten etwas für ihn zu erledigen, da er dringend schlafen muss.
Ich weiß es auch nicht, liebe Karlotti, aber wenn du weiterhin sein Mäuschen sein willst, dann mach doch einfach so weiter und erledige seine Sachen, damit der gnädige Herr auch mal schlafen kann.
Wenn du kein Mäuschen mehr sein willst, dann mach ihm doch eine klare Ansage und dann blockierst du ihn und kommst einfach erst mal bei dir selbst an. Und dann guckst du mal, was DU gerne möchtest.
Ist nur ein Vorschlag, denn du wirkst ziemlich lost gerade und ich könnte mir vorstellen, dass dir eine kleine Auszeit gut tun würde.
Hallo und willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe
Karlotti, ein nasser Alkoholiker ist unberechenbar. Bedenke das bei allen Deinen Handlungen.
Für Dich ist es am besten, wenn Du gar nicht mehr reagierst, dann kommt vielleicht Ruhe rein.
Sein wechselhaftes Verhalten ist alkoholbedingt. Pass auf Dich auf!
Ich bin emotional gerade wirklich so weit, dass ich mir schon fast selbst Hilfe suchen möchte.
Hallo Karlotti. Als ich meinen Partner das erste Mal mit seinem Konsum konfrontiert habe, war ich danach emotional so überfordert, dass ich mir Hilfe gesucht habe. Die Therapie ist mittlerweile fast unverzichtbar für mich, denn sie ist ein Ort, an dem es nur um mich, meine Gefühle und meine Zukunft geht. Natürlich rede ich auch viel über meinen Partner, aber die Therapeutin schaut auf mich, will MEIN bestes. Das war anfangs ein komisches Gefühl, denn ich habe eher auf meinen Partner geschaut, wollte für ihn da sein, ihm helfen etc., habe aber nicht gemerkt, dass ich mich verloren habe. Damit will ich dir Mut machen, du kannst glaube ich gerade jeden gebrauchen, der in "deiner Ecke" steht und für dich da ist!
Liebe Grüße, Halbmond
Liebe Karlotti,
ich kann deine Gefühle nachvollziehen. Die Interaktionen, absichtlich nenne ich diese keine Beziehung, mit einem nassen Alkoholiker rauben Lebensenergie, erzeugen emotionalen Chaos und ziehen den Boden unter der eigenen Füßen. Der Fokus ist nicht mehr gerichtet Richtung eigener Wünsche, Bedürfnisse und Ziele. Immer nur in Reaktion. Ich glaube sogar, selber merkt man nicht mehr, wie absurd das eigene Verhalten wird, im Sinne der Selbstsabotage.
Ich weiß nicht was richtig ist, kommunizieren oder schweigen
Ich bin zuversichtlich, du weisst was richtig ist, nach deinen Vorstellungen. Die Frage ist, passt du diese an, weil der Fokus auf seine Reaktion liegt?
Ich mache mir Vorwürfe ihn allein zu lassen, aber ich kann so nicht mehr mit mir umgehen lassen.
Deine Sorgen verstehe ich. Leider hat jeder Mensch das Recht das eigene Leben an die Wand zu fahren. Die Frage ist, fährst du mit oder steigst du davor aus. Und mit welchen eventuellen Aktionen deinerseits wäre ihm geholfen?
Nun kam doch tatsächlich eine Nachricht .. er macht den ersten Schritt, liebt mich über alles und er kann nicht mehr - die Nachricht wurde anschließend wieder gelöscht.
Zack, und da dreht sich alles wieder um ihn und das Gänseblümchenspiel „Ich mag dich, ich mag dich nicht“. Absichtlich oder nicht, Labilität oder Boshaftigkeit, ist egal - das ist ein infantiles Verhalten.
Liebe Karlotti, sei achtsam und pass auf dich auf.
Liebe Grüße Ino
Hallo Karlotti,
herzlich willkommen im Forum.
Soweit ich dich verstanden habe, seid ihr nicht verheiratet, habt keine gemeinsamen Kinder und lebt nicht zusammen.
Sollte das alles so stimmen, kann ich dir nur sagen: LAUF SO SCHNELL DU KANNST
Also im Endeffekt muss ich, so wie ich es jetzt hier lese und in den anderen Beiträgen nur für mich entscheiden, nicht um ihn dazu zu bringen bzw. zwingen einen Entzug zu machen.
Genau so ist es. Die kannst ihm nur helfen, indem du ihn fallen lässt. Er muss Einsicht erlangen, sonst funktioniert das nicht. Und dann muss er die Schritte auch alleine gehen.
Ich weiß nicht was richtig ist, kommunizieren oder schweigen
Ganz klar: schweigen
Hier sind viele Co‘s, die wie ich mit dem Alkoholiker sehr lange verheiratet sind, gemeinsame Kinder haben, zusammen leben und vielleicht auch beruflich verbandelt sind. Da kann man nicht einfach den Kontakt einstellen.
Fang an, für dich da zu sein. Bau dir ein eigenes Leben auf. Ja, er ist krank, aber es gibt Ärzte und er ist erwachsen. Er weiß, was du von ihm erwartest. Solange du in Kontakt stehst und auf seine Nachrichten reagierst, wird er dich weiter versuchen zu manipulieren. Bei mir ging das über Monate. Mal Beschimpfungen und mal Liebesbekundungen.
Lies hier die vielen Geschichten der anderen Angehörigen und du wirst wissen, was zutun ist.
LG ☀️
Danke euch für die ganzen Nachrichten, die geben mir Hoffnung, dass das was ich gerade tue gut so ist.
Die Nachrichten von ihm (auch gestern Abend wieder), gehen mir schon an die Substanz. Ich reagiere kaum noch, gestern schrieb er. Ein Vernünftiger Umgang wäre gut, dann bin ich selbst etwas sauer geworden, denn nur er ist der Part der mir unfaire und gemeine Nachrichten schreibt. 5 Nachrichten kamen am Abend, plus ein Anruf, die ich alle ignoriert habe. Mittelfinger Smiley, Kotzsmiley - heute morgen schrieb ich, ich werde auf solche Nachrichten nicht mehr eingehen und das ich mich so nicht mehr behandeln lasse, ich aber weiterhin Hilfe anbiete um ihm quasi eine Einrichtung zu suchen- zurück kam doch dann tatsächlich, sowas wie ich würde mich in der Opferrolle sehen er kann es sich nicht mehr anhören und das wars Frau Superschlau. Ich weiß wirklich nicht was er sieht oder denkt, aber er scheint wirklich nicht zu sehen, was er da tut. Vor ein paar Tagen wurde eine Sachenübergabe für Sonntag ausgemacht, ich weiß allerdings nicht, ob ich schon so weit bin, ihn aktuell zu sehen. Ich hätte gerne Ruhe für mich. Weiß allerdings nicht, ob es nicht besser wäre so schnell wie möglich alles zu klären.
Guten Morgen Karlotti,
ich aber weiterhin Hilfe anbiete um ihm quasi eine Einrichtung zu suchen
Warum? Er ist erwachsen. Er muss das alleine tun.
Weiß allerdings nicht, ob es nicht besser wäre so schnell wie möglich alles zu klären.
Ja, definitiv. Bitte such dir jemand, der bei der Übergabe der Sachen dabei ist. So was kann ganz schnell ganz böse ausgehen. Sorg für deine Sicherheit.
LG ☀️
Hallo Karlotti,
ich habe deinen letzten Beitrag über ihn rausgenommen, weil er voller Details war, die ihn erkennbar machen.
Warum jemand Alkoholiker geworden ist, das ist für ihn irgendwann wichtig, wenn er trocken werden und bleiben will.
Aber für die User hier ist es irrelevant.
Lieber Gruß, Linde
Ich hab ihn natürlich gern, die Liebe ist irgendwie weg, er tut mir leid und ich weiß nicht wie ich mit ihm umgehen soll..
Du hast das hier geschrieben. Vielleicht musst du das auch einfach ganz deutlich sagen, das ist doch etwas, was völlig unabhängig vom Trockenwerden ist. Warum willst du ihm denn dann noch ein Ultimatum stellen?
Hey Karlotti,
du hast geschrieben, dass du die einzige bist, die wirklich weiß wie schlecht es ihm geht. Dazu will ich sagen es gibt noch mindestens zwei, die das wissen: er selbst und sein Arzt bei dem er war. Und das sind auch die Einzigen, die da was machen können. Du nicht.
Mich hat es sehr traurig gemacht in aller Tragweite zu realisieren, dass ich nichts machen kann. Aber es hat mich auch insofern erleichtert das wirklich zu kapieren, weil es diese gefühlte Verantwortung von mir genommen hat.
Als ich vor etwas mehr als einem Jahr ausgezogen bin, da dachte ich jetzt säuft er sich in null komma nix zu Tode. Einmal hab ich die Rettung gerufen, nachdem er geschrieben hatte er stirbt. Die haben ihn dann in die Entgiftung gebracht. Das war Nothilfe, das war was anderes.
Jedenfalls lebt er immer noch.
Was ich nicht verstehe und hier aber immer wieder lesen ist, dass Angehörige tatsächlich versuchen mit einem komplett intoxiniertem Menschen noch vernünftige Gespräche zu führen. Oder sich so viel Mühe machen zu verstehen. Oder die Nachrichten ernst/persönlich nehmen und so.
Ein Besoffener mit drei Promille oder so, ist komplett neben der Spur. Manche werden aggressiv, andere heulen, drohen, machen plötzlich Komplimente, Versprechungen, entwickeln einen Eifersuchtswahn...halt alles mögliche was so ein Nervengift anrichten kann. Sich da den Kopf zu zerbrechen oder gute Antworten zu überlegen oder empört zu sein...ist alles für die Katz. Denn der Empfänger ist auf Droge.
Dir wünsche ich einen klaren Kopf und dass du dich selbst an erste Stelle stellst.
Alles Liebe, Jump! 🏵️
Ich bin kurz davor schwach zu werden - die letzten Tage hat er oft angerufen und Nachrichten geschrieben. Er wäre angeblich beim Psychologen gewesen.
Er ist immer noch davon überzeugt, dass sein Problem, etwas seelisches ist und nicht der Alkohol, denn wäre das seelische nicht, würde er angeblich auch nicht trinken.
Er weinte am Telefon, hat mehrmals gefragt ob ich kommen kann - ich war stark und habe es immer verneint. Er tut mir auch so leid, er ist allein in seinem Mitleid gefangen, hat niemand mit dem er reden kann und ich würde ihm so gerne helfen. Ich weiß zwar, dass ich es nicht kann, aber dieses Gefühl, jemanden im Stich und sich selbst zu überlassen ist wirklich schlimm.
Mir ist auch durchaus bewusst, dass es einfach weiter gehen würde, würde ich zu ihm gehen. Es würde sich nichts ändern- ich habe zwischenzeitlich durch Zufall seinen besten Freund getroffen und ihn involviert, ob das gut war, weiß ich nicht. Aber ich habe gefühlt etwas Verantwortung abgegeben.
Bald ist Weihnachten und es ist für mich so schmerzhaft, dass diese Krankheit alles zerstört hat ![]()
Guten Morgen Karlotti,
das Gefühl schwach zu werden kennen hier viele. Mich eingenommen. Und so dreht man dann noch einmal eine Ehrenrunde im Karussell und schwups sind 10 Jahre vergangen. Bleib hart. Halt es aus und kümmere dich um dich. Mach etwas schönes und wenn es nur eine Gesichtsmaske oder ein schönes Bad ist.
Er ist immer noch davon überzeugt, dass sein Problem, etwas seelisches ist und nicht der Alkohol, denn wäre das seelische nicht, würde er angeblich auch nicht trinken.
Damit zeigt er, dass er noch keine Einsicht hat. Mein Mann was in diesem Jahr 6 Wochen in der Klinik. Angeblich wegen der Sucht. Allerdings sagt er nun es war nur wegen Depression und Burnout. Er hat es damals wegen unserer Beziehung gemacht und ist gescheitert. Er wollte mich nur wieder ruhig stellen und eine Chance bekommen.
Ich weiß zwar, dass ich es nicht kann, aber dieses Gefühl, jemanden im Stich und sich selbst zu überlassen ist wirklich schlimm.
Du lässt ihn nicht im Stich. Du lässt ihn fallen aus Liebe und Fürsorge für dich selbst und damit er vielleicht zur Einsicht kommt und den Weg aus der Sucht findet.
Mir ist auch durchaus bewusst, dass es einfach weiter gehen würde, würde ich zu ihm gehen.
So ist es. Und es wird schlimmer und schlimmer. Und irgendwann ist da ein Mensch, der mit der ursprünglichen Version nichts mehr zutun hat.
Denk an dich.
LG ☀️
Hallo Karlotti,
diese Weinerlichkeit und das Jammern kenne ich von meinem ersten Mann auch. Und hab hier schon ganz oft davon gelesen. Es kommt bei Abhängigen ganz oft vor, dieses Leiden im Suff. IAS : Ich Arme Sau, nenne ich es mal bzw wird das auch genannt.
Und das wird auch gemacht um den Partner, der was verändern will, sich trennen will oder sich schon getrennt hat, angewandt. Um ihn weichzuklopfen.
ich habe zwischenzeitlich durch Zufall seinen besten Freund getroffen und ihn involviert, ob das gut war, weiß ich nicht. Aber ich habe gefühlt etwas Verantwortung abgegeben.
Du hast Verantwortung abgegeben, die du garnicht hast. Und auch der Freund hat sie nicht. Verantwortung für sich hat tatsächlich nur dein Expartner. Gefühlt mag es dich jetzt erleichtert haben aber mach es dir ganz bewusst: du hast keine Verantwortung gegenüber diesem Menschen, er ist erwachsen und sollte/ kann/ muss seine Verantwortung für sich selbst tragen.
Liebe Grüße Aurora
Ich bin kurz davor schwach zu werden
Mir ist auch durchaus bewusst, dass es einfach weiter gehen würde, würde ich zu ihm gehen.
Natürlich kenne ich dieses Gefühlschaos auch sehr gut.
Aber mit etwas Abstand sage ich Dir: Mitleid ist keine Basis für eine Partnerschaft.
Und wenn Du so klar bist, dass es einfach weitergehen würde (was schon super ist) - wie kann es da sein, dass Du Dir eine weitere Runde antun willst? Warum lässt Du den Gedanken zu, schwach werden zu können/wollen. Warum bist Du mit Deinem Mitgefühl mehr bei ihm als bei Dir?
Bleib bei Dir. Sei liebevoll mit Dir. Schütz Dich. Brech aus dem Suchtsystem aus.
Er ist erwachsen - Du kannst ihm das alles nicht abnehmen. Und dann schau, ob er anfängt wirklich für seine Trockenheit zu arbeiten …
Ich versuche wirklich alles um stark zu bleiben, heute morgen hat mich seine beste Freundin angerufen um zu "vermitteln". Da ich nicht mehr für ihn lüge, habe ich alles erzählt. Sie steht hinter mir und kann mein Handeln zu 100% verstehen.
Er hat mittags angerufen und wollte wissen, was ich mit ihr gesprochen habe. Ich habe nur gesagt die Wahrheit. Das Telefonat ging eine Minute. Seitdem kam von ihm nichts mehr, was ich schon wieder zum Anlass nehme mir Sorgen zu machen.
Aber ich bleibe stark!
Karlotti, warum quälst du dich so.
Reduziere den Kontakt auf ein Minimum. Wenn sie wirklich seine beste Freundin ist, dann weiß sie was mit ihm los ist oder sollte es zumindest erahnen. Lass dich da nicht so reinziehen.
Und dann ist er doch nicht so allein ...
Heute ist der erste Tag, an dem er sich nicht gemeldet hat. Das letzte, dass er gestern Abend im betrunkenen Zustand sagte, war fuck you. Ich hatte nicht mit mir reden lassen und darauf beharrt, dass er ein Problem hat. Hat ihm natürlich nicht gefallen.
Und was tue ich, abends um kurz vor 8 mir sorgen machen! Ich mach mir so große Sorgen, ob es ihm gut geht. Er tut mir auch so unendlich leid, weil ich weiß, dass es ihm seelisch und natürlich vom Alkohol sehr sehr schlecht geht. Rational gesehen, weiß ich natürlich, er muss sich selbst helfen, aber das ist so unglaublich schwer, immerhin hat man miteinander auch eine tolle zeit gehabt und man kann seine Gefühle natürlich auch nicht von jetzt auf gleich komplett abschalten.
Es ist zwar keine echte Liebe mehr, aber der Mensch, den man wirklich geliebt hat, sich eine tolle Zukunft vorgestellt hat
.Ich bin gerade auch wirklich sehr verzweifelt.
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